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© Sportreport

Laura Farese und Matthäus Zöchling feierten bei der Nacra15 Weltmeisterschaft in Barcelona einen großartigen Erfolg. Die beiden 17-jährigen Nachwuchssegler nützten die letzte Chance zur Qualifikation und lösten mit dem zehnten Gesamtrang das Ticket zu den olympischen Jugendspielen in Buenos Aires.

In der semi-foilenden Jugendklasse Nacra15 (Unter-19 J.) gelang Laura Farese und Matthäus Zöchling vom Union Yacht Club Neusiedl der große Coup. Mit großartiger Unterstützung von Jugend Trainer Andreas Geritzer, seines Zeichens Olympia Zweiter in Athen, belegten die beiden Nachwuchssegler den 10. Platz bei der WM in Barcelona und lösten damit eines von sechs noch verfügbaren Tickets für die Olympischen Jugendspiele in Buenos Aires. Die ersten beiden Wettkampftage in Barcelona fielen aufgrund des ausbleibenden Windes noch aus. Umso mehr Bedeutung erlangten die weiteren Läufe, da die ursprünglich geplante Anzahl an Wettfahrten nicht durchgeführt werden konnte. Obwohl sich zu den ersten sechs Wettfahrten der Wind weiterhin zurückhielt und Farese/Zöchling eigentlich Starkwind-Experten sind, hielten sie dank ihrer guten seglerischen Ausbildung bereits ab dem ersten Wettkampftag gut mit dem starken Konkurrenzfeld mit. Am Entscheidungstag legte der Wind zu und die beiden Burgenländer segelten mit insgesamt vier Top-10 Plätzen aus zehn Wettfahrten auf den 10. Platz. „Laura und Matthäus zählen bei 12-15 Knoten zu den schnellsten Seglern in ihrer Klasse. In Barcelona stellten sie aber auch bei weniger Wind ihre tolle seglerische Ausbildung unter Beweis und konnten durch ihre Technik überzeugen,“ freute sich Andreas Geritzer über den Erfolg. „Wir haben natürlich gehofft, dass wir die Qualifikation schaffen und uns bereits vorher gewisse Chancen ausgerechnet. Dass wir trotz der nicht optimalen Windbedingungen unsere Leistung abrufen konnten freut uns natürlich doppelt,“ blickt Matthäus Zöchling auf die erfolgreiche Weltmeisterschaft zurück. Laura richtet ihren Blick bereits nach vorne. „Nach der kurzen aber intensiven Vorbereitungszeit für Barcelona und dem tollen Erfolg, richten wir unseren Fokus bereits auf die Olympischen Jugendspiele in Buenos Aires. Wir müssen weiter hart arbeiten und uns gezielt vorbereiten. Mit der Qualifikation haben wir aber natürlich ein großes Ziel erreicht.“

Intensive Vorbereitung hat sich ausgezahlt
Mit der Unterstützung von Mentor und Trainer Andreas Geritzer bekamen Laura Farese und Matthäus Zöchling im März das Nacra15 Boot. Zu diesem Zeitpunkt hatten die beiden Jungendsegler allerdings bereits einen großen Trainingsrückstand, befanden sich doch die anderen Nationen bereits längst in der Vorbereitung. Durch ein intensives Trainingsprogramm und der Unterstützung des Österreichischer Segel-Verband bereiteten sich die beiden 17-Jährigen fokussiert und intensiv auf die Weltmeisterschaft in Barcelona vor. Der Österreichischer Segel-Verband ermöglichte Laura und Matthäus bereits davor, auf von ihnen zur Verfügung gestellten Narcra17 Booten (Erwachsenen-Klasse) zu trainieren und organsierte Einheiten mit internationalen Nacra-17 Top-Trainern. „Es haben so viele Personen mitgewirkt um diesen Erfolg zu ermöglichen. Ohne der großartigen Unterstützung des Österreichischen Segel-Verbands hätten wir das Projekt nicht umsetzen können. Auch die Eltern habe toll mitgeholfen. Das zweite österreichische Team bot Laura und Matthäus die optimalen Trainingsbedingungen. Die intensive Vorbereitung hat sich ausgezahlt,“ freut sich Andreas Geritzer, der Olympia-Zweite aus Athen, über die Qualifikation.

