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In der Osterrunde der Basketball Bundesliga feierten die besser platzierten Teams wichtige Siege. Die Traiskirchen Lions gewannen mit einer offensiven Galavorstellung gegen den BC Vienna, eroberten vorrübergehend den zweiten Platz und sichern die Top-3 weiter ab. Die Flyers Wels verbuchten einen souveränen Erfolg über die Oberwart Gunners und machten damit einen großen Schritt in Richtung Playoffs. Für die Gunners hingegen werden die Hoffnungen auf die Postseason immer kleiner. Die bulls Kapfenberg komplettieren mit einem deutlichen Erfolg über die Klosterneuburg Dukes ihre „8er-Serie“ (Anm. Siege gegen jedes ABL-Team en-suite). Die Fürstenfeld Panthers setzten sich im Steiermark-Derby gegen den UBSC Graz durch.

Für die Oberwart Gunners war das Duell gegen Flyers Wels bereits beinahe ein Spiel der letzten Hoffnung, um noch eine realistische Chancen auf die Playoffs zu wahren. Umgekehrt ging es für die Flyers um einen weiteren großen Schritt in Richtung Postseason. Dementsprechend nervös starteten beide Teams in die Begegnung. Während die Gunners immer wieder unter dem Korb zu leichten Punkten kamen, wussten die Oberösterreicher von außen zu überzeugen. Die Gunners versuchten durch aggressive Defensive die offensivstarken Welser zu stoppen, brachten sich selbst allerdings früh in Foulprobleme. Elijah Wilson (23 Punkte) und Carlos Novas Mateo (22 Punkte) agierten in der offensive Treffsicher und erarbeiteten bereits in der ersten Halbzeit eine zweistellige Führung. Die Flyers verwerteten in Summe 33 von 38 Freiwürfen und gewannen 81:75. Damit entschieden die Oberösterreicher auch den direkten Saison-Vergleich mit den Gunners für sich.

Die Traiskirchen Lions eroberten gegen den BC Vienna wieder den zweiten Tabellenplatz (Anm. die Swans – zuvor auf Rang zwei – blieben in dieser Runde spielfrei). Von Beginn weg lieferten die Niederösterreicher ein wahres Offensivfeuerwerk ab. Auf der anderen Seite stemmten sich Stjepan Stazic (28 Punkte) und Jiri Hubalek (23 Punkte) mit erfolgreichen Distanzwürfen dagegen und ließen sich nicht abschütteln. In der zweiten Halbzeit stellte sich das Team von Zoran Kostic auf die beiden Wiener Top-Scorer besser ein und blieb in der Offensive stets giftig. Die Wiener konnten das schnelle Umschaltspiel der Löwen nicht stoppen und verloren den Fokus in der Offensive. Der Regisseur der Lions, Benedikt Danek verteilte 12 Assists und scorte selbst 23 Punkte. Florian Trmal brachte es beim 98:77 Erfolg gar auf 25 Punkte.

Die bulls Kapfenberg gewannen gegen die Klosterneuburg Dukes deutlich mit 96:70 und feiern damit eine „komplette 8er-Serie“. Der frischgebackene Cupsieger agierte mit einer hohen Rotation – keiner spielte mehr 27 Minuten – und kontrollierte spätestens ab dem zweiten Viertel das Spiel deutlich. Jozo Rados und seine Kollegen kontrollierten die Bretter (39:30 Rebounds) und erarbeiteten sich 25 second chance points. Die Go-to-Guys der Dukes wurden erfolgreich aus dem Spiel genommen und so wurde die Entscheidung bereits früh in der zweiten Halbzeit fixiert. Die Dukes verlieren nach der Niederlage den Anschluss auf die Top-5 und könnten theoretisch noch von den Gunners aus den Playoffplätzen verdrängt werden.

Nach zwei Derby-Niederlagen gegen die bulls in Serie, gewinnen die Fürstenfeld Panthers das dritte Steiermark Derby innerhalb weniger Tage gegen den UBSC Graz. Der UBSC ließ die Intensität vermissen, die sie in den vorangegangenen Wochen immer wieder aufblitzen ließen. Die Panthers trafen in der Offensive clevere Entscheidungen und schienen das Spiel in jeder Phase unter Kontrolle zu haben, auch wenn der Vorsprung nie mehr als zwölf Punkte betrug. Die Panthers setzten sich schließlich ungefährdet mit 75:65 durch und scheinen den achten Tabellenplatz damit endgültig fixiert zu haben.

