WSG Wattens

© Sportreport

Nach fast 20 Jahren trifft die WSG Wattens wieder in einem Pflichtspiel auf Vorwärts Steyr. Nach dem überzeugenden Auftritt gegen Wiener Neustadt will die Mannschaft von Trainer Thomas Silberberger auch in Oberösterreich voll punkten.

Der WSG-Führungstreffer gegen Wiener Neustadt vergangenen Freitag wird sich wohl so schnell in der Fußballhistorie nicht wiederholen. Dass ein Spieler nach seinem zweiten Foul mit Gelb-Rot vom Platz muss, ist keine Seltenheit. Dass der ausführende Spieler Gelb-Rot sieht, weil der Ball noch nicht freigegeben ist, schon eher. Dass Benni Pranter die Wiederholung des Freistoßes zum 1:0 in die Maschen schlenzt, erhebt das Tor zur Rarität. Ein Grund ins Stadion zu kommen, weil man eben doch noch nicht alles gesehen hat.

Sicher ist, dass die Ausschlüsse vor allem den Wattenern in die Karten spielten, denn sie wussten die entstandenen Räume besser zu bespielen. Am Ende siegte die Silberberger-Truppe verdient mit 2:0, in der Schlussphase vergaben die Grün-Weißen noch einige Hochkaräter. Mit Ione Cabrera kehrte ein Routinier in die Innenverteidigung zurück, Felix Adjei lieferte nach vier Monaten Verletzungspause ein starkes Debüt gegen seinen Ex-Verein.

Kommenden Freitag reist die WSG zum SK Vorwärts Steyr. Die Oberösterreicher qualifizierten sich mit dem dritten Tabellenrang in der Regionalliga Mitte nach 18 Jahren für die Rückkehr in den Profifußball. Zu Saisonbeginn luchste die Mannschaft von Trainer Gerald Scheiblehner der SV Ried im Derby einen Punkt ab. Danach lief es für die Rot-Schwarzen nicht nach Wunsch, in fünf von sechs Partien verließ man als Verlierer den Platz. Einzig gegen Horn reichte es für einen 2:1-Auswärtssieg. Auf eines kann sich Vorwärts allerdings verlassen: Mit über 2700 Zusehern im Schnitt stellen die Oberösterreicher den zweitbesten Ligawert und können auf die lautstarke Unterstützung ihrer Fans zählen.

Die letzte Partie zwischen beiden Klubs fand im August 1999 statt, die WSG gewann auswärts mit 2:0. Nette Randnotiz: Der damalige Torschütze zum 2:0, Christoph Damm, arbeitet heute in der Wattener Geschäftsstelle. Keine fünf Monate später musste Steyr Konkurs anmelden, verlor die Lizenz und stieg in die 2.Klasse Ost ab.

Die WSG reist bereits morgen Richtung Oberösterreich, um sich perfekt auf die Partie einzustellen. Das Match bildet den Anfang einer hoch-intensiven englischen Woche: Am Dienstag darauf steht die schwere Cup-Partie auswärts in Hartberg an, am Freitag in einer Woche wartet das Derby gegen Wacker II.

Medieninfo WSG Wattens

20.09.2018