Rapid Wien, SCR Altach, #scralt, Allianz Stadion

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In der 35. Runde der tipico Bundesliga stand im Allianz Stadion das Spiel Rapid Wien vs. SCR Altach auf dem Programm. Die Hütteldorfer verabschieden sich mit einem 4:1 (2:1)-Heimsieg von den eigenen Fans und werden die Saison 2017/18 auf Tabellenplatz drei beenden.

Vor dem Spiel gab es große Emotionen. Mit Joelinton, und den Eigengewächsen Pavelic und Schaub sowie dem langjährigen Kapitän Steffen wurden vier verdienstvolle Spieler offiziell verabschiedet. Davon angestachelt legten die Gastgeber wie die sprichwörtliche Feuerwehr los. Bereits nach 56 Sekunden hatte Rapid Wien die erste dicke Chance. Murg steckt den Ball zu Joelinton durch. Der scheitert mit einem Schuss an Gäste-Torhüter Lukse. Beim folgenden Eckball köpfte der unbedrängte Schwab den Ball genau in die Amre des Goalies der Vorarlberger. Auch in der Folge entwickelte sich ein interessantes Spiel mit zwei durchaus offensiv ausgerichtete Mannschaften. SCR Altach versteckte sich keineswegs ließ aber defensiv viele Räume offen. So dauerte es nur bis zur sechsten Minute bis die Hütteldorfer diesen Umstand ausnutzen konnten. Nach sehenswerter Vorarbeit von Schobesberger köpft Joelinton den Ball zum 1:0-Führungstreffer ein. Mit dem frühen Führungstreffer übernahm Rapid Wien deutlich das Kommando. Die Hütteldorfer wirkten frischer, giftiger und zielstrebiger ausgerichtet als die Gäste aus Vorarlberg. Bereits in der 14. Minute legten die Hütteldorfer den zweiten Treffer nach. Nach einem Steilpass Ljubicic läuft Joelinton alleine auf das Tor der Gäste zum. Mit etwas Glück bleibt der Brasilianer am Ball und schließt seinen Angriff zum 2:0 ab. Die frühe Vorentscheidung im Spiel. Die Vorarlberger präsentierten sich auch in der Folge als „dankbarer Gegner für das letzte Heimspiel der Saison“. Offensiv ausgerichtet, dabei wenig gefährlich und defensiv anfällig weil löchrig agierend präsentierten sich die Vorarlberger. Rapid Wien war zwar optisch deutlich überlegen hatte aber Probleme sich zwingende Offensivaktionen herauszuspielen. In der 23. Minute gab es wieder den Ansatz einer Torchance. Nach einem dynamischen Antritt von Schwab kommt sein Steilpass bei Joelinton nicht an. Keine 180 Sekunden eine ähnliche Szene. Einen Lochpass von Joelinton konnte Murg knapp nicht erlaufen. Es dauerte bis zur 37. Minute ehe Rapid Wien die nächsten beiden Halbchancen vorfanden. Nach herrlicher Einzelleistung von Schaub fand sein Querpass in der Mitte keinen Abnehmer. Wenige Augenblicke später konnte Schwab einen Steilpass nicht kontrollieren. Das letzte Wort vor der Pause hatten die Gäste. Nach einer Flanke von der linken Seite netzt Grbic zum 2:1-Pausenstand ein. Ein Gegentreffer aus dem sprichwörtlichen Nichts. Praktisch im Gegenzug hätten die Hütteldorfer noch die Chance den „alten zwei-Tore-Vorsprung“ wiederherzustellen. Murg schieb den Ball jedoch am praktisch leeren Tor vorbei. Nach ausgezeichneten Start führt Rapid Wien zur Pause somit „nur“ mit 2:1.

