Basketball, ABL, Swans Gmunden

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Die Swans Gmunden (2) und die Traiskirchen Lions (3) haben sich zum Auftakt der 29. Runde in der Basketball Bundesliga wichtige Punkte im Kampf um den zweiten Tabellenplatz erkämpft. Die Oberösterreicher rangen sich beim BC Hallmann Vienna (4) zu einem 100:98-Sieg durch. Der Cupfinalist drehte in einem offensiven Schlagabtausch einen 19-Punkte-Rückstand (32:51 / 18. Min) in einen knappen Sieg. Gmunden feierte damit den dritten Erfolg in Serie. Wien musste sich nach drei Siegen in Serie wieder geschlagen geben. Im „Niederösterreich-Derby“ feierten die Lions einen 73:66-Auswärtssieg und schafften damit den „season-sweep“ über die Klosterneuburg Dukes (6). Trotz massiver Foulprobleme, präsentierte sich der Tabellendritte in der Schlussphase einen Tick cleverer und routinierter. Den Lions gelang zudem der fünfte Auswärtssieg in Serie. Die Dukes mussten sich nach drei Siegen in Folge wieder vor heimischem Publikum geschlagen geben.

Die Swans Gmunden (2) und die Arkadia Traiskirchen Lions (3) haben ihren Verfolgern um den zweiten Tabellenplatz wohl endgültig den Wind aus den Segeln genommen. Zum Auftakt der 29. Runde in der ADMIRAL Basketball Bundesliga feierten die beiden Mannschaften jeweils knappe Siege und erhöhten damit ihren Vorsprung in der Tabelle auf Platz vier auf zehn (GMU) bzw. acht (TRK) Punkte. Gmunden (38) und Traiskirchen (36) trennen im Kampf um den zweiten Tabellenrang weiterhin zwei Punkte.

Gegen den BC Hallmann Vienna (4) taten sich die Oberösterreicher lange schwer. Wien traf in der ersten Halbzeit herausragend vom Dreier (60%) und lag nach 18. Minuten mit 19 Punkten voraus (51:32). Dann stellte Gmunden auf einen Zonen-Defense um und verkürzte bis zur Pause auf 44:53. In den ersten vier Minuten der zweiten Halbzeit konnten die Swans ihren Rückstand drehen: Sie eröffneten mit einem 16:3-Run und lagen in der 24. Minuten 60:56 voraus. In weiterer Folge konnte sich keine Mannschaft um mehr als vier Punkte absetzten und Gmunden in einer offensiv geführten Partie schlussendlich die Oberhand behalten. Am Ende spricht die Performance unter dem Korb für den Tabellenzweiten: Gmunden holte „in the paint“ um 12 Punkte mehr als Wien und gewann auch das Duell am Rebound mit 33:22. Neben den Top-Scorern Enis Murati (23) und Daniel Friedrich (21) – die sich allerdings gemeinsam auch 10 Turnover leisteten – stellte Aaron Rountree, bei nur einem Fehlwurf, sein „season-high“ von 17 Punkten ein. Für Wien verpasste Stjepan Stazic mit 32 Punkten und 9 Assists sein 7. „double-double“ der Saison.