Die Spielpaarungen der 30. Runde im Überblick:
Flyers Wels – Oberwart Gunners

81:75 (21:18, 45:35, 64:54)
Fürstenfeld Panthers – UBSC Graz
75:65 (21:14, 38:32, 52:45)
bulls Kapfenberg – Klosterneuburg Dukes
96:70 (25:20, 53:36, 75:50)
Traiskirchen Lions – BC Vienna
98:77 (32:21, 56:47, 74:65)

Die Spiele der 30. Runde im Detail:

Flyers Wels Oberwart Gunners
81:75 (21:18, 45:35, 64:54)

Sebastian Waser, Headcoach der Flyers: “Gratulation an meine Mannschaft. Sie hat heute große Moral bewiesen nach den letzten Leistungen. Unser Saisonziel die Playoffs zu erreichen ist beinahe fixiert. Sechs Spiele vor Ende des Grunddurchgangs ist das eine tolle Sache.“

Benjamin Blazevic, Spieler der Gunners: “Wir hatten für zwei Minuten in der ersten Halbzeit einen kompletten Ausfall in der Defensive, der uns in einen zweistelligen Rückstand gebracht hat. Wir haben die Flyers zu oft an die Freiwurflinie geschickt und viel zu einfache Punkte zugelassen.“

Davor Lamesic, Kapitän der Flyers: “Wir sind sehr froh vor unserem Heimpublikum einen Sieg eingefahren zu haben. Heute sind wir unserem ersten Saisonziel – den Playoffs – einen großen Schritt nähergekommen.“

Horst Leitner, Headcoach der Gunners: “Gratulation an Wels zum Sieg. Sie haben eine starke Leistung abgerufen und von der Freiwurflinie keine Nerven gezeigt. Auf unsere aggressive Defense haben sie sich gut eingestellt und damit das Spiel verdient gewonnen.“

Fürstenfeld Panthers UBSC Graz
75:65 (21:14, 38:32, 52:45)


Goran Patekar, Headcoach der Panthers:
“Gratulation an meine Mannschaft, die in dieser schwierigen Situation eine tolle Leistung abruft. Der Sieg war zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Wir haben gut gekämpft und clevere Entscheidungen getroffen.“

Markus Galle, Headcoach UBSC: “Wenn man von der ersten Minute an keine Energie aufs Feld bekommt und nur mitläuft kann man kein Spiel gewinnen.“

bulls Kapfenberg Klosterneuburg Dukes
96:70 (25:20, 53:36, 75:50)

Mike Coffin, Headcoach der bulls: “Wir haben von Anfang an das Spiel kontrolliert. Im ersten Viertel hatten wir noch Schwierigkeiten am Rebound. Wir haben uns dann aber deutlich gesteigert und das Spiel souverän nachhause gebracht.“

Ante Perica, Headcoach der Dukes: “Kapfenberg hat heute viel besser gespielt, wir waren chancenlos. Die bulls scheinen durch den Cup-Sieg beflügelt zu sein. Sie haben den Rebound kontrolliert und mehr Würfe getroffen als wir.“

Marvin Riedl, Spieler der bulls: “Wir haben heute verdient gewonnen. Am Anfang konnten wir zwar die Rebounds noch nicht kontrollieren, haben uns aber in der zweiten Halbzeit deutlich gesteigert. Wir haben in dieser Saison bereits zweimal gegen Klosterneuburg verloren, aber heute gezeigt, dass wir die bessere Mannschaft sind.“

Valentin Bauer, Spieler der Dukes: “Wir waren am Rebound eindeutig unterlegen. Wir konnten uns am Anfang im Spiel halten, waren dann aber körperlich nicht mehr stark genug. Wir haben bis zum Schuss gekämpft, aber gegen Kapfenberg ist das nicht genug.“

Traiskirchen Lions BC Vienna
98:77 (32:21, 56:47, 74:65)

Zoran Kostic, Headcoach der Lions: “In der zweiten Halbzeit haben wir Stazic und Hubalek wesentlich besser verteidigt und so verdient den Sieg geholt. Gratulation an meine Mannschaft.“

Stjepan Stazic, Spieler BCV: “Wir haben heute schlecht verteidigt und haben in der Offensive unkonzentriert agiert. Wir waren heute einfach nicht präsent.“

Shawn Ray, Spieler der Lions. “Wir mussten dieses Spiel gewinnen. Nicht nur weil wir den Heimfans einen Sieg schenken wollten, sondern auch im Rennen um den zweiten Platz zu bleiben. Wir haben heute ein gutes Team geschlagen. Ich bin stolz auf meine Mannschaft.“

Jiri Hubalek, Spieler BCV: “Gratulation an Traiskirchen. Sie sind als Einheit aufgetreten und haben verdient gewonnen. Aber vielleicht sieht man sich ja in den Playoffs wieder.“

Presseinfo ABL/ÖBL/red.

02.04.2018