Doppelsieg für Audi RS 3 LMS im Bergrennsport

© Sportreport

Die Kunden von Audi Sport starteten mit einem Sieg und zwei weiteren Podestplätzen furios in die aktuelle Saison der Blancpain GT Series.

Audi R8 LMS GT3
Siegreicher Auftakt in Belgien: Der Blancpain GT Series Sprint Cup 2018 begann für die Teams von Audi Sport customer racing mit drei Podestplätzen. Steijn Schothorst/Kelvin van der Linde feierten im zweiten Lauf in Zolder im Audi R8 LMS den ersten Sieg des neuen Audi-Sport-Kundenteams Attempto Racing. Im ersten Rennen hatten Will Stevens/Dries Vanthoor den zweiten Platz vor Christopher Mies/Alex Riberas erreicht. Beide Fahrermannschaften waren für das Belgian Audi Club Team WRT am Start.

Klassenerfolge in Australien: In der neuen Rennserie GT1-Australia gewann Matt Stoupas im ersten Lauf in Mallala die GT3-Klasse vor Steven McLaughlan und Rod Salmon. Rio Nugara gewann das zweite Rennen vor Matt Stoupas und Steven McLaughlan. Sie alle vertrauten auf den Audi R8 LMS ultra.

Mike Rockenfeller komplettiert Nürburgring-Aufgebot: Der frühere DTM-Champion und vormalige Gesamtsieger des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring geht bei der diesjährigen Ausgabe des Langstrecken-Klassikers in der Eifel in einem Audi R8 LMS an den Start. Der Audi-Werksfahrer teilt sich vom 10. bis zum 13. Mai das Cockpit im Audi Sport Team BWT mit den früheren Siegern Christopher Haase und Markus Winkelhock.

Audi R8 LMS GT4
Phoenix Racing gewinnt Europa-Auftakt: Das Team Phoenix Racing erlebte einen glänzenden Saisonstart in der GT4 European Series. Die Mannschaft gewann den ersten Lauf in Zolder mit der niederländisch-dänischen Fahrerpaarung Milan Dontje/Nicolaj Møller Madsen vor 43 weiteren Teams. Beide Nachwuchspiloten sind Aufsteiger aus dem Audi Sport TT Cup. Im zweiten Lauf erreichten Patrick Zamparini/Csaba Mór für das Team Racing One den zweiten Platz in einem weiteren Audi R8 LMS GT4.

Audi RS 3 LMS (TCR)
Doppelerfolg beim Bergrennen: Beim portugiesischen Bergrennen in Rampa da Penha feierten die Kundenteams von Audi Sport einen Doppelerfolg. Luis Nunes gewann im Audi RS 3 LMS die TCR-Wertung vor Gustavo Moura, der einen weiteren Audi RS 3 LMS steuerte.

Podestplatz auf dem Nürburgring: Drei Norweger erreichten beim zweiten Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring in der TCR-Klasse ein Podiumsergebnis. Håkon Schjaerin, Atle Gulbrandsen und Kenneth Østvold belegten im Audi RS 3 LMS den dritten Rang auf der Nordschleife.

Termine der nächsten Woche
13.–15.04. Long Beach (USA), 3. und 4. Lauf Pirelli World Challenge GT
13.–14.04. Hockenheim (D), 1. und 2. Lauf DMV GTC
13.–15.04. Oschersleben (D), 1. und 2. Lauf ADAC GT Masters
13.–15.04. Oschersleben (D), 1. und 2. Lauf ADAC TCR Germany
13.–15.04. Estoril (P), 1. und 2. Lauf TCR Portugal
14.–15.04. Tailem Bend (AUS), 2. Lauf Australian GT Championship
14.–15.04. Tailem Bend (AUS), 1. Lauf Australian Endurance Championship
14.–15.04. Sepang (MAL), 1. und 2. Lauf Blancpain GT Series Asia
14.–15.04. Nürburgring (D), Qualifikationsrennen 24-Stunden-Rennen
14.–15.04. Fort Grozny (RUS), 1. und 2. Lauf TCR Russia
14.–15.04. Estoril (P), 1. und 2. Lauf International GT Open

Kurzer Auftritt bei der Premiere in Zolder
Erstes Rennen der GT4 European Series brachte Nic Schöll kein Glück. Der Porsche Cayman des Allied Racing Teams wurde heftig angefahren.

Nach den freien Trainings und der Qualifikation durfte man auf Grund der Ergebnisse annehmen, dass es für den 16-jährigen Wiener Nic Schöll bei seinem Premieren-Wochenende in der GT4 European Series im belgischen Zolder, einen positiven Auftakt geben könnte.

Im 1. Rennen am Samstag kam aber alles anders. „In der zweiten Kurve nach dem Start wurde ich von rückwärts von einem Konkurrenten ziemlich heftig angefahren, mein Wagen prallte dadurch auf den Wagen vor mir, wobei der Kühler meines Porsche Cayman stark beschädigt wurde. Ich rollte aus und parkte den Wagen neben der Strecke“, schilderte ein enttäuschter Nic Schöll anschließend bei seinem Allied Racing Team im Fahrerlager. Durch die Beschädigungen auch an der Karosserie wie sich später herausstellte, war es nicht möglich den Wagen bis zum zweiten Rennen am Sonntag wieder flott zu bekommen. Daher musste Nic das Kapitel Zolder abhaken und sich auf das nächste Renn-Wochenende in Brands Hatch am 5. und 6. Mai vorzubereiten.

