Nordische Kombination, Bernhard Gruber, Bischofshofen, Anlaufspur

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Nach einer Bauzeit von knapp zwei Monaten wurde heute Dienstag in Bischofshofen die neue Anlaufspur eingesprungen. Den Eröffnungssprung machte dabei Bernhard Gruber. Der Bad-Hofgasteiner startet für den SC Bischofshofen und ließ es sich nicht nehmen, die neue Master-Track Anlaufspur von Peter Riedel auf Herz und Nieren zu testen. Gruber reiste von einer ausgiebigen Trainingseinheit im Windkanal in Wien am Vortag nach Bischofshofen an. Nach einem anfänglichen Herantasten waren für den nordischen Allrounder zum Schluss schon Weiten von 132 Meter drin.

Nach den ersten Sprüngen zeigt sich Bernhard Gruber von der Anlaufspur begeistert. „Es ist eine Ehre für mich, den ersten Sprung mit der neuen Anlaufspur auf meiner Heimschanze hier in Bischofshofen zu machen. Gleich beim Wegfahren habe ich gemerkt, dass die Spur richtig gut anzieht. Es ist eine super Spur, die Peter Riedel hier installiert hat. Man gleitet wie auf Schienen runter und es macht irrsinnig Spaß, zu springen, man kann mit weniger Anlauf nun höhere Geschwindigkeiten erreichen. Die Charakteristik der Schanze hat sich leicht verändert, die Spur ist ja auch um 24 cm höher geworden. Das wirkt sich auf die Flugkurve aus, die Schanze geht so gut wie noch nie zu springen. Der Unterschied zur Spur im Winter ist jetzt kaum mehr zu spüren,“ schwärmt Bernhard Gruber.

Neben Bernhard Gruber waren mit Johann Pichler (Präsident SC Bischofshofen, Vier-Schanzen-Tournee-Präsident), Peter Riedel (CEO Peter Riedel GmbH) sowie FIS-Renndirektor Walter Hofer weitere prominente Gäste bei der Eröffnung mit dabei und nahmen die neue Anlaufspur unter die Lupe. Walter Hofer schätzt ebenso den Schritt von Bischofshofen, auf die neue Spur umzustellen. „Ich bin sehr froh, dass mit Bischofshofen nun auch der letzte Tourneeort auf eine Riedel-Spur umgerüstet hat. Als Weltcupstation und gleichzeitig Finale der Tournee hat Bischofshofen für den internationalen Skiverband eine große Bedeutung. Mit der neuen Spur erhöht sich nun die Sicherheit, die Veranstaltung auch bei schwierigen Witterungsbedingungen durchführen zu können.“

***Fakten zur Anlaufspur:***

Die 13,5 Zentimeter breite, genormte Anlaufspur wurde direkt über die bestehende Spur gebaut. Damit verändert sich die Absprunghöhe am Schanzentisch um 24 Zentimeter, allerdings bleibt die Flugkurve unverändert. Im Sommer steht den Sportlern eine Hartplastikspur mit Keramiknoppen und Düsen zur Bewässerung zur Verfügung. Direkt parallel dazu verläuft die Winterspur, die für den Betrieb mit einer sieben Zentimeter hohen Schneeschicht ausgefüllt wird. Durch ein Kühlsystem friert die Schneeschicht an, ehe mit einer Fräse eine drei Zentimeter tiefe Spur ausgefräst wird. Der größte Vorteil dabei liegt in der Verringerung des Präparierungsaufwands. Bisher benötigte man 150 Kubikmeter Schnee zur Spurpräparierung. Das entspricht etwa 10 – 15 LKW-Ladungen sowie 15 Helfer, die mehrere Tage die Spur herrichteten. Jetzt reichen zwei Kubikmeter Schneematsch und zwei bis drei Helfer, die die Spur in zwei Tagen herrichten. Die Anlauflänge der Spur in Bischofshofen beträgt 127 Meter und ist damit exakt gleich lang wie der Anlauf der Skiflugschanze am Kulm, die ebenso mit einer Riedel-Spur ausgestattet ist. Rund 8 Wochen dauerten die Umbauarbeiten insgesamt.

Medieninfo: Presse Peter Riedel

12.06.2018