Vienna Capitals, HCB Südtirol, #VICHCB

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In der 15. Runde der Erste Bank Eishockey Liga stand am Dienstag das Spiel Vienna Capitals vs. HCB Südtirol auf dem Programm. Für die Gastgeber setzte es dabei die dritte Niederlage in Folge. Das 1: fiel am Ende unter die Rubrik „vermeidbar und nicht unverdient“.

Nach den Negativerlebnissen der Teams am letzten Spieltag begannen beide Mannschaften sehr intensiv. Daraus resultierten frühe Strafen für die Topstürmer DeSousa (Vienna Capitals – 2+2 Minuten) und Findlay (HCB Südtirol – 2 Minuten). Aus den frühen Strafen konnte kein Team Kapital daraus schlagen. Die Vienna Capitals hatten in Unterzahl die ersten beiden Chancen des Spiels durch Tessier (3.) und Vause (6.) vor. In die Phase als DeSousa von der Strafbank zurückkam gelang schlussendlich den Gastgebern er erste Treffer des Spiels. Nach einem Abspielfehler von Rowley kam die Scheibe zu DeSousa. Der steht unbedrängt vor Gäste-Goalie Irving und versenkt den Puck zum 1:0-Führungstreffer. In der Folge hatten die Vienna Capitals optisch mehr vom Spiel. Die nächsten Einschussgelegenheiten fanden Wall (10.) bzw. Bernard (8.) vor. In der Folge verflachte die Partie von Minute zu Minute. Ein Stellungsfehler sollte in der letzten Minute vor der Pause für den Ausgleichstreffer sorgen. Plötzlich steht Insam auf der rechten Seite völlig unbedeckt. Seinen Schuss kann Lamoureux nur kurz abwehren. Crescenzi stand in der Mitte goldrichtig und staubte zum 1:1 nach dem ersten Drittel ab.

Zu Beginn des zweiten Drittels zeigten beide Teams rasantes, unterhaltsames Eishockey. Es fehlte aber das Salz in der Suppe – Sprich klare Torchancen. Dies sollte sich nach einigen Minuten Anlaufphase wieder ändern. Zunächst waren die Vienna Capitals dem Führungstreffer sehr nahe. In Überzahl traf Schneider in der 27. Minute die Latte. Danach kamen die acht Sekunden die dem Spiel welche das Spiel vorentschieden. Zunächst brachte Nordlund den HCB Südtirol in Überzahl mit 1:2 in Führung. Die Vienna Capitals waren von diesem Gegentreffer geschockt und sehr ungeordnet. Blunden zieht aus halbrechter Position unbedeckt ab und trifft zum 1:3-Zwischenstand nach 40 Minuten ab. Dieser fiel durchaus in die Rubrik „nicht unverdient“ da die Gäste in der Folge noch die eine oder andere gefällige Offensivaktion hatten.

Das dritte Drittel begann mit engagierten Gastgebern. Ein weiterer Abwehrfehler sollte früh für klare Verhältnisse sorgen. Nach einem schweren Fehler von Davis legt Findlay die Scheibe für den völlig freistehenden Verteidiger Glira auf. Der zieht direkt ab und der Puck zischt zum 1:4 in die Maschen. Die Vienna Capitals nahmen danach Goalie Lamoureux vom Eis und ersetzten den Stammtorhüter durch seinen Backup Tschreptisch. Offensiv mühten sich die Wiener konnten sich aber nur selten offensiv in Szene setzen. Die Gäste aus Bozen wirkten bei ihren seltenen Konterangriffen spritziger und torgefährlicher. Treffer sollte es in diesem Spiel aber keinen mehr geben.

Für die Vienna Capitals setzte es am Ende eine vermeidbare 1:4-Heimniederlage gegen den vorjährigen Meister HCB Südtirol. Aus Sicht der Gastgeber definitiv eine vermeidbare Niederlage. Gastgeschenke verteilen und offensiv einen Gang zurückschalten sind in der Regel Faktoren die zu einer sicheren Niederlage führen. Auf der Gegenseite war der HCB Südtirol die deutlich effektivere Mannschaft und hätte in einem unterdurchschnittlichen Spiel bei höherer Effektivität noch den einen oder anderen Treffer nachlegen können.

Vienna Capitals vs. HCB Südtirol 1:4 (1:1, 0:2, 0:1)
Tore: DeSousa (7.) bzw. Crescenzi (20.), Nordlund (29./PP), Blunden (29.), Glira (45.)

Strafminuten: 10 bzw. 8

30.10.2018