Basketball

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In der 32. Runde verbuchten die beiden Teams aus Niederösterreicher souveräne Siege. Die Traiskirchen Lions übernahmen nach dem 80:70 Erfolg über die Oberwart Gunners wieder den zweiten Platz in der Basketball Bundesliga. Die Klosterneuburg Dukes feierten gegen den UBSC Graz mit 113:53 den höchsten Sieg aller Teams in dieser Saison und schafften damit einen großen Schritt in Richtung Playoffs. Der Vizemeister aus dem Südburgenland liegt wieder vier Punkte hinter dem sechsten Platz.

Die Traiskirchen Lions gewannen auch das vierte und letzte Saisonduell gegen die Oberwart Gunners und verteidigten damit vorerst den zweiten Tabellenplatz. Die Hausherren agierten von Beginn weg etwas entschlossener und übernahmen spätestens im zweiten Viertel die volle Kontrolle über die Begegnung. Vor allem in der Defensive überzeugten die Niederösterreicher einmal mehr. Jozo Brkic und Florian Trmal sorgten für jeweils drei der zehn Steals der Löwen. Die Gunners begingen in Summe 19 Turnover. Im zweiten Viertel wurde Denzel Gregg mit einem unsportlichen und einem technischen Foul ausgeschlossen. Ersatzgeschwächt kämpften sich die Gunners in der zweiten Halbzeit wieder etwas heran. Die Südburgenländer konnten zwar noch verkürzen, den 80:70 Sieg der Lions allerdings nicht mehr gefährden.

Die Klosterneuburg Dukes beendeten gegen den UBSC Graz eindrucksvoll die vier Spiele andauernde Niederlagenserie. Mit 113:53 feierten sie nicht nur den höchsten Sieg aller Teams in dieser Saison, sie stellten auch einen neuen Saison-Rekord in geworfenen Punkten in 40 Minuten auf. Die Herzöge trafen unglaubliche 60% von der Dreipunktelinie (15/25) und zwangen die stark ersatzgeschwächten Grazer zu insgesamt 25 Turnover. Neben Anton Maresch konnte auch sein Backcourt-Kollege Silvio Mendes Mateus nicht eingesetzt werden – lediglich sechs Spieler standen Markus Galle zur Verfügung. Bei den Dukes hingegen, konnten alle 12 Kaderspieler eingesetzt werden und am Scoreboard anschreiben. Am erfolgreichsten war Jurica Blazevic – er brachte es auf 26 Punkte (6 von 9 Dreier.)

Die Spielpaarungen der 32. Runde im Überblick:
Swans Gmunden – Flyers Wels
86:71 (18:17, 37:37, 68:51)
Fürstenfeld Panthers – BC Vienna
92:76 (18:19, 40:42, 68:55)
Traiskirchen Lions – Oberwart Gunners
80:70 (22:15, 45:29, 63:46)
Klosterneuburg Dukes – UBSC Graz
113:53 (38:14, 61:27, 91:47)

Die Spiele der 32. Runde im Detail:
Traiskirchen Lions Oberwart Gunners
80:70 (22:15, 45:29, 63:46)

Zoran Kostic, Headcoach der Lions: “ Wir haben in den wichtigen Momenten gut gespielt, in der zweiten Spielhälfte waren wir teilweise zu nervös.”

Georg Wolf, Spieler der Gunners: „Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit verloren, in der zweiten Hälfte haben wir solide gespielt.“

Shawn Ray, Spieler der Lions: “ Wir mussten dieses Heimspiel gewinnen, um weiter eine Chance auf den zweiten Platz zu haben. Ich denke, dass wir am Anfang unseren Willen gezeigt haben und aggressiv gespielt haben. Wir haben, trotz einer schwächeren zweiten Hälfte, die ganze Zeit als Mannschaft gespielt.“

Horst Leitner, Headcoach der Gunners:
„Gratulation an Traiskirchen – starke Leistung. Wir sind leider nicht schlau genug gewesen, um uns auf dem Level zu halten und das Spiel interessant zu machen. In der zweiten Hälfte zeigten wir uns stark verbessert.“

Klosterneuburg Dukes UBSC Graz
113:53 (38:14, 61:27, 91:47)

Lennart Burgemeister, Spieler der Dukes: “ „Es war auf jeden Fall ein Pflichtsieg. Bei Graz haben zwei Schlüsselspieler nicht gespielt, insofern war es um einiges einfacher als erwartet. Die Jungen sind zu viel SPielzeit gekommen und wir konnten unser Selbstvertrauen für die nächsten wichtigen Spiele wieder stärken.“

Markus Galle, Headcoach UBSC:
“Wir haben mit zwei verletzten Starting Five Spielern weit unter dem gespielt was wir wollten.“

Valentin Bauer, Spieler der Dukes: “ „Es ist natürlich sehr schön, dass wir heute gwonnen haben, da ich heute auch Geburtstag habe. Wir haben diesen Sieg wirklich gebraucht und ich hoffe, dass uns das jetzt Aufwind für die nächsten Spiele gibt.“

Gmunden legt im Kampf um Platz zwei wieder vor
Die Swans Gmunden (2) haben im Kampf um den 2. Tabellenplatz in der Basketball Bundesliga wieder vorgelegt. Zum Auftakt der 32. Runde entschieden die Swans mit 86:71 über die Flyers Wels (4) auch das fünfte „Oberösterreich-Derby“ der Saison für sich. Mit dem nun 9. Derbysieg in Folge – Gmunden gewann auch im Vorjahr alle vier Duelle mit dem WBC Wels – stellten die Swans einen neunen Klubrekord auf. Mit einem 31:14 im dritten Viertel sorgte der Cupfinalist für die Vorentscheidung. Parallel haben die Fürstenfeld Panthers (8) für eine Überraschung gesorgt. Die Steirer feierten einen klaren 92:76-Heimsieg über den BC Vienna (5) und sind damit schon seit drei Spielen ohne Niederlage. Für die Wiener ist die erste Niederlage gegen die Panthers nach vier Siegen in Serie ein Rückschlag im Kampf um den vierten Tabellenplatz. Auch in diesem Spiel fiel die Vorentscheidung im dritten Abschnitt, das Fürstenfeld mit 28:13 für sich entschied.

