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Mit den bulls Kapfenberg hat auch der zweite Favorit das Finale (Sonntag, 17.00 Uhr) beim Raiffeisen Cup Final-4 erreicht. Der Titelverteidiger und aktuelle Tabellenführer der Basketball Bundesliga gewann das zweite Semifinalspiel gegen die Fürstenfeld Panthers mit 83:73. Kapfenberg steht damit, wie sein morgiger Gegner Swans Gmunden, zum bereits achten Mal in einem Endspiel um den Cuptitel.

Fürstenfeld musste wie schon 2012 das Aus im Semifinale akzeptieren. Kapfenberg tat sich gegen Fürstenfeld lange schwer, erkämpfte sich aber am Ende wegen eine Vielzahl an „second-chance-points“ im vierten Abschnitt (16) und insgesamt guter Reboundarbeit (37:27) den Sieg.

Die bulls Kapfenberg haben ihre Chance auf die Titelverteidigung gewahrt. Der aktuelle Tabellenführer der Basketball Bundesliga hat das zweite Semifinale beim Raiffeisen Cup Final-4 für sich entschieden. Im „Steirer-Derby“ besiegten sie die Fürstenfeld Panthers am Ende mit 83:73. Damit gewann Kapfenberg auch das dritte Cup-Spiel gegen Fürstenfeld in der Geschichte des österreichischen Basketball-Cups.

Kapfenberg versuchte von Beginn an das Tempo zu kontrollieren. Die Bulls variierten ihr Offensivspiel gekonnt, konnten sich aber in der ersten Halbzeit nur um maximal fünf Punkte absetzten. Fürstenfeld hielt wacker dagegen, weil sie ihre Anzahl an Eigenfehler gering hielten (4 TO in Halbzeit eins; Anm.) und immer wieder schwierige Würfe trafen. In der zweiten Halbzeit konnte Kapfenberg etwas an Intensität zulegen und holte sich in der 27. Minute eine 13-Punkte-Führung (61:48). Doch die Panthers bissen sich wieder zurück und zeigten großes Kämpferherz. Kapfenberg haderte im Schlussviertel mit Foulproblemen und so verkürzten die Fürstenfelder zwischenzeitlich auf 61:63 (32. Min). Gegen Ende nutzte Kapfenberg aber eine bessere körperliche Fitness zu mehr Präsenz unter dem Korb. Viele zweite Chancen wurden verwertet und schlussendlich auch die „big-shots“ getroffen.

Kapfenberg gewann am Ende verdient. Die körperlichen Vorteile unter dem Korb und eine deutlich höhere Rotation waren ausschlaggebend. Die Bulls holten um 10 Rebounds mehr als die Panthers und packten insgesamt 15. Mal am offensiven Brett zu. Daraus resultierten vor allem im vierten Abschnitt etliche „second-chance- points“. Eine starke Vorstellung bot Bogic Vujosevic (21 PTS, 7 AS), auch Kareem Jamar (16 PTS, 7 RB) hatte in der entscheidenden Phase starke Momente. Für Fürstenfeld machte Marko Car 23 Punkte.

bulls Kapfenberg Fürstenfeld Panthers
83:73 (21:18, 44:41, 63:55)

Mike Coffin, Headcoach der Bulls: „Wir waren am Anfang des Spiels nicht ready. Es hat lange gedauert bis wir ins Spiel gekommen sind. Im Cup zählt aber nur der Sieg.“

Goran Patekar, Headcoach der Panthers: „Gratulation an Kapfenberg. Wir haben heute alles gegeben. Leider mussten wir mit einem sehr kurzen Kader vor dieser schönen Kulisse spielen. Wir waren leider zu klein und haben zu viele zweite Chancen zugelassen.“

Milan Stegnajic, Spieler der Bulls: „Wir haben das Spiel am Anfang viel zu leicht genommen, weil die Panthers ohne Chris Reyes spielten. Gratulation an Fürstenfeld. Sie haben eine tolle Leistung geboten. Am Ende haben wir aber verdient gewonnen.“

