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Die 5. Runde in der Basketball Bundesliga erstreckt sich über vier Tage. Das Beste kommt zum Schluss, denn am Sonntag duellieren sich die einzigen zwei noch ungeschlagenen Teams um die alleinige Tabellenführung.

Die Traiskirchen Lions (#2) empfangen die Swans Gmunden (#1). Bereits am Donnerstag empfängt der weiterhin sieglose UBSC Graz (#9) die seit drei Spielen ungeschlagenen Flyers Wels (#3). Sky Sport Austria zeigt am Samstag erstmals Aufsteiger Vienna D.C. Timberwolves (#6), der bei den Klosterneuburg Dukes (#4) antritt.

UBSC Graz – Flyers Wels
Donnerstag, 25. Oktober, um 19.00 Uhr im Raiffeisen Sportpark Graz

Die 5. Runde in der Basketball Bundesliga wird mit dem Spiel UBSC Graz (#9) gegen die Flyers Wels (#3) eröffnet. Während die Grazer nach vier Niederlagen weiterhin auf ihren ersten Saisonsieg warten, halten die Welser bei drei Siegen in Serie. Zuletzt beeindruckten sie mit einem klaren 81:65-Heimsieg über Meister Kapfenberg. Im Vorjahr konnten die Oberösterreicher alle vier Spiele gegen die Steirer für sich entscheiden. Die Siege fielen mit einer Differenz von durchschnittlich 21,5 Punkten aus. Wels hat in den ersten vier Spielen vor allem in der Defensive eine Steigerung gezeigt. Sie haben von Spiel zu Spiel immer weniger Punkte zugelassen (89, 82, 72 und 65). Einen starken Eindruck hinterließen die Flyers auch am Offensivrebound (13,3 OR / #1). Wels-Kapitän Davor Lamesic wird zum 637 Mal ein Spiel in der höchsten österreichischen Spielklasse bestreiten. Damit ist der 34-jährige Forward alleiniger Rekordhalter.

Stimmen zum Spiel:

Milos Sporar, Headcoach vom UBSC: „Das Gmunden-Spiel war für uns enttäuschend. Wir müssen im nächsten Spiel noch mehr als Team auftreten und den Fans, die so zahlreich kamen wie nie zuvor, ein gutes Spiel zu zeigen. Wir sind nach wie vor positiv auf das nächste Spiel eingestellt.“

Michael Fuchs, Manager vom UBSC: „Eine viel bessere Konzentration und Bewegungsintensität in der Defensive wird notwendig sein, um die in Schwung gekommenen Welser zu gefährden. Die beiden ersten Heimspiele waren sehr spannend – dieses Mal wollen wir das bessere Ende für uns haben.“

Sebastian Waser, Headcoach der Flyers: „Natürlich freuen wir uns über den Sieg gegen Kapfenberg, dennoch wissen wir, dass es nur ein Spiel war und in Graz eine sehr gefährliche Mannschaft auf uns wartet. Die Bilanz von 0:4 entspricht nicht der tatsächlichen Stärke der Steirer.“

Benjamin Blazevic, Spieler der Flyers: „Wir treten diesem Spiel mit gemischten Gefühlen entgegen. Einerseits sind wir durch den Sieg gegen Kapfenberg sicher zusätzlich motiviert und unser Kapitän Davor wird am Donnerstag einen neuen ABL-Rekord aufstellen. Doch leider werden wir in diesem Spiel ohne Erwin antreten müssen. Auf jeden Fall werden wir in Graz alles geben, um einen weiteren Sieg einfahren zu können.“

Personelles Flyers: Konstantin Waser ist aus beruflichen Gründen verhindert; Erwin Zulic wird aufgrund seiner Kopfverletzung nicht spielen können;

Kapfenberg Bulls – BC Vienna
Samstag, 27. Oktober, um 19.00 Uhr in der SPH Walfersam

