Volleyball

© Sportreport

Die besten Volleyball-Spielerinnen und -Spieler Österreichs sorgten 2018 international bereits für Furore, schafften es ins große Rampenlicht. Am 15. und 25. August präsentieren sich die ÖVV-Superstars Paul Buchegger, Alex Berger, Peter Wohlfahrtstätter und Srna Markovic im Rahmen der Qualifikation zur 2019 CEV Volleyball European Championship ihrem Heimpublikum: In der Stadthalle Steyr und Sporthalle Zwettl gehen zwei Doppelveranstaltungen in Szene. Mit Kroatien und Portugal empfängt man zwei Top-Teams mit einigen Stars!

Das dritte Heimdoppel in der EM-Qualifikation steigt am 5. oder 6. Jänner im Sportpark Graz Hüttenbrennergasse, der noch in diesem Herbst eröffnet wird. Die Fans der rotweißroten Volleyball-Nationalteams werden voll auf ihre Kosten kommen!

Mit viel Selbstvertrauen in EM-Qualifikation
Dass die Teilnahme an der Europameisterschaft für beide ÖVV-Teams ein realistisches Ziel ist, beweisen die Ergebnisse in der Mitte Juni zu Ende gegangenen 2018 CEV Volleyball Silver European League.

Die Damen erreichten das Finale und holten beim ersten Antreten sensationell die Silbermedaille, die Herren verpassten nur knapp das Final-Four. Die Heimspiele, die in drei Doppel-Veranstaltungen in Klagenfurt, Amstetten und Enns zur Austragung kamen, waren ein voller Erfolg und schüren die Vorfreude auf die EM-Qualifikation – bei Spielern wie Fans!

ÖVV-Teamkapitänin Srna Markovic: „Die Silbermedaille ist das Ergebnis harter Arbeit. Jede einzelne Spielerin hat sich enorm verbessert, wir konnten uns aber vor allem auch als Team extrem weiterentwickelen. Wir haben heuer schon einen guten Job gemacht. Die wichtigste Aufgabe steht aber noch bevor: Wir wollen bei der Europameisterschaft 2019 unbedingt dabei sein.“

Svetlana Ilic, ÖVV-Teamtrainerin: „Die Erfahrungen, die wir in eineinhalb Monaten Silver European League sammeln konnten, waren enorm. Die Final-4-Teilnahme hat uns auf den nächsten Level gebracht! Jetzt wollen wir mit einer erfolgreichen EM-Qualifikation den nächsten Meilenstein setzen!“

ÖVV-Herren-Teamchef Michael Warm: „Alle Spieler sind heiß auf die Qualifikation. Die EM 2019 ist keine Träumerei. Wir arbeiten schließlich seit Jahren darauf hin. Wir müssen es schaffen, aus der so positiven Entwicklung unserer Spieler auch als Nationalteam entsprechend zu profitieren. Es ist realistisch, dass wir unser Ziel erreichen.“

Erstmals 24 Teams bei Damen- und Herren-EM
Die Europameisterschaften im Herbst 2019 werden bei Damen und Herren erstmals mit 24 Teams in Szene gehen. Auch jeweils vier Länder in der Gastgeberrolle sind eine Premiere. Bei den Damen fungieren Türkei, Polen, Ungarn und Slowakei als Hosts, bei den Herren Slowenien, Belgien, Frankreich und Niederlande.

Die EM-Qualifikationsgegner der ÖVV-Damen heißen Schweiz, Albanien und Kroatien. Auch unsere Herren messen sich mit Kroatien und Albanien. Der dritte Kontrahent im Kampf um ein EM-Ticket ist Portugal. Beide Nationalteams bereiten sich seit Mitte Juli akribisch auf das Saison-Highlight vor, die Damen in Maribor, die Herren im Landessportzentrum VIVA Steinbrunn.

„Wir haben wirklich attraktive Quali-Gegner mit einigen Stars zugelost bekommen. Die kroatischen Damen stehen in der Weltrangliste auf dem 19. Platz, erreichten schon dreimal ein EM-Finale, verpassten überhaupt erst eine Europameisterschaft. Die Herren haben im Juni den Aufstieg in die Golden League geschafft“, erläutert ÖVV-Sportdirektor Gottfried Rath. Kroatiens Diagonalangreifer Leo Andric war Teamkollege von Alex Berger bei Perugia. Die beiden wurden heuer italienischer Meister und Cupsieger. Besonders hoch einzuschätzen sind die Portugiesen. Rath: „Sie haben Ende Juni den Aufstieg in die FIVB Nations League geschafft, gehören also zu den Top-16 der Welt. Miguel Rodriguez spielte in der vergangenen Saison mit unserem Kapitän Peter Wohlfahrtstätter beim französischen Cupsieger Tourcoing.“