Audi e-tron Vision Gran Turismo: Aus der PlayStation auf die Rennstrecke
Audi-Entwicklungschef Peter Mertens: „E-Mobilität gewinnt rasant an Bedeutung“. Mit der rein elektrischen Studie „Audi e-tron Vision Gran Turismo“ macht Audi Elektromobilität jetzt auf eine besondere Art erlebbar: Ursprünglich exklusiv für virtuelle Rennen auf der PlayStation 4 entwickelt, macht Audi den neuen Rennwagen bei der Formel E zur Realität. Ab dem Rennen in Rom am Samstag, 14. April, ist der Audi e-tron Vision Gran Turismo als Renntaxi im Einsatz.

„E-Mobilität gewinnt rasant an Bedeutung“, sagt Peter Mertens, Vorstand für Technische Entwicklung der AUDI AG. „Deshalb ist Audi 2017 als erster deutscher Hersteller werkseitig in die Formel E eingestiegen. In unserem Entwicklungslabor Motorsport bauen wir unsere Kompetenzen bei E-Mobilität kontinuierlich aus und sammeln wertvolle Erfahrungen, auch unter Extrembedingungen. Mit dem Audi e-tron Vision Gran Turismo Renntaxi machen wir Elektromobilität für unsere Kunden und Gäste im Rahmen der Formel-E-Rennen erlebbar – mitten in den Metropolen dieser Welt.“

Kunden und Gäste der Marke mit den Vier Ringen können die Stadtkurse der Formel E ab dem Rennen in Rom (14. April) als Beifahrer im Audi e-tron Vision Gran Turismo erleben. Dieses Einzelstück haben die Mitarbeiter im Audi-Vorseriencenter in nur elf Monaten entwickelt und gefertigt. Vorbild war der Audi e-tron Vision Gran Turismo aus dem PlayStation-Spiel „Gran Turismo“. Das millionenfach verkaufte Spiel „Gran Turismo“ besitzt bei Spielern auf der ganzen Welt längst Kultstatus. Seit knapp 20 Jahren arbeitet Audi mit Sony und Polyphony Digital – den Schöpfern von „Gran Turismo“ – zusammen. Audi-Designer haben den Audi e-tron Vision Gran Turismo für den Wettbewerb „Vision Gran Turismo“ entworfen, der zum 15-jährigen Jubiläum des populären Spiels auf den Markt kam. Zahlreiche Automobilhersteller haben dafür virtuelle Rennautos entwickelt.

Viele dieser Studien wurden anschließend auch im Maßstab 1:1 gebaut und auf Messen präsentiert. Der Audi e-tron Vision Gran Turismo ist jedoch das erste Concept Car dieser Reihe, das voll funktionsfähig auf realen Rennstrecken zum Einsatz kommt. „Darauf sind wir besonders stolz“, sagt Audi-Chefdesigner Marc Lichte. „Obwohl man bei dem Entwurf eines virtuellen Autos viel mehr Freiheiten hat und Dinge konzipieren kann, die in der Realität nur schwer umsetzbar sind, wollten wir dennoch kein rein fiktives Konzept auf die Räder stellen. Unser Ziel war ein voll funktionsfähiges Auto. Der Audi e-tron Vision Gran Turismo zeigt, dass Elektromobilität bei Audi sehr emotional ist. In diesem Auto stecken zahlreiche Elemente unserer neuen Designsprache, zum Beispiel der invertierte Singleframe in Wagenfarbe, der typisch für unsere neuen e-tron-Modelle sein wird.“

Bewusst greift der Audi auch Designelemente und die Farbgebung des legendären Audi 90 quattro IMSA GTO auf, mit dem das Unternehmen 1989 in der nordamerikanischen IMSA-GTO-Rennserie mit Fahrern wie Hans-Joachim Stuck, Walter Röhrl, Hurley Haywood und Scott Goodyear Motorsportfans begeisterte. Das Auto war mit seiner Kombination aus konsequentem Leichtbau und quattro-Antrieb gepaart mit einem leistungsstarken Fünfzylinder-Turbomotor damals seiner Zeit weit voraus.

Der Audi e-tron Vision Gran Turismo verfügt ebenfalls über einen permanenten Allradantrieb, den rein elektrischen Allradantrieb e-tron quattro mit variabler Kraftverteilung. Drei je 200 kW starke Elektromotoren treiben die Studie an: zwei E-Motoren bewegen die Hinterachse, der dritte die Vorderachse. Dabei kommen einzelne Komponenten aus dem zukünftigen Audi e-tron zum Einsatz. Die Systemleistung beträgt 600 kW (815 PS). Bei einem Leergewicht von 1.450 Kilogramm verfügt der Elektro-Rennwagen über ein Leistungsgewicht von 1,78 Kilo­gramm pro PS bei einer idealen Gewichtsverteilung von 50:50 Prozent zwischen Vorder- und Hinterachse. Der Audi e-tron Vision Gran Turismo beschleunigt von 0 auf 100 km/h in weniger als 2,5 Sekunden.

Das futuristische Renntaxi kommt 2018 bei allen europäischen Formel-E-Rennen und bei zahlreichen weiteren Veranstaltungen zum Einsatz. Am Steuer sitzen die ehemalige DTM-Pilotin Rahel Frey aus der Schweiz oder Le-Mans-Sieger Dindo Capello aus Italien.

Presseinfo Audi Motospot

09.04.2018