Audi-Pilot René Rast kämpft um zweiten DTM Titel - Erfolge für Audi Sport in Deutschland und Russland

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Audi Sport setzt beim Finale der DTM auf dem Hockenheimring am 13./14. Oktober alles auf eine Karte. Audi-Pilot René Rast hat noch eine Außenseiterchance auf die erfolgreiche Titelverteidigung. Ein Platz unter den besten drei der Gesamtwertung ist dem amtierenden DTM-Champion bereits sicher.

Der 31-jährige Deutsche vom Audi Sport Team Rosberg ist der Mann der Stunde in der DTM. Mit zuletzt vier Siegen in Folge hat er eine vorzeitige Titelentscheidung verhindert. Beim Finale in Hockenheim kann er die beiden Mercedes-Benz-Piloten Paul Di Resta und Gary Paffett quasi auf der Zielgeraden der Meisterschaft noch einholen. „Natürlich bin ich der Außenseiter, und es ist extrem unwahrscheinlich, dass wir den Titel noch holen“, sagt Rast. „Aber in der DTM kann einfach alles passieren, gerade in einem Finale. Wir haben unser Saisonziel bereits erreicht und können uns nicht mehr verschlechtern. Der Druck lastet eindeutig auf Paul und Gary.“

In den vergangenen neun Rennen holte Rast im Schnitt 19,5 Punkte pro Rennen und reduzierte damit den Rückstand in der Gesamtwertung auf 30 Punkte. 56 Punkte werden in Hockenheim noch vergeben: 25 für jeden Sieg, je drei für die Pole-Position. Holt Rast am Samstag die maximale Punktzahl, fällt die Titelentscheidung erst am Sonntag – unabhängig vom Resultat seiner Titelrivalen. Sollten Di Resta und Paffett ohne Punkte bleiben, muss Rast am Samstag mindestens zwei Punkte einfahren.

Ein Blick in die Geschichtsbücher der DTM gibt Rast Rückenwind. Seit 2014 hat Audi auf dem Hockenheimring an den Finalwochenenden fünf von sechs möglichen Siegen erzielt. Bereits sechsmal sicherte sich ein Audi-Fahrer im letzten Saisonrennen in Hockenheim den DTM-Titel –im vergangenen Jahr schaffte das René Rast. Eine erfolgreiche Titelverteidigung gelang in der DTM zuletzt vor zehn Jahren dem damaligen Audi-Piloten Timo Scheider.

„Nach dem für uns schwierigen Saisonauftakt haben wir nicht damit gerechnet, am Ende doch noch um die Meisterschaft zu kämpfen“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Dass wir noch im Rennen sind, verdanken wir René und vor allem auch unserer Mannschaft, die in dieser Saison nie aufgegeben hat. Wir haben den Audi RS 5 DTM im Rahmen der begrenzten Möglichkeiten des Reglements permanent verbessert. Für das Finale kann unsere Devise nur lauten: all-in! Wenn Renés Serie anhält, ist in der Tat alles möglich. Viele vergessen, dass er schon beim Saisonauftakt in Hockenheim in der ersten Startreihe stand. Und damals waren wir nach den Regeländerungen noch nicht optimal aufgestellt.“

In Hockenheim kämpfen Piloten von Audi und Mercedes-Benz zum vorerst letzten Mal um den DTM-Titel. Das Duell der beiden Premiumhersteller hat die Tourenwagen-Rennserie 22 Jahre lang geprägt – besonders in den Jahren 2006 bis 2011, als kein dritter Hersteller am Start war. Vier Fahrertitel gingen in dieser Zeit nach Ingolstadt, zwei nach Stuttgart.

Beim Abschied von Mercedes-Benz aus der DTM starten alle sechs Audi RS 5 DTM mit dem Schriftzug „SEE YOU!“, wobei das „O“ aus einem Stern besteht. „Mercedes-Benz war immer ein extrem starker Gegner, der alle Register zog“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Es ist schade, dass der Mercedes-Stern nun in der DTM verlischt, denn die Rennserie hat unserer Meinung nach eine große Historie und sehr viel Potenzial für die Zukunft. Wir können es kaum erwarten, ab 2019 mit den modernen, noch leistungsstärkeren Turbomotoren an den Start zu gehen.“

Die beiden Finalrennen der DTM 2018 starten am Samstag und am Sonntag um 13.30 Uhr. SAT.1 überträgt an beiden Tagen jeweils ab 13 Uhr live aus Hockenheim. Tickets für das Finalwochenende gibt es online unter www.audi.com/dtm. Schüler haben freien Eintritt. Am Samstagabend findet zudem ab 19 Uhr ein Konzert der Disco Boys auf der Show-Bühne im Fahrerlager statt. Viele DTM-Fans freuen sich auch auf das Rennen der Tourenwagen Classics und das erste Rennen des GT4 Sprint Cup Europe im Rahmen der DTM.

