Basketball

© Sportreport

In den Sonntagsspielen der 31. Runde der Basketball Bundesliga feierten die Fürstenfeld Panthers und die Flyers Wels knappe Erfolge. Die Panthers setzten sich durch eine tolle kämpferische Leistung mit 73:70 zu Gast bei den Klosterneuburg Dukes durch.

Die Niederösterreicher befinden sich nach der vierten Niederlage in Serie wieder mitten im Kampf um die Playoff-Plätze. Aufopferungsvoll kämpfte auch das Tabellenschlusslicht aus Graz. Die Steirer mussten sich allerdings in der Verlängerung mit 85:87 gegen Wels geschlagen geben. Damit ist die Playoff-Teilnahme für die Flyers beinahe in trockenen Tüchern.

Die Fürstenfeld Panthers starteten mit einer starken kämpferischen Leistung in die Begegnung. Die Klosterneuburg Dukes agierten in der Offensive nervös und konnten ihre Abschlüsse nicht verwerten. Zwar erkämpften sich die Niederösterreicher zahlreiche zweite Chancen (17 Offensivrebounds), aus dem set- play gelang ihnen an diesem Abend allerdings nicht viel. Die Herzöge hielten sich während der gesamten Begegnung in Schlagdistanz, konnten in der zweiten Halbzeit allerdings nur ein einziges Mal die Führung übernehmen. Vor allem Hannes Ochsenhofer war von den Dukes in der zweiten Halbzeit nicht zu stoppen. Er verwertete in Summe fünf Dreier. Wesley Gordon brachte es mit 16 Punkten und 13 Rebounds auf ein Double-Double. Die Niederösterreicher mussten sich schließlich mit 70:73 geschlagen geben und befinden sich nach der vierten Niederlage in Serie mitten im Kampf um die Playoffplätze.

Der UBSC Graz musste in der Begegnung gegen die Flyers Wels weiterhin auf Anton Maresch verzichten. Bei den Flyers konnte Elijah Wilson nicht eingesetzt werden. Graz zeigte von Beginn weg Zähne und machte dem Team von Sebastian Waser früh klar, dass die Begegnung für Wels kein Selbstläufer wird. Vor allem unter dem Korb arbeiteten die Steirer, angeführt von Darien Nelson Henry (22 Punkte, 14 Rebounds), stark. Lediglich im Spielaufbau hatte das Tabellenschlusslicht ohne Anton Maresch Probleme und beging 18 Turnover. Die Flyers hatten ihr Visier von der Dreierlinie an diesem Abend nicht optimal eingestellt und verwerteten lediglich 27 %. Dennoch führten die Oberösterreicher beinahe über die gesamte Spielzeit knapp. David Heuberger brachte Graz schließlich wenige Sekunden vor Ende in die Overtime. In der Verlängerung bewiesen die Flyers den längeren Atem und setzten sich mit 87:85 durch.

Die Spielpaarungen der 31. Runde im Überblick:
Oberwart Gunners – Swans Gmunden

66:61 (19:20, 28:37, 46:50)
UBSC Graz – Flyers Wels
85:87 OT (22:23, 34:40, 53:59, 78:78)
Klosterneuburg Dukes – Fürstenfeld Panthers
70:73 (16:21, 28:29, 51:50)
BC Vienna – bulls Kapfenberg
Montag, 19:00 Uhr im Hallmann Dome Wien X

Die Spiele der 31. Runde im Detail:

UBSC Graz Flyers Wels
85:87 OT (22:23, 34:40, 53:59, 78:78)

Markus Galle, Headcoach UBSC: “ Wir haben 45 Minuten gut gekämpft, leider hat es nicht gereicht.“

Sebastian Waser, Headcoach der Flyers: Das war ein super Spiel von Graz, es war schwer für uns hier zu gewinnen.“

Darien Nelson Henry, Spieler UBSC: “ Ein enges spannendes Spiel, das Team steht zusammen.“

Davor Lamesic, Kapitän der Flyers:
“Ein spannendes Spiel, Wels hat am Ende mehr Charakter gezeigt.“

Klosterneuburg Dukes Fürstenfeld Panthers
70:73 (16:21, 28:29, 51:50)

Ante Perica, Headcoach der Dukes: “Wir waren heute offensiv in keiner guten Verfassung, daher ist da Spiel so knapp geworden. In der zweiten Spielhälfte war Haxi (Anm. Hannes Ochsenhofer) der Schlüsselspieler der den Unterschied gemacht hat.“

Goran Patekar, Headcoach der Panthers: “Wahnsinn! Trotz unserer Personalprobleme haben wir von Beginn weg gekämpft und verdient gewonnen. Klosterneuburg ist sehr nervös aufgetreten und das hat das Spiel entschieden.“

