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Zum Auftakt der 32. Runde in der tipico Bundesliga stand das Duell Austria Wien vs. SV Mattersburg auf dem Programm. Aufgrund eines Treffers der Gäste in der Nachspielzeit setzt es für die „Veilchen“ eine 2:3 (2:2)-Heimniederlage. Die Defensivleistung der Wiener Violetten darf dabei getrost erneut als „inferior“ bezeichnet werden.

Das Spiel hätte beinahe mit einem Knalleffekt begonnen. Nach wenigen Sekunden hätten die Gäste die erste Chance auf das 0:1. Nach einer unfreiwilligen Kopfballvorarbeit von Serbest läuft Prevljak alleine auf das Tor der Veilchen zu. Goalie Pentz kann den Ball auf Raten klären. Vier Minuten später hatte Austria Wien eine Doppelchance. Zuerst kam Stangl knapp nicht per Kopf an den Ball ehe er wenige Sekunden später mit einem Kopfball Gäste-Torhüter Kuster prüfte (5.). Weitere 120 Sekunden später gingen die Gastgeber in Führung. Nach herrlicher Vorarbeit von Venuto netzt Prokop zum frühen 1:0-Führungstreffer (7.). Keine 120 Sekunden später gab es die kalte Dusche für die Gastgeber. Nach einem Einwurf leitet Prevljak den Ball in den Lauf von Okugawa der wackelt Stronati und schießt überlegt zum 1:1 ein (9.). Keine 60 Sekunden später der nächste gefährliche Konter der Gäste. Prevljak hämmerte den Ball nur knapp am Tor vorbei. Den Schock des Gegentreffers verdauten die Veilchen bereits fünf Minuten später. Venuto, Grünwald und Serbest beschäftigen auf der Angriffsseite der Gastgeber die Burgenländer. Letzt genannter mit einem sehr überlegten Querpass zur Mitte zu Kapitän Grünwald der den Ball zum 2:1 einnetzt (14.). Die ersten 15 Minuten brachten nicht nur drei Tore, sondern auch viele gefährliche Offensivaktionen. Ein Start in ein Bundesliga-Spiel der Marke „besonders unterhaltsam“. Danach nahmen sich beide Teams nach dem fulminanten Start einige Minuten „Ruhephase“. Austria Wien hatte mehr Ballbesitz – Die Gäste aus dem Burgenland waren in ihren Konterangriffen stets gefährlich. Die nächste erwähnenswerte Aktion gab es in der 25. Spielminuten. Nach einem Traumpass von Grünwald auf Prokop. Der könnte selbst schießen legt aber quer zu Monschein. Sein Zuspiel ist aber zu ungenau. So bringt der Zentrumsstürmer der Austria den Ball nicht mehr wie gewünscht kontrollieren und schob den Ball am praktisch leeren Tor vorbei. 120 Sekunden später die kalte Dusche für die Veilchen. Der SV Mattersburg gelingt der Ausgleichstreffer zum 2:2. Okugawa narrt Stronati auf der rechten Angriffsseite. Seinen Querpass zur Mitte drückt Torjäger Prevljak aus kurzer Distanz in die Maschen (28.). In der 36. Minute hatten die Gäste großes Pech. Prevljak hämmerte – nach einem Abwehrfehler von Stangl – den Ball – an die Stange. Keine 60 Sekunden hatte Austria Wien bei einem Konterangriff die Chance auf den erneuten Führungstreffer. Venuto setzte den Ball knapp jedoch knapp neben die Stange. Die letzten beiden Chancen vor dem Seitenwechsel hatten die Gastgeber. Nach einem schnell abgespielten Freistoß zieht Monschein aus spitzem Winkel alleine vor Gäste-Torhüter Kuster ab. Der lenkt den Ball mit dem Bein zum Corner ab. Dieser bringt jedoch nichts ein. Wenige Sekunden später zirkelt Grünwald bei einem Freistoß den Ball knapp über das Tor. Pausenstand nach äußerst kurzweiligen ersten 45 Minuten somit 2:2.

Nach dem Seitenwechsel war es zunächst den Gästen vorbehalten die erste Chance des Spiels vorzufinden. Okugawa prüfte in der 47. Minute Veilchen-Torhüter Pentz der den Ball gut abwehren konnte. In der Folge mühte sich Austria Wien zurück ins Spiel und konnte wieder das Kommando über das Geschehen am Rasen übernehmen. In der 56. Minute gelang den Veilchen der „Alu-Ausgleich“. Ein Schuss von Stangl klatschte von der Stange zurück ins Spielfeld. Nach dieser Aktion begann das Spiel etwas zu verflachen. Schusschancen für Prokop und Grünwald sowie eine Kopfballmöglichkeit für die Gäste standen in den folgenden zehn Minuten zu Buche. Vom Elan der ersten Halbzeit waren beide Mannschaft weit entfernt. In der 68. Minute war es den Burgenländern vorbehalten die nächste dicke Torchance vorzufinden. Nach einer herrlichen Hereingabe von Rath setzt der freigelaufene Prevljak den Ball neben das Tor. Das hätte das 2:3 sein müssen. In der Folge tröpfelte das Spiel vor sich hin ehe es in der 77. Minute turbulent wurde. Zunächst wurde Pires im Strafraum der Gäste von den Beinen geholt. Schiedsrichter Harkam ließ weiterspielen. Im direkten Gegenzug einer der vielen gefährlichen Konterangriffe der Gäste. Prevljak scheitert alleine erneut am bärenstarken Pentz. Vieles deute in der Folge auf eine Punkteteilung hin welche in Wahrheit niemand nutzte sollte. Doch dann kam die 92. Minute. Nach einem „intensiven Zweikampf zwischen Seidl und Venuto bleibt der Foulpfiff zu Gunsten der Gastgeber aus. In der Folge netzt Gruber ein Hart-Zuspiel zum 2:3-Endstand aus.

Am Ende feiern die Gastgeber einen glücklichen, aber keineswegs unverdienten, Auswärtssieg im Wiener Prater. Der SV Mattersburg hatte qualitativ viele hochwertige Torchancen und wollte den Sieg gefühlt um „eine Spur“ mehr. Mit der dritten Niederlage in Serie rutscht Austria Wien in der Tabelle auf Rang sieben zurück. Das Defensivverhalten der „Veilchen“ war erneut schwach und inkonsequent. Das Abwehrverhalten beim ersten und zweiten Gegentreffer darf getrost als inferior und unakzeptabel bezeichnet werden. Die völlig verkorkste Saison 2017/18 hat bei Austria Wien einen neuen – hausgemachten Tiefpunkt erreicht. Auf der Gegenseite hält der SV Mattersburg die zarten Hoffnungen auf eine Europa League-Teilnahme am Leben.

Austria Wien vs. SV Mattersburg 2:3 (2:2)
Ernst-Happel-Stadion, 5.420 Zuschauer, SR Harkam

Tore: Prokop (7.), Grünwald (14.) bzw. Okugawa (9.), Prevljak (28.), Gruber (92.)

Austria Wien: Pentz – Klein (81./Fitz), Madl (39./Blauensteiner), Stronati, Stangl – Serbest, Prokop, Grünwald – Venuto, Monschein (74./Friesenbichler), Pires
SV Mattersburg: Kuster – Novak, Malic, Mahrer, Rath – Hart, Jano – Okugawa (74./Renner), Perlak (73./Seidl), Gruber – Prevljak (83./Maierhofer)

28.04.2018