Volleyball

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Aufschlag zur DenizBank AG Volley League Men: Titelverteidiger SK Posojilnica Aich/Dob empfängt am Samstag in seiner JUFA-Arena Bleiburg Vizemeister Union Raiffeisen Waldviertel. Ein Kracher also schon zum Auftakt!

Nach fünf Abgängen hat sich die URW mit den Verpflichtungen von Libero Leon Binder, Außenangreifer Lars Bornemann, Mittelblocker Andrew Clayton und den beiden Diagonalangreifern Lukasz Szarek und Nathan Fullerton neu aufgestellt. Kapitän ist Rudinei Boff, der Michal Peciakowski nachfolgt. Peciakowski hat seine aktive Karriere beendet, ist aber weiterhin als Assistent-Coach tätig und Leiter des neuen Regionalen Ausbildungszentrums Nord (RAZ) in Zwettl, das Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit eines professionellen Trainings bietet und zum Ziel hat, Profisportler mit beruflicher Perspektive zu entwickeln.

„Unser Trainerteam um Headcoach Zdenek Smejkal hat wieder eine junge, coole und kampfkräftige Truppe zusammengestellt. Vor dem tollen Aich/Dober Publikum das Auftaktmatch der Bundesliga zu spielen, ist etwas Aufregendes. Vor allem ist dieses Match ein Gradmesser für die weiteren Aufeinandertreffen in MEVZA und Liga. Die Burschen sind schon heiß auf den Meisterschaftsstart und sehen sich als absolute Herausforderer des österreichischen Meisters“, so URW-Manager Werner Hahn.

Auch im Kärntner Kader ist kaum ein Stein auf dem anderen geblieben. Neu bei Aich/Dob sind die ÖVV-Teamspieler Maximilian Landfahrer, Thomas Tröthann und Nicolai Grabmüller, die Slowenen Matej Mihajlovic, Matej Kök und Jure Kasnik, Kacper Stelmach aus Polen und Markkus Keel aus Estland. „Wir wissen, dass es für uns eine ganz schwierige Saison wird, da wir rund 80 Prozent der Mannschaft gewechselt haben. Wir haben auch in der bisherigen relativ kurzen Vorbereitungszeit noch nicht die richtige Abstimmung gefunden. Waldviertel ist mindestens so stark wie wir. Nicht nur das erste Spiel, sondern sämtliche Partien gegen das Team aus Zwettl werden für uns ganz schwierig und ausgeglichen verlaufen. Wir freuen uns auf eine spannende Saison und werden alles versuchen, den Titel zu verteidigen“, berichtet Aich/Dob Sportdirektor Martin Micheu. Auch Kapitän Nejc Pusnik erklärt, dass sich die Mannschaft noch finden müsse. „Wenn es aber so weit ist, glaube ich, dass wir auf einem guten Niveau spielen und mit Sicherheit wieder Meister werden können, obwohl sich fast alle Mannschaften verstärkt haben!“

Bereits am 3. Oktober ist Aich/Dob beim UVC Holding Graz zum zweiten Mal im Ligaeinsatz. Am 6. September gastiert die URW beim VBC TLC Weiz, der VBK Wörther-See-Löwen Klagenfurt empfängt den UVC Ried/Innkreis und Aich/Dob Austrian Volley Cup-Champion VCA Amstetten NÖ.

Die Vorfreude auf den Meisterschaftsauftakt ist nicht nur bei den Spielern und Fans groß, sondern auch im Verband. „Es hat viele Änderungen bei den Teams gegeben und ich denke, die Liga wird daher noch spannender“, erklärt ÖVV-Vizepräsident Bundesligen Frederick Laure. Und ÖVV-Sportdirektor Gottfried Rath ergänzt: „Die österreichischen Vereine und Ligen sind guter Nährboden für die Entwicklung unserer heimischen Talente. Über 100 junge NationalteamspielerInnen sammeln hier Woche für Woche wichtige Erfahrungen, die sie dann auch in die Nationalteams mitnehmen. Ich freue mich sehr auf den Meisterschaftsstart.“

DenizBank AG Volley League Men
29.09., 19:00: SK Posojilnica Aich/Dob – Union Raiffeisen Waldviertel
03.10., 20:00: UVC Holding Graz – SK Posojilnica Aich/Dob
06.10., 19:00: VBC TLC Weiz – SG Union Raiffeisen Waldviertel
06.10., 18:00: VBK Wörther-See-Löwen Klagenfurt – UVC Ried/Innkreis
06.10., 19:00: SK Posojilnica Aich/Dob – VCA Amstetten NÖ

Modus: Sieben Mannschaften starten in die Saison. Im Grunddurchgang hat jede Mannschaft zwei Heim- und zwei Auswärtsspiele gegen jedes Team. Die Top-4 steigen ins Halbfinale auf.

