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Großer Jubel bei Mercedes-AMG am Hungaroring in Ungarn: Paul Di Resta hat das Samstagsrennen, das fünfte von 20 DTM-Saisonrennen, vor seinem Markenkollegen Lucas Auer gewonnen. Di Resta war von der Pole-Position in das Rennen gestartet, verlor Platz eins in der Anfangsphase des Rennens kurz an den Österreicher, holte sich die Führung aber knapp 10 Runden später zurück und überquerte als Erster die Ziellinie. Platz drei beim ersten Auslandsrennen der Saison 2018 sicherte sich Audi-Pilot Nico Müller. Titelverteidiger René Rast (Audi) meldete sich nach seinem schweren Unfall am Lausitzring vor zwei Wochen mit Platz vier zurück. BMW-Pilot Timo Glock, der als Tabellenführer nach Ungarn gereist war, sah als 14. die Zielflagge und gewann somit keine Punkte.

„Wenn man von der Pole-Position aus in ein Rennen startet und auch gewinnt, dann gibt es sicher keinen Grund zu klagen“, sagte Sieger Di Resta im Ziel. „Die paar Regentropfen in der zweiten Runde haben uns nicht nervös gemacht und am Ende hat das Wetter ja auch gehalten. Aber selbst wenn es angefangen hätte zu regnen: Unser Auto ist auch bei nassen Bedingungen stark.“ Vor genau 350 Tagen durfte Di Resta an gleicher Stelle zuletzt von der obersten Stufe bei der Siegerehrung jubeln. Am 18. Juni 2017 gewann er am Hungaroring. Zufrieden war auch Auer, der mit 0,587 Sekunden Rückstand hinter dem Sieger ins Ziel kam. „Der knappe Rückstand sagt alles“, erklärte Auer. „Jetzt richten wir den Blick auf morgen. Ich weiß nicht warum, aber der Sonntag ist immer schwieriger als der Samstag.“

Trendwende bei Audi
Die Trendwende bei Audi hat Müller mit seinen ersten Punkten der Saison eingeläutet. „Das Qualifying war schon überraschend. Wir haben einen großen Schritt vorwärts gemacht. Morgen haben wir nochmal eine gute Chance. Wir versuchen alles“, sagte Müller.

Auf eine Trendwende hofft nach dem Rennen auch BMW, denn die Münchener blieben im Samstagsrennen am Hungaroring ohne Punkte. Bruno Spengler war der bestplatzierte BMW-Pilot auf Rang zwölf.

In der DTM-Fahrerwertung liegt nach fünf von 20 Saisonrennen jetzt Gary Paffett in Führung. Mit den acht Punkten für Platz sechs stockte er sein Konto auf 79 Zähler auf und überholte Glock, der mit 72 Punkten auf Platz zwei liegt. Dritter ist mit 56 Punkten Rennsieger Di Resta.

Nico Müller holt Podium für Audi
Fünf Audi RS 5 DTM unter den besten zehn und insgesamt 41 Punkte: Audi ist im Samstagsrennen beim Ungarn-Gastspiel der DTM in Budapest das bisher beste Saisonergebnis gelungen. Der Schweizer Nico Müller (Audi Sport Team Abt Sportsline) holte mit Platz drei sein erstes Podium der Saison.

Nach dem schwierigen Saisonstart zeigte sich Audi auf dem Hungaroring von Anfang an in stärkerer Form. Im ersten Freien Training am Freitag fuhr Jamie Green (Audi Sport Team Rosberg) Bestzeit, im Regen am Samstagmorgen hatte DTM-Neuling Robin Frijns die Nase vorn. Im anschließenden Qualifying musste sich Nico Müller im Castrol EDGE Audi RS 5 DTM nur Paul Di Resta im Mercedes-Benz um 135 Tausendstelsekunden geschlagen geben. René Rast (Audi Sport Team Rosberg) meldete sich beim Comeback nach seinem schweren Unfall auf dem Lausitzring mit Startplatz vier zurück.

Im Rennen waren die Audi-Piloten mit extrem unterschiedlichen Strategien unterwegs. So stoppe Jamie Green schon nach einer Runde, Mike Rockenfeller erst kurz vor Rennende. Nico Müller verteidigte in der Anfangsphase Platz zwei, fiel nach seinem Boxenstopp in Runde zehn jedoch hinter Lucas Auer im Mercedes-Benz zurück. Anschließend fuhr er den dritten Platz souverän nach Hause, obwohl er in der Schlussphase durch René Rast unter Druck geriet. Dieser hatte später gestoppt und konnte mit den frischeren Reifen angreifen.

„Das war ein guter Tag“, sagte Nico Müller. „Startreihe eins, das erste Podium in diesem Jahr und viele gute Punkte: Für mich hat die Saison endlich begonnen! Ich freue mich für mein Team und meine Jungs. Wir haben an diesem Wochenende einen guten Schritt vorwärts gemacht. Nun werden wir weiter hart arbeiten, um morgen noch stärker zu sein und wieder um das Podium kämpfen zu können.“

Teamkollege Robin Frijns gelang mit Platz sieben das beste Ergebnis seiner noch jungen DTM-Karriere. Der Niederländer fuhr zum zweiten Mal in Folge in die Punkteränge. Loïc Duval (Audi Sport Team Phoenix) wurde Achter, Jamie Green Neunter. Mike Rockenfeller verpasste vom letzten Startplatz einen Punkt als Elfter nur knapp, nachdem er in der letzten Runde von Daniel Juncadella abgedrängt worden war. Der Mercedes-Benz-Pilot erhielt dafür eine Verwarnung.

„Fünf Autos in den Punkten, Nico (Müller) erstmals in diesem Jahr auf dem Podium und René (Rast) Vierter: Wenn man den bisherigen Saisonverlauf betrachtet, dürfen wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Es war ein sauberes Rennen aller unserer Fahrer mit verschiedenen Strategien. Schade, dass es Mike (Rockenfeller) am Ende nicht mehr geschafft hat, in die Top Ten zu kommen, sonst hätten wir alle Autos in die Punkteränge gebracht.“

Medieninfo: DTM/Audi Motorsport

02.06.2018