Basketball

© Sportreport

Die bulls Kapfenberg (#1) haben die Finalserie in den Playoffs 2018 erneut ausgeglichen. Der Titelverteidiger der Basketball Bundesliga gewann bei den Swans Gmunden (#3) Spiel #4 mit 79:75 und stellt damit in der „best-of-7“-Finalserie auf 2:2. Kapfenberg entschied eine ausgeglichene Begegnung mit einem 8:1-Run im Schlussviertel (72:63 / 35. Min). Center Jozo Rados (23 PTS, 9 RB) überragte im Spiel des amtierenden Meisters.

Die bulls Kapfenberg (#1) haben in der „best-of-7“-Finalserie in den Playoffs 2018 abermals den Ausgleich geschafft. Die Steirer stellten mit einem 79:75-Auswärtssieg bei den Swans Gmunden (#3) auf 2:2 und erkämpften sich damit wieder den „Heimvorteil“. Die Begegnung war von Beginn an umkämpft: Kapfenberg, das unter dem Korb viele Vorteile besaß, gelangen immer wieder kleine Runs (9:0-Lauf mit Ende des ersten Viertels auf 28:23-Führung).

Gmunden konterte mit starken Einzelaktionen. Mit Fortdauer der Begegnung, wo sich bis Ende des dritten Viertels keine Mannschaft um mehr als 6 Punkte absetzen konnte, setzte sich bei den Bulls die individuellen Leistungen von Jozo Rados (23 PTS, 10/11 FG, 10 RB) und Bogic Vujosevic (21 PTS, 5 AS) immer mehr durch. Beide Spieler waren im „eins-gegen-eins“ von Gmundens-Defensive nicht zu stoppen und brachten Kapfenberg in der 35. Minute mit 72:63 die höchste Führung. Damit war der Grundstein zum Ausgleich in der Serie gelegt – auch wenn Gmunden in den Schlussminuten erneut große Moral bewies.

Basketball Bundesliga, 4. Finale:
Swans Gmunden – bulls Kapfenberg 75:79 (23:21, 42:43, 57:64)

Scorer Swans: Blazan 14, Murati, Gaidys je 13, Friedrich 10
Scorer bulls: Rados 23, Vujosevic 21, Stegnjaic 14

Stand in der „best-of-7“-Finalserie:
bulls Kapfenberg – Swans Gmunden 2:2

Top-Performer:
Swans: Toni Blazan (14 PTS, 6/7 FG)
bulls: Jozo Rados (23 PTS, 10/11 FG, 10 RB)

Key-Facts:
– Kapfenberg dominierte das Spiel in der Zone (44:24 „points-in-the-paint“)
– Gmunden verabsäumte es die Foulprobleme von Kapfenberg besser auszunutzen (drei Kapfenberger Spieler mussten frühzeitig mit 5 Fouls vom Feld)
– Kapfenbergs Milan Stegnjaic (14 PTS, 12 RB) verbuchte sein erstes „double-double“ in dieser Saison

Stimmen zur Begegnung:
Richard Poiger, Geschäftsführer der Swans:
„Glückwunsch an Kapfenberg. Die Bulls waren heute die bessere Mannschaft. Wir haben einfach zu viele individuelle Fehler gemacht, deswegen geht der Sieg von Kapfenberg in Ordnung.“

Alex Wesby, Spieler der Swans: „Es war eine knappe Begegnung heute. Der Unterschied zu Kapfenberg heute war unser Verhalten am Rebound und im eins-gegen-eins. Es waren nur Kleinigkeiten und ich bin mir sicher, dass wir diese am Samstag besser machen werden.“

Mike Coffin, Headcoach von Kapfenberg: „Es war wie erwartet ein harter Kampf. Wir haben am Ende des Spiels die wichtigen Punkte gemacht, um zu gewinnen. Jetzt steht es 2:2 und wir haben nun ein Finale best-of-3.“

Kareem Jamar, Spieler von Kapfenberg: „Das war ein unglaublich wichtiger Auswärtssieg für uns heute. Wir wollten nicht mit 1:3 zurück nach Kapfenberg fahren und so sind wir heute aufgetreten. Jetzt haben wir wieder den Heimvorteil und wollen diesen am Samstag nutzen.“

