Basketball

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Die Mattersburg Rocks (#1) übernahmen mit einem 109:51-Kantersieg über KOS Posojilnica Bank Celovec (#12), das damit weiterhin in Mattersburg sieglos bleibt, die Tabellenführung.

Die Mistelbach Mustangs (#2) rangen sich im Niederösterreich-Derby gegen Union Deutsch Wagram Alligators (#9) zu einem 80:68-Erfolg durch. Die Panaceo Raiders Villach (#3) ließen ihr Offensiv-Potential erneut aufblitzen und fügten den Basket Flames (#12) eine deutliche 72:93-Niederlage zu. Die BBU Salzburg (#4) beendete indes seinen „losing-streak“ gegen den UBC St. Pölten (#7). Die Salzburger siegten gegen die Niederösterreicher zum ersten Mal seit zehn Spielen. Gegen den Ausgang der Begegnung legten aber die Niederösterreicher, wegen Ausfall des Hallenlichts, Protest ein. Die Wörthersee Piraten (#5) feierten dank „buzzer-beater“ von Andreas Nuck einen 80:79-Heimsieg über die Raiffeisen Dornbirn Lions (#8). Vizemeister Jennersdorf Blackbirds (#6) feierte beim BBC Nord Dragonz (#10) seinen ersten Saisonsieg.

Mattersburg Rocks – KOS Celovec 109:51 (31:14, 55:28, 85:38)
Scorer Rocks: Hallett 26, Hübner 14, Winkler 13
Scorer KOS: Kralj 15, Pasterk, Ponholzer je 9, Fizuleto 8

Die Mattersburg Rocks (#1) haben auch ihr zweites Saisonspiel siegreich beendet. Im ersten Heimspiel der Saison deklassierten sie KOS Celovec (#12) mit 109:51 und übernahmen die Tabellenführung. Die weiterhin auf Verstärkung wartenden Kärntner mussten ihre bereits zweite Saisonniederlage hinnehmen und bleiben in Mattersburg sieglos (sieben Niederlagen; Anm.). Die Rocks haben die Partie von Beginn weg unter Kontrolle. Am Ende waren die Burgenländer, bei denen jeder einzelne Kaderspieler zumindest neun Minuten im Einsatz war, mit 70% 2pFG und einem Reboundverhältnis von 47:25, an diesem Tag zumindest um eine Klasse besser. Bei den Mattersburger konnten zudem alle elf eingesetzten Spieler scoren. Bei den Kärntner punktete lediglich Erik Kralj (15 PTS) zweistellig. Top-Scorer der Begegnung war Corey Hallett mit 26 Zählern (4/5 3pFG).

Stimmen zum Spiel:
Corey Hallett, Spieler der Rocks: „Ein tolles Spiel – ein toller Sieg! Wir haben eine gute Mannschaftsleistung abgeliefert und hatten eine super Unterstützung durch unsere Fans. Jetzt liegt der Fokus aber auf dem bevorstehenden Derby gegen Eisenstadt.“

James Williams, Headcoach der Rocks: „Wir sind als Team aufgetreten. Wir haben vor allem in der Defense gut gearbeitet und wenig Punkte zugelassen. Es konnten auch die neuen Spieler wertvolle Spielerfahrung sammeln. Wir müssen aber auch weiter an uns arbeiten, um dauerhaft solche Leistungen liefern zu können.“

Dragan Sliskovic, Headcoach von KOS: „Wir haben mit vielen Ausfällen zu kämpfen, das ist aber keine Ausrede für die erbrachten Leistungen. Wir haben auf allen Ebenen enttäuscht. Wir müssen jetzt hart an uns selber arbeiten und den Blick in die Zukunft richten.“

Wörthersee Piraten – Dornbirn Lions 80:79 (20:22, 33:40, 54:62)
Scorer Piraten: Keric 23, Kunovjanek 19, Sirnik 15
Scorer Lions: Medori 19, Arruti 15, Kevric, Dodig je 12

