Österreichs U18 Handball Nationalteam gewinnt Test gegen Slowenien - ÖHB Frauen direkt für WM-Playoff qualifiziert

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Mit dem 29:25-Erfolg gelang den Schützlingen von Trainer Roland Marouschek Donnerstagnachmittag die Revanche für die gestrige 22:28-Niederlage gegen Slowenien.

In der Vorbereitung auf die Men´s 18 EHF Championship 2018 in Tulln hat das Team nun bis Montag Pause, dann findet man sich in Bärnbach zum nächsten Trainingslehrgang ein. Am 1. August bestreitet man das letzte Vorbereitungsspiel gegen Tschechien, ehe das Team am 10. August gegen Bulgarien in die Championship startet.

Slowenien zählt in sämtlichen Altersklassen zur absoluten Weltspitze. Das zeigten unsere Nachbarn durch ihr kluges, schnelles Spiel sowohl Mittwochabend als auch Donnerstagnachmittag. Im Vergleich zum gestrigen Spiel gelang es den Österreichern die Anfangsphase offen zu gestalten. Dank einer starken Deckung erspielte man sich etliche Bälle und Konterchancen, zog von 3:3 auf 6:3 davon. In der Folge konnte man den Gegner immer auf Abstand halten, führte 7:4 und 9:6 und ging mit einer 12:10-Führung in die Halbzeitpause.

Auch nach Seitenwechsel fanden die Slowenen kein Mittel gegen die Deckung der Österreicher, verloren weiter an Boden. Österreichs 2000er zogen rasch auf 16:11 davon, ließen den Gegner nie näher als bis auf drei, vier Tore herankommen. Am Ende feierte man einen hoch verdienten 29:25-Sieg und revanchierte sich gleichzeitig für die gestrige Niederlage.

Roland Marouschek, Trainer 2000er Nationalteam: „Wir haben heute um Klassen besser gespielt als gestern, hatten auch die bessere Matchvorbereitung (Anm.: Gestern kam das Nationalteam aufgrund eines Staus an der Grenze erst knapp zu Spielbeginn in die Spielhalle). Zudem war das gestrige Spiel das erste seit Monaten. Heute hat man gesehen, dass die Mannschaft schon besser aufeinander eingespielt war. Die Deckung stand von Anfang an konzentriert, dadurch waren wir auch im Angriff selbstbewusster. So einen Sieg gegen eine Weltklassemannschaft wie Slowenien feiert man nicht oft. Auch wenn wir gewonnen haben, bleiben wir am Boden, arbeiten konzentriert weiter. Im Angriff gilt es den Positionsangriff zu verbessern. Mit einer Deckungsleistung wie heute, kann man jede Mannschaft der Welt ärgern.“

Testspiele NM 2000
Slowenien vs. Österreich 25:29 (10:12)

Do., 12. Juli, 17:00 Uhr, Skofja Loka
Werfer Österreich: Lukas Hutecek (8), Marko Katic (5), Moritz Bachmann (4), Oliver Nikic (3), Elias Kofler (2), Elias Kropf (2), Tobias Auss (2), Paul Pfeifer (2), Fabio Schuh (1)

Slowenien vs. Österreich 28:22 (12:7)
Mi., 11. Juli, 18:30 Uhr, Skofja Loka
Werfer Österreich: Tobias Auss (6), Lukas Hutecek (4), Marko Katic (3), Oliver Nikic (3), Paul Pfeifer (2), Elias Derdak (1), Elias Kropf (1), Severin Lampert (1), Matthias Wegerer (1)

ÖHB Frauen-Nationalteam direkt für WM-Playoff qualifiziert
Nach der knapp verpassten Teilnahme an der EURO 2018 in Frankreich hätte Österreichs Handball Frauen Nationalteam die Vor-Quali für das Playoff zur WM 2019 kommenden Herbst spielen müssen. Aufgrund von 17 registrierten Nationen für die Vor-Quali, entschied die EHF, dass die zweitbeste drittplatzierte Nation aus der EM-Quali sich direkt für das WM-Playoff qualifiziert. In diesen Genuss kommen nun die Österreicherinnen, die am 15. Dezember in Paris bei der Auslosung zum WM-Playoff, das im Juni 2019 gespielt wird, aus Topf 2 gezogen werden.

13 Nationen aus der EM-Qualiphase 2 verpassen die EURO 2018, die von 29. November bis 16. Dezember in Frankreich ausgetragen wird. Hinzu registrierten sich vier weitere Nationen, die nicht in der EM-Qualiphase 2 spielten, für die WM 2019. Damit stand die EHF vor dem Problem ein geordnetes Spielsystem mit 17 Nationen für die Vor-Quali zum WM-Playoff zu organisieren.

Aus insgesamt drei Vorschlägen zur Durchführung dieser Vor-Quali entschied die Competitions Commission sich für jene Variante, die vorsieht, dass die zweitbeste drittplatzierte Nation aus der EM-Quali sich direkt für das WM-Playoff qualifiziert. Damit wird die Vor-Quali unter 16 Nationen in vier Vierergruppen ausgetragen.

Die Gruppensieger, sowie die beste zweitplatzierte Nation qualifizieren sich für das WM-Playoff.

Petra Blazek und ihre Teamkolleginnen fehlten in der EM-Quali Anfang Juni ein Punkt aus den Duellen gegen Rumänien und Russland, bzw. fünf Tore, um als bester Gruppendritter zur EURO 2018 nach Frankreich zu fahren. Diesen letzten Platz sicherte sich Slowenien, Österreich stand in der Endabrechnung als zweitbester Gruppendritter da.

Durch diesen Platz erspart man sich nun zumindest die Vor-Quali.

Bei der Auslosung für das WM-Playoff wird Österreich am 15. Dezember in Paris aus Topf 2 gezogen, gemeinsam mit den fünf Nationen aus der Vor-Quali und jenen Nationen die bei der EURO 2018 die Plätze 14 bis 16 belegen.

Die WM 2019 wird von 30. November bis 15. Dezember 2019 in Japan ausgetragen.

Presseinfo ÖHB

12.07.2018