Hannes Ochsenhofer, Spieler der Panthers: „Wir haben sehr gut gekämpft. Kapfenberg hat ein paar wichtige Würfe getroffen, die am Ende den Unterschied machten. Man kann unserer Mannschaft nur gratulieren, dass wir in unserer Situation so stark gekämpft haben.“

2BL: BBU und KOŠ im „Play-Down“ weiter ungeschlagen
Die BBU Salzburg (1) und KOŠ Celovec (2) haben im „Play- Down“ der ZWEITEN Basketball Bundesliga weitere Siege gefeiert. Die beiden Mannschaften blieben auch im zweiten Spiel ohne Niederlagen und machten einen großen Schritt in Richtung Ligaverbleib. Der Tabellenführer aus Salzburg drehte gegen die Wörthersee Piraten (3) einen 9-Punkte-Rückstand (41:50) und gewann schlussendlich ein knappes Spiel mit 92:84. Die Kärntner imponierten bei Basket 2000 Vienna Warriors (4) mit einer starken Defensivleistung und holten sich am Ende einen 75:56-Auswärtssieg.

Die BBU Salzburg (1) hat ihre Tabellenführung im „Play-Down“ der ZWEITEN Basketball Bundesliga verteidigt. Sie gewannen auch das zweite Spiel und besiegten die Wörthersee Piraten (3) mit 92:84. Damit blieb die BBU auch im neunten Duell mit den Kärntnern siegreich. Die Piraten mussten nun die dritte Niederlage in Folge einstecken. In einem punktereichen ersten Viertel (25:28) hatte Salzburg zumeist die Nase vorne, ehe die Piraten im zweiten Abschnitt auf 9 Punkte davonzogen (50:41 / 19. Min). Zu Beginn der zweiten Halbzeit glich Salzburg die Partie in der 23. Minute dank eines 9:0-Starts wieder aus (50:50). Mit einem 10:2- Endspurt im dritten Viertel brachte die BBU ihren zweiten Sieg auf Schiene. Im Schlussabschnitt wurden jegliche Comeback-Versuche der Piraten unterbunden. Entscheidend für die BBU war ihre Performance unter dem Korb: Sie machten in der Zone um 20 Punkte mehr (48:28 „points-in-the-paint“) und gewannen auch das Duell am Rebound (32:26). Lorenz Rattey verpasste für die BBU mit 24 Punkten und 9 Rebounds knapp ein „double-double“. Bei den Piraten war Maximilian Kunovjanek mit 31 Punkten Top-Scorer.

Auch KOŠ Celovec (2) hat im „Play-Down“ um den Ligaverbleib den zweiten Sieg gefeiert. Die Kärntner setzten sich bei Basket 2000 Vienna Warriors (4) 75:56 durch. Die Wiener mussten bereits ihre 14. Niederlage am Stück hinnehmen. KOŠ übernahm nach einer knappen Anfangsphase Mitte des Startviertels das Kommando und baute die Führung auf bis zu 19 Punkte aus (37:18 / 16. Min). Den Warriors gelang mit einem 10:0-Start im dritten Viertel ein Comeback auf 35:58, ehe die Kärntner mit einem 8:0-Run zurückschlugen und schlussendlich einen verdienten Sieg einfuhren. Insgesamt bot KOŠ vor allem defensiv eine sehr starke Vorstellung, zwang die Warriors zu 20 Turnover und kontrollierte den Rebound (47:33). Vjeran Soldo legte für den Tabellenzweiten im „Play-Down“ mit 17 Punkten und 12 Rebounds ein „double-double“ auf. Armin Topic machte für die Warriors 16 Punkte.

Die Ergebnisse der 2. Runde im „Play-Down“ im Überblick:
asket 2K Vienna Warriors – KOŠ Celovec

56:75 (14:23, 25:38, 41:58)
Wörthersee Piraten – BBU Salzburg
84:92 (25:28, 50:43, 63:71)

Basket 2000 Vienna Warriors KOŠ Celovec
56:75 (14:23, 25:38, 41:58)

Mäßiger Start beider Teams ins 1.Viertel. Beide Teams starten mit einer Man-Defense ins Spiel. Das 1.Viertel ist geprägt von sehr schönen Spielzügen. Die Offensivfehler der Warriors verhelfen KOS zu leichten Fastbreakpunkten. Die Warriors finden kein Mittel gegen den Center der Kärntner. Nach dem 1. Viertel steht es 23:14 für KOS. Im 2. Viertel bauen die Kärntner ihre Führung auf 12 Punkte aus. Durch sehr viel verworfene Layups können die Warriors nicht aufschließen, obwohl sie die Möglichkeit dazu gehabt hätten. Nach 2. Vierteln steht es 23:38 für KOS.

