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© Sportreport

Red Bull KTM-Werksfahrer Toby Price krönte sich mit dem Sieg beim letzten Rennen der Saison – der Rally du Maroc – zum FIM-Cross-Country-Rallies-Weltmeister 2018. Sein Sieg in Marokko brachte dem früheren Dakar-Sieger die Führung in der Weltmeisterschaft ein. Es ist der erste Weltmeistertitel für den Australier.

Mit Erfolgen auf zwei der fünf Etappen sowie beim kurzen Eröffnungsprolog sicherte sich Toby Price beim Saisonfinale den Gesamtsieg vor seinem Teamkollegen Matthias Walkner mit einem komfortablen Vorsprung von mehr als sieben Minuten. Pablo Quintanilla, der größte Titelkonkurrent, beendete die Rally du Maroc auf Gesamtrang 4. Mit diesem Ergebnis gelang es Price, den chilenischen Fahrer in der Weltmeisterschaft zu überholen und den Titel mit einem Vorsprung von 6 Punkten zu gewinnen.

Price Weg zur FIM-Cross-Country-Rallies-Weltmeisterschaft 2018 war alles andere als einfach. Ein Sturz bei der Rallye Dakar 2017 und ein gebrochener Oberschenkel zwangen ihn zu einer frühzeitigen Aufgabe. Das darauffolgende Jahr verbrachte Price größtenteils damit, sich von seiner Verletzung zu erholen. Bei der Rallye Dakar im Januar 2018 kehrte er ins Renngeschehen zurück und beeindruckte mit unglaublichem Speed an Bord seines KTM 450 RALLY-Werksbikes. Am Ende wurde er mit konstanten Leistungen und zwei Etappensiegen Gesamtdritter.

Die konstant guten Leistungen setzten sich über die Saison 2018 fort und zahlten sich für Price am Ende aus. Mehrere Etappensiege, Podiumsplatzierungen bei der Atacama Rally und Desafio Ruta 40 sowie der Erfolg in Marokko machten den 31-Jährigen zum wohlverdienten FIM-Cross-Country-Rallies-Weltmeister 2018.

Sein österreichischer Teamkollege Walkner, Sieger der Dakar 2018, beendete die Weltmeisterschaft auf Platz 3.

Toby Price: „Was für eine großartige Saison – ich kann es nicht glauben. Es war eine harte Saison und ich habe nicht erwartet, am Ende ganz oben zu stehen. Zu Beginn des Jahres hatte ich ein bisschen Pech in Abu Dhabi, aber seitdem lief es bei jeder Rally sehr gut und ich konnte bei jedem Rennen auf dem Podium stehen. Die Weltmeisterschaft mit einem Sieg in Marokko zu gewinnen, macht den Moment noch ein bisschen spezieller. Um ehrlich zu sein, war ich heute auf der finalen Etappe etwas nervös; es gibt keine Sicherheiten oder Garantien im Rally-Sport, insbesondere, wenn du als Erster auf die Etappe startest. Das ist meine erste Weltmeisterschaft und ich bin sehr, sehr glücklich. Zu verdanken habe ich diesen Erfolg meinem Team und allen bei Red Bull KTM; sie stehen hinter mir und ohne sie wäre ich jetzt nicht hier – das beste Gefühl überhaupt.“

Jordi Viladoms (KTM Rally Sport Manager): „Der Gewinn der Rally-Weltmeisterschaft ist ein großartiges Ergebnis für Toby und KTM. Das letzte Jahr war aufgrund seiner Beinverletzung sehr schwierig für ihn. Er war noch nicht vollständig genesen, als er Anfang des Jahres zur Dakar kam, aber er hat großartige Leistungen gezeigt und das Rennen auf Platz 3 beendet. Ein wirklich toller Erfolg, wenn man bedenkt, was er durchgemacht hat. Im Laufe der Saison 2018 hat er an Speed zugelegt, Selbstvertrauen gewonnen und die harte Arbeit hat sich ausgezahlt – er hat das Rennen dominiert und hier in Marokko verdient die Weltmeisterschaft gewonnen. Wir freuen uns sehr für ihn; er hat diesen Titel mehr als verdient. Wir haben noch etwas Zeit, um uns weiter zu verbessern und hoffen, bei der Dakar noch stärker auftreten zu können.“

