Sturm Graz

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Der Wolfsberger AC gewinnt mit 2:1 (1:1) gegen den SK Sturm Graz. Alle Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria HD.

RZ Pellets WAC – SK Puntigamer Sturm Graz 2:1 (1:1)
Schiedsrichter: Gerhard Grobelnik

Issiaka Ouedraogo (RZ Pellets WAC):

…über den Sieg: „Das ist der Wahnsinn, dass wir heute wieder gewinnen, genau gegen Graz. Das gibt uns Selbstvertrauen. Wir haben in den letzten Wochen hart dafür gearbeitet, letzte Woche haben wir nicht schlecht gespielt, aber Pech gehabt und verloren. Heute hat es geklappt und ich habe wieder getroffen, das ist das Beste, was es gibt.“

…über sein Tor: „Ich habe das letzte Mal im Oktober gegen Mattersburg getroffen, das ist wirklich ein Wahnsinn, das ist eine lange Zeit. Aber Gott sei Dank habe ich heute wieder getroffen und ich hoffe es geht jetzt bergauf.“

…über die Bedeutung des Siegs: „Die letzten Wochen waren so schwer, wir haben immer unser Bestes gegeben, aber die Ergebnisse haben nie gestimmt. Heute gehen wir mit einem 2:1 als Sieger vom Platz, jetzt müssen wir weiter so arbeiten für den nächsten Sieg nächste Woche.“

Robert Ibertsberger (Trainer RZ Pellets WAC):

…über das Spiel: „In der zweiten Halbzeit haben wir viel mehr Leidenschaft gezeigt, viel mehr Bereitschaft die Zweikämpfe anzunehmen. Das war in der ersten Halbzeit gar nichts, das habe ich auch ganz klar angesprochen in der Halbzeit, da waren wir viel zu weit weg und sind sehr viel hinterhergelaufen. Dadurch haben wir auch sehr wenig mit dem Ball anfangen können, in der zweiten Halbzeit war es das, was ich 90 Minuten sehen will und schlussendlich war es auch verdient.“

…über das Gegentor: „Das Gegentor war richtig ärgerlich, weil das ein sehr leichtsinniger Ballverlust war am gegnerischen Sechzehner und dann ist es schnell in Richtung unser Tor gegangen. Da darf der Ballverlust einfach nicht so leicht passieren, aber für uns war es gut, dass wir noch vor der Pause das 1:1 gemacht haben. Da ist schon noch einmal ein positiver Ruck durch die Mannschaft gegangen und ich habe sie auch nochmal ein bisschen aufwecken können in der Halbzeit. Man hat gleich von Anfang an ein anderes Gesicht gesehen.“

…über den erneuten Sieg gegen Sturm: „Ich habe es ganz klar angesprochen, dass wir jetzt nicht wieder in das alte Muster reinfallen, dass wir ein Spiel gewinnen und dann wieder alles erledigt ist. Ich möchte nächste Woche wieder genauso hart weiterarbeiten, für das nächste Erfolgserlebnis die Mannschaft wieder so hinbringen.“

Dietmar Riegler (Präsident RZ Pellets WAC):

…über die aktuelle Situation des Vereins: „Es ist sicher nicht so, wie wir es uns vorgestellt haben. Wir haben schon zu Beginn der Saison gewusst, dass es heuer sehr schwierig wird, weil wir gesagt haben, dass wir verjüngern werden komplett. Wir geben renommierte Spieler ab und probieren es mit jungen Spielern, schlussendlich hat vieles nicht funktioniert. Zum einen kamen für mich zu wenig junge Spieler zum Einsatz, zum anderen blieben die Punkte aus. Mit 20 Punkten musst du normal in den Keller, mit St. Pölten können wir noch froh sein. Ich hoffe, dass es so eine Saison beim WAC nie wieder geben wird.“

…über die Einsatzzeiten der jungen Spieler: „Wir haben vor Saisonbeginn ausgemacht, dass wir Akademiespieler integrieren. Wenn wir mit Akademiespielern 20 Punkte hätten, dann wäre das ganze Lavanttal zufrieden gewesen, dann hätte es keine Kritik gegeben oder es wäre sich mit dem Trainer leichter ausgegangen. Aber schlussendlich mussten wir dann die Reißleine ziehen, mit 20 Punkten und 20 sieglosen Partien. Im Großen und Ganzen kann man so nicht zufrieden sein, wir müssen nach vorne schauen und umdenken und umstrukturieren.“

