Volleyball

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Am Sonntag ging die VL-Saison mit einem dramatischen 3:2-Heimerfolg des SK Posojilnica Aich/Dob über Herausforderer Union Waldviertel zu Ende. Am Dienstag folgt der letzte Akt in der AVL Women-Finalserie.

In der einmal mehr ausverkauften Bluebox-Arena kämpfen Austrian Volley Cup-Sieger UVC Holding Graz und die SG Kelag Klagenfurt um den Meistertitel. Für beide Vereine wäre es der erste in ihrer Geschichte.

Vier Duelle gab es bisher, jeweils gewannen die Gastgeberinnen, wobei die ersten drei Begegnungen erst im Tie-Break entschieden wurden. Am vergangenen Samstag in Klagenfurt konnten sich die Wildcats in vier Sätzen durchsetzen und in der Serie auf 2:2 stellen. „Wir haben die langen Rallyes verloren, das hat uns ein bisserl den Zahn gezogen. Ich bin aber guter Dinge für das Heimspiel. Da werden wir wieder voll da sein“, ist Graz-Kapitänin Eva Dumphart zuversichtlich. Und Manager Frederick Laure verspricht: „Die Halle wird wieder kochen. Denn so eine Finalserie hat sich einen großen Showdown verdient.“

Im Lager der Klagenfurterinnen ist die Stimmung nach der starken Leistung im vierten Finalspiel freilich hervorragend. Drei Sätze war man tonangebend. „Wir werden den Schwung mitnehmen und in der BlueBox alles geben“, verspricht Wildcats-Trainer Helmut Voggenberger.

Wie ausgeglichen das Finalduell verläuft. verdeutlicht auch der Vergleich der Topscorerinnen: Birgit Ebster-Schwarzenberger (Graz) und Nikolina Bajic (Klagenfurt) halten bei je 55 Punkten!

AVL Women
Finalserie (best-of-5) live in ORF Sport+
01.04.: UVC Holding Graz – SG Kelag Klagenfurt 3:2 (25:21, 25:19, 19:25, 17:25, 15:6)
08.04.: SG Kelag Klagenfurt – UVC Holding Graz 3:2 (24:26, 17:25, 25:11, 25:23, 15:13)
11.04.: UVC Holding Graz – SG Kelag Klagenfurt 3:2 (13:25, 25:20, 15:25, 25:19, 16:14)
14.04.: SG Kelag Klagenfurt – UVC Holding Graz 3:1 (25:21, 25:14, 15:25, 25:17)
17.04., 20:25: UVC Holding Graz – SG Kelag Klagenfurt

Serie um Platz 3 (best-of-3)
07.04.: ASKÖ Linz/Steg – SG VB NÖ Sokol/Post 3:0 (25:20, 25:13, 25:22)
14.04.: SG VB NÖ Sokol/Post – ASKÖ Linz/Steg 3:2 (21:25, 21:25, 25:16, 25:18, 15:11)
18.04., 18:30: ASKÖ Linz/Steg – SG VB NÖ Sokol/Post

Relegation (best-of-3)
1. Duell
11.04.: TSV Sparkasse Hartberg – SG Sportunion Bisamberg/Hollabrunn 3:0 (25:19, 25:19, 25:17)
14.04.: SG Sportunion Bisamberg/Hollabrunn – TSV Sparkasse Hartberg 1:3 (25:21, 21:25, 25:27, 20:25)

Hartberg gewinnt Serie 2:0

2. Duell
11.04.: SU inzingvolley – TI-Fun-Box-Volley 3:2 (27:25, 17:25, 19:25, 25:14, 15:13)
14.04.: TI-Fun-Box-Volley – SU inzingvolley 3:0 (25:18, 25:22, 25:16)
18.04., 20:30: SU inzingvolley – TI-Fun-Box-Volley

Aich/Dob nach Final-Thriller zum zweiten Mal österreichischer Volleyballmeister
Der SK Posojilnica Aich/Dob ist zum zweiten Mal nach 2013 österreichischer Volleyballmeister! Die Südkärntner gewannen auch das vierte Spiel der DenizBank AG Volley League Men-Finalserie, schlugen Herausforderer Union Raiffeisen Waldviertel in der JUFA-Arena – unter den begeisterten Zuschauern auch ÖVV-Präsident Gernot Leitner und Landeshauptmann Peter Kaiser – in einem harten Fight 3:2 (24:26, 26:24, 25:21, 32:34, 15:10). Erst der 9. Matchball (!) fand sein Ziel und machte für Aich/Dob das Double (MEVZA und Meisterschaft) perfekt.