Die erste der beiden Neuauflagen der vergangenen Semifinalpaarungen in der Basketball Bundesliga steigt am Samstag in der Steiermark. Der amtierende Meister Kapfenberg Bulls (#8) erwartet den BC Vienna (#7). Das letztjährige Halbfinale ging glatt mit 3:0 an den späteren Meister. In den vier Grunddurchgangsbegegnungen setzte sich jeweils das Heimteam durch. Der letzte Sieg der Wiener in Kapfenberg war am 17. Dezember 2016 (80:78). In der laufenden Meisterschaft haben beide Mannschaften erst einen Erfolg verbuchen können. Am statistisch auffälligsten ist die Anzahl an Turnover pro Partie. Mit 9,3 Wien (#1) und 11,3 Kapfenberg (#2) sind die beiden Teams ligaweit top. Kurioser ist dabei die bisherige Wurfleistung der Wiener: Aus dem 2er-Bereich treffen sie mit 49,6% am wenigsten im Ligavergleich, dafür führen sie bei der Trefferquote aus dem 3er-Bereich (45%). Kapfenberg belegt in beiden Kategorien den 5. Platz. Bei den Bulls sollte Milan Stegnjaic nach der Geburt seines Kindes wieder in den Kader zurückkehren. Der Vertrag mit David Samuels wurde aufgelöst. Ein Ersatz ist noch nicht gefunden.

Stimmen zum Spiel:

Markus Gallé, Assistant-Coach der Bulls: „Wir müssen besser in unserer Defense kommunizieren und besser als Team verteidigen. In der Offensive müssen wir unseren Rhythmus finden und auf unsere Qualitäten vertrauen. Vienna ist auf keinen Fall zu unterschätzen, sie spielen im Moment ohne richtigen Inside Spieler, was sie etwas unberechenbar macht. Es wird sicher eine Challenge für uns den besten Weg zu finden wie wir gegen Wien spielen. Wir wollen auf jeden Fall nach dem Rückschritt im letzten Spiel einen deutlichen Schritt nach vorne machen.“

Darien Nelson-Henry, Spieler der Bulls: „Ein wichtiger Faktor für unser nächstes Spiel wird unsere Verteidigung sein. Ich bin zuversichtlich in Bezug auf unsere Scoring-Fähigkeiten, aber defensiv können wir uns immer verbessern. Eine stabilere Verteidigung hilft uns auch in der Offense zu Punkten zu kommen. Wien ist eine unorthodoxe Mannschaft, die einen ganz anderen Basketballstil spielt als wir. Umso wichtiger ist es, konzentriert und konsequent den Gameplan über 40 Minuten durchzuziehen.“

Luigi Gresta, Headcoach von Vienna:
“Wir wissen, dass das ein schweres Spiel wird, wir spielen immerhin gegen den amtierenden Meister. Sie haben einen großen Kader und eine große Rotation, aber wir kommen mit einem positiven Gefühl nach Kapfenberg und wollen dem Meister alles abverlangen.”

Mustafa Hassan-Zadeh, Spieler von Vienna: „Wir alle wissen wie schwer es ist Punkte aus Kapfenberg mitzunehmen, aber trotzdem wollen wir alles versuchen um zu gewinnen. Das Spiel gegen Kapfenberg wird zeigen, ob wir heuer eine Chance gegen die Großen haben.“

Unger Steel Gunners Oberwart – Fürstenfeld Panthers
Samstag, 27. Oktober, um 19.30 Uhr in der SPH Oberwart

Das erste Regionalderby der noch jungen ABL-Saison steigt im Burgenland. Die Unger Steel Gunners Oberwart (#5) empfangen die Fürstenfeld Panthers (#10). Während die Kanoniere nach vier Spielen bei einer ausgeglichenen Bilanz halten, daheim aber noch ungeschlagen sind, warten die Panthers noch auf ihren ersten Saisonsieg. Sie liegen damit am Tabellenende, weil sie einerseits die wenigsten Punkte aller Teams machen (71,8 ppg / #10) und anderseits auch die meisten Punkte erhalten (102,8 oppg / #10). Oberwart hat die letzten beiden Spiele gegen die Steirer gewonnen und auch acht der letzten zehn Duelle für sich entschieden. Sowohl Oberwart (16,0 / #9), als auch Fürstenfeld (18,3 / #1) hatten bislang Schwierigkeiten die Turnover gering zu halten. Die Gunners, die beide Niederlagen auswärts kassierten, haderten in der Fremde mit ihrem Start. Sowohl in Traiskirchen, als auch in Klosterneuburg lagen sich nach dem ersten Viertel bereits zweistellig zurück.