Der Qualifikations-Modus
Quali-Modus Herren: Frankreich, Slowenien, Belgien und Niederlande (alle Gastgeber) sowie Russland, Deutschland, Serbien, Italien, Bulgarien, Tschechien, Polen und Türkei (alle über EM-Abschneiden 2017) haben die Endrunden-Teilnahme bereits in der Tasche. Die weiteren 12 Tickets werden in der Qualifikation vergeben. Gespielt wird zwischen 15. August 2018 und 9. Jänner 2019 in sieben Pools (fünf Vierer-, zwei Dreier-Gruppen). Die Gruppensieger sowie die fünf besten -zweiten nach Hin- und Rückrunde fahren zur Europameisterschaft (12. – 29.09.2019).

Quali-Modus Damen: Türkei, Polen, Ungarn und Slowakei (alle Gastgeber) sowie Serbien, Niederlande, Aserbaidschan, Italien, Russland, Weißrussland, Deutschland und Bulgarien (alle über EM-Abschneiden 2017) haben die Endrunden-Teilnahme bereits in der Tasche. Die weiteren 12 Tickets werden in der Qualifikation vergeben. Gespielt wird zwischen 15. August 2018 und 9. Jänner 2019 in sechs Pools (Vierer-Gruppen). Die Gruppensieger sowie die – zweiten nach Hin- und Rückrunde fahren zur Europameisterschaft (zw. 01.08. u. 31.10.2019; noch nicht endgültig fixiert).

Top-Erfolge machen Gusto auf Heim-Events!
Für große Schlagzeilen sorgte 2018 Paul Buchegger mit dem Triumph im CEV Challenge Cup. Der Diagonalangreifer kürte sich zum erst zweiten Volleyball- Europapokal-Sieger aus Österreich nach Robert Czedula. Und er hatte maßgeblichen Anteil am Erfolg. Denn der ÖVV-Shootingstar erzielte auf dem Weg zu Ravennas Titel sagenhafte 203 Punkte und wurde überlegen Topscorer des Bewerbs. Im Final-Rückspiel verwandelten 12.000 Piräus-Fans das Peace & Friendship Stadium in einen Hexenkessel. Ein schier unbeschreibliches Erlebnis.

„Für mich war es das erste große Finale auf der internationalen Bühne. Einfach ein Traum“, erklärt der 2,04 Meter große Diagonalangreifer und ergänzt bescheiden: „Es war einfach eine gute Saison für mich. Es hat alles gepasst, der Wechsel zu Ravenna war toll, der Trainer hat mir die Chance und das Vertrauen zu spielen gegeben. Ich bin echt happy, dass die Saison für mich so gut gelaufen ist. Da steckt natürlich viel Training dahinter, es hat aber auch mit den Mitspielern alles gepasst. Wenn man sich wohlfühlt und Spaß an der Sache hat, geht einem auch alles viel leichter von der Hand. Dann spielt man einfach von selbst. Es ist alles super aufgegangen.“

In der kommenden Saison wird Buchegger für Gi Group Monza auflaufen. „Auch Trainer Fabio Soli und Aufspieler Santiago Orduna wechseln von Ravenna zu Monza. Das sind sehr gute Startvoraussetzungen für mich“, erklärt Europas „Rookie of the Year“ und erläutert: „Monza ist in der Meisterschaft Fünfter geworden, spielt daher Europacup. Da ist es natürlich ein großes Ziel, den Challenge Cup-Titel mit einem anderen Klub sozusagen zu verteidigen!“

Berger als erster Österreicher italienischer Meister
Wenige Wochen nach Buchegger schrieb auch Alex Berger österreichische Volleyball-Geschichte! Der Oberösterreicher krönte sich als erster ÖVV-Spieler zum italienischen Volleyball-Meister, gewann mit Sir Safety Conad Perugia gegen Cucine Lube Civitanova die berühmteste Volleyball-Liga der Welt!

Perugia holte zudem den Supercup und die Coppa Italia, wurde in der CEV Champions League Dritter. „Es war einfach unbeschreiblich… Für den Verein und die Stadt war der Meistertitel einfach gewaltig! Man darf nicht vergessen, dass wir die ersten Trophäen überhaupt für den Klub geholt haben“, erläutert Berger.

