Hypo NÖ, MGA Fivers & Atzgersdorf in WHA weiter ohne Punktverlust voran

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Serienmeister Hypo NÖ, die MGA Fivers und der WAT Atzgersdorf führen auch nach sechs WHA-Runden ohne Punktverlust die Tabelle an.

Die Südstädterinnen fertigten am Nationalfeiertag den HC Feldkrich auswärts 30:13 (12:6) ab, die MGA Fivers setzten sich beim Cupsieger und Vizemeister UHC Stockerau 25:18 (15:10) durch.

„Wir haben in der ersten Halbzeit in der Deckung geschlafen. Nach der Pause war es zwar besser, wir vergaben aber einfach zu viele Torchancen. Mit so einer Wurfquote kann man nicht gewinnen. Heute hat unser junges Team gegen einen robusten Gegner Lehrgeld bezahlt“, resümierte Stockerau-Sportdirektor Wolfgang Kaindl.

Bereits am Donnerstag gewann Atzgersdorf beim ZV Handball Wr. Neustadt 25:21 (16:12). „Wir haben gut begonnen, Atzgersdorf drehte die Partie aber noch in der ersten Halbzeit, vor allem weil sie sich auf unsere Offensive besser einstellen konnten. Sie waren schon sieben Tore weg, wir kamen zwar noch einmal auf -3 ran, konnten uns dann aber im 1:1 zu wenig behaupten“, so Wr. Neustadt-Obmann Stephen Gibson.

Nur knapp an seinem ersten WHA-Punkt schrammte Aufsteiger Perchtoldsdorf Devils/Vöslauer HC vorbei. Nina Stumvoll und Co. zogen bei HIB Handball Graz 22:23 (12:13) den Kürzeren. Die Murstädterinnen halten wie Stockerau, Feldkirch und der SSV Dornbirn Schoren, 30:21 (15:10)-Sieger über Union St. Pölten, bei vier Siegen. Die Messestädterinnen hatten nur zu Beginn Schwierigkeiten, da begingen sie auch zu viele technische Fehler. Ab der 20. Minute konnte sich Dornbirn absetzen.

Zum Abschluss der sechsten Runde schlug der UHC Eggenburg den ATV Auto Pichler Trofaiach 37:23 (22:11). Die Niederösterreicherinnen konnten erstmals anschreiben, verbesserten sich auf Rang acht vor St. Pölten. „Die Spielerinnen aus Eggenburg waren bis in die Haarspitzen motiviert, wir sind hingegen nicht so aufgetreten, wie es gegen einen Tabellennachbarn notwendig ist. Wir haben uns durch technische Fehler und überhastete Abschlüsse viele Kontertore eingefangen. So war heute einfach nichts zu holen“, zeigte sich Trofaiach-Obmann Heinz Rumpold enttäuscht.

WHA, 6. Runde
25.10.: ZV Handball Wr. Neustadt – WAT Atzgersdorf 21:25 (12:16)
26.10.: HC Feldkrich – Hypo NÖ 13:30 (6:12)
26.10.: SSV Dornbirn Schoren – Union St. Pölten 30:21 (15:10)
26.10.: HIB Handball Graz – Perchtoldsdorf Devils/Vöslauer HC 23:22 (13:12)
26.10.: UHC Stockerau – MGA Fivers 18:25 (10:15)
26.10.: ATV Auto Pichler Trofaiach – UHC Eggenburg 23:37 (11:22)

WHA: Atzgersdorf legt in Wr. Neustadt vor
Die Damen des WAT Atzgersdorf fuhren am Donnerstag zum Auftakt der sechsten WHA-Runde ihren sechsten Sieg ein, gewannen beim ZV Handball Wr. Neustadt 25:21 (16:12) und stehen zumindest für 24 Stunden alleine an der Tabellenspitze. Serienmeister Hypo NÖ und die MGA Fivers tragen ebenfalls noch eine weiße Weste, haben am Nationalfeiertag Gelegenheit, mit Atzgersdorf gleichzuziehen. Gar nicht nach Wunsch läuft es für Wr. Neustadt. Das Team von Trainer Klaus Schuster konnte noch nicht anschreiben.

