Red Bull Salzburg

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Am Mittwoch stand in der Red Bull-Arena das Hinspiel in der 3. Runde der Champions League-Qualifikation Red Bull Salzburg vs. Shkendija Tetovo auf dem Programm. Die Bullen feierten in einem sportlich turbulenten Spiel einen 3:0-Heimsieg und stehen mit einem Bein in der nächsten Runde.

Wie erwartet drückte Red Bull Salzburg auf das Tempo und war von den ersten Sekunden an klar deutlich überlegen. Durch Dabbur (3., 11.) fanden die Bullen früh die ersten qualitativ hochwertigen Offensivaktionen vor. In der 15. Minute stand der Israeli erneut im Mittelpunkt. Bei einem Foul von Totre im Strafraum am Torjäger der Bullen verhängte Schiedsrichter Aghayev einen völlig berechtigten Elfmeter. Diesen verwandelte Dabbur souverän zum 1:0-Führungstreffer. In der Folge war Red Bull Salzburg weiter die deutlich spielbestimmende Mannschaft und fand durch Wolf und Schlager in der 25. Minute eine ausgezeichnete Doppelchance vor. 120 Sekunden später wären die Gäste mit dem ersten Angriff beinahe zum Ausgleichstreffer gekommen. Plötzlich tauchte Torjäger Ibrahimi alleine vor dem Tor der Mozartstädter auf. Torhüter Stankovic war jedoch aufmerksam und konnte in höchster Not klären. In dieser Situation hatten die Bullen gleich doppeltes Glück da eine Attacke von Schlager im Strafraum ungeahndet blieb. Spätestens durch diese Aktion waren die Gäste völlig im Spiel und fanden in der 36. Minute eine weitere ausgezeichnete Schusschance vor. Nach Vorarbeit von Torjäger Ibraimi zieht Junior ab. Sein Schuss ringt Red Bull Salzburg-Torhüter Stankovic eine Glanzparade ab. Nach einer längeren Leerlaufphase meldeten sich die Gastgeber mit einer Yabo-Chance in der 41. Minute ins Spiel zurück. Knapp vor der Pause trat erneut Dabbur offensiv in Erscheinung. Zunächst hatte der Israeli in der 44. Minute die dicke Chance auf den zweiten Treffer die er zunächst nach vergab. In der Nachspielzeit hatte der Israeli den nächsten spektakulären Auftritt. Eine Freistoßflanke von Junuzovic verlängert der Bullen-Torjäger den Ball zum 2:0-Pausenstand in die Maschen. Ein Resultat welches aus neutraler Sicht als „glücklich“ zu bezeichnen war. Die patriotische Brille sprach da eine „andere Sprache“.

Nach dem Seitenwechsel hatten zunächst Junuzovic (47.) bzw. Murati (53.) die ersten Einschusschancen. Danach hätte Red Bull innerhalb von drei Minuten das Spiel vorzeitig entscheiden können (53.) und Yabo (56.) ließen große Chancen auf den dritten Treffer und somit die vorzeitige Entscheidung aus. Dann kam der große Regen. Der Himmel öffnete über der Red Bull Arena seine Pforten und verwandelte das Spielfeld innerhalb weniger Minuten in einen Swimmingpool. Die Gastgeber waren die „gefühlt besseren Schwimmer“ und fanden durch Yabo (72.) und Dabbur (75.) die nächsten guten Möglichkeiten aus. Vier Minuten später gab es den nächsten Aufreger. Bejtulai foult Ulmer im Strafraum. Schiedsrichter Aghayev hatte keine andere als erneut auf Elfmeter zu entscheiden. Samassekou verwandelte den Penalty in der 81. Minuten sicher zum 3:0-Endstand. In der Schlussphase des Spiels erwies sich Ex-Nationalspieler als „Nicht-Schwimmer“. Der langjährige Deutschland-Legionär musste in der 83. Minute mit der Gelb-Roten Karte vom Spielfeld. Eine der wenigen Makel eines am Ende turbulenten und vom Resultat her perfekten Spiel.

Am Ende feiert Red Bull Salzburg einen klaren 3:0-Heimsieg gegen den mazedonischen Double-Gewinner. Die Bullen stehen somit mit einem Bein und drei Zehen in der Play-off Runde der Champions League-Qualifikation. Jedoch darf man die Schwächephase vor der Pause nicht unter den Tisch kehren. Da bettelten die Bullen um einen Gegentreffer den sich am Ende aber nicht kassierten.

Red Bull Salzburg vs. Shkendija Tetovo 3:0 (2:0)
Red Bull Arena, 10.050 Zuschauer, SR Agajew (AZE)

Tore: Dabbur (16./Elfmeter, 45. +3.), Samassekou (81./Elfmeter)

Gelb-Rote Karte: Junuzovic (83./Red Bull Salzburg)

Red Bull Salzburg: Stankovic – Lainer, Ramalho, Pongracic, Ulmer – Junuzovic, Samassekou, Wolf, X.Schlager (83./Mwepu) – Yabo (73./Minamino), Dabbur
Shkendija Tetovo: Sachow – Bejtulai, Musliu, Adili, Murati (76./Mici) – Alimi, Totre – Selmani (62./Emini), Nafiu, Stenio Jr. – Ibraimi

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08.08.2018