Basketball

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vor heimischem Publikum die Wörthersee Piraten mit 82:78 (43:42) nieder.

In einem über 40 Minuten knappem Spiel fiel die Entscheidung in der Schlussphase, wo die Mannschaft von Headcoach Andreas Worenz ihre Nerven behielt. Insgesamt unterliefen dem UBC, der auf Kapitän Martin Speiser verzichten musste, deutlich weniger Turnover (7:21). Top-Scorer von St. Pölten war Lukas Böck mit 16 Punkten.

UBC St. Pölten – Wörthersee Piraten 82:78 (21:25, 43:42, 63:60)
Scorer UBC: Böck L. 16, Böck Ch. 15, Kaltenbrunner S. 14
Scorer Piraten: Kunovjanek 29, Sirnik 20, Nuck 10

Der UBC St. Pölten hat wie im Vorjahr das Achtelfinale im österreichischen Basketball Cup erreicht. Die Niederösterreicher bezwangen die Wörthersee Piraten mit 82:78. Der UBC musste neben seinen langzeitverletzten Spielern (Obermann, Jagsch) auch auf Kapitän Martin Speiser verzichten. Die Piraten fanden deutlich besser in die Partie und lagen in der 7. Minute mit 22:14 voraus. Bis zur ersten Viertelpause konnte St. Pölten den Rückstand auf 21:25 reduzieren. Diesen Vorsprung von rund vier Punkten hielten die Gäste bis kurz vor der Pause, ehe das Heimteam einen 7:0-Run auf das Parkett brachte (43:40). Im weiteren Verlauf konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzten und um mehr als fünf Punkte in Führung gehen. In der Schlussphase behielten die Niederösterreicher ihre Nerven und der erst 18-jährige Nico Kaltenbrunner (13 PTS, 11/11 FT, 5 RB, 4 AS) verwandelte vier Freiwürfe am Stück zum Sieg des UBC. Sein um ein Jahr älterer Bruder Steven machte 14 Punkte. Für die Piraten verpasste Maximilian Kunovjanek mit 29 Punkten und 9 Rebounds nur knapp ein „double-double“.

Stimmen zum Spiel:

Velkjo Gasic, Spieler vom UBC: „Es war ein sehr gutes Spiel von uns. Wir haben gekämpft und auch sehr smart agiert. Vor allem offensiv haben wir ein gutes Spiel gemacht.“

Benjamin Rückert, Spieler vom UBC: „Es war ein sehr kämpferisches Spiel und ich glaube, dass wir über die Hustle-Plays in der Defense das Spiel für uns entscheiden konnten. Wenn wir uns morgen genauso reinhauen in der Verteidigung (St. Pölten empfängt die Piraten am Samstag zum Ligaspiel; Anm.), dann bin ich mir sicher, dass wir morgen wieder als Sieger vom Feld gehen werden.“

Andreas Kuttnig, sportlicher Leiter der Piraten: „Leider haben wir die zahlreichen Chancen, die sich während des Spiels ergeben haben nicht ergreifen können. Daher geht der Sieg für St. Pölten durchaus in Ordnung.“

Lukas Simoner, Kapitän der Piraten: „Leider sind wir selberschuld, wir haben das Spiel aus der Hand gegeben. Wir alle haben keine gute Performance erbracht, vor allem ich. Grundsätzlich war das heutige Spiel durchaus ein Spiel, das wir gewinnen hätten können. Das einzig Positive daran ist, dass wir morgen gleich die Chance auf eine Revanche bekommen und ich bin mir sicher, dass wir besser spielen werden.“

Zwei Teams gelingt Revanche im Cup
Die Basket Flames und BBC Nord Dragonz revanchieren sich für ihre Niederlagen in der ZWEITEN Basketball Bundesliga und ziehen gemeinsam mit Jennersdorf, Mattersburg und Villach in das Baskteball-Cup Achtelfinale ein. Während die Flames nach der deutlichen 2BL Niederlage gegen die Mustangs für das frühe Cup-Aus von Mistelbach, dem Cup-Spezialisten der vergangenen Jahre, sorgte, gelang den Dragonz gar die doppelte Revanche.

Union Deutsch Wagram Alligators – Jennersdorf Blackbirds 55:95 (8:33, 21:56, 38:75)
Beste Werfer: Hofer 12, Geyrhofer 8, Marek 8 bzw. Klepeisz 14, P. Horvath 13, Ulreich 10, M. Hovarth 10, Gaspar 10, Koch 10

Die Jennersdorf Blackbirds schaffen abermals den Aufstieg ins Achtelfinale. Die Union Deutsch Wagram Alligators mussten zur Cup-Premiere eine 55:95 Niederlage hinnehmen. Die Burgenländer, die aktuell in der 2BL auf dem 3. Platz liegen, setzten den Grundstein zum Erfolg bereits in der Anfangsphase und ließen den Hausherren keine Chance. Nicht weniger als sechs Spieler der Blackbirds scorten zweistellig. Auch in der Defensive wusste das Team rund um Manuel Jandrasits (4 Steals) zu überzeugen. Das beste Defensiv-Team der 2BL ließ lediglich 55 Punkte zu.

