Basketball

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Die Vienna D.C. Timberwolves (#1) und die Jennersdorf Blackbirds (#6) haben am Sonntag die Chance mit einem weiteren Sieg das Finale der ZWEITEN Basketball Bundesliga zu erreichen.

Die beiden Mannschaften führen in der „best- of-3“-Semifinalserie jeweils 1:0. Die Wiener brauchen einen Auswärtssieg bei den Mattersburg Rocks (#5), um per „sweep“ das vierte Finale der Vereinsgeschichte zu erreichen. Die Burgenländer wollen aber unbedingt den Ausgleich – in den letzten fünf Jahren haben die Rocks zumindest ein Spiel ihrer Semifinalserien gewonnen. Gegen das Ergebnis aus dem ersten Spiel hat Mattersburg Protest eingelegt. Timberwolves-Center Marko Kolaric soll am Ende des Spiels trotz fünf Fouls eingesetzt worden sein, heißt es in der Begründung der Burgenländer. Parallel steht auch Liganeuling Jennersdorf vor dem Finaleinzug. Gegen die Mistelbach Mustangs (#2) wollen die Burgenländer vor voraussichtlich großartiger Heimkulisse die Entscheidung. Den Niederösterreichern droht für Sonntag der Ausfall von gleich zwei Legionären und somit auch im sechsten Jahr in Folge keine Finalteilnahme.

Die Vienna D.C. Timberwolves (#1) liegen in der „best-of-3“-Semifinalserie gegen die Mattersburg Rocks (#5) mit 1:0 voraus. Den zweiten Sieg, der die Finalqualifikation bedeutet, will sich der Gewinner der „regular-season“ am Sonntag im Burgenland schnappen. Für die „Wölfe“ – sie sind auswärts in dieser Saison immer noch ungeschlagen – wäre es die dritte Finalteilnahme in den letzten sechs Jahren. Mattersburg, das augenblicklich bei einem „home-winning-streak“ von +8 steht, würde zum zweiten Mal in Folge im Semifinale scheitern. Um den drohenden „sweep“ abzuwenden, müssen die Rocks wohl gut regenerieren. In Semifinale #1 am Freitag mussten gleich vier Spieler über 34 Minuten rackern. Bei den Timberwolves stand nur Petar Cosic (13 PTS, 9 AS) über 30 Minuten auf dem Feld, alle anderen Spieler maximal 25 Minuten. Außerdem müssen die Rocks versuchen, die Dreierschützen der Wiener zu entschärfen. Diese trafen am Freitag 44% ihrer Würfe von jenseits der Dreipunktelinie. Aber auch die „Wölfe“ haben trotz erneut starker Gesamtleistung etwas Luft nach oben: 17 Turnover in Semifinale #1 waren der viertschlechteste Wert in dieser Saison.

Die Jennersdorf Blackbirds (#6) können am Sonntag vor heimischem Publikum ebenfalls den Finaleinzug fixieren. Sie haben mit einem 76:58-Erfolg am Freitag bei den Mistelbach Mustangs (#2) den Heimvorteil „gestohlen“ und liegen somit in der „best-of-3“-Semifinalserie mit 1:0 voraus. Nach zwei Niederlagen im Grunddurchgang war es der erste Sieg der Burgenländer gegen die Niederösterreicher überhaupt. Entscheidend war die aggressive Teamdefense der Blackbirds, die nun schon seit drei Spielen ungeschlagen sind: Diese hielt die Mustangs bei 58 Punkten – absoluter Negativwert in der laufenden Saison. Um am Sonntag den Ausgleich zu schaffen, brauchen die Mistelbacher eine kontrollierte Offensive und müssen sich ihrer Stärke am Rebound bewusst werden. Insgesamt sind die Mistelbacher mit 41,8 rpg ligaweit die Nummer eins, am Freitag „gab“ man den Blackbirds 15 „offensiv-boards“ und unterlag insgesamt am Rebound 40:43. Fraglich sind Ondrej Dygryn (Schulter) und Michal Semerad (Knie).