Jurica Blazevic, Spieler der Dukes: “Wir haben es heute nicht verdient zu gewinnen.“

2BL: Jennersdorf im Finale, Mattersburg gleicht aus
Die Jennersdorf Blackbirds (#6) haben als erste Mannschaft das Finale der ZWEITEN Basketball Bundesliga erreicht. Die Burgenländer gewannen auch das zweite Spiel der „best-of-3“-Semifinalserie deutlich mit 78:61 und setzten sich somit gegen die Mistelbach Mustangs (#2) mit 2:0 durch. Jennersdorf erreichte damit gleich im ersten Jahr der Liga-Zugehörigkeit die Finalserie. Mistelbach, das wie schon in Semifinale #1 mit der starken Teamdefense der Blackbirds Probleme hatte, musste zum zweiten Mal in Folge einen „sweep“ im Halbfinale hinnehmen. Die Mattersburg Rocks (#5) haben indes ihrer „best-of-3“-Semifinalserie gegen die Vienna D.C. Timberwolves (#1) ausgeglichen. Der dreifache 2BL-Meister aus dem Burgenland schlug die Wiener knapp mit 79:78, nachdem man schon um 20 Punkte voraus gelegen war. Mattersburg blieb damit auch im neunten Heimspiel in Folge ohne Niederlage. Die Timberwolves verloren erstmals in der laufenden Meisterschaft ein Auswärtsspiel. Das entscheidende dritte Duell dieser beiden Teams findet am Samstag (17.00 Uhr) im T-Mobile Dome in Wien statt.

Die Jennersdorf Blackbirds (#6) sind ins Finale der ZWEITEN Basketball Bundesliga eingezogen. Die Burgenländer gewannen vor rund 800 Zusehern das zweite Semifinalspiel mit 78:61 und entschieden die „best-of-3“-Serie gegen die Mistelbach Mustangs (#2) mit 2:0 für sich. Die Blackbirds sind damit schon seit vier Playoff-Spielen ungeschlagen. Für Mistelbach war bereits zum dritten Mal innerhalb der letzten sechs Jahre Endstation im Halbfinale. Die Entscheidung fiel nach 5,5 Spielminuten: Beim Stand von 12:9 gelang Jennersdorf ein 15:0-Run (27:9 / 11. Min). Dank kompakter und kommunikativer Team-Defense ließ die Mannschaft von Headcoach Daniel Müllner, der heute seinen Geburtstag feiert, Mistelbach zwar verkürzen (29:24 / 17. Min) aber nicht mehr die Führung übernehmen. Den Unterschied machte am Ende erneut die Turnoverbilanz – 11:17 aus Sicht von Jennersdorf – und nur 33% Trefferquote von Mistelbach. Stefan Ulreich warf für die Blackbirds mit 21 Punkten sein „season-high“. Vladimir Sismilich war für Mistelbach mit 20 Punkten bester Werfer.

Die Mattersburg Rocks (#5) haben indes ihre „best-of-3“-Semifinalserie ausgeglichen. Die Burgenländer gewannen ihr Heimspiel gegen die Vienna D.C. Timberwolves (#1) mit 79:78 und haben somit den „Showdown“ am Samstag in Wien erzwungen. Mattersburg gewann damit auch in seiner sechsten aufeinanderfolgenden Semifinalserie zumindest ein Spiel. Über drei Viertel kontrollierten die Rocks, die nur in den Anfangsminuten zurücklagen, das Geschehen. In der 32. Spielminute betrug der Vorsprung von Mattersburg bereits +20 (69:49).

Doch der Sieger der „regular-season“ bot in den restlichen acht Minuten eine sehenswerte Aufholjagd. Mit deutlich mehr Intensität als noch in den ersten drei Viertel verkürzten die „Wölfe“ eine Minuten vor Schluss auf 75:76, ehe sie die Rocks dann doch noch durchsetzten. Am Ende wurde die Begegnung aufgrund von Kleinigkeiten entschieden. Für Mattersburg machte Royce Woolridge 24 Punkte. Bei den Timberwolves war Petar Cosic mit 17 Punkten bester Werfer.