Stimmen zur Begegnung:
Stefan Grassegger, Headcoach UDW: „Wir haben leider den Start absolut verschlafen und Jennersdorf konnte aus den ersten vier Angriffen gleich Kapital schlagen. Nach diesem 0:12 Lauf fanden wir nur schwer ins Spiel. Die zweite Halbzeit lässt uns ein bisschen positiv auf das Spiel zurückblicken. Aber der Klassenunterschied war heute leider sehr ersichtlich.”

Lukas Reichle, Spieler UDW: „Wir haben die ersten Halbzeit komplett verschlafen und uns überrumpeln lassen. Wir haben die Sachen, die wir vor dem Spiel besprochen haben, nicht umgesetzt. Deshalb haben wir in der ersten Halbzeit einen hohen Rückstand verzeichnet. In der zweiten Halbzeit sind wir besser aus der Kabine gegangen, es gab eine engergetische Ansprache von Kapitän Lukas Hofer. Dadurch haben wir besser ins Spiel gefunden.”

Daniel Müllner, Headcoach Blackbirds: „Wir haben uns gut auf den Gegner vorbereitet und waren von der ersten Sekunde an ready. Wir haben unsere körperliche Überlegenheit ausgenützt und verdient gewonnen. Wir wünschen den Alligators viel Erfolg.“

Manuel Jandrasits, Kapitän der Blackbirds: „Wir sind konzentriert in das Spiel gestartet und haben unsere Würfe getroffen. Das war schlussendlich der Schlüssel zum Erfolg.”

Mattersburg Rocks – Dornbirn Lions 87:79 (30:6, 48:34, 67:54)
Beste Werfer: Ware 21, Hübner 11, Vancura 11, Hallett 11 bzw. Medori 16, Thorell Walker 14, Gmeiner 13

Nach dem klaren Erstrundensieg über die Blue Devils Wr. Neustadt setzen sich die Mattersburg Rocks auch gegen die Dornbirn Lions durch. Die Burgenländer starteten fulminant in die Begegnung, ließen lediglich sechs Punkte der Lions zu und scorten selbst 30. Die Lions kämpften sich über die restliche Spielzeit zurück und verkürzten den Rückstand im finalen Abschnitt auf bis zu drei Punkte. Rocks Neuzugang Gary Ware sorgte in Summe für 21 Punkte und 10 Rebounds. Auch sein Inside-Partner Corey Hallett verbuchte ein Double (11 Punkte, 13 Rebounds). Die Rocks setzten sich schließlich mit 87:79 durch und qualifizierten sich, wie im Vorjahr, für das Basketball-Cup-Achtelfinale.

Stimmen zur Begegnung:
James Williams, Headcoach der Rocks:
“Wir haben das Spiel in den ersten zehn Minuten gewonnen. Dornbirn hat sich gut zurückgekämpft und uns gefordert. Wir haben das Spiel aber gewonnen, das ist was zählt.“

Maximilian Hübner, Spieler der Rocks: „Wir haben mit viel Energie gestartet und ein gutes erstes Viertel hingelegt. Wir müssen weiter an uns arbeiten und in Zukunft 40 Minuten volle Leistung geben. Wenn wir dann noch die 3er treffen, gewinnen wir jedes Spiel.“

Borja San Mguel, Headcoach der Lions: „Wir hatten eine lange Anreise aus Dornbirn. Ich bin zufrieden mit dem Team, wir gut gespielt und Mattersburg gefordert. Mit dem Ergebnis bin ich weniger zufrieden, das hätte auch anders ausgehen können.“

Sebastian Gmeiner, Spieler der Lions: „Wegen der langen Reise waren wir im ersten Viertel nicht ganz bei der Sache. Wir haben uns aber zurück gekämpft und waren kurz vor Schluss knapp daran den Ausgleich zu schaffen. Die Rocks haben danach aber wichtige Würfe getroffen und das Spiel gewonnen.”

Basket Flames – Mistelbach Mustangs 72:63 (16:14, 37:28, 49:40)
Beste Werfer: Vay 21, Memcic 14, Wonisch 8 bzw. Isbetchiran 21, Sismilich 12, Morwitzer 11

Den Basket Flames gelingt im Cup die Revanche für die klare Auftaktnierderlage in der 2BL. Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel können sich die Wiener angeführt von Fabricio Vay (21 Punkte, 13 Rebounds) im zweiten Abschnitt etwas absetzen. Die ersatzgeschwächten Mustangs – neben den beiden Legionären fehlten auch Heindl und Sprung – kamen im dritten Viertel zwar noch einmal zurück ins Spiel., am Ende kam allerdings die größere Rotation der Wiener zum Erfolg. Damit gelang den Flames erstmals in den vergangenen drei Anläufen die Qualifikation für das Achtelfinale. Die Mustangs hingegen mussten nach den erfolgreichen beiden Viertelfinalqualifikationen der vergangenen beiden Saisonen das frühe Cup-Aus hinnehmen.