Hypo NÖ gastiert Freitag beim HC Feldkrich. Die Südstädterinnen schieden am vergangenen Wochenende zwar in der zweiten Runde der EHF-Cup-Qualifikation aus, in der Meisterschaft ließen sie aber ihren bisherigen Gegnerinnen keine Chance, erzielten klar die meisten Treffer und erhielten deutlich die wenigsten (Torverhältnis +92). Die Ländle-Sieben liegt nur zwei Punkte hinter Hypo NÖ, stellt mit Laure Seipelt (46 Tore) die Liga-Topscorerin. In einer Statistik sind einander die Teams sogar ebenbürtig: jeweils 16 von 21 Siebenmeter konnten verwandelt werden. Feldkirch sammelte bislang 35 Zeitstrafen – mit Abstand die meisten aller WHA-Teams.

Viel Spannung verspricht das Duell von ÖHB-Cupsieger und Vize-Meister UHC Stockerau mit den drittplatzierten MGA Fivers in der Sporthalle Alte Au. Die Niederösterreicherinnen ließen nur in Feldkirch Punkte. Einzig Hypo NÖ erzielte mehr Tore (185:152) als Stockerau, das mit 88,89 Prozent (24 von 27) die beste Siebenmeterquote vorweisen kann. Die MGA Fivers präsentierten sich besonders auswärts in Torlaune. Bei den Siegen in Perchtoldsdorf und St. Pölten erzielten die Wienerinnen 35 bzw. 40 Treffer.

Die Damen des SSV Dornbirn Schoren starteten mit zwei Niederlagen in die Saison, ließen allerdings drei Siege folgen. Am Freitag sollen die nächsten Punkte auf das Konto der von Welthandballerin Ausra Fridrikas trainierten Messestädterinnen wandern. Sie empfangen mit der Union St. Pölten ein Team, das viermal in Folge nicht punkten konnte. Nach dem Auftaktsieg in Trofaiach stand man allerdings ausnahmslos Teams aus den Top-5 gegenüber (Hypo NÖ, Feldkirch, Stockerau und MGA Fivers). St. Pölten hat die wenigsten Tore erzielt (103) und die meisten zugelassen (170).

Klar in der Favoritenrolle ist HIB Handball Graz gegen Schlusslicht und Aufsteiger SG Perchtoldsdorf Devils/Vöslauer HC. Die Murstädterinnen genießen am Freitag erstmals seit über einem Monat Heimvorteil, peilen Sieg Nummer vier an. Auf die ersten Punkte hoffen jene zwei Teams, die unmittelbar vor Perchtoldsdorf/Vöslau stehen. Der ATV Auto Pichler Trofaiach empfängt den UHC Eggenburg.

Selbstkritik nach Auftaktniederlage des ÖHB Nationalteams
Nicht viele Nationen erzielen gegen den amtierenden Vize-Weltmeister 31 Tore. Und es hätten sogar noch deutlich mehr sein können. Die Angriffsleistung gegen Norwegen war teilweise zufriedenstellend bei der 31:43-Niederlage zum Auftakt des EHF EURO CUP in Stjordal, an der Deckung will man bis zum Spiel gegen Vize-Europameister Schweden, diesen Sonntag in Graz und um 16:30 Uhr live auf ORFeins und LAOLA1.tv, noch feilen.

„Gut war, dass wir einen sehr starken Angriff gespielt haben. Aber in der Abwehr waren wir nicht kompakt genug“, zeigt sich Neo-Kapitän Nikola Bilyk selbstkritisch.

