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Beim Serienstand von 1:1 wechselt das Finale der Basketball Bundesliga zwischen den bulls Kapfenberg und Swans Gmunden nach Gmunden. Die ersten beiden Spiele in Kapfenberg endeten denkbar knapp mit einem (Spiel 1, Sieg Gmunden) bzw. drei Punkten Differenz (Spiel 2, Sieg Kapfenberg). In der 32-jährigen Geschichte der Playoffs in Österreich, ist das der spannendste Start in eine Finalserie. Erstmals seit 2012 kommen die Gmundner Heimfans wieder in den Genuss eines Finales in der Volksbank Arena. Dies ist vor allem für Matthias Linortner ein besonderes Ereignis. Der 21-jährige Österreicher wird zum Rising-Star der Saison 2017/18 ausgezeichnet.

Noch nie war in der 32-jährigen Geschichte die kumulierte Korbdifferenz nach zwei Finalspielen niedriger als in den Snickers Playoffs 2018. Beide Teams gewannen ein Spiel und setzten jeweils im zweiten Viertel den Grundstein zum Erfolg. Beinahe spiegelbildlich gelang in beiden Spielen dem später unterlegenen Team im vierten Viertel eine sehenswerte Aufholjagd, die allerdings nicht belohnt wurde. Wie schon in der letzten Finalserie zwischen den beiden Teams (2004) steht es vor dem dritten Spiel 1:1. Damals setzte sich schließlich Kapfenberg mit 3:1 in der best-of-five Serie durch.

In den beiden ersten Finalspielen gelangen den bulls deutlich mehr Punkte in der Zone als den Swans (Kapf. 44/Finalspiel, Swans 28/Finalspiel). Die Schwäne versuchten sich dafür deutlich öfter von der Dreipunktelinie als die Steirer (Swans 24,5/Finalspiel, bulls 17/Finalspiel). Dieser Wert ist vor allem für Kapfenberg untypisch, nahmen sie doch im Grunddurchgang noch um acht Dreipunktewürfe im Schnitt mehr pro Spiel. Obwohl die Anzahl der Würfe hinuntergegangen ist, ging auch der Wurfprozentsatz von außen deutlich nach unten. Im Grunddurchgang war der amtierende Meister mit über 37% noch das gefährlichste Team von „Downtown“, in der Finalserie treffen sie nur noch 23,5%. Das Team von Headcoach Bernd Wimmer verteidigt eng am Mann, nimmt den bulls zahlreiche Möglichkeiten von außen, riskiert damit allerdings immer wieder die Penetration der Steirer.

Matthias Linortner empfängt Rising Star Auszeichnung
Zum vierten Mal wird mit der Rising Star Auszeichnung der beste junge Österreicher ausgezeichnet (Stichtag 1.1. 1994 oder jünger). Zum bereits dritten Mal geht diese Auszeichnung nach Gmunden. Nach Daniel Friedrich (14/15), Sebastian Käferle (15/16) und Adrian Mitchell (16/17) darf sich nun auch Linortner über den Award freuen. Der 21-jährige Österreicher sorgte beim Finalisten für 6,2 Punkte und 4,0 Rebounds pro Begegnung. Auch in den Playoffs bewies er bereits, dass er als junger Rollenspieler auch viel Verantwortung übernehmen kann und setzte beim Halbfinalerfolg über Traiskirchen wichtige Akzente.

Linortner setzte sich bei der von Coaches sowie ausgewählte Medienvertretern durchgeführten Wahl vor Valentin Bauer (Klosterneuburg) und Jakob Ernst (Fürstenfeld) durch.

Swans Gmunden – ece bulls Kapfenberg
Sonntag, 19:30 in der Volksbank Arena Gmunden
Stand in der best-of-seven Finalserie 1:1

Duelle in dieser Saison:
Grunddurchgang:
12. November 2017 82:89 Sieg Swans
07. Jänner 2018 67:90 Sieg bulls
8. März 2018 95:77 Sieg bulls
22. April 2018 67:69 Sie bulls

Finale:
26. Mai 2018 73:74 Sieg Swans
31. Mai 2018 82:79 Sieg bulls

Cupfinale:
79:82 Sieg bulls

Statements:
Bernd Wimmer, Headcoach der Swans: „Wir freuen uns jetzt auf die Heimspiele. Und wir müssen die individuellen Fehler abstellen, um eine reele Chance zu haben.“

Richard Poiger, Geschäftsführer der Swans: „Auch wenn es am Schluss nicht ganz gereicht hat, haben wir gezeigt, dass wir auch fähig sind, einen 20-Punkte-Rückstand aufzuholen. Jetzt freuen wir uns auf die Heimspiele und eine volle Halle, den der Fansupport war schon in Kapfenberg ein Wahnsinn.“

Milan Stegnjaic, Spieler der bulls: „Am Sonntag in Gmunden müssen wir die Leistung der ersten 30 Minuten vom Donnerstag über die vollen 40 Minuten durchziehen. Wir werden das letzte Spiel genau analysieren, gut regenerieren und bestens vorbereitet nach Oberösterreich fahren.“

Oliver Freund, Obmann der bulls: „“Der Sieg im zweiten Spiel war natürlich sehr wichtig für uns. Unsere Mannschaft hat super gekämpft, das Match über weite Strecken kontrolliert. Jetzt heißt es dran zu bleiben und am Sonntag in Gmunden noch einen Gang höher zu schalten.“

Personelles: Eine ganze Reihe von Schwänen ist angeschlagen (Gaidys – Knöchel, Friedrich – Knie, Klette – Oberschenkel, Rountree – Handgelenk). Es werden allerdings alle Spieler am Sonntag auflaufen.

Zahlen über die ece bulls Kapfenberg:
Erfolge:
Meister: 2001, 2002, 2003, 2004, 2017
Cupsieger: 2007, 2014, 2017, 2018
Meister im Kader:
Filip Krämer (2017, 2011 Oberwart), Bogic Vujosevic (2017 + Finals MVP), Kareem Jamar (2017), Milan Stgenjaic (2017), Tobias Schrittwieser (2017), Marck Coffin (2017), Ian Moschik (2017), Lukas Hahn (2017), Marvin Riedl (2017), Kushtrim Dvorani (2017),

Der Grunddurchgang 2017/18:
Meisterschaftsbilanz: 26:6
Tabellenrang: 1.

Weg ins Finale:
Semifinale: 3:0 vs. BC Hallmann Vienna

Coach:
Mike Coffin (4-facher Meister als Spieler mit den bulls 2001-2004

Zahlen über die Swans Gmunden:
Erfolge:
Meister: 2005, 2006, 2007, 2010
Cupsieger: 2003, 2004, 2008, 2010, 2011, 2012

Der Grunddurchgang 2017/18:
Meisterschaftsbilanz: 22:10
Tabellenrang: 3.

Meister im Kader:
Enis Murati (2010 und 2007 mit Swans), Tilo Klette (2009 mit WBC),

Coach:
Bernd Wimmer (Meister 2010 und 2007 als Assistant Coach der Swans)

Medieninfo: Basketball Bundesliga

02.06.2018