World Cup Hyères Tag 4: Zajac/Matz stehen erneut im Medal Race
Am vierten Tag des Weltcups vor Hyères brachte der Wind bereits früh viel Action auf das Wasser. Wie schon bei den ersten beiden Regatten des Jahres, qualifizierten sich Thomas Zajac und Barbara Matz mit vier souveränen Ergebnissen wieder für das Medal Race. Nach Miami und Palma ist es für das Nacra 17-Duo bereits das dritte Medal Race in diesem Jahr.

Während die Segler beim Weltcup vor Hyères an den Tagen zuvor viel Geduld beweisen mussten, brachte der Wind am Freitag jede Menge Action. Thomas Zajac und Barbara Matz brachten mit den Plätzen 9, 8, 13, 5 vier solide Ergebnisse aufs Wasser und qualifizierten sich mit Gesamtrang fünf für das Medal Race. „Am letzten regulären Tag hatten wir erstmals von Anfang an guten Wind und sind vier solide Rennen gefahren. Der einzige Wehrmutstropfen war ein Fehler im ersten Rennen, der uns vom zwischenzeitlich ersten Platz ordentlich zurückwarf. Wir haben uns aber in diesem Rennen noch gut zurückgekämpft, unterm Strich war es ein erfolgreicher Tag. Wir haben noch Chancen auf die Medaille und werden wieder alles dafür geben,“ resümiert Steuermann Thomas Zajac, der nach Miami und Palma das dritte Medal Race des Jahres in Angriff nimmt.

Doch auch die österreichischen Nachwuchssegler im Katamaran feierten bei der parallel stattfinden Weltmeisterschaft in Barcelona einen tollen Erfolg. Die beiden 17-jährigen Laura Farese und Matthäus Zöchling lösten in der Jugendklasse Nacra15 mit dem zehnten Gesamtrang das Ticket zu den olympischen Jugendspielen in Buenos Aires. Details zur Weltmeisterschaft in Barcelona finden Sie hier

Die drei Boote der Damen im 49erFX büßten am finalen Tag der Opening Series in Hyères jeweils Plätze ein. Tanja Frank und Lorena Abicht verpassten die Chance auf das Medal Race und fielen auf den 16. Gesamtrang zurück. „Es war heute nicht unser Tag. Wie waren immer auf der falschen Seite und der Wind war sehr unberechenbar. Im letzten Rennen haben wir es noch auf den zehnten Platz geschafft, es war allerdings nicht mehr zu holen,“ fasste Lorena den turbulenten letzten Tag zusammen. Laura Schöfegger / Anna Boustani (Platz 26) und Angelika Kohlendorfer / Lisa Farthofer (32.) beendeten den Weltcup vor Hyères dahinter.

Die Opening Series noch nicht beendet haben die beiden OeSV-Boote in der 470er Klasse. David Bargehr und Lukas Mähr benötigen am letzten Tag allerdings einen Kraftakt, um den Sprung von Rang 18 in die Top-10 noch zu schaffen. „Wir sind bei den beiden heutigen Wettfahrten leider nicht wirklich ins Fahren gekommen. Wir waren bei den Starts zu früh an der Linie und mussten wieder zurück, um einen Fehlstart zu vermeiden. Das hat uns natürlich Zeit gekostet. Wir konnten zwar jeweils noch ins Mittelfeld fahren, mehr war aber nicht mehr drinnen. Bei den morgigen Wettfahrten wollen wir uns wieder verbessern,“ zeigte sich Lukas Bargehr über den vierten Tag wenig zufrieden. Niko Kampelmühler und Thomas Czajka stehen vor dem letzten Tag der Opening Series auf Rang 39.

Zwischenergebnis Tag 4 – World Cup Hyères (FRA), 22. – 29. April 2018:
470er
1. Anton Dahlberg / Frederik Bergström 14 Punkte (3/4/1/(5)/2/2/2)
18. David Bargehr / Lukas Mähr (AUT) 98 (6/28/(BFD)/9/13/19/23)
39. Niko Kampelmühler / Thomas Czajka (AUT) 203 (BFD)/34/31/39/35/28/36)

49erFX
1. Ida Marie Baad Nielsen / Marie Thusgard Olsen (DEN) 69 (1/1/16/(24)/7/7/10/8/1/3/15)
16. Tanja Frank / Lorena Abicht (AUT) 158 (9/(30)/5/27/2/8/29/(31)/17/21/10)
26. Laura Schöfegger / Anna Boustani (AUT) 213 (26)/14/10/20/9/13/23/36/30/(40 UFD)/32)
32. Angelika Kohlendorfer / Lisa Farthofer 254 (AUT) (25/6/(39)/19/32/6/40 DFQ/38/32/19/38)