Stimmen zum Spiel:

Horst Leiter, Headcoach der Gunners: „Jeder muss bereit sein alles zu geben, von der ersten Sekunde an. Wir wissen was wir wollen und wir wissen was wir können. Besonders in der Defensive dürfen wir uns keine Patzer erlauben, um die Panthers nicht unnötig stark zu machen. Für mich ist es das erste Heim-Derby in Oberwart gegen die Panthers als Headcoach. Da gibt es schon ein Kribbeln im Bauch, wenn ich an die tolle Fankulisse denke!“

Andrius Mikutis, Spieler der Gunners: „Wir sind scharf auf den dritten Heimsieg! Die Panthers können sich auf ein Feuerwerk einstellen! Unsere Fans geben uns immer so viel Energie, dass es viel Freude macht für sie zu spielen.“

Adnan Bajramovic, Headcoach der Panthers:
„Uns erwartet ein sehr schwieriges Spiel! Oberwart hat ein gutes Team mit guten Legionären und österreichischen Spielern. Besonders in Oberwart spielen sie sehr aggressiv und sind sehr heimstark. Wir hoffen, dass wir einen weiteren Schritt machen und uns als Team weiterentwickeln.“

Erich Feiertag, Manager der Panthers: „Die Mannschaft muss in Oberwart eine Reaktion zeigen, vor allem in der Defensiv-Arbeit! Ich erwarte mir eine sehr heimstarke Oberwart-Mannschaft und wir müssen von der ersten Minute an dagegenhalten.“

Klosterneuburg Dukes – Vienna D.C. Timberwolves
Samstag, 27. Oktober, um 20.05 Uhr im FZZ Happyland, Klosterneuburg und ab 20.00 Uhr live auf Sky Sport Austria

Der zweite Regionalschlager der 5. Runde in der Basketball Bundesliga wird ab 20.00 Uhr live und exklusiv auf Sky Sport Austria übertragen. Die Klosterneuburg Dukes (#4) empfangen die Vienna D.C. Timberwolves (#6). Die Niederösterreicher sind daheim noch ungeschlagen, siegten vergangenes Wochenende souverän gegen Oberwart. Die „Wölfe“ haben ihre beiden ersten ABL-Siege auswärts geholt und wollen auch im dritten Auswärtsspiel der Saison einen Sieg feiern. Die beiden Mannschaften sind innerhalb der ABL jene Teams, die mit der größten Rotation spielen. Bei den Dukes wurden bislang neun Spieler durchschnittlich länger als zwölf Minuten eingesetzt, bei den Timberwolves spielten neun Akteure durchschnittlich länger als sieben Minuten. Beide Mannschaften agieren sehr mannschaftsdienlich, liegen in der Assist-Wertung an zweiter (21,3 TIM) bzw. dritter (20,7 KLOS) Stelle. Großes Manko beim Heimteam ist die Freiwurfstatistik: nur jeder zweite Wurf von der Linie findet sein Ziel (53,7% / #10). Bei den Timberwolves lieferte bislang das Duo Petar Cosic und Marko Kolaric ab. Pointguard Cosic hält nach vier Spielen bei 11,3 Punkten und 10,5 Assists, Center Kolaric bei 16,8 Punkten und 10,5 Rebounds. Beide Teams haben je einen Akteur in ihren Reihen, der im Nachwuchs des Gegners ausgebildet wurde. Jurica Blazevic trägt nun den Dress der Dukes, Laurence Müller jenen der Timberwolves. Auch Wolves-Assistant Robert Langer hat Klosterneuburg-Vergangenheit. Er war unter anderem von 2013 – 2015 Headcoach der Niederösterreicher.