Die 2. Halbzeit beginnt jeweils mit einem 3er von Armin Topic und Aleksandar Trivan. Somit verkürzen die Warriors den Rückstand auf nur 5 Punkte. Das 3. Foul von Ruzicka zwingt den Topscorer der vorigen Partien auf der Bank Platz zunehmen. Daraufhin erhöhten die Kärntner den Druck in der Defense und schafften es wieder den Vorsprung auf 10 Punkte zu erhöhen. Nach dem 3. Viertel führt Kos mit 58:41. Das letzte Viertel beginnt mit Chaos bei den Warriors. Sie schaffen es nicht den Ball über die Mittellinie zu bringen und ermöglichen KOS 12 schnelle Punkte zu erzielen. Das Spiel endet zu Gunsten von KOS mit einem Endstand von 75:56.

Stimmen zum Spiel:
Marko Tomic, Assistent-Coach der Warriors: „Ich gratuliere KOS und bedanke mich für ein faires Spiel. Wir haben so gut gespielt, wie man mit 7 Spielern spielen kann.“

Christopher Ruzicka, Spieler der Warriors: „Das bessere Team hat gewonnen. Wir haben leider teilweise zu hektisch agiert und unter Druck schlechte Entscheidungen getroffen.“

Dragan Sliskovic, Headcoach von KOŠ: „Es war kein leichtes Spiel gegen Basket 2000. Offensive haben wir viel verschenkt und defensiv teilweise gut gespielt aber es zählt der Sieg.“

Jan Razdevsek, Spieler von KOŠ: „Wir haben uns an unseren Spielplan gehalten und verdient gewonnen.“

Beste Werfer: Topic 16, Avdic 11, Ruzicka 9 bzw. Soldo 17, Erculj 15, Razdevsek 14

Wörthersee Piraten BBU Salzburg
84:92 (25:28, 50:43, 63:71)

Den besseren Start legt die BBU hin, geht mit 7:0 in Führung. Dann kommen die Piraten besser ins Spiel, Kunovjanek und Schaal setzen sich in Szene, bei der BBU sind es Milovac und Tepic, die Akzente setzen. Die BBU führt nach dem ersten Viertel 25:28. Im zweiten Viertel dann die Gastgeber mit spielerischen Vorteilen, können so auch die Führung übernehmen und mit 50:43 in die Halbzeit gehen.

Im dritten Viertel übernehmen dann aber die Salzburger die Führung, mit aggressiver Defense zwingen sie die Piraten zu Ballverlusten und scoren dadurch im Gegenangriff, bauen so die Führung nach drei Viertel auf 63:71 aus. Auch zu Beginn des Schlussviertels liegen die Vorteile noch bei Salzburg, beim Stand von 66:81 starten die Piraten noch einen Push, kämpfen sich noch auf 81:87 heran. Am Ende reicht es aber nicht mehr und die BBU kommt zu einem 92:84-Erfolg.

Stimmen zum Spiel:
Goran Jovanovic, Headcoach der Piraten: „Wir haben heute wieder hart gekämpft, leider machten uns in der zweiten Halbzeit die Ballverluste zu schaffen, auch defensiv hatten wir da einige Hänger.“

Aaron Mitchell, Headcoach der BBU:
„Für uns war das heute Schritt Nummer Zwei, wir wollen die Richtung beibehalten und dann den nächsten Schritt setzen.“

Beste Werfer: Kunovjanek 31, Keric, Schaal je 15 bzw. Rattey 24, Tepic 16, Sanchez 13

Presseinfo ABL/ÖBL/red.

24.03.2018