Pit Beirer (KTM Motorsports Director): „Ich möchte Toby zum Gewinn der FIM-Cross-Country-Rallies-Weltmeisterschaft gratulieren. Es war ein langer und schwieriger Weg für ihn, auf dem er die Höhen und Tiefen des Rally-Sports erlebt hat. Sich nach der Verletzung mit einem Podium bei der Dakar zurückzumelden und das Ende der Saison mit dem Weltmeistertitel zu krönen, ist etwas, auf das er und wir sehr stolz sind. Alle unsere Fahrer haben während der Saison vielversprechende Leistungen gezeigt und wir sind zuversichtlich, dass uns das in eine gute Position bringt, unseren bisher 17 Dakar-Siegen in Serie einen weiteren hinzufügen zu können, auch wenn wir wissen, dass das nicht einfach wird. Mein Glückwunsch geht an alle im Red Bull KTM Rally Factory Racing Team. Der Weltmeistertitel ist ein großartiger Erfolg und ist insbesondere in Hinblick auf die finalen Vorbereitungen für eines der härtesten Rennen der Welt sehr positiv.“

KTM DOMINIERT BEIM 72. MOTOCROSS DER NATIONEN
Am vergangenen Wochenende gewannen Red Bull KTM-Werksfahrer alle Klassen beim 72. Motocross der Nationen im amerikanischen RedBud und beenden mit diesem Erfolg eine sensationelle Motocross-Saison für KTM. Glenn Coldenhoff, Jeffrey Herlings und Jorge Prado feierten Gesamtsiege in ihrer jeweiligen Klasse. Coldenhoff und Herlings standen mit dem Team der Niederlande als Dritte auf dem Podium und lagen damit nur einen Platz hinter Team Italien, das mit Tony Cairoli Platz 2 einfuhr.

Es ist das größte und stimmungsvollste Motocross-Event des Jahres, in dem Fahrer ihre Nationen in Teams repräsentieren und gegen Athleten aus aller Welt antreten. Trotz nasser Bedingungen kamen 81.700 Zuschauer an die anspruchsvolle und sandige Strecke in RedBud und feierten die Rückkehr des Motocross der Nationen in die USA.

Jeffrey Herlings, MXGP-Weltmeister 2018, startete für das Team der Niederlande und entschied mit seiner KTM 450 SX-F das erste Rennen (MXGP + MX2) für sich. Jorge Prado aus Spanien, MX2-Weltmeister 2018, führte den Lauf zu Beginn an und belegte am Ende mit seiner KTM 250 SX-F als bestplatzierter MX2-Fahrer Rang 3. Tony Cairoli, der am Tag zuvor die Qualifikation für sich entscheiden konnte, erzielte nach einem Sturz in der ersten Kurve Platz 6 im Rennen und Platz 5 in der MXGP-Wertung.

Im zweiten 30 Minuten und zwei Runden umfassenden Rennen standen die Open- und MX2-Klasse gemeinsam am Startgatter. Nachdem er tags zuvor bereits die Qualifikation gewonnen hatte, zeigte ein herausragend fahrender Glenn Coldenhoff perfekte Starts und sicherte sich den Laufsieg mit 16 Sekunden Vorsprung. Prado erzielte in den kombinierten Ergebnissen erneut Platz 3 gegen die stärkeren 450ccm-Bikes, war der zweitbeste MX2-Fahrer und trug maßgeblich dazu bei, dass Spanien Platz 8 in der Nationenwertung belegte.

Im letzten Rennen (MXGP + Open) gelang Coldenhoff ein Start-Ziel-Sieg und krönte so ein außerordentliches Wochenende, an dem er seine besten Leistungen der Saison zeigte. Herlings belegte mit knapp vier Sekunden Rückstand auf seinen Teamkollegen Platz 2. Die starken Leistungen trugen entscheidend dazu bei, dass das Team der Niederlande das Wochenende als Drittplatzierte auf dem Podium beendete. Cairolis vierter Platz im dritten Rennen sicherte ihm Platz 3 in der MXGP-Klasse und Team Italien Rang 2 in der Nationenwertung, knapp hinter dem Team aus Frankreich, das zum fünften Mal in Folge die Nationenwertung gewann. KTM-Fahrer gewannen alle drei Läufe und feierten Siege in allen drei Klassen: Herlings siegte in der MXGP, Coldenhoff gewann die Open-Klasse, während Prado in der MX2 erfolgreich war.