Spielbericht des Heimvereins:
Wie im Spiel am Sonntag geht es von Beginn an ordentlich zur Sache, das merkt man auch daran, dass auf beiden Seiten nach nur vier Spielminuten je ein Spieler schon zwei Fouls auf dem Konto hat: Kareem Jamar bei den Bulls und Daniel Friedrich bei den Swans. Zum Spielverlauf: Da liegen im ersten Viertel zunächst meistens die Gäste voran – und das wie in Spiel 3 maximal mit drei Punkten (zuletzt in der 7. Minute beim 10:13). Dann schaffen die Swans die Wende und können, eine weiter Parallele zur letzten Begegnung, höchstens vier Punkte Vorsprung herausarbeiten. Den Buzzer-Beater schaffen dieses Mal aber die Bulls zum 23:21. Mit Brian Oliver haben sie aber erneut einen Spieler mit erheblichen Foulproblemen nach dem Startviertel mit schon drei Vergehen.

Der Start in Abschnitt zwei gehört den Steirern, sie schaffen einen viertelübergreifenden 9:0-Lauf bis zum 23:28 (13.). Die erste Auszeit im Spiel nehmen aber trotzdem die Bullen – und zwar nach dem 26:28 der Hausherren (14.). Durch drei erfolgreiche Treffer von Downtown kommen die Schwäne wieder auf 32:33 heran (15.), die Bulls halten aber dagegen, beim Stand von 34:37 folgt das erste Swans-Timeout (16.). Das beflügelt aber zunächst eher die Gäste, die mit 43:37 in Führung gehen (19.). Gmunden kämpft sich aber erneut heran, bei der nächsten Kapfenberger Auszeit mit 49 Sekunden auf der Uhr sind sie nur mehr einen Punkt hinten (42:43). Danach gibt es keinen zählbaren Erfolg mehr, damit führen die Bulls, wiederum wie in Spiel 3, zur Halbzeit mit dem knappsten aller Vorsprünge.

Mit einem Punkt liegen die Gäste auch im dritten Viertel meist voran, ehe ihnen in der 26. Minute vier Punkte in Folge zum 50:55 gelingen – Auszeit Swans. Danach kann Gmunden wieder auf Minus eins verkürzen (57:58, 28.), ein unsportliches Foul der Hausherren nutzen die Bulls aber zu ihrer höchsten Führung (57:64, 29.). Das ist gleichzeitig der Viertelendstand.

Das Schlussviertel beginnt mit einem 6:0-Lauf der Hausherren, und schon ist die Begegnung wieder völlig offen (63:64, 33.). Aber die Bullen schlagen postwendend zurück und erzielen ihrerseits sechs Zähler in Folge zum 63:70 (35.). Ein Timeout der Swans kann diesen Lauf auch nicht stoppen, in der selben Minute fällt noch das 63:72. Wer geglaubt hat, das wäre die Vorentscheidung in der Begegnung, hat bei diesen Play-Offs aber nicht genau zugesehen: Zwei Daniel-Friedrich-Dreier später sind die Swans wieder in Schlagweite (69:74). Und in dem Gmundner Hexenkessel, in dem man jetzt sein eigenes Wort nicht mehr versteht, kommen die Hausherren bis kurz vor dem Beginn der Schlussminute sogar wieder auf zwei Punkte heran (73:75).

Und erobern anschließend sogar den Ball – diesen Ballbesitz verschenken sie aber ihrerseits mit einem Turnover. Das zwingt sie dazu, zu foulen – und Bogi Vujosevic behält an der Freiwürflinie die Nerven, stellt auf 73:77 (29,1 Sekunden vor den Spielende) bzw. auf 75:79 (18,0). Danach bringen die Swans keinen vernünftigen Wurf mehr zustande und Kapfenberg gleicht die Finalserie auf 2:2 aus und holt sich den Heimvorteil zurück. Die gute Nachricht daran: Wir sehen von diesem hochspannenden Fight mindestens sechs Spiele, am Samstag in Kapfenberg und am Dienstag wieder in Gmunden.

Presseinfo ABL/ÖBL

06.06.2018