Racketlon, IWT Czech Open, Christine Seehofer

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Nach über drei Monaten Pause gibt Christine Seehofer dieses Wochenende ihr Comeback bei den Czech Open in Prag (20.-22.4). Die Nummer eins der Welt im Schlägervierkampf aus Tischtennis, Badminton, Squash und Tennis wird nach einer langwierigen Schulterverletzung nur im Einzel antreten, wo sie topgesetzt ist und gemeinsam mit einer zweiten Comeback-Spielerin, Izzy Bramhall (GBR), zu den Favoritinnen zählt

„Man wird sehen wie es mit großem Trainingsrückstand läuft. Ich bin mit jedem gewonnenen Spiel zufrieden“, bleibt Seehofer bescheiden. Ebenfalls topgesetzt und Favorit auf den Titel beim vierten Turnier der FIR World Tour 2018 ist Lukas Windischberger. Die Nummer eins der Welt sieht in der Nummer zwei Morten Jaksland (DEN) seinen größten Kontrahenten. „Aller guten Dinge sind drei“, so Windischberger dessen Mindestziel – nach seinen Triumphen in Wien und Malmö – zumindest das Erreichen des Finales ist. Die Czech Open sind fast wie ein drittes Heimturnier für die Österreicher, hat doch die RFA dieses Event 2005 ins Leben gerufen.

Vier weitere Österreicher mit Medaillen-Chancen
Mit Emanuel Schöpf (4), Hans Sherpa, Bettina Bugl und Elisabeth Seehofer starten vier weitere Österreicher in den Elite-Bewerben mit guten Aussichten auf die eine oder andere Medaille. Im Herrendoppel gibt zudem Neo-Nationalspieler Bernhard Pilsz an der Seite von Lukas Windischberger sein Elite-Debüt. „Da mein Standardpartner Michi Dickert ausfällt, wollte ich die Gelegenheit nützen unseren Neuling besser kennenzulernen und mich von seinen Fähigkeiten zu überzeugen“, zeigt sich Windischberger als wahrer Teamplayer. Überraschend tritt Ex-Weltmeisterin Zuzana Kubanova in ihrer Heimat nur im Damendoppel an. Die Tschechin wäre für Seehofer im Einzel ein richtiger Maßstab gewesen.

Dank RFA vom Hotelmanager zum Racketlon-Präsident
Heuer findet bereits die 14. Auflage der Czech Open in Prag statt. Maßgeblichen Anteil, dass es das International World Tour Turnier überhaupt gibt hat die Racketlon Federation Austria. „Ohne jemals die Sportanlage gesehen zu haben, haben wir einfach Hotelzimmer und Sportplätze gebucht und das Turnier ausgeschrieben und veranstaltet“, erinnert sich RFA-Präsident Marcel Weigl zurück. „Mit über 50 Österreichern und einer Menge Material sind wir dann einen Tag vorher angereist und haben damals in einer heute undenkbaren Weise das erste Racketlonturnier auf tschechischem Boden organisiert.“ Erst während des Turniers haben wir die Tschechen rundum Hotelmanager Svatopluk Reijthar kennengelernt und ihnen dann in Folge geholfen den Verband zu gründen und über die nächsten Jahre die Turnierorganisation komplett übertragen. Der Hotelmanager wurde Racketlon-Präsident und Turnierleiter und ist bis Dienstag im Amt.

Medieninfo: RFA

17.04.2018