Basketball

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Die Jennersdorf Blackbirds (#2) haben den Panaceo Raiders Villach (#3) die erste Saisonniederlage zugefügt und mit ihrem vierten Sieg in Serie die Mattersburg Rocks (#1) zum Tabellenführer der ZWEITEN Basketball Bundesliga gemacht. Die Rocks feierten mit einem 99:79 über die Mistelbach Mustangs (#8) ihren ebenfalls vierten Saisonsieg.

Alle drei Teams liegen nach fünf Spielen punktegleich an der Spitze der Tabelle. Der BBC Nord Dragonz (#11) gewann indes sein erstes Spiel in der 2BL. Trotz hoher Führung brauchte es gegen die BBU Salzburg (#4) eine Verlängerung für den knappen 83:81-Heimerfolg. Der UBC St. Pölten (#5) blieb mit einem 82:66-Erfolg über die Wörthersee Piraten (#6) auch in seinem dritten Heimspiel ohne Niederlage. Die Raiffeisen Dornbirn Lions (#7) holten sich ihren bereits dritten Sieg in Serie. Die Basket Flames (#9) kamen mit einem 96:75 über KOŠ Posojilnica Bank Celovec (#10) zu ihrem ersten Auswärtssieg.

BBC Nord Dragonz – BBU Salzburg 83:81 n.V. (25:21, 45:37, 58:46, 75:75)
Scorer BBC: Radanovic 19, Markus 18, Drljaca 16
Scorer BBU: Mouratoglou 33, Sanchez 20, Milovac 12

Der BBC Nord Dragonz (#11) hat in der 5. Runde der ZWEITEN Basketball Bundesliga seinen ersten Sieg gefeiert. Die Burgenländer, die seit Donnerstag auch im Cup-Achtelfinale stehen, besiegten die BBU Salzburg (#4) mit 83:81 nach Verlängerung. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase bekamen die Dragonz die Partie zunehmend unter Kontrolle und bauten ihren Vorsprung auf 17 Punkte aus (70:53 / 35. Min). Doch die Salzburger kämpften sich mit einem fulminanten Finish zurück und Dimitris Mouratoglou schickte die Begegnung mit 13 Punkten am Stück und einem „buzzer-beater“ in die Overtime: Dort zollte die BBU ihrer Aufholjagd Tribut und der BBC holte sich am Ende den verdienten Sieg. Bei den Dragonz scorten gleich fünf Spieler zweistellig. Der Schlüssel zum Erfolg waren mit Sicherheit auch wenig Ballverluste – 12 Turnover waren der bisher niedrigste Wert der Dragonz in dieser Saison – und eine starke Leistung am Rebound. Auf Seiten der Salzburger, wo sich Christian Joch einen Fingerverletzung zuzog, war Dimitriy Mouratoglou mit 33 Punkten Top-Scorer.

Stimmen zum Spiel:

Dusan Kozlica, Headcoach vom BBC: „Es war kein Spiel für schwache Nerven. Ich freue mich sehr für meine Mannschaft und für unsere Fans. Wir haben heute gezeigt was in dieser Mannschaft steckt, haben unseren Gameplan sehr gut umgesetzt und verdient gewonnen.“

Stojan Radanovic, Spieler vom BBC: „Der Sieg gegen KOS hat uns Flügel verliehen. Wir sind von Beginn an mit einem sehr großen Selbstvertrauen in die Partie gestartet und hatten diesmal auch das verdiente Ende, welches in den anderen knappen Spielen gefehlt hatte. Danke an alle Fans die uns lautstark zum Sieg gepeitscht haben!“

Aaron Mitchell, Headcoach der BBU: „Gratulation an den BBC Nord! Wir haben heute einfach nicht fokussiert gespielt!“

Dusan Oluic, Spieler der BBU: „Heute war nicht unser bester Tag. Nach einem tollen Comeback haben wir es nicht geschafft, das Spiel ganz zu drehen und den Sieg einzufahren. Gratulation an die Eisenstädter. Wir werden wieder auf die Siegesstrecke zurückkommen!“