Bereits in der Nacht nach dem Spiel analysierte Teamchef Patrekur Jóhannesson die ersten 30 Minuten. Seine Analyse: „Bergerud konnte in der ersten Halbzeit neun Würfe von sechs Metern entschärfen, zudem hatten wir vom Flügel keine gute Quote. Damit war der norwegische Torhüter in den Köpfen der Spieler. Wir hatten Probleme Tore zu machen, haben von den Norwegern ganze acht aus der ersten und zweiten Welle kassiert. Das zeigt, dass wir nicht schnell genug in die Deckung gekommen sind.“

31 Tore gegen den amtierenden Vize-Weltmeister zu erzielen, zeugt von einer guten Angriffsleistung. In der Deckung tat man sich allerdings schwer. Das soll sich bis Sonntag ändern.

Dann trifft Österreich im neuen Raiffeisen Sportpark Graz mit Vize-Europameister Schweden auf die nächste Topnation. „Gegen Schweden müssen wir enger zusammenstehen“, verlangt Jóhannesson.

Kapitän Bilyk ergänzt: „Wir müssen hinten die Bälle holen und dann schnell nach vorne spielen. Schweden ist eine Mannschaft mit Weltklassespielern und es wird nicht einfacher als gegen Norwegen. Wir müssen alles geben und uns gut vor unserem Publikum zuhause präsentieren.“

Tickets für das Heimspiel gegen Schweden sind über den ÖHB Webshop erhältlich!

Ticketpreise:
Kategorie 1
Normalpreis: € 26,90,- (inkl. Mwst., zzgl. Gebühren)
Jugendliche 6-15 Jahre: € 18,90,- (inkl. Mwst., zzgl. Gebühren)

Kategorie 2
Normalpreis: € 22,20,- (inkl. Mwst., zzgl. Gebühren)
Jugendliche 6-15 Jahre: € 14,40,- (inkl. Mwst., zzgl. Gebühren)
Familienticket (2 EW + 2 Kinder): € 16,20,- (inkl. Mwst., zzgl. Gebühren)

Kategorie 3
Normalpreis: € 17,70,- (inkl. Mwst., zzgl. Gebühren)
Jugendliche 6-15 Jahre: € 9,90,- (inkl. Mwst., zzgl. Gebühren)
Familienticket (2 EW + 2 Kinder): € 11,70,- (inkl. Mwst., zzgl. Gebühren)

Ticket gilt zwei Stunden vor dem Spiel bis zwei Stunden nach dem Spiel auch als Fahrschein für die öffentlichen Verkehrsmittel der Stadt Graz.

EHF EURO CUP
1. Spieltag
Norwegen vs. Österreich 43:31 (20:13)

Mi., 24. Oktober 2018, 18:15 Uhr, Stjordal

Werfer Norwegen: Sander Sagosen (12), Magnus Joendal (8), Kent Tönnesen (4), Kevin Gulliksen (3), lasse Balstad (3), Magnus Gullerud (3), Magnus Soendena (2), Henrik Jakobsen (2), Eivind Tangen (2), Espen Lie Hansen (2), Magnus Frederiksen (1), Christian O´Sullivan (1)
Werfer Österreich: Alexander Hermann (6), Janko Bozovic (6), Tobias Wagner (5), Robert Weber (4), Romas Kirveliavicius (4), Nikola Bilyk (2), Sebastian Frimmel (1), Julian Pratschner (1), Wilhelm Jelinek (1), Thomas Kandolf (1)
Highlights vom Spiel werden um 21:30 Uhr auf ORF Sport+ gezeigt

Schweden vs. Spanien 28:29 (12:15)
Mi., 24. Oktober 2018, Malmö

2. Spieltag
Österreich vs. Schweden
So., 28. Oktober 2018, 16:30 Uhr, Graz
Live auf ORFeins und LAOLA1.tv

Spanien vs. Norwegen
So., 28. Oktober 2018, Valladolid

Presseinfo WHA/sportlive/ÖHB

26.10.2018