Austria Wien

© Sportreport

In der 10. Runde der tipico Bundesliga stand am Samstag das Duell SCR Altach vs. Austria Wien auf dem Programm. Die Gastgeber feiern dabei einen 2:0 (0:0)-Heimsieg und geben somit die rote Laterne vorübergehend ab. Für die Gäste aus der Bundeshauptstadt setzt sich der „Ländle-Fluch“ fort“. Die Letsch-Truppe lieferte eine über weite Strecken sehr ernüchternde Leistung ab.

Das Spiel begann in der Cashpoint-Arena wie allgemein erwartet. Austria Wien übernahm beim Tabellenschlusslicht das Kommando. Die Veilchen übernahmen deutlich das optische Kommando und konnten auch deutlich mehr Zweikämpfe für sich entscheiden. Der letzte, gefährliche Pass in die Angriffszone fand jedoch (zu) selten den richtigen Adressaten. In einer ereignislosen ersten Viertelstunde hatte lediglich Grünwald per Kopf in der zehnten Minute das erste Ausrufezeichen. Auf der Gegenseite stand SCR Altach tief und kompakt in der eigenen Hälfte. Die Vorarlberger wurden jedoch von Minute zu Minute mutiger. Fischer fand in der 19. Minute eine gute Schusschance vor. Ein Weckruf für die Austria wieder mehr zu tun? Mit Nichten! Die Veilchen tauchten offensiv mehr und mehr ab. So entwickelte sich in der Folge ein unterdurchschnittliches Bundesliga-Spiel mit ambitionierten Gastgebern und schwachen Gästen aus der Bundeshauptstadt. Logische Konsequenz: Kaum Abschlüsse in Richtung in Tor des Gegners und somit keine hochwertige Einschussgelegenheiten und keine Treffer vor der Pause.

Zur Pause reagierte Austria-Trainer Letsch und wechselte den enttäuschenden Prokop den Siegestorschützen aus dem Hartberg-Spiel Ewandro ein. Aus Sicht der Gäste gab es jedoch keine Änderung – Im Gegenteil. In der 55. Minute ging SCR Altach aus einer Standartsituation in Führung. Nach einem kurz abgespielten Eckball kommt Gebauer an den Ball. Sein Schuss wird halb geblockt aber nicht geklärt. So kommt die Kugel zu Mwila der die freie Schussbahn aus und netzt den Ball zum 1:0-Führungstreffer ein. Ein Zwischenstand der zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient war. In der 60. Minute jubelten die Gäste über den vermeintlichen Ausgleichstreffer. Nach einem Eckball köpft Schoissengeyr den Ball in die Maschen. Schiedsrichter Jäger hatte ein Foulspiel abseits des Spielgeschehens gesehen. Eine äußerst kleinliche und höchst umstrittene Entscheidung. Acht Minuten später legten die Gäste den zweiten Treffer nach und dieser war äußerst spektakulär. Aus rund 20 Metern zog Mwila ab und hob den Ball über den verdutzten Torhüter Pentz zum 2:0 in die Maschen (68.). Wer nun einen Sturmlauf der Gäste erwartete wurde bitter enttäuscht. Austria Wien enttäuschte auf allen Linien. Lediglich zwei gefährliche Schüsse von Kapitän Grünwald standen in der Schlussphase für die Gäste aus Wien zu Buche. Für die Ansprüche der Gäste aus der Bundeshauptstadt war die Leistung definitiv enttäuschend.

So feiern die Gastgeber aufgrund der höheren Effektivität einen am Ende nicht unverdienten 2:0-Heimsieg und geben damit die „rote Laterne“. Ab. Vor den Sonntagsspielen liegen die Vorarlberger nun auf Platz 10. Austria Wien bleibt auf Rang 4.

SCR Altach vs. Austria Wien 2:0 (0:0)
Cashpoint-Arena, 3.712 Zuschauer, SR Jäger

Tore: Mwila (55., 68.)

SCR Altach: Kobras – Gebauer, Piesinger, Zech, Luckeneder, Schreiner – Fischer, Müller, S. Nutz (85./Ngwat-Mahop) – Gatt (66./Meilinger), Mwila (75./Grbic)
Austria Wien: Pentz – Klein, Schoissengeyr, Igor, Cuevas – Ebner (71./Venuto), Jeggo, Matic – Grünwald, Friesenbichler (74./Monschein), Prokop (46./Ewandro)

06.10.2018