Die Semifinalpaarungen im Überblick:
Mattersburg Rocks #5 – Vienna D.C. Timberwolves #1
79:78 (26:22, 44:32, 63:47)
Stand in der „best-of-3“-Serie: 1:1

Samstag, 14. April um 17.00 Uhr im T-Mobile Dome, Wien 22

Jennersdorf Blackbirds #6 – Mistelbach Mustangs #2
78:61 (25:9, 38:28, 60:59)
Endstand in der „best-of-3“-Serie: 2:0

Mattersburg Rocks #5 Vienna D.C. Timberwolves #1
79:78 (26:22, 44:32, 63:47)
Stand in der „best-of-3“-Serie: 1:1

Das Spiel startet ausgeglichen in der Mattersburger Sporthalle. 17:16 steht es nach fünf Minuten. Die Heimmannschaft legt dann einen 7:0-Run hin und Corey Halletts Dunk motiviert sie weiter und so setzen sich die Rocks ein bisschen ab. Zur Halbzeit wird die Führung auf zwölf Punkte ausgebaut. Im letzten Viertel scheint die Truppe um Joey Vickery schon alles klar zu machen und der Vorsprung beträgt zwischenzeitlich 20 Punkte. Die Timberwolves legen ein fulminantes Finish hin und kommen auf zwei Punkte heran. Doch dann begeht Nemanja Nikolic ein technisches Foul eine Minute vor Ende und Mattersburgs Royce Woolridge verwandelt den Freiwurf und die Burgenländer verwalten die Führung. Peter Hofbauers Buzzer-Beater-Dreier verkürzt noch auf einen Punkt.

Stimmen zum Spiel:
Corey Hallett, Spieler der Rocks: „In den Playoffs zählt nur ein Sieg. Wir sehen uns nächsten Samstag.“

Michael Mach, Kapitän der Rocks: „Die Chance aufs Burgenland-Derby im Finale lebt. Wer den Sieg am Samstag mehr will, wird ins Finale einziehen.“

Hubert Schmidt, Headcoach der Wolves: „Gratulation an Mattersburg! Wir haben zu spät begonnen intensiv zu spielen. Ich glaube trotzdem, dass wir uns den Sieg am Ende verdient hätten. Zur letzten Minute möchte ich keinen Kommentar abgeben.“

Beste Werfer: Woolridge 24, Fripp 17, Hallett 15 bzw. Cosic 17, Nikolic 15, Hofbauer 12;

Jennersdorf Blackbirds #6 Mistelbach Mustangs #2
78:61 (25:9, 38:28, 60:59)
Endstand in der „best-of-3“-Serie: 2:0

Rund 800 Zuseher bieten heute eine Wahnsinnskulisse für den Showdown um den Finaleinzug im Aktiv Park. Die Blackbirds starten gleich stark in die Partie, das Teamplay dominiert und die Offensive der Mistelbacher kann gut unterbunden werden. Stefan Ulreich stellt mit 7 Punkten in Folge den Viertelstand von 25:9 her. Daraufhin kann Mistelbach besser mithalten, einige Dreier finden den Weg in den Korb. Bei den Blackbirds hält Sebastian Koch dagegen und wiederum Stefan Ulreich stellt per And-1-Dreier den Halbzeitstand von 38:28 her.

In der zweiten Hälfte wird die Partie immer intensiver, beide Teams ziehen alle Register und so endet das ausgeglichene 3. Viertel mit einem Stand von 60:49. Im letzten Viertel geht es für Mistelbach jetzt um die Saison, trotz Foulproblemen wird aggressiv verteidigt – die Blackbirds können die daraus resultierenden Freiwürfe jedoch nicht in Punkte umwandeln. Jennersdorf kann aber durch eine geschlossene Defensivleistung die Offensive der Mistelbach weiterhin unterbinden und zieht in der Schlussminute noch einmal davon. Endstand: 78:61.

Stimmen zum Spiel:
Daniel Müllner, Headcoach der Blackbirds: „Unglaublich mit wie viel Herz meine Mannschafft auch im 2. Spiel gegen Mistelbach ans Werk gegangen ist. Wie auch in Spiel 1 war die Defense heute ausschlaggebend für den Sieg. Danke an alle Fans für die überragende Unterstützung sowohl zu Hause als auch auswärts über die gesamte Saison hinweg!“

Sebastian Koch, Spieler der Blackbirds: „Die Defense hat heute wieder gepasst und durch einige Runs in der Offense konnten wir den Aufstieg ins Finale heute fixieren.“

Martin Weissenböck, Headcoach der Mustangs: „Wir haben versucht gegen die Physis von Jennersdorf dagegen zu halten, jedoch fehlte uns für so ein intensives Spiel die Bank. Jennersdorf ist verdient weiter!“

Vladimir Sismilich, Spieler der Mustangs:
„Es ging uns wie im ersten Spiel, wir hatten keine Antworten für die starke Defense der Blackbirds und konnten nicht improvisieren. Gratulation an die Blackbirds!“

Beste Werfer: Ulreich 21, Horvath 16, Klepeisz 12, Koch S. 12 bzw. Sismilich 20, Prachar 13, Dygryn 12

Presseinfo ABL/ÖBL/2BL/red

08.04.2018