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Der Grunddurchgang der Basketball Bundesliga befindet sich bereits auf der Zielgeraden. Fünf Runden vor dem Ende spitzen sich jeweils drei Duelle um die jeweils bessere Position zu. Besonders brisant ist das Fernduell zwischen den Klosterneuburg Dukes und den Oberwart Gunners um einen Playoff-Platz. Aber auch das Duell um den wichtigen zweiten Tabellenplatz könnte spannender nicht sein. Zurzeit sind die Arkadia Traiskirchen Lions und die Swans Gmunden punktegleich und kämpfen Runde um Runde um Rang zwei. Das dritte spannende Fernduell liefern sich die Raiffeisen Flyers Wels und der BC Hallmann Vienna um den vierten Platz.

Beim vierten Oberösterreich-Derby der Basketball Bundesliga steht für beide Teams einiges am Spiel. Während die Swans Gmunden um den zweiten Tabellenplatz und damit um direkte Qualifikation für das Semifinale kämpfen, wollen die Raiffeisen Flyers Wels, mit dem ersten Derby-Sieg in einem Pflichtspiek, den vierten Tabellenplatz absichern. Bewerbs- und Teamübergreifend konnten die Gmundner die letzten acht Derbies gegen eine Welser Mannschaft gewinnen. Viermal setzten sich die Schwäne bereits gegen die Flyers in dieser Saison (3xABL, 1xCup) durch. Auch die letzten vier Derbies gegen den WBC (Vorgängerverein der Flyers) gingen nach Gmunden.

Davor war die längste Serie von Gmundner Derbyerfolgen zwischen 19.5.2007 bis 19.4.2008 mit acht Siegen. Dieser Serie könnte mit einem weiteren Erfolg in der Basketball Bundesliga übertroffen werden. 93,7 Punkte gelang den Schwänen im Schnitt in den drei Ligaduellen mit den Flyers. Diese Offensivstärke konnten sie bei ihrer kürzlich vergangenen Niederlage gegen die Gunners nicht zeigen. Lediglich 61 Punkte gelang dem Team von Headcoach Bernd Wimmer zu Gast in Oberwart, so wenig wie noch nie in dieser Saison. Die Flyers mühten sich in der vergangenen Runde zu einem knappen Overtime-Erfolg über Graz und verteidigten somit vorerst den vierten Platz. Gelingt den Flyers der erste Derby-Erfolg der Saison, fixieren sie endgültig den Einzug in die Playoffs.

Der BC Hallmann Vienna bleibt der Angstgegner des Tabellenführers aus Kapfenberg. Die Wiener beendeten am Montag die Siegesserie der bulls in der Basketball Bundesliga und setzten ihre eigene Heimserie gegen die Steirer fort. Eine überragende Trefferquote in der ersten Halbzeit brachte das Team von Luigi Gresta auf Erfolgskurs. Weitere Unterstützung könnte er am Donnerstag bereits von Ryan Richards bekommen, dessen Liga-Comeback sich noch etwas verzögert hat. Der Gegner der Wiener ist allerdings keines Falls zu unterschätzen. Die Fürstenfeld Panthers setzten sich kürzlich gegen die Klosterneuburg Dukes durch, die Playoffs können die Steirer aber dennoch nicht mehr erreichen. Auch die Oberwart Gunners auf Platz sieben scheinen außerhalb ihrer Reichweite zu sein. Dennoch konnten die Panthers in den letzten Wochen immer wieder überzeugen und sind ein brandgefährlicher Gegner für jedes Team in der Liga. Mit einem Sieg und einer gleichzeitigen Niederlage der Gunners, können die Wiener den Einzug in die Playoffs endgültig fixieren.

Sowohl für die Traiskirchen Lions als auch für die Oberwart Gunners steht in der Basketball Bundesliga einiges am Spiel. Während die Gunners um einen Playoff-Platz kämpfen, geht es für die Löwen um den wichtigen zweiten Tabellenplatz und damit um die direkte Qualifikation für das Semifinale. Zurzeit liegen die Niederösterreicher mit den Schwänen gleichauf. Das letzte wichtige direkte Duell mit Gmunden steht ihnen allerdings noch bevor. Die Gunners rückten in der Zwischenzeit den Dukes auf dem sechsten Platz bis auf zwei Punkte heran. Auch sie haben ihr direktes Duell mit den Klosterneuburgen noch auf dem Spielplan. Die Gunners überraschten zuletzt gegen die Swans Gmunden mit exzellenter Defensivarbeit. Lediglich 61 Punkte ließen die Südburgenländer gegen das offensivstarke Kollektiv der Schwäne zu. Doch auch die Lions wussten kürzlich zu überzeugen. Sie fügten die Wienern die zweithöchste Niederlage in dieser Saison zu.

Abgeschlossen wird die 32. Runde mit der Begegnung zwischen den Klosterneuburg Dukes und UBSC Graz. Die Dukes verloren ihre letzten vier Spiele und schlitterten mitten in den Kampf um die Playoffs. Auch das letzte Saisonduell gegen den UBSC Raiffeisen Graz ging verloren. Im Februar setzte sich das Tabellenschlusslicht in der Overtime, dank eines bärenstarken Anton Maresch (31 Punkte), mit 97:91 durch. Der Pointguard des UBSC fehlt allerdings weiterhin verletzungsbedingt. Die Grazer forderten zuletzt die Flyers über 45 Minuten. Erst in der Overtime musste sich das Team von Headcoach Markus Galle geschlagen geben.