…über die kommende Saison: „Es wird sich sicher auf der Trainerseite etwas ändern. Es kann aber auch mit Ibertsberger sein, das ist noch nicht hundertprozentig entschieden. Es sind drei, vier Kandidaten, mit denen wir ernsthafte Gespräche führen und wir haben natürlich auch schon eine Mannschaft konstruiert mit einigen Trainern, wo ich schon zuversichtlich bin, dass so eine Saison nie mehr passieren wird in Wolfsberg. Darauf arbeiten wir hin, wir führen Gespräche mit Spielern, es laufen sehr viele Verträge aus, wir müssen agieren und das machen wir.“

…über die Kaderplanung für die kommende Saison: „Es war immer so, dass wir uns gerade bei den Spielern Zeit gelassen haben. In erster Linie versuchen wir den Spielern die Chance zu geben, die bei uns sind, diesmal machen wir es etwas anders. Wir sind in intensiven Gesprächen mit anderen Spielern und dann schauen wir mal welche noch dazu passen, die jetzt aktiv sind beim WAC. Es werden sicherlich einige bleiben, aber auch einige den Verein verlassen.“

…über seine Rolle als Präsident: „Vor kurzer Zeit habe ich mir schon die Frage gestellt, wie weit ich mir das noch antun soll. Aber dann ist von meiner Seite und auch von meiner Familie eine Entscheidung gekommen, dass wir schon so viel erreicht haben, jetzt geben wir nicht auf, sondern ziehen weiter. Bei den Gesprächen, die ich mit den Trainern geführt habe, ist das auch zurückgekommen, sie haben mich bewundert mit meinem Motivationsschub. Ich bin auch stolz, dass ich noch so motiviert bin. Das spornt mich an, ich möchte einen neuen WAC aufstellen, der bundesligatauglich ist und es wird sich auch bei den Spielern niederschlagen. Wir werden eine Mannschaft haben, die ein anderes Auftreten, ein anderes Gesicht haben wird.“

Thorsten Röcher (SK Puntigamer Sturm Graz):

…über das Spiel: „Wir haben kein schlechtes Spiel gemacht. Wir sind gut in die Partie gekommen, sind 1:0 in Führung gegangen und dann haben wir einfach verabsäumt, dass wir normal weiterspielen und den Sack zumachen. Hinten haben wir leider dumme Tore gekriegt, extrem bitter, dass wir hier heute verloren haben. In der zweiten Halbzeit ist nicht mehr so viel von uns gekommen, vielleicht haben wir auch nicht mehr die Kraft gehabt, weil das Spiel am Mittwoch sehr intensiv war. Aber das soll keine Ausrede sein, normal müssen wir da dranbleiben, drei Punkte holen und heimfahren. Wir haben gewusst, dass der WAC mit dem Rücken zur Wand steht, die haben schon länger nicht gewonnen und hatten nichts zu verlieren gegen uns. Sie haben gefightet und es super gemacht, da muss man ihnen gratulieren. Aber wir dürfen hier nicht ohne Punkte heimfahren.“

Peter Zulj (SK Puntigamer Sturm Graz):

…über das Spiel: „In der ersten Halbzeit hatten wir alles im Griff, führen 1:0 souverän, der WAC hat gar keine Chance gehabt. Kurz vor der Halbzeit kriegen wir ein blödes Gegentor, zu billig einfach. Zweite Halbzeit genau dasselbe, langer Ball von denen, hinten sind wir einfach nicht konzentriert genug, kriegen das 2:1 und dann verlierst du gegen den WAC, der eigentlich nicht vorhanden war. Wir haben es in der zweiten Halbzeit einfach nicht klug beziehungsweise konsequent genug nach vorne gespielt. Es ist eigentlich sehr traurig, dass wir solche Gegentore kriegen.“

Heiko Vogel (Trainer SK Puntigamer Sturm Graz):

…über die Niederlage: „Die Niederlage war unnötig. Wir haben in der ersten Halbzeit 44 Minuten lang alles kontrolliert, nichts zugelassen, 1:0 in Führung gegangen und haben dann in der zweiten Halbzeit das Spiel völlig aus der Hand gegeben. Mir ist es auch zu einfach zu sagen Cupspiel, Müdigkeit – nein, das war es nicht. Wir haben durchgewechselt, es war genügend Zeit zum Regenerieren da. Wir waren vielleicht im Kopf nicht so, wie wir es hätten sein sollen, um das Spiel nach Hause zu bringen. Die Quittung ist dann, dass man verdient 2:1 hier verloren hat.“

