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Was für ein Einstand! War’s eine Einbildung? Ein Traum? Eine oscherslebensche Fata Automobiliana? Mitnichten – auch einen Tag nach dem ersten Rennen der Saison war der Name Max Hofer beim ADAC GT Masters noch in aller Munde. Als Rookie heuer in die sogenannte „Liga der Supersportwagen“ eingestiegen, konnte der erst 18-jährige Niederösterreicher mit seinem britischen Partner-Piloten und ebenfalls GT-Masters-Debütanten Philip Ellis am Samstag sensationeller Weise gleich der Siegerhymnen lauschen.

Einige durchaus beeindruckende Zahlen zeigen, was dem Duo in Diensten des deutschen Phoenix Racing Tams da eigentlich gelungen war. 35 Top-Boliden mit je fast 600 PS ergibt ein Starterfeld von ca. 20.000 PS. Diese werden von 70 der besten Tourenwagenpiloten von Deutschland bis Südafrika „geritten“. 8 der namhaftesten Motorsport-Fabrikate sind im Einsatz: Audi (u. a. mit Hofer/Ellis), Lamborghini, Ferrari, Porsche, Corvette Honda, BMW und Mercedes. Max Hofer, der sich übrigens auch als Sieger der Junior-Wertung feiern lassen durfte, spricht nicht umsonst von „einer der wohl stärksten Rennsport-Meisterschaften Europas“.

Fast als bräuchten die Worte Hofers noch Unterstützung, spuckte die Zeitnahme in der Motorsport Arena Oschersleben am heutigen Vormittag das Ergebnis des Qualifyings zum zweiten GT-Masters-Meisterschaftsrennen am Nachmittag aus. Präsentierte, nachdem Max Hofer am Samstag bekanntlich in die Poleposition gerast war, Philip Ellis diesmal jedoch nur auf Platz 26. Aber das mit lediglich 0,9 Sekunden Rückstand auf Platz eins! Welch brutaler Beweis der enormen Leistungsdichte. Das gesamte 35-köpfige Starterfeld lag überhaupt nur innerhalb von 1,8 Sekunden!

Im heutigen Rennen selbst war mit Startreihe 13 schon von Anfang an klar, dass an eine Wiederholung des Samstag-Wunders nicht zu denken war. Philip Ellis versuchte sich als erster Stint-Pilot vergeblich, mit dem laut Reglement entsprechenden 30-Kilogramm-Zusatzgewicht im Audi R8 LMS durch das vor ihm liegende Gewühl zu kämpfen und pendelte zwischen Platz 21 und 25 hin und her. Und es kam noch schlimmer – als der Bolide zur Hälfte des Rennens an Max Hofer übergeben wurde, musste dieser nach nur fünf Runden schon wieder in die Box – ein neuerlicher Reifenschaden, welcher auch schon im Qualifying wertvolle Zeit gekostet hatte, machte eine weitere Aufholjagd endgültig zunichte. Das erkannte auch das Team und traf die Entscheidung, den Audi und somit auch Hofer gar nicht mehr auf die Strecke zu schicken.

Die Enttäuschung hielt sich beim Perchtoldsdorfer Senkrechtstarter dennoch in Grenzen: „Freilich ist so ein Rennverlauf ärgerlich. Aber ich nehme das Positive aus diesem Wochenende mit – der gestrige Sieg war einfach genial, wir haben 25 Punkte, ich bin bester Junior im Feld, und ich weiß, dass ich am heutigen Rennverlauf absolut schuldlos bin. Im Gegenteil, mein Speed ist absolut top. Ich bin bereit und schon voll motiviert für die nächste Aufgabe. Da werden die Karten wieder neu gemischt.“

Der Sieg im heutigen Rennen ging übrigens an Mirko Bortolotti (Austro-Italiener) und Andrea Caldarelli (ITA), die am Samstag so wie alle anderen Lamborghini-Hurracan-GT3-Piloten wegen nicht erlaubter Telemetriesysteme disqualifiziert worden waren.

Die ADAC GT Masters-Termine 2018
13. bis 15. April Motorsport Arena Oschersleben (Deutschland)
27. bis 29. April Autodrom Most (Tschechien)
8. bis 10. Juni Red Bull Ring Spielberg (Österreich)
3. bis 5. August Nürburgring (Deutschland)
17. bis 19. August Circuit Zandvoort (Niederlande)
7. bis 9. September Sachsenring (Deutschland)
21. bis 23. September Hockenheimring (Deutschland)

Presseinfo Sportpressedienst Armin Holenia

15.04.2018