Basketball

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Der BC Vienna (5) hat zum Abschluss der 31. Runde in der Basketball Bundesliga Tabellenführer bulls Kapfenberg (1) besiegt. Die Wiener gewannen daheim mit 93:91 und fügten den Steirern damit ihre erste Pflichtspielniederlage nach zehn Siegen in Folge zu.

Wien zeigte vor allem in der ersten Halbzeit seine offensiven Fähigkeiten. Kapfenberg – bis zu diesem Spiel mit 70,2 oppg die beste Defensive der Liga – fehlte jegliche Intensität in der Verteidigung. Mit viel Tempo gelang es den Bulls nach einem -16 (29:46 / 16. Min) nochmals in Führung zu gehen (80:79 / 35. Min), ehe Wiens individuelle Klasse am Ende für die Entscheidung sorgte. Reger Dowell (22 PTS) übernahm in der entscheidenden Phase für Wien viel Verantwortung. Bei Kapfenberg war Bogic Vujosevic (25 PTS), der wegen eines Schlages auf die Nase zwischenzeitlich verarztet werden musste, Top-Scorer.

Der BC Vienna (5) hat auch sein zweites Heimspiel der „regular-season“ gegen die bulls Kapfenberg (1) für sich entschieden. Mittlerweile war es der bereits vierte Heimsieg der Wiener über Kapfenberg in Serie. Das angekündigte Comeback von Ryan Richards fand nicht statt. Der Legionär soll kommenden Donnerstag beim Spiel gegen Fürstenfeld erstmals eingesetzt werden.

Wien begann deutlich stärker, lag rasch 6:0 und nach drei Minuten 10:2 voraus. Kapfenberg fehlte die Intensität – vor allem defensiv. Wien hatte seinen Rhythmus und imponierte offensiv: Nach einem zwischenzeitlichen +16 (46:29; 16. Min), führte der Tabellenfünfte zur Pause mit 59:45. Kapfenberg versagte in den ersten 20 Minuten defensiv und hatte zudem bereits 9 Turnover begangen (10,9 Ballverluste unterliefen Kapfenberg bislang im Saisonschnitt; Anm.). Wien traf bis zur Pause herausragende 64% aus dem Feld. In der zweiten Halbzeit konnte Kapfenberg seine Intensität in der Defensive deutlich verbessern. Brian Oliver machte das Spiel mit drei Dreipunktern im dritten Viertel wieder spannend. Wien kam die offensive Leichtigkeit abhanden und die Bulls glichen zu Beginn des Schlussviertels zum 76:76 aus. In der 35. Minute übernahm Kapfenberg mit 80:79 erstmals die Führung – ehe Wiens individuelle Klasse in Person von Reger Dowell, der 10 seiner 22 Punkte im Schlussviertel machte, den 9. Heimsieg an Land zog.

Am Ende setzte sich die beste Offensive der Liga gegen die beste Defensive der Liga durch. Kapfenberg unterliefen insgesamt 15 Turnover. Diese Problematik konnte der Cupsieger auch mit seinem Vorteil am Rebound (40:28) nicht kompensieren. Wien traf vor allem von jenseits der Dreipunktelinie herausragend (40%).

Bereits am Donnerstag und Freitag folgt die 32. Runde in der Basketball Bundesliga. Absolutes Highlight ist die Begegnung zwischen den Swans Gmunden (3) und den Flyers Wels (4). Sky Sport Austria überträgt das „Oberösterreich-Derby“ am Donnerstag ab 18.55 Uhr live und exklusiv.

BC Vienna – bulls Kapfenberg
93:91 (28:19, 59:45, 76:72)

Mustafa Hassan-Zadeh, Spieler vom BCV: „In der ersten Halbzeit haben wir mannschaftlich super gespielt und unsere offenen Würfe getroffen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit sind uns dann ein paar Turnover unterlaufen und wir hatten mit dem Inside- Spiel der Bulls Probleme. Am Ende haben wir aber dank einer guten Mannschaftsleistung das Spiel über die Zeit gebracht.“

Tatiana Gallova, Assistent-Coach der bulls: „Wir sind sehr schlecht ins Spiel gestartet und haben Wien zu Beginn viel zu viele leichte Punkte ermöglicht. Es war dann sehr schwer zurückzukommen, aber wir haben das hinbekommen. Aber in den entscheidenden Phasen trafen wir dann zumeist schlechte Entscheidungen.“

Luka Gvozden, Spieler vom BCV: „In der ersten Halbzeit waren wir offensiv sehr stark. Die Defense war das gesamte Spiel hindurch nicht besonders. Am Ende war es dann ein harter Kampf, aber wir haben verdient gewonnen.“

Bogic Vujosevic, Spieler der bulls:
„Es ist immer schwer hier in dieser Halle zu spielen. Wenn wir gegen Wien spielen, dann treffen zwei `Basketball- Welten` aufeinander. Wien spielt extrem langsam und sehr passiv in der Defensive. Wir sind das Gegenteil, setzten auf Tempo und Aggressivität. Aufgrund dieser Passivität in der Defensive sind wir nur schwer in unseren Rhythmus gekommen. Wir haben offensiv zu viel nachgedacht. Wenn wir heuer hier nochmals herkommen, brauchen wir definitiv eine andere Lösung.“

Presseinfo ABL/ÖBL/red.

09.04.2018