Die Wörthersee Piraten (#5) haben ihren Auftaktsieg in der 2. Runde der ZWEITEN Basketball Bundesliga prompt bestätigt. Dank eines „gamewinner“ von Andreas Nuck am „buzzer“, setzten sich die Kärntner mit 80:79 gegen die Dornbirn Lions (#8) durch. Während die Piraten damit ohne Verlustpunkte bleiben, warten die Vorarlberger noch auf ihren ersten Saisonsieg. Nach einem ausgeglichenen Startviertel holten sich die Löwen bis Ende des dritten Abschnitts einen 13-Punkte-Vorsprung (62:49 / 30. Min). Mit einem 9:0-Run binnen eineinhalb Minuten gelang den Piraten wieder der Anschluss und am Ende durch Andreas Nuck (10 PTS, 4 RB) der entscheidende Korb. Den Unterschied in dieser knappen Begegnung machte am Ende die Freiwurfausbeute: Während die Piraten 80% vom „charity stripe“ verwandelten (16/20), trafen die Lions lediglich 47% (9/19). Top-Scorer des Siegers war Legionär Elvis Kadic mit 23 Punkten. Bei den Gästen verbuchte Javier Medori mit 19 Punkten und 12 Rebounds sein zweites „double-double“ in dieser Saison.

Stimmen zum Spiel:
Elvis Keric, Spieler der Piraten: „Wir haben heute viel Moral bewiesen, nicht aufgesteckt und beim entscheidenden Korb auch etwas Glück gehabt. Aber das gehört dazu.“

Filip Brajkovic, Spieler der Lions: „Wir haben uns vorgenommen aggressiv in das Spiel zu gehen, das ist uns auch relativ gut gelungen. Leider waren wir am Rebound doch deutlich unterlegen (32:39; Anm.), dazu hat uns in der dramatischen Schlussphase auch noch ein wenig das Glück gefehlt.“

BBC Nord Dragonz – Jennersdorf Blackbirds 50:82 (5:23, 21:44, 35:63)
Scorer BBC: Baumgartner, Radanovic je 9, Hegedüs, Drljaca, Knor je 6
Scorer Blackbirds: Koch S. 16, Moric 14, Astl Ch. 11

Vizemeister Jennersdorf Blackbirds (#6) hat seinen ersten Saisonsieg gefeiert. Nach der Auftaktniederlage gegen Mattersburg setzten sich die Südburgenländer beim BBC Nord Dragonz (#10) souverän mit 82:50 durch. Die Blackbirds sorgten schon im Startviertel für klare Verhältnisse: Sie eröffneten die Partie mit 20:0 und lagen nach zehn Minuten mit 23:5 voraus. In weiterer Folge kontrollierte Jennersdorf sein zweites Burgenlandderby der Saison – vor allem dank einer starken Defensivleistung. Die Müllner-Truppe forcierte 21 Turnover (11 TO der Blackbirds) und ließ dem Gegner kaum leichte Würfe (31% FG vom BBC). Sebastian Koch, der im ersten Saisonspiel keine Punkte machte, war mit 16 Zählern Top-Scorer der Partie. Bei den Eisenstädtern machten Stojan Radanovic und Lukas Baumgartner je 9 Punkte.

Stimmen zum Spiel:
Dusan Kozlica, Headcoach vom BBC: „Das Spiel wurde im ersten Viertel verloren, indem wir auf die physische Defense der Gäste keine Antwort gefunden haben.“

Thomas Julian, Kapitän vom BBC: „Danke an die Zuschauer für die tolle Unterstützung! Wir wurden in den ersten Minuten von den Jennersdorfern überrumpelt und konnten danach nicht mehr ins Spiel finden. Wir sind aber ein junges Team, das dieses Spiel genau analysieren und die Lehren daraus ziehen wird.“

Daniel Müllner, Headcoach der Blackbirds: „Wir haben uns auf die Dragonz sehr gut vorbereitet und konnten durch die hohe Intensität in der Defense bereits im ersten Viertel den entscheidenden Vorsprung erspielen.“

