Rapid, Rapid Wien, Goran Djuricin

© Sportreport

Rapid entscheidet das 326. Wiener Derby gegen die Austria im Ernst-Happel-Stadion mit 4:0 für sich. Die Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria HD.

FK Austria Wien – SK Rapid Wien, 0:4 (0:2)
Schiedsrichter: Gerhard Grobelnik

Thomas Letsch (Trainer FK Austria Wien):

…nach dem Spiel: „Gleich gut waren wir nie, von Anfang an nicht. Natürlich hat das Spiel einen günstigen Verlauf für Rapid genommen. Ich sehe heute nichts Positives, es war Glück nur vier zu bekommen. Es war natürlich peinlich, es tut mir leid für alle Fans der Austria im Stadion. Alles was wir gegen Sturm gut gemacht haben, hat heute gefehlt. In vielen Situationen waren wir naiv, es war nicht geplant, dass wir am Ende noch so aggressiv draufgehen. Im Nachhinein ist man immer schlauer, wir haben den Gegner durch Eigenfehler eingeladen, es hat nichts mit der Spielanlage zu tun. Wir wollen jedes Spiel gewinnen, mir ist es nicht egal, ob wir 1:0 oder 4:0 verlieren. Man kann nicht zur Tagesordnung übergehen. Trotzdem müssen wir nach vorne schauen, heute haben wir deutlich und verdient verloren. Morgen werden wir die Fehler ansprechen und alles analysieren, was wir schlecht gemacht haben – das wird eine Weile dauern. Wir haben noch sechs Spiele und die wollen wir optimal gestalten.“

Goran Djuricin (Trainer SK Rapid Wien):

…nach dem Spiel: „Die Jungs wollten das unbedingt, unser Spielplan ist aufgegangen. Das ist nicht immer so. Schobesberger hat den meisten Leuten eine gute Antwort gegeben. Wir waren heute sehr effizient, trotzdem hätten wir das eine oder andere Tor mehr erzielen können. Wir diskutieren im Staff sehr viel, diesmal ist es aufgegangen (Entscheidung Schobesberger als Solospitze, Anm.). Wir sind auf Kurs, Dritter und im Halbfinale. Wir müssen jetzt sehr gut regenerieren, gut essen und trinken und dann ab nach Graz. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern (was Fredy Bickel nach Schlusspfiff zu ihm gesagt hat, Anm.). Der Derbysieg bringt sehr viel Selbstvertrauen, wir haben heute auch Mentalität gezeigt. Jetzt liegt der Fokus auf Sturm Graz. Wir sind auf Kurs, mehr ist es nicht, wir dürfen nicht euphorisch werden.“

Michael Madl (FK Austria Wien):

…nach dem Spiel: „Das war peinlich. Ich muss mich bei den Fans entschuldigen, es war nicht gut genug. Die Torchancen von Rapid kamen durch unsere Eigenfehler zustande, wir haben die Bälle zu einfach verloren, das war ein gefundenes Fressen für sie. Wir haben uns heute drei Punkte vorgenommen. Die Admira spielt heute noch gegen Salzburg, wir müssen schauen, wie sich die Admira schlägt.“

Philipp Schobesberger (SK Rapid Wien):

…nach dem Spiel: „Ich bin mit einem guten Mindset in die Partie gegangen. Ich war in der letzen Zeit nicht so gut drauf, habe aber gewusst, dass ich die letzten Derbys hier getroffen habe. Es gelingt nicht immer, aber heute ist es ganz gut gelungen. Heute war ich mit mir zu 90 Prozent zufrieden, ich habe ein, zwei Chancen ausgelassen. Heute kann ich zufrieden sein. Wir haben den dritten Platz zurückgeholt und der Derbysieg ist immer schön.“

Stefan Schwab (SK Rapid Wien):