Austrian Volley League Women-Auftakt mit Steiermark-Derby
Ab Freitag hat die Austrian Volley League Women wieder Saison. Zehn Teams kämpfen zunächst in einem Grunddurchgang um sechs Playoff-Plätze. Der Startschuss fällt mit einem Steiermark-Derby. Das junge Team des TSV Sparkasse Hartberg empfängt die SG VBV Trofaiach/WSV Eisenerz.

„Wir freuen uns auf ein feuriges Spiel. Mit guter Stimmung und der Unterstützung vom heimischen Publikum ist einiges möglich“, ist Birgit Beinsen, die seit Sommer mit Kathi Almer die Hartberger Bundesliga-Damen betreut, überzeugt. Almer wird vielleicht auch als Spielerin ins Geschehen eingreifen: „In erster Linie wollen wir natürlich mit diesem jungen Team den Klassenerhalt schaffen. Wir kennen die Situation bereits aus dem Vorjahr und konnten sie bravourös meistern. Der Weg stimmt. Wir sind im Derby zwar Aussenseiter, werden aber voll angreifen!“

Auf einen positiven Auftakt hofft man natürlich auch im Lager des Gegners. Als Saisonziel hat man bei Trofaiach/Eisenerz das Meisterplayoff ausgegeben.

Graz beginnt Mission „Titelverteidigung“ beim VCT
Die Damen des UVC Holding Graz konnten in der vergangenen Saison die Regentschaft von Serienmeister Sokol/Post sensationell beenden und sich die Meister-Krone aufsetzen. Die Murstädterinnen starten am Samstag beim jungen Team des VC Tirol. „Wir sind diesmal die Gejagten und müssen lernen, mit dieser Situation umzugehen. Es wird sicher nicht einfach, weil sich viele Teams verstärkt haben und uns derzeit ein wenig das Verletzungspech verfolgt“, erklärt Graz-Manager Frederick Laure. Kapitänin Eva Dumphart ergänzt: „Wir haben im Cup und in der Meisterschaft wieder das Finale als Ziel und in der Champions League wollen wir alles geben, um vielleicht sogar eine Überraschung zu schaffen und eine Runde weiter zu kommen.“

Beim VC Tirol ist wie in der vergangenen Saison das Erreichen des Meisterplayoffs (Top-6) das primäre Ziel, man hofft diesmal allerdings mit acht neuen Spielerinnen den Sprung ins Halbfinale zu schaffen.

Perg fordert Rekordmeister
Am Samstag ist nicht nur der amtierende, sondern auch der Rekordmeister erstmals im Einsatz. Die SG VB NÖ Sokol/Post gastiert in der Donauwell-Arena bei der SG Prinz Brunnenbau Volleys. „Sokol/Post ist ein großer Name im österreichischen Volleyball, erst im vergangenen Jahr gelang uns der erste Sieg. Am Samstag stehen einander zwei neuformierte Teams gegenüber, die nicht viel voneinander wissen“, erklärt Perg-Sportdirektor Josef Trauner.

Bei Perg fand im Sommer ein Umbruch statt. Einige Spielerinnen haben ihre Karriere beendet, die US-Amerikanerin Jordan Tucker, die Slowakin Diana Mitrengova, Libera Sophie Haselsteiner und Urgestein Lisa Kern hingegen verlängert. Von TI-Volley kam die 20-jährige Martina Walter und von Bisamberg Katharina Jusufi. Alexandra Benea rückte in den Bundesliga-Kader auf. Anna Trauner, Melanie Steiner und Martina König sollen mehr Einsatzzeit bekommen. Die finnische Aufspielerin Eveliina Koljonen verletzte sich in der Vorbereitung schwer, wird nicht mehr für die „Prinzessinnen“ spielen. Sokol/Post verstärkte sich mit drei Tschechinnen und ÖVV-Teamspielerin Alexandra Epure.