Mistelbach Mustangs – Union Deutsch Wagram Alligators 80:68 (29:24, 39:39, 56:55)
Scorer Mustangs: Sismilich 23, Isbetcherian 19, Jedovnicky, Semerad je 13
Scorer Alligators: Rotter 13, Rados, Hofer je 12, Reichle, Laurencik je 9

Auch die Mistelbach Mustangs (#2) haben das 2. Wochenende in der ZWEITEN Basketball Bundesliga ohne Niederlage überstanden. Dank einer starken Schlussphase gewannen sie das Niederösterreich-Derby gegen die Union Deutsch Wagram Alligators (#9) mit 80:68. Der Liga-Rückkehrer musste bereits seine zweite Niederlage hinnehmen. Die Mustangs lagen früh zweistellig voraus, doch die Alligators ließen sich nicht abschütteln. Im Gegenteil: Nach einer defensiv starken Vorstellung im zweiten Abschnitt, glichen die Gäste zur Pause aus und hielten das Spiel bis ins 4. Viertel knapp. Dort eröffnet Paul Isbetcherian mit drei seiner insgesamt sechs getroffenen Dreipunktern und legte die Partie auf Eis. Am Ende siegten die Mustangs, die erneut von der Freiwurflinie enttäuschten (56%) mit 80:68 – auch weil sie 19 Offensivrebounds holten und fünf Turnover weniger begingen. Bei den Gästen war Paul Rotter mit 13 Punkten bester Scorer.

Stimmen zum Spiel:
Michal Jedovnicky, Spieler der Mustangs: „Es war ein hartes Spiel für uns. Wir haben gut begonnen, aber nach den Wechseln im ersten Viertel ließ die Konzentration stark nach, was uns während des gesamten zweiten Viertels begleitete. In der Halbzeitpause hat uns der Coach sehr nachdrücklich zu verstehen gegeben, dass es Zeit ist aufzuwachen. Das hat auch zu Beginn des dritten Viertels nicht geklappt und sie sind in Führung gegangen. Erst im finalen Viertel haben wir es endlich geschafft, eine härtere Defense zu spielen und profitierten auch von Paulis (Paul Isbetcherian; Anm.) Dreipunktern. Das war dann der Unterschied. Ein großes Dankeschön auch an unsere Fans.“

Paul Isbetcherian, Spieler der Mustangs: „In der ersten Halbzeit haben wir zu hektisch und unkonzentriert gespielt. Wir haben den Gegner in den Rhythmus kommen lassen und uns nicht unserer eigenen Stärken besonnen. In der zweiten Halbzeit haben wir ein bisschen besser ins Spiel gefunden und versucht, über die Defense ins Spiel zu kommen. Im letzten Viertel konnten wir unsere körperliche Überlegenheit und Routine endlich ausspielen. Letztendlich muss man sagen, dass wir viele schwierige, gut verteidigte Würfe getroffen haben. In den nächsten Spielen müssen wir uns deutlich steigern, um gegen stärkere Gegner bestehen zu können.“

Stefan Grassegger, Headcoach der Alligators: „Gratulation an meine Mannschaft. Wir haben für dreieinhalb Viertel einem absoluten Meisterschafts-Favoriten alles abverlangt. Leider haben uns ein paar mentale Fehler und die Müdigkeit am Ende die Partie gekostet. Wenn wir es aber schaffen, dass wir weiterhin fokussiert arbeiten und mit der Leidenschaft weiterspielen, wird die Arbeit bald Früchte tragen. Gratulation an Mistelbach!“

Lukas Hofer, Spieler der Alligators: „Ich freue mich, dass ich wieder hier spielen konnte – irgendwie ist es ja auch meine Heimat. Gratulation an die Mustangs, die am Schluss einfach abgebrühter waren als wir. Trotzdem bin ich sehr stolz auf meine Mannschaft, die heute 35 Minuten lang mit einer der wahrscheinlich besten Mannschaften in der Liga mitzuhalten.“

Raiders Villach – Basket Falmes 93:72 (20:13, 45:39, 74:55)
Scorer Raiders: Erculj 29, Perkovic 21, Boban 18
Scorer Falmes: Vay 13, Memcic 11, Künstner 9