Franz Zderadicka, Headcoach der Flames: „Wir haben heute in der Defensive eine ordentliche Leistung abgeliefert. Entscheidend für unseren heutigen Sieg war sicher dass wir die Rebounds kontrolliert haben. Wir freuen im Achtelfinale gegen einen Erstligisten antreten zu dürfen.“

Ralph Wimmer, Assistant Coach der Mustangs: „Die Basket Flames waren heute die bessere Mannschaft. Wir waren unterbesetzt, was keine Ausrede sein soll, aber ich denke die längere Bank war heute mitentscheidend.“

KOS Celovec – BBC Nord Dragonz 58:91 (17:24, 37:48, 46:69)
Beste Werfer: Razdevsek 18, Kralj 16, Smrtnik 9 bzw. Hegedüs 20, Baumgartner 20, Radanovic 18

Den BBC Nord Dragonz gelang die doppelte Revanche gegen KOS Celovec. Erst am vergangenen Wochenende setzten sich die Kärntner deutlich gegen den 2BL-Debütanten in der Liga durch und im Vorjahr schaltete KOS die Dragonz im Cup aus. Die Dragonz setzten sich bereits im ersten Viertel auf bis zu neun Punkte ab. Im zweiten Abschnitt kamen die Hausherren mehrmals noch knapp dran, ein Schlussspurt in der ersten Halbzeit brachte aber die Vorentscheidung zu Gunsten der Dragonz. Die Burgenländer bauten den Vorsprung in der zweiten Halbzeit aus und qualifizierten sich mit 91:58 für das Achtelfinale des BasketballCups. Attila Hegedüs und Lukas Baumgartner kamen auf jeweils 20 Punkte.

Stimmen zur Begegnung:
Stefan Hribar, sportlicher Leiter KOS:
„Im Spiel passierten uns heute zu viele Fehler. Unser Focus liegt nun in der Meisterschaft.”

Dragan Sliškovič, Headcoach KOS: “Die jungen Spieler haben heute Spielzeit bekommen. Jetzt wissen wir, woran wir noch arbeiten müssen. Leider hat sich Andi Smrtnik verletzt. Am Sonntag ist die Wichtigkeit des Spiels höher.“

Julian Thomas, Spieler KOS, „Wir haben heute die Revanche geholt, die wir wollten, denn wir hatten letztens nicht das Gesicht gezeigt, das wir zeigen wollten. Gut gespielt und verdient gewonnen.”

Dušan Kozlica, Headcoach Dragonz: „Wir haben uns heute im Vergleich zu Letztens defensiv enorm gesteigert. Ich freu mich für meine Jungs, die endlich eine Bestätigung für die Arbeit bekommen haben und ich hoffe, dass wir die positive Stimmung für Samstag gegen Salzburg mitnehmen können.“

BBU Salzburg – Raiders Villach 81:99 (23:33, 43:50, 66:83)
Beste Werfer: Oluic 23, Sanches Daza 19, Milovac 16 bzw. Perkovic 25, Erculj 24, Trpin 15

Der Tabellenführer der 2. Basketball Bundesliga setzt sich im Basketball Cup bei der BBU Salzburg durch. Vor zwei Jahren gewannen die Kärntner noch hauchdünn in der 2. Cup-Runde. Dieses Mal gelang den Raiders mit 99:81 ein deutlicherer Erfolg gegen Salzburg. Bereits im ersten Viertel wussten die Kärntner mit ihrer Offensiv-Power zu überzeugen. Die Villacher trafen mehr als 50% ihrer Dreipunktewürfe. Vor allem Jasmin Perkovic (25 Punkte) und Ziga Erculj (24 Punkte, 7 Rebounds) waren an diesem Abend nicht zu stoppen und brachten ihr Team mit einem 99:81 ins Achtelfinale. Damit bleiben die Raiders sowohl in der Liga als auch im Cup in dieser Saison als einziges 2BL-Team ungeschlagen.

Stimmen zur Begegnung:
Dusko Stojakovic, Obmann-Stellvertreter BBU Salzburg:
„Ein sehr verdienter Sieg für Villach, die wieder eine tolle Dreierquote hatten. Wir konnten das große Tempo für die Überraschung nicht mitgehen. Daher Gratulation an Villach.“

Sebastian Huber, Spieler Villach Raiders:
„Schweres Spiel, wie erwartet. Wir wussten, dass Salzburg gut spielt und zwei Titelaspiranten geschlagen hat. Wir haben Salzburg immer wieder zurückkommen lassen, aber am Ende haben wir es gut über die Bühne gebracht. Ich denke der Sieg in dieser Höhe ist fair.“

02.11.2018