Stimmen zum Spiel:

Werner Sallomon, Headcoach der Dukes: „Wir wollen unsere Heimstärke gegen die Timberwolves weiter untermauern und natürlich einen Sieg einfahren.“

Lennart Burgemeister, Spieler der Dukes: „Die Timberwolves haben bis jetzt ganz gut gespielt und man darf sie nicht unterschätzen, nur weil sie Aufsteiger sind. Wir wollen wieder mit viel Energie und Rotation in unserer Heimhalle spielen.“

Hubert Schmidt, Headcoach der Timberwolves: „Unser erstes Sky-Live-Spiel in der Vereinsgeschichte ist sicherlich ein Highlight. Klosterneuburg hat eine gute Mischung aus Nationalspielern, Routiniers und Youngsters. Es wird schwierig, aber wenn wir über 40 Minuten unsere Leistung bringen, werden wir mithalten können.“

Philipp D’Angelo, Kapitän der Timberwolves: „Wir haben gegen Traiskirchen eine starke zweite Hälfte abgeliefert und genau dort wollen wir auch gegen Klosterneuburg anknüpfen. Wir hoffen, dass uns viele Fans zum Derby begleiten.“

Personelles Dukes:
Christoph Greimeister fehlt weiterhin. Burgemeister und Leydolf sind fraglich.

Personelles Timberwolves:
Jonas John (Leiste) und Julien Hörberg (gesundheitliche Probleme) fallen wahrscheinlich weiterhin aus.

Traiskirchen Lions – Swans Gmunden
Sonntag, 28. Oktober, um 17.00 Uhr im Lions Dome, Traiskirchen

Am Sonntag kommt es zum ersten Gipfeltreffen in der noch jungen Saison in der Basketball Bundesliga. Im Duell Traiskirchen Lions (#2) gegen Swans Gmunden (#1) stehen sich die beiden einzigen noch ungeschlagenen Teams direkt gegenüber. Die Gastgeber aus Niederösterreich haben mit ihren Widersachern aus Oberösterreich aber noch eine weitere Rechnung offen: als besser gesetztes Team scheiterten die Lions im Semifinale des Vorjahres glatt mit 0:3 an den Swans. Die Bilanz aus den letzten zehn Spielen ist ausgeglichen und lautet 5:5, overall haben die „Schwäne“ aber ein gewaltiges Plus an gewonnen Spielen. Beide Mannschaften sind aktuell das Maß der Dinge in der ABL und führen sämtliche Wertungen an. Der größte Unterschied dieser beiden Teams liegt wohl in der Kadertiefe: Während Traiskirchen nahezu zu sechst agiert, stehen bei Gmunden acht Spieler für zumindest zehn Minuten am Feld.

Stimmen zum Spiel:

Benedikt Güttl, Kapitän der Lions: „Gmunden greift ganz klar den Meistertitel an und hat sich dafür stark verstärkt über den Sommer. Wir wissen aber, wie wichtig eine Revanche für uns und unsere Fans ist und werden daher wieder bis zum Schluss kämpfen.“

Paul Handler, Pressesprecher der Lions: „Wenn wir so auftreten wie zeitweise gegen die Timberwolves werden wir keine Chance gegen die Swans haben. Nur mit 40 Minuten völlige Konzentration, Hingabe und einem vollen Lions Dome können wir es schaffen. Denn Gmunden ist mit diesem Kader ganz klar Meisterschaftsfavorit Nummer 1 – es gilt, wie auch schon in der Halbfinalserie, Murati aus dem Spiel zu nehmen.“

Bernd Wimmer, Headcoach der Swans: „Mit Traiskirchen erwartet uns die Mannschaft, die uns bereits letztes Jahr Probleme gemacht hat. Noch dazu haben sie sich unter dem Korb massiv verstärkt. Die ersten Runden haben bewiesen, warum sie im Kreis der Meisterkandidaten zu finden sind. Wir brauchen auf jeden Fall eine konzentrierte Leistung um Traiskirchen fordern zu können.“

Richard Poiger, sportlicher Leiter der Swans: „Mit den nächsten beiden Spielen werden wir wissen, wo wir tatsächlich stehen. Traiskirchen hat bis jetzt ähnlich souverän agiert wie wir. Es wird interessant zu sehen sein, wie sehr wir die Kreise von Jozo Radoz einschnüren und die Guards unter Kontrolle halten können. Das Spiel ist sicherlich die bisher schwierigste Aufgabe in der Saison.“

Personelles Swans: Mathias Linortner fehlt weiterhin, arbeitet aber bereits an seinem Comeback.

Presseinfo ABL/ÖBL/Profs Media

25.10.2018