Paul Buchegger

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„Es ist einfach ein unglaubliches Gefühl und einfach nur geil, einen Europacup zu gewinnen“, stellte Paul Buchegger am Mittwochabend begeistert fest. Unmittelbar zuvor hatte der internationale Shooting-Star des ÖVV mit Bunge Ravenna gegen Olympiacos Piräus das CEV Challenge Cup-Finale durch einen erneuten Vier-Satz-Sieg (28:26, 23:25, 25:20, 25:18) gewonnen. „Für mich“, fügte Buchegger hinzu, „war es das erste große Finale auf der internationalen Bühne. Einfach ein Traum!“

12.000 Piräus-Fans waren ein ohrenbetäubender, stimmgewaltiger Rückhalt für die Gastgeber. Ein Hexenkessel, in dem Ravenna aber nicht außer Tritt geriet. Im Gegenteil. Buchegger genoss die Atmosphäre im Peace & Friendship Stadium: „Die Stimmung war saugeil, die Fans sind so richtig mitgegangen. Und wir sind mit dem Kopf am Spielfeld geblieben, haben uns von äußeren Einflüssen nicht irritieren lassen und konzentriert gespielt. Es war nicht unser bestes Spiel, aber eine gute Kollektivleistung.“

203 Punkte im Challenge Cup
Dass der italienische Klub aus der SuperLega, der berühmtesten Volleyball-Liga der Welt, den CEV Challenge Cup gewinnen konnte, lag nicht zuletzt auch am 22-jährigen Oberösterreicher, der im Rückspiel mit nicht weniger als 21 Punkten zum Topscorer avancierte. Nicht nur in diesem Spiel, sondern auch im gesamten Bewerb: Der ÖVV-Nationalteamspieler sorgten nämlich für insgesamt 203 Zähler und machte damit die meisten Punkte im Challenge Cup. Schon in der italienischen Liga zeigte er – als Zweiter der Grunddurchgangs-Scorer-Liste – groß auf. Buchegger: „Es war einfach eine gute Saison für mich. Es hat alles gepasst, der Wechsel zu Ravenna war toll, der Trainer hat mir die Chance und das Vertrauen zu spielen gegeben. Ich bin echt happy, dass die Saison für mich so gut gelaufen ist. Da steckt natürlich viel Training dahinter, es hat aber auch mit den Mitspielern alles gepasst. Wenn man sich wohlfühlt und Spaß an der Sache hat, geht einem auch alles viel leichter von der Hand. Dann spielt man einfach von selbst. Ich denke da nicht zu viel nach. Es ist heuer einfach alles super aufgegangen.“ Mit dem Europacup-Titel als Krönung.

Jetzt folgt für Österreichs erst zweitem Europacupsieger nach Robert Czedula (2001 mit dem portugiesischen Verein SC Espinho im Top-Teams-Cup) ein Urlaub und ab 30. April die Vorbereitung mit dem Nationalteam auf die CEV Silver European League und die Qualifikation auf die CEV Volleyball European Championship (Tickets).

Presseinfo ÖVV

12.04.2018