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Am Dienstag stand das Nachholspiel der 34. Runde der tipico Bundesliga zwischen dem WAC und Austria Wien auf dem Programm. Auch im zweiten Versuch gab es für die Veilchen im Lavanttal nichts zu holen. Die Truppe von Thomas Letsch zog mit 1:2 (verdient) den Kürzeren und wartet nun seit bereits fünf Spielen auf einen vollen Erfolg.

Im Nachholspiel zeigten die Gäste die zu erwartende Reaktion. Austria Wien war die präsentere und spielbestimmende Mannschaft und hatte durch Grünwald (10, 16. und 26.) gleich drei ausgezeichnete Chancen auf den Führungstreffer. Der WAC lauerte auf Konterchancen und Abwehrfehler. Durch Ouedraogo (13.), Leitgeb (18.) und Orgill (35.) trat der WAC offensiv in Erscheinung. Vieles deute bereits auf eine torlose erste Halbzeit hin ehe die Gastgeber zwei Mal zuschlugen. In der 43. Minute kann die Austria-Verteidigung den Ball nach einem Freistoß nicht aus der Gefahrenzone klären. Der Ball landet vor den Beinen von Frieser. Der zieht ab, Kadiri hält das Bein dazwischen und fälscht das Spielgerät zum 1:0 ab. In der Nachspielzeit legten die „Wölfe“ einen Treffer nach. Zunächst wird Ouedraogo überhaupt nicht von Kadiri attackiert. Der Ball kommt in der Folge zu Ashimeru, der hat alle Zeit und wird von der Verteidigung der Veilchen nicht attackiert. Bei seinem Lupfer auf Frieser sieht Borkovic zu. Der Mittelfeldspieler netzt den Ball überlegt zur 2:0-Pausenführung ein. Der Spielstand zur Halbzeit ging durchaus in Ordnung da die Gastgeber rund ab der Hälfte der ersten Halbzeit das Offensivspiel der Gäste weitgehend unterbinden konnte. Gefühlt war der Zwischenstand jedoch um ein Tor zu hoch.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte Austria Wien einige Minuten die auf ein mögliches Comeback hindeuteten. Es sollte ein Lüftchen herausstellen. Die Gastgeber wurden von Minute zu Minute stärker und fanden durch Orgill per Kopf die erste gute Möglichkeit nach dem Seitenwechsel vor (57.). Aus dem häufig zitierten und diesem Spiel zutreffenden „Nichts“ gelang den Gästen in der 61. Minute der Ausgleichstreffer. WAC-Verteidiger Palla kann den Ball nicht aus der Gefahrenzone klären. So kommt der Ball zu Prokop der das Spielgerät zum 2:1 in die Maschen zirkelt. Danach waren die Veilchen in zwei Möglichkeiten dem Ausgleich sehr nahe. Bei einem Schuss von Venuto kann WAC-Goalie Dobnik den Ball mit Glück und Geschick abwehren (66.). Vier Minuten später scheiterte erneut Venuto, nach sehenswerter Kombination über mehrere Stationen, der den Ball aus guter Position knapp neben das Tor setze. Wer in der Schussphase auf einen Sturmlauf der Gäste wartete wurde bitter enttäuscht. Das Spiel verflachte und der WAC war dem dritten Treffer gefühlt um einiges näher. Zunächst scheiterte Jovanovic in der 74. Minute an Austria-Torhüter Pentz. In der 88. Minute hatte Ashimeru die letzte dicke Chance auf das 3:1. Der vierte Treffer sollte jedoch nicht mehr fallen.

Am Ende feierte der WAC einen verdienten 2:1-Heimsieg gegen Austria Wien. Die Wölfe waren über weite Strecken des Spiels die bessere, energiegeladenere und zielstrebigere Mannschaft. Auf der Gegenseite konnte die Veilchen ihre eklatanten Defensivschwächen weiter nicht abstellen. Die Fehler in der Defensive zeigten bei einigen Akteuren durchaus mangelnde „sportliche Qualität“. In der Offensive hatte Austria Wien zwar einige Torchancen. Aber wie so häufig in den letzten Wochen fehlte die letzte Qualität im Abschluss aber auch der letzte Nachdruck. Nicht nur aufgrund des ausbleibenden sportlichen Erfolgs wird die sportliche Situation rund um den Verteilerkreis „nicht ruhiger“ werden.

WAC vs. Austria Wien 2:1 (2:0
Lavanttal-Arena, SR Muckenhammer

Tore: Frieser (43., 45.+2.) bzw. Prokop (61.)

WAC: Dobnik – Wernitznig, Rnic, Igor, Palla (75./Flecker) – Leitgeb (80./Rabitsch) – Frieser, Ashimeru, Jovanovic, Ouedraogo (91./Gschweidl) – Orgrill
Austria Wien: Pentz – Kadiri, Serbest, Borkovic – Klein, Demaku (62./Fitz), Grünwald (80./Blauensteiner), Salamon – Venuto, Monschein (59./Frank), Prokop

15.05.2018