Im dritten Samstagsspiel empfängt die PSV Volleyballgemeinschaft Salzburg Vizemeister ATSC Wildcats Klagenfurt. Auch hier gibt es auf beiden Seiten einige neue Gesichter. Es wird spannend, ob die Wildkatzen um ÖVV-Teamspielerin Noemi Oiwoh an die Leistungen der vergangenen Saison anschließen können.

Linz-Steg hat aufgerüstet
Abgeschlossen wird Runde eins erst am 12. Oktober mit dem Nachtragsspiel SG Union Bisamberg/Hollabrunn gegen ASKÖ Linz/Steg. Die Niederösterreicherinnen sind nach dem Rückzug von TI-Volley neu in der Liga, die Stahlstädterinnen hingegen eine fixe Größe. Linz-Steg verstärkte sich in der Sommerpause u.a. mit den ÖVV-Teamspielerinnen Monika Chrtianska und Victoria Deisl sowie der US-Amerikanerin Samantha Cash und Kanadas Teamlibera Jessica Niles. Die 25-Jährige stößt erst nach der Weltmeisterschaft, die ab Samstag in Japan in Szene geht, zum Team. Man wird die Auswahl von Trainer Roland Schwab auf der Rechnung haben müssen.

Bei Liga-Neuling Bisamberg will man „in dieser Saison“, so Schlüsselspielerin Marion Luda, „vor allem viel lernen – volleyballerisch, aber auch was Belastung und Erholung betrifft.“ Der Klassenerhalt soll mit Eigenbauspielerinnen erreicht werden.

ÖVV-Vizepräsident Laure erwartet ausgeglichene Meisterschaft
„Ich bin schon sehr gespannt auf die ersten Spiele. Es wird heuer wieder sehr eng zugehen und ich erwarte eine sehr ausgeglichene Meisterschaft. Es ist sehr schwer zu sagen, wer hier heuer vorne dabei sein wird“, sieht ÖVV-Vizepräsident Bundesligen Frederick Laure keinen Titelfavoriten.

Austrian Volley League Women
28.09., 19:00: TSV Sparkasse Hartberg – SG VBV Trofaiach/WSV Eisenerz
29.09., 17:30: SG Prinz Brunnenbau Volleys – SG VB NÖ Sokol/Post
29.09., 18:00: VC Tirol – UVC Holding Graz
29.09., 20:00: PSV Volleyballgemeinschaft Salzburg – ATSC Wildcats Klagenfurt
12.10., 19:30: SG Union Bisamberg/Hollabrunn – ASKÖ Linz/Steg

Modus: Zehn Teams spielen einen Grunddurchgang mit Hin- und Rückrunde. Die Top-2 haben im Viertelfinale ein Freilos. Die Teams auf den Plätzen 3 bis 6 kämpfen um die restlichen Halbfinal-Tickets. Für die vier übrigen Klubs geht es in der Hoffnungsrunde um den Klassenerhalt.

WM: Brasilien zwingt Russland in die Knie, Italien geht gegen Serbien unter
Bei der FIVB Volleyball World Championship der Männer in Italien standen am Mittwoch die ersten Spiele der dritten Runde auf dem Programm. Nur noch sechs Teams sind im Medaillenrennen.

Zum Auftakt im Pool I rang Olympiasieger Brasilien Europameister und Nations League-Champion Russland 3:2 (20:25, 21:25, 25:22, 25:23, 15:12) nieder. Die Russen erzielten vor rund 9.000 Zuschauern im Pala Alpitour in Turin zwar mehr Angriffs- und Blockpunkte, hatten auch bei den Assen knapp die Nase vorn, begingen aber deutlich mehr Eigenfehler.

Danach ging Gastgeber Italien vor 11.700 Fans gegen Serbien (Pool J) mit 0:3 (15:25, 20:25, 18:25) unter. Es war auch das Duell von vier Klubkollegen von ÖVV-Topstar Alex Berger. Denn auch Massimo Colaci, Filippo Lanza (beide ITA), Aleksandar Atanasijevic und Marko Podrascanin (beide SRB) stehen wie der Oberösterreicher beim italienischen Doublesieger Sir Safety Perugia unter Vertrag.

Alle Spiele inklusive dem Finale am kommenden Sonntag gehen in Turin in Szene.

Presseinfo ÖVV/Agentur sportlive

27.09.2018