Die Raiders Villach (#3) haben ihre starke Offensivleistung aus der ersten Runde erneut unter Beweis gestellt. Die Kärntner besiegten die Basket Flames (#11) daheim mit 93:72 und bleiben damit in der 2BL weiterhin ungeschlagen. Die Wiener kassierten indes ihre bereits zweite Niederlage. Die ersten beiden Viertel waren von Runs beider Mannschaften geprägt. Ein 8:2-Lauf brachte den Raiders eine 45:39-Pausenführung. Beim Stand von 50:45 zogen die Kärntner mit einem 12:0-Run davon und schafften die Vorentscheidung. Mit einer erneut starken Offensivleistung (44% 3pFG) und wenig Turnover (8:14) ließen sie, trotz deutlich kürzerer Rotation, ihren Herausforderern keine Chance. Jasmin Perkovic (21 PTS, 10 RB) und Antonio Boban (18 PTS, 10 RB) legten erneut ein „double-double“ auf, Ziga Erculj – der durchspielte – war mit 29 Punkten Top-Scorer der Begegnung. Bei den Flames war Fabricio Vay (13) bester Werfer.

Stimmen zum Spiel:
Jasmin Perkovic, Spieler der Raiders: „Wir sind noch in der Aufbauphase, spielen aber trotzdem schon einen sehr ansehnlichen Basketball. Wichtig ist, dass wir weiter hart arbeiten und gemeinsam unser Ziel anstreben. Wenn wir unsere Ausfälle zurück bekommen wird uns das nochmals um eine Klasse besser machen.“

Franz Zderadicka, Headcoach der Flames: „Villach ist nochmal stärker als letztes Jahr. Sie sind uns in allen bellangen besser, eine Stufe über uns zu stellen.“

BBU Salzburg – UBC St. Pölten 74:70 (13:15, 35:37, 51:50)
Scorer BBU: Sachez 22, Mouratoglou 17, Milovac 16
Scorer UBC: Speiser 19, Böck L. 13, Böck Ch., Pöcksteiner je 11

Die BBU Salzburg (#4) hat dem UBC St. Pölten die erste Saisonniederlage zugefügt und bleibt damit weiterhin ungeschlagen. Die Salzburger siegten mit 74:70. Die Niederösterreicher haben gegen den Ausgang des Spiels allerdings Protest eingelegt, da in der entscheidenden Schlussphase das Licht ausgefallen sei. Im Spiel hatten die Gäste aus St. Pölten zumeist die Nase vorn, lagen um bis zu neun Punkte voraus (31:22 / 16. Min). Doch die BBU biss sich mit kontrollierter Offensive (8 TO) in die Partie zurück. In den letzten 13 Spielminuten wechselte die Führung mehrmals. 1.20 vor dem Ende führte St. Pölten 70:66. Ein finaler 8:0-Run drehte das knappe Spiel zu Gunsten der BBU Salzburg. Guillermo Sanchez war mit einem „double-double“ (22 PTS, 13 RB) hauptverantwortlich für den Sieg. Lukas Böck (13 PTS, 10 RB) und Martin Speiser (19 PTS, 10 RB) verbuchte ebenfalls „double-doubles“.

Stimmen zum Spiel:
Aaron Mitchell, Headcoach der BBU: „Ein sehr hart erarbeiteter Sieg. Es ist gut zu sehen, dass die harte Arbeit der letzten eineinhalb Jahre Früchte trägt und wir eine 10 Spiele anhaltende Niederlagenserie gegen St. Pölten beenden konnten.“

Felix Jambor, Assistent-Coach vom UBC: „Es war ein knappes und sehr intensives Spiel, in dem Kleinigkeiten den Unterschied gemacht haben und Salzburg am Ende in der Offense und Defense die Big Plays gemacht hat. Wir haben zwei oder drei Fehler im Spiel gehabt die im Endeffekt ausschlaggebend waren. Gratulation an Salzburg.“

Presseinfo 2BL/Profs media

21.10.2018