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Das Nationalteam der ÖSV-Kombinierer absolvierte vergangene Woche die ersten Sprünge der Vorbereitung. Von Dienstag bis heute Sonntag schlug das Team die Zelte in Planica (SLO) zum Trainingskurs auf. Dabei wurde jeden Vormittag eine ausgedehnte Sprungeinheit absolviert, nachmittags standen Krafttraining oder Rollereinheiten am Programm. Der Schwerpunkt von dem Trainingskurs lag jedoch im Sprungbereich.

Für Sprungtrainer Christoph Bieler ist es speziell zum Beginn der Vorbereitung wichtig, sich auf die Basisarbeit zu konzentrieren. „Wir wollten speziell zu Beginn auf die individuellen Fehler und Schwächen der Athleten eingehen und an diesen mit Sprüngen auf den kleinen Schanzen arbeiten. Durch erschwerte Aufgabenstellungen wie zum Beispiel Springen mit Langlaufanzug und Kurzskiern haben wir so intensiv an der Basis gearbeitet. Die letzten beiden Tage sind wir dann schon auf die größeren Schanzen gewechselt. Der Sprungstart ist sehr positiv verlaufen, alle Athleten fühlen sich gut und sind fit,“ so Bieler.

Bis auf Lukas Klapfer, der derzeit die Grundausbildung zum Zollbeamten in Wien absolviert, waren alle Athleten in Planica vertreten.

***ÖSV-Stimmen:***

***Bernhard Gruber:*** „Ich komme immer gerne nach Planica, wir haben hier so vielfältige Möglichkeiten. Alles ist in unmittelbarer Nähe und man kann das Training sehr gut variieren. Ich habe gut gearbeitet und die ersten Sprünge waren schon sehr vielversprechend. Die Motivation auf die Vorbereitung und auf die kommende Saison mit der Heim-WM ist riesig, der Kurs hier in Planica war der perfekte Startschuss.“

***David Pommer:*** „Das Hauptaugenmerk legten wir bei diesem Kurs vor allem auf die Vielseitigkeit. Wir sind von den kleinen bis zu den großen Schanzenb alles durchgesprungen und arbeiten an den Basics sowohl im Absprung als auch in der Flugphase. Ich kann es schon kaum erwarten, wenn die Sprünge dann wieder richtig weit gehen.“

***Willi Denifl:*** „Die Woche hat richtig Spaß gemacht. Wir fangen ja immer etwas später an zu springen, da war die Vorfreude echt schon riesig. Für mich war es besonders wichtig, neue Impulse zu setzen und die alten und
eingeschliffenen Sachen aufzufrischen und zu hinterfragen. Denn es ist auf der Schanze auch wie sonst oft im Leben, dass Stillstand der erste Rückschritt ist.“

***Franz-Josef Rehrl:*** „Die ersten Sprünge waren schon sehr erfolgreich. Wir haben das Setup auf null gesetzt und uns wieder voll und ganz auf die Basissprünge konzentriert. Für mich sind die ersten Sprünge immer wieder eine Überwindung, da habe ich schon immer ein wenig Bauchkribbeln. Es geht dann aber relativ schnell und die bist wieder voll drin in der Bewegung. Es ist wie Radfahren, das verlernt man nicht.“

***Philipp Orter:*** „Hier in Planica finden wir perfekte Bedingungen für unseren Sprungstart, die Schanzen sind in einem super Zustand. Das Wetter war die Woche schon richtig sommerlich, da kann es im Sprunganzug schon richtig heiß werden. Nach meiner leider krankheitsbedingten längeren Pause fühle ich mich wieder topfit, die ersten Sprünge waren schon recht sauber.“

***Mario Seidl:*** „Ich freue mich auf die ersten Sprünge der Saison jedes Mal wie ein kleines Kind. Am Anfang musste ich schon wieder das Vertrauen gewinnen, von Sprung zu Sprung wird das dann aber schnell besser. Ich bin wieder „back to the roots“ gegangen und mit Langlaufanzug und kurzen Sprungski auf der HS 40 Schanze gesprungen. Da fühlt man sich wieder wie ein Anfänger, aber es ist sehr gut, um die Flugposition wieder neu zu eichen und ein Gefühl aufzubauen.“

***Lukas Greiderer:*** „Ich bin auf der HS 80 in die Sprungvorbereitung gestartet und habe gleich gut reingefunden. Bei mir stehen derzeit verschiedene Materialtests im Vordergrund, Planica ist dafür perfekt. Generell fühle ich mich hier wohl und komme gerne her zum trainieren.“

Das ÖSV-Team reist heute Sonntag nach einem abschließenden Trainingswettkampf weiter nach Wien und wird morgen Montag eine Einheit im Windkanal absolvieren.

Medieninfo: ÖSV

10.06.2018