Die Swans Gmunden (2) haben auch das fünfte Saisonduell (inkl. Cup-Semifinale; Anm.) gegen die Flyers Wels (4) gewonnen. Mit dem dritten Heimsieg in Serie übernehmen die Swans wieder den zweiten Tabellenrang, der nach Ende des Grunddurchgangs die fixe Qualifikation für das Semifinale bedeutet. Wels muss sich nach zwei Siegen in Folge wieder geschlagen geben, bleibt aber Vierter. Ohne den verletzten Alex Wesby und Toni Blazan auf Seiten von Gmunden entwickelte sich eine spannende, knappe Partie. Bis zu Beginn der zweiten Halbzeit wechselte die Führung insgesamt elf Mal, ehe Gmunden im dritten Viertel immer mehr das Kommando übernahm. Mit viel Dynamik und leichten Punkten zog der Tabellenzweite auf 68:51 (30. Min) davon. Wels war in dieser Phase defensiv zu nachlässig und exekutierte offensiv zu egoistisch. Im Schlussviertel ließ sich Gmunden seinen 20. Saisonsieg nicht mehr nehmen und gewann 86:71. Insgesamt traf Gmunden deutlich besser (50%:40%) und kompensierte seine 18 Turnover (zweithöchster Wert der Swans in dieser Saison; Anm.) mit großartigem Teamplay (24 Assists). Für Gmunden schrammte Daniel Friedrich (23 PTS, 9 AS) knapp an einem „double-double“ vorbei. Davor Lamesic stellte zum bereits zweiten Mal sein „season-high“ von 27 Punkten ein und holte zudem 13 Rebounds.

Die Fürstenfeld Panthers (8) haben parallel einen ebenso klaren Heimsieg gefeiert. Die Steirer fertigten den BC Vienna (5) mit 92:76 ab und holten sich den bereits dritten Sieg in Serie. Wien musste die zweite Auswärtsniederlage in Serie einstecken und verpasste es zwischenzeitlich den vierten Tabellenplatz einzunehmen. Die beiden Mannschaften begegneten sich in der ersten Halbzeit auf Augenhöhe. Wien, das erneut das Comeback von Ryan Richards verschob, zerfiel in der zweiten Halbzeit. Fürstenfeld erarbeitete sich einen Vorteil und baute diesen – dank starker Offensivleistung – bis zum Ende der Begegnung kontinuierlich aus. Insgesamt imponierten die Panthers am Rebound: Sie dominierten die Bretter mit 38:29 und holten 19 Offensivrebounds, daraus machte Fürstenfeld 28 „second-chance-points“. Außerdem produzierten die Panthers nur 6 Turnover – absoluter Top-Wert von Fürstenfeld in der laufenden Meisterschaft. Wesley Gordon überragte mit einem „double-double“ (22 PTS, 14 RB). Bei Wien war Jiri Hubalek mit 22 Punkten Top-Scorer.

Abgeschlossen wird die 32. Runde in der Basketball Bundesliga mit zwei Spielen am Freitag. Die Traiskirchen Lions (3) empfangen die Oberwart Gunners (7). Die Klosterneuburg Dukes (6) haben den UBSC Graz (9) zu Gast.

Swans Gmunden Flyers Wels
86:71 (18:17, 37:37, 68:51)

Harald Stelzer, Vorsitzender des Wirtschaftsbeirats der Swans: „Es war heute eine sehr starke Leistung. Nachdem uns zwei Spieler aus der Starting-5 gefehlt haben, kommt dieser Sieg etwas überraschend.“

Elijah Wilson, Spieler der Flyers: „Gmunden hat uns erneut mit seiner intensiven Spielweise geschlagen. Wir haben in der ersten Halbzeit ihre wichtigsten Spieler noch sehr gut verteidigen können, das ist uns mit Fortdauer nicht mehr gelungen. Gmunden ist ein gutes Team und steht verdient am zweiten Platz.“

Tilo Klette, Spieler der Swans: „Die erste Hälfte war ohne jeglicher Intensität, da haben wir zu viel liegengelassen und Wels viele Punkte aus der Transition gegeben. In der zweiten Halbzeit haben wir dann angezogen und einen ungefährdeten Sieg nach Hause bringen können.“

Fürstenfeld Panthers BC Vienna
92:76 (18:19, 40:42, 68:55)

Adnan Bajramovic, Headcoach der Panthers: „Unglaublich. Das Team hat heute den Gameplan gut umgesetzt und mit viel Einsatz, Leidenschaft und Aggressivität einen verdienten Sieg erzielt.“

Stjepan Stazic, Spieler vom BCV: „Gratulation an Fürstenfeld, es hat heute verdient gewonnen. Die Leistung meiner Mannschaft und von mir persönlich will ich nicht kommentieren.“

Presseinfo ABL/ÖBL/red.

13.04.2018