Für die Klosterneuburg Dukes (6) ist der zweite Tabellenplatz seit dieser 29. Runde endgültig außer Reichweite. Die Dukes mussten sich zum mittlerweile 11. Mal in Folge den Traiskirchen Lions (3) geschlagen geben, die damit ihren fünften Auswärtssieg in Serie feierten und den Dukes nach drei Heimsiegen in Folge wieder eine Niederlage auf heimischen Parkett bescherten. Traiskirchen eröffnete die Partie deutlich besser, scorte fast ausschließlich aus „pick-and-roll“-Situationen und lag früh zweistellig voraus (20:10 / 7. Min). Trotz Foulprobleme – Jozo Brkic und Florian Trmal hatten nach 15. Minuten bereits vier bzw. drei Fouls – ging bei Traiskirchen vieles leichter von der Hand. Klosterneuburg traf auch wenig, 0/11 zur Pause aus der Distanz. Doch in der zweiten Halbzeit eröffneten die Dukes mit einem 13:0-Run (48:44 / 25. Min). Traiskirchen konterte mit einem 11:0 und konnte ein am Ende zerfahrenes Spiel noch sicher gewinnen. Die Lions, die damit auch das vierte Saisonduell mit den Dukes für sich entschieden, wirkten in der Schlussphase cleverer und routinierter – auch wenn sie am Ende mit einem „season-low“ von nur 8 Assists bilanzierten. Dafür trafen die „Löwen“ deutlich besser (48%:35%) aus dem Feld und konnten ihre Foulprobleme überstehen. Shawn Ray machte für den Tabellenzweiten 19 Punkte. Bei den Dukes, wo Jurica Blazevic fehlte, war Predrag Miletic mit 19 Zählern bester Werfer.

Fortgesetzt wird die 29. Runde in der Basketball Bundesliga am Freitag mit der Neuauflage des Cup-Semifinales zwischen den Füstenfeld Panthers (8) und den ece bulls Kapfenberg. Am Samstag gastieren die Oberwart Gunners (7) beim UBSC Graz (9).

Die Stimmen zum Duell BC Hallmann Vienna vs. Swans Gmunden:

Stjepan Stazic, Kapitän vom BCV: „Als Gmunden in der Defensive eine Zonen-Variante probierte, haben wir es nicht geschafft, unsere Offensivaktionen zu exekutieren. Das wurde dann im Endeffekt bestraft.“

Mustafa Hassan-Zadeh, Spieler vom BCV: „Wir haben in den ersten 18 Minuten dieser Begegnung mannschaftlich sehr gut gespielt, erst als Gmunden auf Zonen-Defense umgestellt hatte, fehlten uns die Lösungen. Die fünf punktelosen Minuten zum Start in die zweite Halbzeit haben uns am Ende den Sieg gekostet.“

Bernd Wimmer, Headcoach der Swans: „Nach einer durchwachsenen ersten Halbzeit, ist es uns in der zweiten Halbzeit gottseidank gelungen, die Key-Player von Wien unter Kontrolle zu bringen und ich glaube, am Ende haben wir verdient gewonnen.“

Markus Pinezich, Assistent-Coach der Swans: „Wir wussten, dass uns ein schwieriges Spiel bevorsteht. Kompliment an die Mannschaft. Sie hat bei minus 19 Charakter bewiesen und jetzt haben sie sich eine Pause verdient.“

Die Stimmen zum Spiel Klosterneuburg Dukes vs. Traiskirchen Lions:

Predrag Miletic, Spieler der Dukes: „Wir hatten lange Zeit Probleme mit dem Pick and Roll, die wir dann in den Griff bekommen haben. Leider hat es für einen Sieg nicht gereicht.“

Werner Sallomon, Obmann der Dukes: „Ich sehe keine Chance, dass wir Traiskirchen auf diese Weise besiegen können. Die Lions waren uns fast in allen Match-Ups überlegen.“

Zoran Kostic, Headcoach der Lions: „Wir haben es leider verabsäumt, einen größeren Vorsprung in die zweite Spielhälfte mitzunehmen und dann auch noch leichte Punkte zugelassen. Am Ende hat die Erfahrung entschieden.“

Benedikt Güttl, Kapitän der Lions: „Es war das erwartet harte Spiel. Wir wollten den Rebound kontrollieren, haben dann aber Foulprobleme bekommen. Über 40 Minuten haben wir aber mit mehr Herz gespielt und gekämpft. Klosterneuburg hat sich mit einigen Runs im Spiel gehalten, am Ende haben wir die Partie routiniert nach Hause gespielt.“

Medieninfo: ABL

29.03.2018