Titelerfolge für Audi Sport in Deutschland und Russland
Mit Kevin Arnold gewann im dritten Jahr in Folge ein Audi-Privatfahrer die DMV GTC Dunlop 60 in einem R8 LMS, während sich Dmitry Bragin zum zweiten Mal in Folge den Titel in der TCR Russia im Audi RS 3 LMS sicherte.

Audi R8 LMS GT3
Langstreckentitel im deutschen Clubsport: Nachwuchspilot Kevin Arnold entschied die deutsche Breitensport-Rennserie DMV GTC Dunlop 60 in einem Audi R8 LMS für sich. Beim Finale in Hockenheim krönte der Baden-Württemberger sein Heimspiel mit einem Sieg. Zusammen mit Audi Sport-Pilot Markus Winkelhock gewann der 18 Jahre alte Aufsteiger aus dem Audi Sport TT Cup das einstündige Rennen. Ihre Teamkollegen Carrie Schreiner/Fabian Plentz steuerten einen weiteren Audi R8 LMS des Teams HCB-Rutronik Racing auf den zweiten Platz. Für das Audi-Kundensportteam aus Remchingen war es nach 2016 und 2017 (jeweils mit Fabian Plentz/Tommy Tulpe) bereits der dritte Titel in Folge in der Dunlop-60-Wertung. Die DMV GTC umfasst darüber hinaus Sprintrennen. Im ersten Rennen gelang den Kunden von Audi Sport ein Vierfachsieg mit dem R8 LMS: Carrie Schreiner von HCB-Rutronik Racing, die zusammen mit Fabian Plentz bereits als Titelgewinnerin der Klasse 1 für GT3-Rennwagen feststand, gewann vor Twin-Busch-Pilot Dennis Busch, Simon Reicher von Yaco Racing und Tommy Tulpe aus dem Team HCB-Rutronik Racing. Im zweiten Sprint siegte Carrie Schreiner erneut.

Sieg in Monza: Audi-Pilot Bar Baruch wahrte beim vorletzten Saisonlauf in Monza seine Titelchancen in der Italienischen GT-Meisterschaft. Zusammen mit Mattia Drudi gewann er nach einer starken Aufholjagd vom siebten Startplatz im Audi R8 LMS von Audi Sport Italia das verregnete erste Rennen. Im zweiten Durchgang fuhr das Duo auf den fünften Rang. Vor dem Saisonfinale Ende Oktober liegt Baruch als Tabellendritter nur elf Punkte hinter der Tabellenspitze. 40 Zähler werden in Vallelunga noch vergeben.

Doppelsieg in China: Das Langstreckenrennen SIC888 Endurance Race in China endete mit einem Doppelsieg des Audi R8 LMS. Das Team Absolute Racing setzte die beiden GT3-Sportwagen in Shanghai ein. Nach 163 Rennrunden und insgesamt 888 Kilometern Distanz gewannen Martin Rump/Yuan Bo/Bao Jinlong mit 93 Sekunden Vorsprung vor ihren Teamkollegen Adderly Fong/Cheng Congfu/Sun Jingzu.

Gelungenes Debüt: Die neue Evolutionsstufe des Audi R8 LMS fuhr vier Tage nach ihrer Weltpremiere in Paris ein erstes zählbares Ergebnis auf dem Nürburgring ein. Das Team Car Collection Motorsport startete mit der noch nicht homologierten neuesten Baustufe des GT3-Sportwagens von Audi Sport customer racing beim achten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring in der Klasse SPX. Audi Sport-Pilot Christopher Haase und Audi-Werksfahrer Jamie Green aus der DTM erreichten nach vier Rennstunden Platz zwei ihrer Klasse und Gesamtrang fünf als bestes Audi-Team im Feld.

Audi Sport R8 LMS Cup
Viel Abwechslung in Shanghai: Der Audi Sport R8 LMS Cup begeisterte die Zuschauer in Shanghai bei seiner vierten Veranstaltung mit spannenden Rennen. Im ersten Sprint gelang Bhurit Bhirombhakdi der vierte Saisonsieg. Hinter dem Thailänder kam Alex Au aus Hongkong nach einer starken Jagd mit lediglich einer halben Sekunde Abstand ins Ziel, gefolgt von Andrew Haryanto aus Indonesien. Im zweiten Durchgang gewann der Chinese Sun Jingzu mit drei Zehntelsekunden Vorsprung vor Yasser Shahin aus Australien sowie Alex Au auf Platz drei. In der Tabelle führt Bhirombhakdi mit 137 Punkten vor Haryanto mit 126 und Shahin mit 103. Zudem vergibt der Audi Sport R8 LMS Cup Startplätze für ein Cockpit in einem Audi R8 LMS bei den 24 Stunden von Spa 2019. Yasser Shahin sicherte sich mit seinen Leistungen in China einen dieser begehrten Plätze. In der GT4-Klasse steht nach zwei zweiten Plätzen mit Anderson Tanoto der Meister bereits vor dem Finale in Sepang fest. Die beiden GT4-Rennsiege holte Zexuan Liu.

