SCR Altach Trainer Werner Grabherr: „Man muss die Leistungen beurteilen, die Richtung stimmt“

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In der 6. Runde der Tipico Bundesliga trafen in der Cashpoint Arena die Mannschaften von Tabellenschlusslicht SCR Altach und SKN St Pölten aufeinander.

Die Gäste aus Niederösterreich gingen in der 45. Minute durch Pak Kwang-Ryong mit 1:0 in Führung. Altach kann in der 66. Minute durch Benedikt Zech ausgleichen. Am Ende reichte es für die Hausherren nicht.

In der 3. Minute der Nachspielzeit gelang den Gästen aus St Pölten noch der 2:1 Siegestreffer durch Taxiarchis Fountas. Wir haben die Stimmen zum Spiel …

SCR Altach – SKN St. Pölten, 1:2 (0:1)
Schiedsrichter: Oliver Drachta

Werner Grabherr (Trainer SCR Altach):
… nach dem Spiel: „Am Ende bitterenttäuscht. Zu Ende jeder Halbzeit gewinnen wir den entscheidenden Zweikampf nicht, wir hätten mehr verdient gehabt. Aber so stehen wir wieder mit leeren Händen da. Heute war der Moment für uns – wir hatten die Torchancen, wir belohnen uns nicht, es fehlt die letzte Qualität in der Ausführung. In der langen Länderspielpause können wir viel nachdenken und noch härter arbeiten. Fußball ist ein Ergebnissport, aber man muss die Leistungen beurteilen – die Richtung stimmt. An mir nagt es nicht, dafür bin ich vielleicht noch zu jung und unbekümmert. Wir zeigen gute Leistungen, waren in beiden Halbzeiten besser, aber Zahlen lügen nicht, wir sind Letzter und haben einiges zu tun.“

Dietmar Kühbauer (Trainer SKN St. Pölten):
… nach dem Spiel: „Es wird immer schwieriger (die Serie zu halten), in der Nachspielzeit der Elfmeter und du fährst sieben Stunden glücklich nachhause. Wir haben schon ‚Griechischer Wein‘ in der Kabine gesungen, aber griechischer Wein kann nicht so gut sein, wie ein österreichischer. Natürlich hat er es dankend angenommen, ich verstehe es auch, der eine Schiedsrichter gibt ihn, der andere nicht – so ehrlich muss man sein. In der ersten Halbzeit hatten wir alles komplett unter Kontrolle, nach der Halbzeit haben wir Topchancen auf das 2:0 und dann wäre alles erledigt gewesen. Dann haben wir uns nach hinten fallen lassen und eine oder andere Halbchance zugelassen. Wir haben jetzt 14 Punkte, das ist wunderbar und trotzdem schauen wir von Woche zu Woche. Ich habe im Fußball schon so viel erlebt, dass ich jetzt nicht durchdrehe.“

Christoph Riegler (Tormann SKN St. Pölten):
… nach dem Spiel: „Ein sehr glücklicher Sieg, aber drei Punkte sind drei Punkte und die nehmen wir gerne mit. Als Tormann will man jedes Spiel zu null speilen, wenn man eine Serie hat, will man die behalten, aber wichtiger ist der Sieg. Wir schauen, dass wir die Länderspielpause nutzen, um uns zu erholen.“

Georg Zellhofer (Sportdirektor SCR Altach):
… nach dem Spiel: „Die Heimbilanz ist desaströs. Normal sind Punkte zuhause die Basis für Ruhe, ich habe nichts davon, wenn wir bei Rapid und Sturm einen Punkt holen, entscheidend ist es hier in Altach Punkte zu holen. Die Mannschaft war dann verunsichert, die einfachsten Bälle können nicht mehr gespielt werden, die Spieler verstecken sich und dann hat sie trotzdem in Halbzeit zwei das Kommando übernommen. Aber richtige Torchancen waren Mangelware und dann kommt die Situation mit dem Elfmeter in der 95. Minute dazu, wenn du da unten drinstehst. Wir haben einen sehr guten Kader, Platz 7, 8, 9, 10 sicher möglich. Wenn es gut läuft mehr, aber davon brauchen wir momentan nicht reden. Es ist beinhart, es geht um den Klassenerhalt. Keine Schuldzuweisungen, jeder muss vor der eigenen Tür kehren, wir sitzen alle in einem Boot.“

Toni Pfeffer (Sky Experte):
… über den Erfolgslauf des SKN: „Didi (Kühbauer) ordnet diese ganzen Erfolge sehr trocken ein und so vermittelt er das seiner Mannschaft. Die Mannschaft weiß das, ist demütig und deshalb vorne dabei. St. Pölten hat einen unglaublichen Lauf, der wird richtig eingeordnet und deshalb wird keiner abheben.“

Michael Konsel (Sky Experte):
… über Altach: „Unverständlich, dass Gebauer hier reinrutscht, das wird dankend angenommen, wenn der Schiedsrichter besser steht, dann wird er den Elfmeter nicht geben. Altach hat heute zweimal ganz naiv verteidigt, ansonsten gut gespielt. Es gibt keine Zeit zum lange Jammern, annehmen und beinhart arbeiten, damit Punkte herkommen.“

Presseinfo Sky Austria

01.09.2018