Die Spielpaarungen der 30. Runde im Überblick:

Swans Gmunden – Flyers Wels
Donnerstag, 19.00 Uhr, in der Volksbank Arena Gmunden

Fürstenfeld Panthers – BC Hallmann Vienna
Donnerstag, 19.30 Uhr in der Stadthalle Fürstenfeld

Traiskirchen Lions – Oberwart Gunners
Freitag, 18.00 Uhr im Lions Dome Traiskirchen

Klosterneuburg Dukes – UBSC Graz
Freitag, 19:30 Uhr im FZZ Happy Land Klosterneuburg

Die Stimmen zum Spiel Swans Gmunden vs. Flyers Wels:

Bernd Wimmer, Headcoach der Swans: „Wir müssen offensiv ein anderes Gesicht zeigen als in Oberwart und auch in der Verteidigung eine Spur aggressiver sein.”

Richard Poiger, Geschäfstführer der Swans: „Wir haben letztes Wochenende gesehen, dass 30 Minuten nicht reichen, um ein Spiel zu gewinnen. Das Derby ist jetzt fast schon ein Pfichtsieg, wollen wir um den 2. Platz mitreden. Dabei wird entscheidend sein, ob wir von der ersten bis zur letzten Minute wieder die Intensität aufs Spielfeld bekommen, wie wir es schon oftmals gezeigt haben.“

Sebastian Waser, Headcoach der Flyers: „Wenn wir in Gmunden eine Chance haben wollen, müssen wir von Anfang an ready sein und jeder Spieler muss ab dem Tip-off seine Aufgabe und den Gameplan umsetzen.“

Erwin Zulic, Spieler der Flyers: „Gegen Gmunden zu spielen ist eine schwierige Aufgabe. Wir werden dennoch unser Bestes geben und hoffen auf die Unterstützung unserer Fans.“

Personelles: Toni Blazan hat am Samstag eine Gehirnerschütterung erlitten und ist fraglich.

Die Stimmen zum Spiel Fürstenfeld Panthers vs. BC Hallmann Vienna:

Karl Sommer, Sportlicher Leiter der Panthers: „Wir haben durch den überraschenden Sieg in Klosterneuburg Selbstvertrauen getankt. Aber auch Vienna konnte letzten Montag überzeugen. Es wird ein sehr schweres Spiel angesichts unserer Personalsituation. Das Team wird bereit sein, ein hohes Tempo zu gehen, defensiv hart arbeiten und dann wird man sehen was am Ende herauskommt.“

Luigi Gresta, Headcoach Vienna: „Den ersten Sieg in der Steirer Woche haben wir eingefahren, jetzt wollen wir natürlich in Fürstenfeld auch gewinnen.“

Reger Dowell, Spieler Vienna: „Der Sieg gegen den Tabellenführer gibt uns Selbstvertrauen, jetzt wollen gegen Fürstenfeld nachlegen.“

Die Stimmen zum Spiel Traiskirchen Lions vs. Oberwart Gunners:

Aleksandar Andelkovic, Spieler der Lions: „Wir müssen durch eine solide Defensivleistung der Offensivstärke von Oberwart entgegenhalten. Für uns ist es wichtig zu gewinnen, da wir unserem Ziel – dem 2. Platz – einen großen Schritt näherkommen wollen.“

Ismael Chrigui, Spieler der Lions „Wir werden mit großer Intensität in dieses Spiel starten und die gesamte Spielzeit über als Mannschaft agieren.“

Horst Leitner, Headcoach der Gunners: „Die Lions sind ein sehr erfahrenes Team. Wir müssen uns genau an unseren Gameplan halten. Ich erwarte ein physisch intensives Spiel, was uns gegen die Lions entgegen kommen sollte.“

Denzel Gregg, Spieler der Gunners „Wir sind voll motiviert um in Traiskirchen endlich einen wichtigen Auswärtssieg zu landen. Was wir gegen Gmunden geschafft haben können wir auch gegen Traiskirchen schaffen.“

Die Stimmen zum Spiel Klosterneuburg Dukes vs. UBSC Graz:

Matthias Hager, Manager der Dukes: „Ich erwarte mir nach der enttäuschenden Leistung gegen die Panthers eine entsprechende Antwort gegen Graz. Ein Sieg ist im Kampf um die Playoff-Plätze Pflicht.“

Clemens Leydolf, Spieler der Dukes: „Nach der enttäuschenden Vorstellung gegen Fürstenfeld müssen wir uns am Freitag gegen Graz zusammenreißen und einen Sieg einfahren. Wir haben einiges gut zu machen, dürfen auch Graz nicht unterschätzen und brauchen jetzt jeden Sieg, um den Playoff-Platz zu fixieren.“

Michael Fuchs, Manager UBSC „Wir waren zuletzt gegen Klosterneuburg erfolgreich. Es wird wieder ein schwieriges Spiel, da Maresch noch nicht eingesetzt werden kann. Es ist mit Sicherheit eine gute Vorbereitung auf die Relegation.“

Medieninfo: Basketball Bundesliga

11.04.2018