…über die Rückkehr zum Ligaalltag nach dem Cuphighlight: „Es ist ja optimal hier gelaufen, wir gehen 1:0 in Führung. Es ist ja nicht so, dass wir hinterherlaufen mussten, sondern kontrollieren das Spiel, bekommen sehr unnötig zu einem ungünstigen Zeitpunkt das 1:1. In der zweiten Halbzeit haben wir kurz vor Schluss eine Chance, das ist zu wenig, dann kann man nicht davon ausgehen, dass man hier drei Punkte holt.“

…über den Umgang mit der Niederlage: „Es ist nichts verloren. Wir bereiten uns jetzt vor, jetzt kommt wieder Rapid zuhause. Jetzt kommen wunderschöne Spiele, mit dem LASK, die Salzburger Spiele. Wir können uns gar nicht ausruhen, sondern darauf freuen, was vor uns liegt. Ich hätte gerne gehabt, dass wir auch nach dem Spiel gegen Rapid hier konsequent auftreten und drei Punkte holen. Definitiv war das möglich, wir haben es aber nicht geschafft. Das zeigt uns aber, dass wir immer ein Stück Arbeit vor uns haben und das ist etwas Schönes.“

Heribert Weber (Sky Experte):

…über Dietmar Riegler: „Ich bewundere ihn, weil wenn man sich diese Saison anschaut, kann einem alles vergehen als Präsident, als Trainer. Ich bin der Meinung, dass die Wolfsberger weit davon entfernt sind, was sie immer ausgezeichnet hat in den letzten Jahren. Die Einstellung war extrem gut, das Zweikampfverhalten hat gestimmt, die Laufbereitschaft war immer vorhanden. Und jetzt kommt es mir oft so vor, wie wenn die Angst regieren würde und die Mannschaft so verunsichert ist, dass sie überhaupt nicht mehr dorthin kommen, dass der Einzelne seine Leistung bringen kann. Das ist das große Problem, dass die Wolfsberger haben: sie können ihre Qualität überhaupt nicht ausspielen.“

…über den Sieg des WAC: „Wenn man die zweite Hälfte hernimmt, dann ist der Sieg nicht unverdient. Da haben die Wolfsberger viel mehr fürs Spiel getan, Sturm hatte nur noch eine Chance, aber ansonsten war überhaupt nichts mehr zu sehen von den Grazern. Vielleicht war es auch das Tor knapp vor der Pause, das eine gewisse Unsicherheit in die Mannschaft gebracht hat. Natürlich kann man sich jetzt rausreden auf Müdigkeit oder hohe Temperaturen – Tatsache ist, dass der WAC heute den Zweiten der Liga geschlagen hat. Ganz wichtiger Sieg für den WAC, vor allem auch für die Verantwortlichen des Vereins, man sieht, dass die Mannschaft auch gegen einen Gegner wie Sturm Graz gewinnen kann. Sie haben vor allem in der zweiten Halbzeit auch die Zweikämpfe viel mehr forciert und gewonnen. Dass man dann durch zwei krasse Abwehrfehler des Gegners gewinnt, ist die eine Sache, das andere ist, dass man sehr hart kritisiert wurde in letzter Zeit und trotzdem heute als Einheit aufgetreten ist.“

Walter Kogler (Sky Experte):

…über Sturm: „Die Müdigkeit nach dem Cup ist keine Ausrede, zum einen hat man auch durchgewechselt, es waren vier Spieler am Platz, die zuletzt nicht begonnen haben, und da kann man sich auch erwarten, dass diese Spieler derart gute Impulse setzen, dass der Erfolg auch weitergehen kann. Zum anderen war es von Beginn an, obwohl Sturm in der ersten Hälfte die Mannschaft war, die alles kontrolliert hat, vom Auftreten her etwas behäbig, etwas langsam, schwerfällig. Das ist dann gekippt mit dem Ausgleichstreffer für den WAC, in der zweiten Hälfte hatte Sturm einfach nichts mehr zuzusetzen.“

Medieninfo Sky Österreich

21.04.2018