…nach dem Spiel: „Wir waren clever, richtig clever. Es war ein verdienter Sieg, clever und gut gespielt. Die Mannschaftsleistung war überragend, jeder Spieler hat gut gespielt, wenn man bedenkt, dass Pavelic lange nicht gespielt hat und heute überragend, Schobesberger auch stark. Wir brauchen aber keinen herausnehmen. Es sind entscheidende Wochen, der vierte Sieg in Folge, es warten jetzt Top-Spiele. Wir wollen bis Saisonende keine Partie mehr verlieren, wir müssen auf der Hut sein, es wird uns nichts geschenkt. Die Derbybilanz in dieser Saison ist hervorragend – 5 Spiele, drei Siege, zwei Unentschieden.“

Markus Kraetschmer (Vorstand FK Austria Wien) in der Halbzeit bei Sky:

…über die sportliche Situation der Austria: „Ein gutes Spiel, Rapid war sehr effizient, wir haben unsere erarbeiteten Chancen nicht genutzt, die Mannschaft arbeitet sehr gut. Wenn uns ein schneller Anschlusstreffer gelingt, könnte noch was passieren. Wir werden um die Chance kämpfen, es ist nicht einfach, der LASK spielt sehr gut. Der Hauptkonkurrent wird die Admira sein.“

…über Thomas Letsch: „Er hat viel Schwung in die Mannschaft gebracht, er arbeitet gut, vielleicht gelingt uns das kleine Wunder noch. Hut ab, was Letsch in den ersten Wochen gemacht hat, es macht sehr viel Spaß mit ihm zusammenzuarbeiten und zu analysieren. Er ist unser Ansprechpartner, wir sprechen aber auch mit anderen, das weiß er. Anfang Mai wird es eine Grundsatzentscheidung geben, Stand heute ist noch nichts entschieden.“

…über das Verhältnis Austria-Rapid: „Es ist nicht optimal, das wissen viele, die Entwicklungen in letzter Zeit, auch auf Funktionärsebene und in diversen Gremien. Rapid geht seinen Weg und wir unseren. Es ist nicht notwendig gemeinsame Dinge zu machen. Wir gehen unseren Weg erfolgreich, wir wissen wohin wir wollen und Rapid geht seinen.“

Hans Krankl (Sky Experte):

…über das Spiel: „Von Anfang bis zum Ende war Rapid besser, sie haben die Chancen fast konsequent ausgenützt. Die Austria hat mitgespielt, war aber nie gefährlich, Rapid war spritzig und kreativ, in allen Belangen besser und in dieser Höhe verdient gewonnen. Wichtig, wenn im Derby schnell ein Tor fällt, die Mannschaft kriegt dann einen Schub. Wenn du als Rapid-Trainer das Derby gewinnst, hast du gute Aussichten. Es wird aber nicht nur wichtig sein gegen die Austria zu gewinnen, alle haben betont wie wichtig die nächsten Wochen sind. Wenn die kommenden Wochen erfolgreich gestaltet werden, wird Goran Djuricin Trainer bleiben, wenn nicht, werden sie sich was anderes überlegen.“

Alfred Tatar (Sky Experte):

…über das Spiel: „Trainer Djuricin hatte schon in der Vorbereitung eine wichtige Entscheidung zu treffen, er hat sich für Schobesberger entschieden, mit dem Gedanken, dass er mit seiner Schnelligkeit den Gegenspielern davonläuft. Austria hat versucht mit gutem Kurzpassspiel zu agieren, Fehler im Spielaufbau gemacht und dann ist es für Rapid sehr schnell in die Tiefe gegangen. Djuricin hat die richtige Entscheidung vor dem Spiel getroffen. Nach dem 1:0 hätte Pires dem Spiel eine leichte Wende geben können, aber insgesamt war Rapid ganz klar besser. Rapid hat viel effizienter im Bereich um den Strafraum agiert, die Austria ist auch dorthin gekommen, aber der letzte Pass ist nicht angekommen. Die Austria hat phasenweise Harakiri gespielt, ist insgesamt einige Male ins offene Messer gelaufen.“

Medieninfo Sky Österreich

15.04.2018