Nacra 17
1. Ruggero Tita / Caterina Banti (ITA) 27 (2/1/(16)/4/1/9/1/2/5/11)
5. Thomas Zajac / Barbara Matz (AUT) 88 (19)/2/13/3/12/4/9/8/13/5)
Weiteres Programm
28. April – Opening Series 470er / Medal Race 49er, 49erFX, Nacra 17
29. April – Medal Race 470er

Sieber-Brüder erstmals nicht im selben Boot
2018 startet für die Brüder eine neue Ära: Sie treten bei den kommenden Weltcups in Belgrad (1.-3. Juni) und in Ottensheim (21.-24. Juni) in verschiedenen Disziplinen an. Der Wiener Bernhard Sieber rudert mit dem Ottensheimer Julian Schöberl im Leichtgewichts-Doppelzweiter. Paul Sieber avisiert eine Teilnahme im Leichtgewichts-Einer.

Seit fünf Jahren sitzen Bernhard und Paul Sieber im „selben Boot“. Die Brüder ruderten im Doppelzweier bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio und wurden U23-Weltmeister im Jahr 2012.

Interne Qualifikation bei der Kärntner Ruderregatta
Bei der 84. Internationalen Kärntner Ruderregatta testete der ÖRV die schnellste Kombination für das begehrte olympische Boot, den Leichtgewichts-Doppelzweier: In Matrixrennen mussten sich die Brüber Sieber gegen die U-23 Vizeweltmeister Julian Schöberl und Rainer Kepplinger beweisen. Schließlich schnitten Bernhard Sieber und Julian Schöberl gemeinsam am Besten ab und starten in die neue Saison und beim Heim-Weltcup in Ottensheim im Leichtgewichts-Doppelzweier. „Es war uns sehr wichtig, die Entscheidung für den Doppelzweier so transparent wie möglich zu gestalten. Mit in Summe drei Rennen in unterschiedlichen Besetzungen kamen wir zu wetterunabhängigen Einzelergebnissen, bei denen Bernhard und Julian die Nase vorne hatten,“ erläutert ÖRV-Sportdirektor Norbert Lambing das Auswahlverfahren. Paul Sieber hingegen startet im Leichtgewichts-Einer eine neue Herausforderung.

Bernhard Sieber mit neuem Partner
Bernhard Sieber tritt in der kommenden Saison erstmals seit fünf Jahren mit einem neuen Partner bei Weltcupläufen an. „Es ist eine Herausforderung mit Julian ein neues Team zu bilden. In den internen Qualifikationsläufen funktionierte es vielversprechend und wir erzielten gute Zeiten. Jetzt gilt es intensiv miteinander zu arbeiten, damit wir uns zu einem Top-Team entwickeln. Wir müssen bereits bei den ersten beiden Weltcups gute Leistungen bringen, um die Kombination zu bestätigen und gemeinsam zur Weltmeisterschaft zu fahren,“ zeigt sich Bernhard Sieber topmotiviert, wohlwissend, dass der Heimweltcup die Generalprobe für die Weltmeisterschaft 2019 in Ottensheim darstellt. Mit dem frisch zusammengestellten Duo ist die Ära der Brüder Sieber im Doppelzweier vorerst beendet. „Natürlich geht damit ein Herzensprojekt zumindest vorübergehend zu Ende. Im Leistungssport kann man darauf keine Rücksicht nehmen. Ich schätze dieses Auswahlverfahren mittlerweile sehr. Es war transparent, fair und beruht auf der objektiven Leistungsfähigkeit. Julian hat sich enorm entwickelt und dominiert die Ergebnisse.“

Trotz der Qualifikation im Doppel-Zweier weiß Bernhard Sieber, dass die eigentliche Herausforderung erst jetzt startet. „So eine starke interne Konkurrenz zu haben ist beflügelnd und motivierend. Julian und ich können in mehreren Kombinationen Top-Leistungen erzielen. Falls wir die Geschwindigkeit unserer Testläufe bei den Weltcups nicht aufs Wasser bringen, kann sich die Situation schlagartig ändern. Die Besetzung für die Heimweltmeisterschaft in Ottensheim 2019 ist noch komplett offen. Mit Ende dieser Saison wird das Auswahlverfahren wiederholt. Es ist alles möglich.“

Presseinfo PROFS Media für den Österreichischen Segel Verband

27.04.2018