ÖVV-Präsident Gernot Leitner: „Ein historischer Erfolg, der im Volleyball das ist, was Alabas, Krankls und Prohaskas internationale Titel für den heimischen Fußball bedeuten! Jetzt freuen wir uns, ihn, Europacup-Sieger Buchegger und unsere anderen Top-SpielerInnen wieder im Teamdress zu sehen!“

Markovic erste Österreicherin in Italiens Serie A1
Überzeugende Vorstellungen gab auch ÖVV-Teamkapitänin Srna Markovic in ihrer ersten Saison in Italien. Die 22-Jährige gewann sogar einen Titel. Mit Battistelli S.G. Marignano sicherte sie sich die Coppa Italia der A2. In der Meisterschaft kam man ins Finale. Markovic erzielte in 40 Ligaspielen 537 Punkte!

Dank ihrer beeindruckenden Leistungen schaffte sie den Sprung in die höchste Spielklasse. In der kommenden Saison wird Markovic als erste Österreicherin überhaupt in der Serie A1 im Einsatz sein. Sie unterschrieb bei Cuneo Granda Volley. Damit ging ein weiterer Traum in Erfüllung. „Ich kann es kaum erwarten, mich der neuen Herausforderung zu stellen und in die zweite Saison in Italien zu starten!“ Zuvor will Markovic aber mit dem Nationalteam für Furore sorgen und im August den Grundstein zur EM-Teilnahme legen.

Wohlfahrtstätter Cupsieger bei den Nations League-Champions
Peter Wohlfahrtstätter war 2018 im Land des Nations League-Champions 2017 in der Erfolgsspur. Der Tiroler gewann mit Tourcoing VB Lille Metropole sensationell das Finale des Coupe de France in Paris gegen Chaumont Volley- Ball 52. Für Tourcoing war es der erste Titel.

„Dieser Erfolg – an meinem Geburtstag – da hat einfach alles zusammengepasst“, erinnert sich der ÖVV-Teamkapitän. An eine Niederlage habe er nie gedacht. „Wir waren alle in jeder Phase des Spiels davon überzeugt, dass wir den Titel holen werden. Die Lautstärke in der Halle war ein Wahnsinn. 4000 Fans – Fanblöcke von beiden Klubs – wir haben da unten unser eigenes Wort nicht mehr verstanden.“

ÖVV-Teamchef Warm: „Spieler haben sich toll entwickelt!“ Aber nicht nur diese vier ÖVV-Aushängeschilder sorgten für positive Schlagzeile. Zahlreich waren auch die Erfolge anderer im Ausland engagierter Spielerinnen und Spieler.

ÖVV-Teamchef Michael Warm erfüllt die Entwicklung seiner Spieler mit viel Stolz: „Man darf nicht vergessen, wo wir bei der Heim-EM 2011 gestanden sind. Peter Kleinmann und ich haben damals gesagt, die Europameisterschaft kann ein Impuls und Startschuss sein. Damals wurden wir auch von manchen belächelt. Kleinmann sollte man ein Denkmal setzen, dass er den Mut hatte, die EM zu holen. Denn die Spieler haben davon enorm profitiert, sich toll entwickelt, feiern im Ausland große Erfolge – bei weitem nicht nur Berger, Buchegger und Wohlfahrtstätter, sondern auch die anderen wie Ringseis, finnischer Meister mit VaLePa und Champions League-Teilnehmer. Sie sind bei ihren Klubs Leistungsträger und viel im Einsatz. Hinzu kommen natürlich auch die Jungs, die in Österreich spielen wie Tröthann, Jurkovics und Schmiedbauer. Sie haben in dieser Saison Titel gewonnen!“

ÖVV-Sportdirektor Rath: „Volleyball boomt!“
Kein Wunder also, dass ÖVV-Sportdirektor Gottfried Rath derzeit rundum zufrieden ist: „Volleyball boomt! Man stelle sich vor, für Österreich ist es realistisch, sich in einer Weltsportart für eine EM zu qualifizieren – und das mit beiden Geschlechtern. Wir wollen unbedingt zu den Europameisterschaften.“

Die Silver European League-Heimspiele im Mai und Juni waren ein voller Erfolg. Dementsprechend groß ist im Verband die Vorfreude auf die drei Doppel-Events in Steyr, Zwettl und Graz. ÖVV- Generalsekretär Philipp Seel: „Nieder- und Oberösterreich sind ein großartiger Boden für Volleyball-Events. In Enns und Amstetten waren die Hallen voll und die Stimmung hervorragend. Daher empfehlen wir, sich frühzeitig Tickets zu sichern. Die Fans erwartet wieder eine super Mischung aus Sport und Entertainment. Wir wollen noch einmal nachlegen und im Jänner zum Abschluss der EM-Quai im brandneuen Sportpark Hüttenbrennergasse in Graz neue Maßstäbe setzen!“

Presseinfo ÖVV

08.08.2018