Mit dem letzten MXGP-Rennen in Imola und dem Motocross der Nationen innerhalb einer Woche endet für Red Bull KTM eine lange Saison. 2018 war ein unglaubliches Jahr mit dem Weltmeister- als auch dem Vizeweltmeistertitel in der MXGP und MX2 an Bord der KTM 450 SX-F und KTM 250 SX-F. Der Erfolg in RedBud rundete ein denkwürdiges Jahr ab.

Herlings: „Glenn und ich haben tolle Leistungen gezeigt. Ich habe meinen ersten Lauf gewonnen und er hat sogar ein 1-1-Ergebnis eingefahren: Wir hätten es verdient zu gewinnen und es war schade, dass unser MX2-Fahrer nicht ganz die Ergebnisse erzielen konnte, die wir erhofft hatten. Wir waren nah dran, aber Team Frankreich war heute am besten und das müssen wir respektieren. Ich möchte Red Bull KTM Factory Racing für diese Saison danken; sie haben einen unglaublichen Job gemacht. Außerdem möchte ich der niederländischen Föderation danken, die immer hinter uns stand. Wir konnten hier ein paar tolle Tage verbringen – ein wirklich großartiges Wochenende, dennoch bin ich froh, dass die Saison nun beendet ist. Nächstes Jahr wird das Motocross der Nationen in Assen ausgetragen, wir haben also Heimvorteil und wenn wir ähnliche Ergebnisse wie in diesem Jahr einfahren können, haben wir Chancen auf den Sieg. Es war ein wirklich guter Tag.“

Coldenhoff: „Es ist ein großartiges Gefühl und ein 1-1-Ergebnis beim Motocross der Nationen ist irgendwie verrückt. Mir fehlen die Worte. Das ist eine wirklich tolle und schöne Strecke und die Bedingungen waren gut. Schade für Calvin (Vlaanderen – Team Niederlande, MX2); er hätte im ersten Lauf locker in die Top 15 fahren können, aber dann hatte er ein paar Probleme und konnte den zweiten Lauf gar nicht antreten. Es war dennoch ein großartiger Tag und ein tolles Gefühl auf dem Podium zu stehen. Glückwunsch an die anderen Teams. Wir waren heute die stärksten und es hat Spaß gemacht, hier zu fahren.“

Cairoli: „Wir sind froh, auf dem Podium zu stehen. Es ist ein großartiges Gefühl, denn letzte Woche [nach dem Sturz in Imola] haben wir nicht erwartet hier zu sein. Wir haben starke Rennen gezeigt und an beiden Tagen habe ich mich auf der Strecke in RedBud sehr wohl gefühlt. Wir hätten gewinnen können, die Voraussetzungen waren da, aber ich und Alessandro haben den Sieg mit unseren Stürzen im ersten Lauf verschenkt. Es ist schade, wenn du nur mit ein paar Punkten Rückstand verlierst, aber das ist das Motocross der Nationen – das beste Rennen des Jahres – und wir sind glücklich, dennoch das Podium erreicht zu haben. Es ist das tolle Ende einer großartigen Saison. Glückwunsch an Frankreich für ein wirklich starkes Rennen und an die Niederlande, die leider etwas Pech hatten. Dieses Ergebnis ist gut für das europäische Motocross und wir sind stolz auf unsere Serie. Danke an alle Beteiligten und an Youthstream für die Organisation eines wiedermal großartigen Events.“

Prado: „Es war ein großartiges Wochenende und ein tolles Gefühl, als neuer MX2-Weltmeister anzureisen. Obwohl die Strecke schwierig war, hat es Spaß gemacht, hier zu fahren und ich hatte zwei gute Starts – ziemlich cool auf einem MX2-Bike. Ich konnte das erste Rennen 20 Minuten anführen … ich bin wirklich zufrieden. Es ist da zweite Jahr, in dem ich den Ricky Carmichael Award gewinnen kann und ich möchte mich bei meinem Team und bei Team Spanien bedanken. Wir haben gute Leistungen gezeigt und waren nah an der Spitze.“

10.10.2018