Eishockey, Meisterschaft

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Am Freitag bekommt das österreichische Eishockey eine neue Meisterschaft dazu. Mit der Partie EC Salzburg Oilers gegen ECU Amstettner Wölfe nimmt die Österreichische Amateur Hockey Liga Fahrt auf. Am Samstag wird der Premierenspieltag mit dem Duell Kapfenberger SV gegen WEV Lions abgeschlossen.

EC Salzburg Oilers gegen ECU Amstettner Wölfe ist am 12. Oktober die erste Partie der Saison 2018/19 in der neuen bundesweiten dritten Liga. Tags darauf steigt der Kapfenberger SV mit einem Heimspiel gegen die WEV Lions in den Meisterschaftsbetrieb ein. Aufgrund der fünf teilnehmenden Vereine ist am ersten Wochenende der EHC LIWEST Linz Zuschauer, der aber am 19. Oktober auswärts in Amstetten seine Premiere geben wird.

Die Oilers freuen sich bereits auf den Auftakt in die neue, noch unbekannte Meisterschaft. „Jetzt geht es los. Mit Amstetten kommt der Dominator der ober- und niederösterreichischen Landesliga der letzten Jahre zu uns. Vor allem das Wiedersehen mit Matthias Schwab und Lukas Friedl freut uns sehr“, erklärt Obmann Andreas Ban vor dem ersten Heimspiel.

Die Salzburger haben zwei Vorbereitungsspiele gegen den EC Berchtesgaden absolviert und beide hauchdünn gewonnen (6:5 und 5:4). Mit einem jungen Kader und einem neuen Trainer (Manfred Mühllechner) wollen die Oilers auch bundesweit für Furore sorgen. „Aufgrund der Testspielsiege sind wir für Freitag sehr zuversichtlich. Die Jungs trainieren gut und wir werden in Bestbesetzung antreten. Einem guten Spiel steht also nichts im Weg“, so Mühllechner.

Auch Gegenüber Amstetten hat sich intensiv auf die neue Saison vorbereitet und bereits im Juli mit einem Krafttraining begonnen, um für das Unbekannte gerüstet zu sein. „Für uns ist die Teilnahme ein Experiment, dennoch traue ich uns starke Leistungen zu“, freut sich Spielertrainer Matthias Schwab auf das Wiedersehen mit Salzburg.

Glaubt man den Einschätzungen der teilnehmenden Vereine, treffen die favorisierten Titelkandidaten in Runde eins am Samstag in der Steiermark aufeinander. „Generell sind die Gegner schwer einzuschätzen, doch wir rechnen damit, dass der WEV unser härtester Konkurrent sein wird. Deshalb wollen wir gleich zum Auftakt ein Zeichen setzen“, versucht Kapfenbergs Spielertrainer Kris Reinthaler eine erste Prognose.

Kapfenberg, das im August mit dem Eistraining begonnen hat, absolvierte zwei Vorbereitungsspiele gegen steirische Klubs. Ein 6:1 gegen Zeltweg und ein 7:3 gegen Frohnleiten wärmte die „Kängurus“ für den Auftakt gegen den WEV auf. „Wir werden erst nach dem Match wissen, wo wir wirklich stehen, aber wir erwarten uns schon einen Sieg und setzten uns das Finale als klares Ziel“, so Reinthaler, der bis auf Langzeitausfall Florian Hoppl auf den gesamten Kader zurückgreifen kann.

Die Lions aus Wien kommen ebenfalls mit einem Erfolgserlebnis zum ersten Meisterschaftsspiel. Gegen den EHC LIWEST Linz errangen die Wiener im letzten Test einen 5:3-Sieg. Außerdem konnte der WEV mit Alban Schuller auch einen Transfercoup landen. Der Stürmer wechselt vom ATSE Graz nach Wien, wegen Trainingsrückstandes ist sein Einsatz am Samstag aber noch fraglich.

„Wir erwarten einen starken Gegner, wollen aber trotzdem etwas nach Wien mitnehmen. Wir haben uns gut auf die neue Saison vorbereitet und uns vor allem mit jungen Spielern verstärkt. Im Verein herrscht eine tolle Stimmung und große Vorfreude. Bedenkt man, dass der WEV Lions erst 2014 gegründet wurde, haben wir in kurzer Zeit viel erreicht. Wir sind neben den Vienna Capitals der einzige Vertreter der Stadt Wien, der die Möglichkeit hat, an einer überregionalen Liga teilzunehmen.

Darauf sind wir besonders stolz und das macht uns zur Nummer zwei im Wiener Eishockey“, erklärt Manager Michael Vorlaufer.

WEV-Trainer Robert Lembacher, wie Kapfenbergs Reinthaler ein ehemaliger Spieler der österreichischen Nationalmannschaft, sieht die „Kängurus“ als Favoriten vor dem Meisterschaftsstart: „Unser erstes Saisonspiel gleich gegen den großen Titelfavoriten. Wir haben eine gute Vorbereitung absolviert und fühlen uns bereit für diese Aufgabe. Wir hoffen, das Spiel so lange wie möglich offen zu halten. Vielleicht können wir überraschen und Zählbares mitnehmen.“

Modus Der Grunddurchgang mit einer doppelten Hin- und Rückrunde sowie insgesamt 20 Spieltagen läuft bis 2. März 2019. Eine zweiwöchige Spielpause wird zwischen Weihnachten und Neujahr eingelegt. Das Play-off der besten vier Mannschaften im „Best-of-Three“-Modus beginnt am 9. März und endet mit dem möglichen dritten Finalspiel spätestens am 23. März.

Österreichische Amateur Hockey Liga 1. Runde
12.10.2018, 19:30 Uhr, Eisarena Salzburg EC Salzburg Oilers – ECU Amstettner Wölfe
SR: WALLUSCHNIG Karl, VERWORNER Maximilian, WIMMLER Alexander

13.10.2018, 19:00 Uhr, Eishalle Kapfenberg Kapfenberger SV – WEV Lions
SR: SCHILCHER Andreas, KANYO Tamas, TOMKU David

spielfrei: EHC LIWEST Linz

11.10.2018