Audi R8 LMS GT4
Klassensieg in China: Ex-Formel-1-Pilot Ryo Haryanto, Andrew Haryanto und Anderson Tanoto holten im Audi R8 LMS GT4 von Absolute Racing den Klassensieg bei der Premiere des SIC888 Endurance Race in Shanghai.

Drei Podiumsplätze beim Finale: Jürgen Marschlich kehrt mit drei Pokalen vom Finale der DMV GTC zurück. Der Audi-Privatpilot gewann im R8 LMS GT4 seine Klasse im Dunlop-60-Rennen. In den Sprints erreichte er mit dem Team Car Collection Motorsport einen dritten und einen zweiten Platz.

Audi RS 3 LMS (TCR)
Zweiter Titel mit Audi: Dmitry Bragin gewann zum zweiten Mal in Folge die TCR Russia mit Audi. Wie im Vorjahr steuerte er auch in diesem Jahr einen RS 3 LMS des Teams Taif Motorsport. Im Abschlussrennen in Fort Grozny belegte Bragin den zweiten Platz hinter Aleksej Dudukalo, der einen Audi RS 3 LMS des Lukoil Racing Teams fuhr. Damit sicherte sich Dudukalo den zweiten Tabellenplatz hinter Bragin. Beim anschließenden, nicht zur Meisterschaft zählenden Langstreckenrennen, dem Akhmat Race, holten Dudukalo und Teamkollege Andrej Maslennikov den dritten Rang in der Tourenwagen-Kategorie.

Klassentitel im Clubsport: Kevin Arnold war im Audi RS 3 LMS in der Breitensport-Rennserie DMV GTC in der Saison 2018 eine Klasse für sich. Der Nachwuchsfahrer erreichte beim Finale in Hockenheim die Plätze zwei und eins in den beiden Sprintrennen. Damit gewann er in diesem Jahr die Endwertung der Klasse 6.

Doppelsieg beim Langstreckenrennen: Beim zweiten Lauf der China Endurance Championship gelang dem Team NewFaster Racing ein Doppelsieg in seiner Klasse mit dem Audi RS 3 LMS. Andy Yan/Terry Wong kamen auf dem Stadtkurs von Wuhan nach zwei Rennstunden mit einer Runde Vorsprung vor Wang Hao/Larry Lin ins Ziel.

Zwei zweite Plätze in Shanghai: Filipe Souza fuhr beim vierten Lauf der TCR China in Shanghai zwei Pokale ein. Der Rennfahrer aus Macau erreichte im Audi RS 3 LMS im ersten Rennen den zweiten Platz in Solofahrt, im dritten Rennen teilte er sich auf dem Weg zu einem weiteren zweiten Platz das Cockpit mit Ryan Wong, der im zweiten Durchgang ebenfalls als Zweiter ins Ziel kam.

Versöhnliches Saisonfinale in Italien: Die TCR Italy endete mit einem Podiumsplatz von Enrico Bettera. Der Italiener steuerte den Audi RS 3 LMS des Teams Pit Lane Competizioni beim Finale in Monza auf Rang drei im ersten Rennen. Bereits vorzeitig stand ein anderer Audi-Pilot als Sieger einer Klassenwertung fest: Giovanni Altoè gewann mit seinem Audi RS 3 LMS vor 19 weiteren Fahrern die DSG-Wertung für Piloten eines Rennwagens mit Doppelkupplungsgetriebe.

Termine der nächsten Woche
10.–13.10. Road Atlanta (USA), 11. Lauf IMSA WeatherTech SportsCar Championship
10.–13.10. Road Atlanta (USA), 10. Lauf IMSA Continental Tire SportsCar Challenge
12.–14.10. Hockenheim (D), GT4 Sprint Cup Europe
12.–14.10. Le Castellet (F), 11. und 12. Lauf GT4 France
12.–13.10. Nürburgring (D), 11. und 12. Lauf Spezial Tourenwagen Trophy
12.–14.10. Spa (B), 7. Lauf 24H GT Series
12.–14.10. Spa (B), 6. Lauf 24H TCE Series
13.10. Timaru (NZ), 3. Lauf South Island Endurance Championship
13.–14.10. Hampton Downs (AUS), 6. Lauf Australian GT Championship
13.–14.10. Hampton Downs (AUS), 3. Lauf Australian Endurance Championship
13.–14.10. Zhejiang (CN), 11. und 12. Lauf Blancpain GT Series Asia
13.–14.10. Autopolis (J), 7. Lauf Super GT

Presseinfo Audi Motorsport

08.10.2018