Basketball

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Seit exakt 25 Jahren gibt es die Möglichkeit mit einem Meistertitel und einen Cup-Sieg innerhalb der Saison ein sogenanntes „Double“ zu holen. Dieses Kunststück gelang neben den bulls Kapfenberg (2017) bereits Oberwart (2016), Güssing (2015), Gmunden (2010), Traiskirchen (2000) und St. Pölten (1998 und 1996). Noch nie konnte ein Team allerdings beide Titel back-to-back – also hintereinander – gewinnen. Mit dem Supcercup kam 2002 ein dritter möglicher Titel hinzu.

Das „Triple“ (alle drei Titel inerhalb einer Saison) gelang ebenfalls noch keinem Team. Die bulls Kapfenberg sind nur noch einen Sieg davon entfernt zwei neue Rekorde aufzustellen und damit Geschichte in der Basketball Bundesliga zu schreiben.

Die Volksbank Arena in Gmunden ist allerdings eine schwer einzunehmende Festung. 16 Siege stehen fünf Niederlagen vor heimischen Publikum gegenüber. Drei der fünf Heimniederlagen in dieser Saison mussten sie allerdings gegen Kapfenberg hinnehmen (inkl. Cup gar vier der sechs Niederlagen). Im direkten Duell der beiden Finalisten in Gmunden hat Kapfenberg gar eine Saisonbilanz von 4:1 (inkl. Cup). Drei dieser Spiele gewannen sie allerdings mit einer Differenz von maximal vier Punkten. Dass Auswärtshallen für Titelgewinne ein „guter Boden“ sind, bewiesen die beiden Meister der vergangenen beiden Jahre (bulls 2017, Gunners 2016), die den Pokal jeweils in der Ferne stemmten.

Die bulls Kapfenberg eroberten sich vergangenen Samstag erstmals die Führung in der Finalserie. Die X-Faktoren in dieser Begegnung waren die Rollenspieler Milan Stegnjaic sowie Filip Krämer. Vor allem der 37-jährige Routinier Stegnjaic übernimmt in der wichtigsten Phase der Saison viel Verantwortung. Währen sich der Kroate mit österreichischem Pass im Grunddurchgang mit 8,5 Punkten und knapp fünf Rebounds noch eher zurückhielt, sorgte er in den drei gewonnen Finalspielen für 13,7 Punkte und 9 Rebounds. Bei den vergangen beiden Spielen sorgte er sogar für Double-Doubles – seine ersten in dieser Saison. Die Rollenspieler der Swans konnten sich in der vergangenen Begegnung kaum in Szene setzen. Lediglich 29 Punkte kamen von Spielern die nicht die Rückennummer vier tragen (Anm. Enis Murati). Die Schwäne haben in der Finalserie ihre Schwierigkeiten sich offene Würfe zu erarbeiten.

Während die Oberösterreicher im Grunddurchgang noch 38% ihrer Dreier verwerteten, sind es in den Finals nur noch 29%. Auch Go-to-Guy Enis Murati muss der guten Defensivarbeit der bulls Tribut zollen und verwertet lediglich 30% seiner Dreier (im Grunddurchgang waren es noch 42%). Neben der Entlastung für Murati, gilt es für die Schwäne vor allem wieder dominant unter den Brettern aufzutreten. In den bisherigen Finalspielen gewann jeweils die Mannschaft, die mehr Rebounds pflücken konnte. Gelingt Gmunden der Heimerfolg wird das alles entscheidende siebente Spiel am Freitag in Kapfenberg ausgetragen.

Swans Gmunden (#3) – bulls Kapfenberg (#1)
Dienstag, 19.30 Uhr in der Volksbank Arena Gmunden
Stand in der „best-of-7-„Finalserie: 2:3


Stimmen zum bevorstehenden Finale #6:
Richard Poiger, Geschäftsführer der Swans:
„Die Ausgangslage bleibt gleich, wir wollen noch zweimal gewinnen, um die Sensation zu schaffen. Dazu müssen wir mehr den Korb attackieren, dann werden auch die Würfe von außen fallen.“

Bernd Wimmer, Headcoach der Swans: „Wir werden morgen alles daran setzen, dass wir am Freitag noch einmal nach Kapfenberg fahren dürfen.“

Milan Stegnjaic, Spieler der bulls:
„Durch den Sieg im fünften Finale haben wir uns einen kleinen Vorteil erarbeitet. Aber wir wissen natürlich, dass es keinen Grund gibt, uns jetzt sicher zu fühlen. Uns erwartet in Gmunden eine sehr schwere Partie, in der wir alles hineinwerfen werden.“

Tatiana Gallova, Assistant Coach der bulls
: „Es ist nicht lange bis Dienstag – wir werden die Zeit zielgerichtet nutzen. Unsere Spieler haben am Samstag defensiv eine gute Leistung gezeigt, im sechsten Spiel muss sie mindestens so gut sein. Wir wissen, was uns in Gmunden erwartet und werden vorbereitet sein.“Beim Stand von 3:2 haben die bulls Kapfenberg (#1) die Chance die „best-of-7“-Finalserie der Playoffs 2018 zu Gast bei den Swans Gmunden (#3) zu entscheiden. Erstmals liegt der Grunddurchgangsieger in dieser Serie in Führung. Mit einem weiteren Sieg kann der amtierende Meister Geschichte schreiben und als erstes Team überhaupt back-to-back das Double holen.

Presseinfo ABL/ÖBL

11.06.2018