Die Semifinalpaarungen im Überblick:
Mattersburg Rocks #5 – Vienna D.C. Timberwolves #1

Sonntag, 8. April um 17.00 Uhr in der SPH Mattersburg

Stand in der „best-of-3“-Serie: 0:1
Samstag, 14. April um 17.00 Uhr im T-Mobile Dome, Wien 22*

Jennersdorf Blackbirds #6 – Mistelbach Mustangs #2
Sonntag, 8. April um 17.00 Uhr im Aktivpark Güssing

Stand in der „best-of-3“-Serie: 1:0
Samstag, 14. April um 16.00 Uhr in der SPH Mistelbach*

*) falls notwendig;

Mattersburg Rocks #5 Vienna D.C. Timberwolves #1
Sonntag, 8. April um 17.00 Uhr in der SPH Mattersburg
Stand in der „best-of-3“-Serie: 0:1

Stellungnahmen zur anstehenden Begegnung:
Joey Vickery, Headcoach der Rocks: „Das Spiel am Sonntag beginnt es wieder bei 0:0. Wir müssen das erste Halbfinale abhaken und nach vorne schauen. Wenn wir die Dinge, die wir uns vorgenommen haben, umsetzen, dann haben wir sehr gute Chancen. Unsere Fans werden uns enormen Auftrieb verleihen.“

Lukas Hrdlicka, Manager der Rocks: „Wir werden gewinnen.“

Hubert Schmidt, Headcoach der Wolves: „Am Sonntag beginnt es wieder bei 0:0. Wir müssen auf jeden Fall besser starten, defensiv konzentrierter arbeiten und die Ballverluste minimieren.“

Philipp D’Angelo, Kapitän der Wolves:
„Wir wollen den Sack zumachen, werden aber diesmal eine von Beginn an starke Leistung benötigen.“

Personelles:
Rocks: Lukas Gludovatz fehlt verletzungsbedingt.

Bisherige Begegnungen 17/18: 77:83, 87:78 und 93:80 für Vienna D.C. Timberwolves;

Jennersdorf Blackbirds #6 Mistelbach Mustangs #2
Sonntag, 8. April um 17.00 Uhr im Aktivpark Güssing
Stand in der „best-of-3“-Serie: 1:0

Stellungnahmen zur anstehenden Begegnung:
Daniel Müllner, Headcoach der Blackbirds: „Mistelbach steht jetzt mit dem Rücken zur Wand und wird sicher am Sonntag alles daran setzen die Serie zu verlängern. Wir werden versuchen, wie auch schon in Spiel 1, als Team dagegenzuhalten und über das gesamte Spiel konzentriert und intensiv zu spielen.“

Manuel Jandrasits, Kapitän der Blackbirds: „Wir müssen auch im zweiten Halbfinalspiel wieder versuchen das Spiel über unsere Teamdefense zu kontrollieren. Es erwartet uns mit Sicherheit ein harter Kampf, den wir nur mit vollem Einsatz und Willen jedes einzelnen Spielers gewinnen können. Dabei werden uns unsere fantastischen Fans wieder unterstützen.“

Martin Weissenböck, Headcoach der Mustangs: „Wir wissen, dass es eine Mammut- Aufgabe ist, binnen 48 Stunden auswärts in der Güssinger Halle gegen ein Team anzutreten, das uns mit seiner Defensive den Nerv gezogen hat. Wir müssen das Spiel analysieren und danach trachten, unseren Gameplan dieses Mal konsequent umzusetzen.“

Sascha Hasiner, Obmann der Mustangs: „Es war ein tolles Fest in einer gerammelt vollen Sporthalle in Mistelbach. Schade, dass wir aufgrund des Sonntags-Termins nicht in der vollen Fanstärke unterstützen können. Die angesetzten Nachwuchs-Termine und der Schul-Montag machen uns hier einen Stricht durch die Rechnung. Doch aufgegeben wird ein Brief – dass es das Team kann, hat es im Grunddurchgang oft genug bewiesen.“

Personelles:
Mustangs: Die Schulterverletzung von Ondrej Dygryn sowie das Knieproblem von Michal Semerad sind Handicaps, die bis Sonntag womöglich nicht auskuriert werden können.

Bisherige Begegnungen 17/18: 52:65 und 79:43 für Mistelbach Mustangs; 58:76 für Jennersdorf Blackbirds;

Presseinfo ABL/ÖBL/2BL/red.

07.04.2018