xxxxALTxxxx

© Sebastian Marko_Red Bull Content Pool

Auch 2018 wurde das Erzbergrodeo Red Bull Hare Scramble seinem Ruf als härtestes Xtreme Enduro Rennen der Welt gerecht. Der Kampf gegen den eisernen Berg brachte am Sonntag selbst die Weltbesten der Szene wieder einmal an ihre Grenzen, nur 23 Fahrer erreichten im vorgegeben Zeitfenster von vier Stunden das Ziel. Der Brite Graham Jarvis raste in einer Rekordzeit von 2 Stunden und 6 Minuten nach einem extrem spannenden Rennen zum Sieg, dicht gefolgt von Jonny Walker und Manuel Lettenbichler. Der Österreicher Dieter Rudolf finishte mit einem hervorragenden elften Platz. ServusTV und Red Bull TV lieferten spektakuläre Live-Bilder direkt vom „Eisernen Berg“.

Zum 24. Mal ging mit dem Erzbergrodeo das bis weit über Europas Grenzen hinaus berühmte Motorradspektakel am Erzberg erfolgreich über die Bühne. Vier Tage lang gab es am Berg aus Eisen spektakuläre Zweiradaction zu sehen. Am Sonntag folgte dann der Höhepunkt mit dem Erzbergrodeo Red Bull Hare Scramble, welches seit heuer auch Teil der neuen World Enduro Super Series (WESS) ist. Zum Aufwärmen brachten die Dakar-Helden Matthias Walkner, Laia Sanz und der 13-malige Dakar-Gewinner Stéphane Peterhansel mit einem spektakulären Showrun das Startgelände zum Beben. Um Punkt 14.30 Uhr schwenkte Organisator Karl Katoch dann die Startflagge für die schnellsten 500 der insgesamt 1.700 Teilnehmer, welche freitags und samstags den Prolog hinter sich gebracht hatten. Trotz perfektem Wetter zeigte sich der Erzberg auch 2018 wieder von seiner härtesten Seite. Die berühmt berüchtigte Strecke stellte aufgrund extremer Steilauffahrten, riesigen Geröllfeldern und rutschigen Waldpassagen selbst die weltbesten Rider auf eine harte Probe. Die vielen kräfteraubenden und oft scheinbar unüberwindbaren Streckenabschnitte, wie die berüchtigte Machine, Badewanne, Carl’s Dinner, Dynamite und die gefürchtete Grüne Hölle, forderten die Teilnehmer aufs Höchste und brachten sehr viele von ihnen an ihre körperlichen und mentalen Grenzen.

Schon vom Start weg des berüchtigten Erzbergrodeo Red Bull Hare Scramble ging es gleich ordentlich zur Sache. Vor allem die ersten Schotteranstiege forderte einige Tribute. Viele Fahrer hatten hier schon Probleme und bereits ein vorzeitiges Aus vor Augen. Der 5-malige Erzberggewinner und heiße Titelanwärter Taddy Blazusiak (POL) meisterte diese Passage am besten und führte das hochkarätige Starterfeld vor Jonny Walker (GBR), Billy Bolt (GBR) und Manuel Lettenbichler (GER) an. Doch dann übernahm das deutsche Jungtalent Lettenbichler plötzlich die Führung und ließ sich diese auch bis nach Carl‘s Dinner nicht mehr nehmen. Bis dahin konnte er Bolt, Walker und Jarvis souverän auf Abstand halten, wobei Bolt sich direkt hinter ihn hängte. In der Grünen Hölle wurde es dann richtig spannend: Lettenbichler und Bolt hatten beide Schwierigkeiten in diesem Abschnitt und halfen sich gegenseitig. Mit vereinten Kräften schafften sie es Lettenbichlers Maschine aus dem scheinbar unmöglich schaffbaren Streckenteil rauszuschieben. Auch Lettenbichler bewies Sportsgeist und gab seine Führung auf, um Bolt aus der Grünen Hölle zu helfen. Bolt hatte weiterhin Probleme, konnte jedoch gemeinsam mit Wade Young schlussendlich die Grüne Hölle bezwingen. Währenddessen übernahm Graham Jarvis die Führung und raste souverän zum Sieg. Der Brite holte sich mit einer Wahnsinns-Zeit von 2:05:59 seinen vierten Erzbergrodeo Red Bull Hare Scramble Titel und bekam die Siegerfahne von Karl Katoch überreicht. 41 Sekunden nach ihm erreichte dann der 3-fache Red Bull Hare Scramble Sieger Jonny Walker das Ziel in der Erzbergrodeo Arena. Als Dritter folgte unter großem Jubel der vielen Zuseher der Deutsche Manuel Lettenbichler, welcher sich nach seinem unglaublichen Rennen extrem froh über seinen Podiumsplatz zeigte. Als Vierter überquerte Wade Young (RSA) die Ziellinie am Erzberg.

Der Niederösterreicher Dieter Rudolf freute sich über einen hervorragenden elften Platz, sein bisher bestes Ergebnis und darüber den Erzberg ein weiteres Mal erfolgreich besiegt zu haben. Lars Enöckl erzielte mit Platz 15, wie im Vorjahr, ein Spitzen-Resultat.

Ergebnisse (ACHTUNG: Die Ergebnisse sind noch nicht offiziell bestätigt. Änderungen nach der offiziellen Auswertung vorbehalten. Infos unter

03.06.2018