Im DenizBank AG VL- und MEVZA Cup-Grunddurchgang hatten die Nordmänner die Favoriten je einmal besiegen können. In der heißen Phase der Meisterschaft ließen David Michel und Co. aber keine Niederlage mehr zu. Die ersten beiden Endspiele waren über weite Strecken sehr umkämpft, nicht so das dritte Duell. Im vierten agierten die Bleiburger zunächst nicht so souverän, hatten zwei Sätze hart zu kämpfen. Nach dem Ausgleich zum 1:1 schien die Nervosität abgelegt. Am Ende des vierten Durchgangs wurde es aber noch einmal richtig spannend. Waldviertel wehrte sieben Matchbälle ab und vergab selbst zwei Satzbälle. Den dritten verwerteten die Nordmänner allerdings und erzwangen so den Tie-Break. In diesem waren die Hausherren wieder tonangebend, legten stets vor. Die Vorentscheidung fiel, als sich Aich/Dob von 6:6 auf 9:6 absetzen konnte. Nach 143 Minuten verwerteten die Favoriten ihren neunten Matchball zum 15:10! Und die Halle stand Kopf…

Die Statistik aus Sicht des neuen Meisters im Detail: Angriffspunkte 69:64, Blockpunkte 10:12, Asse 5:6, Eigenfehler 33:38. Topscorer zum Saisonabschluss waren David Michel (22 Punkte), Michal Petras (18) und Lukasz Wiese (17) bzw. Matiss Gabdullins (18), Rudinei Boff und Dawid Siwczyk (je 16).

Die Stimmen zum vierten DenizBank AG VL-Finale (ORF Sport+)
Aich/Dob-Topscorer David Michel: „Unglaublich! Wir haben nicht gedacht, dass sie im letzten Spiel so zurückkommen. Es ist schwierig, wenn man sieben Matchbälle nicht macht. Im fünften Satz kann alles passieren, aber wir haben die Konzentration behalten und die entscheidenden Bälle gemacht. Viele von uns sind noch nicht Staatsmeister geworden. Ein tolles Gefühl auch nach dem MEVZA Cup-Titel.“

Aich/Dob-Sportdirektor Martin Micheu: „Sie haben den Sportdirektor noch einmal überleben lassen… Ein tolles Spiel, ein würdiges Finale. Spitzenklasse! Niemand hat uns zugetraut, dass wir die MEVZA und die Meisterschaft gewinnen können. Heuer hat den Titel, anders als beim ersten Mal gegen Tirol, jeder von uns erwartet. Wir werden jetzt eine neue Mannschaft aufbauen müssen, weil uns einige verlassen werden.“

Waldviertel-Manager Werner Hahn: „Heute haben wir wirklich Gas gegeben. Ich bin stolz auf den Verein, auf die Spieler, dass sie sich so gegen Aich/Dob präsentiert haben. Wir haben alles rausgehaut, was in uns steckt, super. Bei den sieben Machtbällen im 4. Satz, die wir abgewehrt haben, gehört natürlich auch Glück dazu, aber man muss es auch spielen. Im fünften Satz hat Aich/Dob mehr Gas geben können als wir. Aber wir haben eine Silbermedaille gewonnen, das ist ganz, ganz toll für uns. Man muss jetzt schauen, dass wir dieses Team halten können.“

Waldviertel-Libero Leonhard Tille: „Es war knapp und spannend. In entscheidenden Situationen haben wir manchmal leichte Fehler gemacht. Aber besser können wir nicht spielen. So einen Satz wie den vierten habe ich selten erlebt. Ein bisserl hat uns auch das Glück gefehlt, um eines der Spiel gewinnen zu können. Es ist super Werbung für Volleyball und die Region gewesen.“

DenizBank AG Volley League Men
Finalserie (best-of-7) live in ORF Sport+
04.04.: SK Posojilnica Aich/Dob – SG Union Raiffeisen Waldviertel 3:1 (22:25, 25:19, 25:23, 25:22)
08.04.: SG Union Raiffeisen Waldviertel – SK Posojilnica Aich/Dob 1:3 (24:26, 25:23, 23:25, 22:25)
12.04.: SG Union Raiffeisen Waldviertel – SK Posojilnica Aich/Dob 0:3 (16:25, 24:26, 20:25)
15.04.: SK Posojilnica Aich/Dob – SG Union Raiffeisen Waldviertel 3:2 (24:26, 26:24, 25:21, 32:34, 15:10)

Aich/Dob gewinnt Serie 4:0!

Serie um Platz 5 (best-of-3)
07.04.: VBK Wörther-See-Löwen Klagenfurt – VBC TLC Weiz 3:0 (25:20, 25:14, 25:16)
15.04.: VBC TLC Weiz – VBK Wörther-See-Löwen Klagenfurt 1:3 (23:25, 18:25, 29:27, 15:25)

Klagenfurt gewinnt Serie 2:0!

Presseinfo ÖVV/AVL Men/AVL Women/red.

16.04.2018