Nach dem Spiel waren zunächst wieder die Gastgeber am Drücker. Rapid Wien übernahm wieder deutlich das Kommando und drückte die Gäste tief an den eigenen Strafraum zurück. Schobesberger nach Schwab-Vorarbeit (48.) und Schwab (53.) fanden frühe Chancen auf die mögliche Vorentscheidung vor. In der 55. Minute hatten die Gastgeber Alu-Pech. Bei einem herrlichen Freistoß von Schwab rettete für den geschlagenen Gäste-Torhüter Lukse die Latte. Den Abpraller setzte Schobesberger über das Tor. Keine 120 Sekunden zog erneut Schwab ab. Seinen Schuss konnte Lukse nur kurz abwehren. Die Verteidigung konnte den Abpraller jedoch klären. In der 59. Minute war es schlussendlich so weit und Rapid Wien wurde für den energischen Start belohnt. Nach einem Eckball von Murg schraubt sich Schwab hoch und köpft den Ball wuchtig zum 3:1 ein. Fünf Minuten später hätte Schobesberger endgültig alles klar machen können. Nach einem Steilpass läuft der Flügelflitzer völlig alleine auf das Gäste-Tor zu verliert aber das eins-gegen-eins-Duell gegen Torhüter Lukse. In der 66. Minute erlebten die Zuschauer einen emotionalen Höhepunkt. Der langjährige Kapitän Steffen Hofmann wurde von Trainer Djuricin eingewechselt. In der 73. Minute konnte der Mittelfeldspieler seine 336 Torbeteiligung in einem Pflichtspiel für die Hütteldorfer verbuchen. Zunächst wird sein Schuss von abgeblockt. Der Ball kommt aber zurück „zur ewigen Nummer 11“ der Gastgeber. Mit all seiner Routine behält Steffen Hofmann den Überblick und lupft den Ball über Lukse hinweg zum 4:1-Endstand in die Maschen.

In der Schlussphase waren die Gastgeber dem fünften Treffer gefühlt um einiges näher. In der 79. Minute hätten die 21.600 Zuschauer im Allianz Stadion beinahe erneuten Grund zum Jubeln. S. Hofmann steckte den Ball zum eingewechselten Berisha durch. Sein Schuss fiel aber viel zu ungenau aus. Keine 60 Sekunden später stand Schaub völlig alleine vor Lukse. Der Gäste-Torhüter wehrte den Ball mit dem Bein an die Stange ab. Von dort prallte der Ball ins Toraus. Schaub hatte in der 89. Minute nach Doppelpass mit S. Hofmann die letzte dicke Chance des Spiels. Aber auch hier konnte sich Gäste-Torhüter Lukse auszeichnen. In der Nachspielzeit gab es noch ein Kuriosum. Die beiden Abgänge Schaub und Hofmann verließen das Spielfeld. Da das Auswechselkontingent bereits erschöpft war beendeten die Hütteldorfer das Spiel in doppelter Unterlegenheit.

Es bleib am Ende beim völlig verdienten 4:1-Heimsieg für Rapid Wien gegen SCR Altach. Die Hütteldorfer gegen weitgehend brav mitspielende, aber in Wahrheit in Belangen unterlegenen Gäste aus Vorarlberg. Die (ersatzgeschwächte)-Truppe von Trainer Schmidt erwies sich als dankbarer Gast bei der Abschiedsparty von Hofmann, Schaub, Joelinton & Co.

Rapid Wien vs. SCR Altach 4:1 (2:1)
Allianz-Stadion, 21.600 Zuschauer, SR Jäger

Tore: Joelinton (6., 14.), Schwab (59.), S. Hofmann (73.) bzw. Grbic (45.)

Rapid Wien: Strebinger – Auer (78./Pavelic), M. Hofmann, Galvao, Thurnwald – Ljubicic, Schwab – Schaub, Murg, Schobesberger (66./S. Hofmann) – Joelinton (76./V. Berisha)
SCR Altach: Lukse – Gebauer, Netzer, Schreiner – Salomon, Gouet (71./Aigner) – Cheukoua (46./Janeczek), Nutz (28./Ngwat-Mahop), Meilinger – Grbic

20.05.2018