Union Deutsch Wagram Alligators – Dornbirn Lions 69:107 (18:24, 39:53, 52:84)
Scorer Alligators: Wlasak 13, Hofer 11, Rados, Goranovic je 8
Scorer Lions: Walker 24, Medori 19, Arruti 14

Die Dornbirn Lions (#7) haben ihren bereits dritten Ligasieg in Serie gefeiert. Die Vorarlberger gewannen bei der Union Deutsch Wagram Alligators (#12) deutlich mit 107:69. Die Niederösterreicher gingen auch im – inklusive Cup – sechsten Spiel als Verlierer vom Platz. Das zweite und dritte Viertel dieser Begegnung brachte die Entscheidung zu Gunsten der Lions. Sie unterstrichen mit insgesamt 60 Punkten in diesen 20 Minuten ihre offensiven Qualitäten. Defensiv hielten sie die Alligators bei durchschnittlich etwa 17 Punkte pro Viertel und waren auch damit nie um den Sieg zu bringen. Die Vorarlberger hatten mit 50:30 ein gewaltiges Plus am Rebound und trafen auch phantastische 48% von jenseits der Dreipunktelinie (12/25). Lions-Legionär Aron Walker legte mit 24 Punkten und 10 Rebounds sein erstes „double-double“ auf. Bei den Niederösterreichern, die ein weiters Mal mit der Physis des Gegners Probleme hatten, war Elias Wlasak 13 Punkten Top-Scorer.

Stimmen zum Spiel:

Stefan Grassegger, Headcoach der Alligators: „Heute haben wir es endlich geschafft, gut ins Spiel zu starten und bis zur Halbzeitpause waren wir gut in der Partie. Nach Seitenwechsel sind wir wieder in Einzelteile zerfallen und haben es nicht geschafft, den Lauf der Dornbirner zu stoppen. Dornbirn hat verdient das Spiel gewonnen.“

Elias Wlasak, Spieler der Alligators: „Im der ersten Halbzeit konnten wir den heimischen Fans endlich zeigen, wie wir Basketball spielen können. Leider ist in der 2. Halbzeit die Energie in der Mannschaft abgefallen. Auf manche Aspekte können wir aufbauen, an manchen müssen wir noch arbeiten, um weiter zu kommen.“

Borja San Miguel, Headcoach der Lions: „Ich bin sehr glücklich darüber, dass wir die Probleme, die wir in den letzten Spielen hatten, heute vermeiden konnten. Alle meine Spieler waren richtig involviert und haben als Team gespielt. Wir haben jetzt ein positives Momentum, das wir so lange wie möglich aufrechterhalten wollen.“

Sebastian Gmeiner, Spieler der Lions: „Nachdem wir uns im 1. Viertel schwergetan haben, haben wir im weiteren Spiel unsere Klasse ausgespielt und das Spiel gewonnen. Ein Lob an die junge Mannschaft von Coach Grassegger, die nie aufgegeben hat.“

UBC St. Pölten – Wörthersee Piraten 82:66 (18:14, 46:27, 61:47)
Scorer UBC: Kaltenbrunner N. 19, Lacic 15, Böck Ch. 12
Scorer Piraten: Simoner 17, Keric 12, Simik 11

Der UBC St. Pölten (#5) hat auch das zweite Spiel gegen die Wörthersee Piraten (#6) binnen weniger als 24 Stunden für sich entschieden. Nach dem knappen 82:78-Erfolg im Cup-Spiel am Freitag, feierten die Niederösterreicher in der Meisterschaft einen ungefährdeten 82:66-Heimsieg. Damit gewann der UBC auch sein drittes Heimspiel in dieser Saison, die Piraten mussten sich zum zweiten Mal in Serie auswärts geschlagen geben. Nachdem der UBC spektakulär mit 10:0 eröffnet hatte, kamen die Piraten zwar im ersten Abschnitt nochmals zurück, ehe sich die Niederösterreicher mit einem 28:13 im zweiten Viertel den entscheidenden Vorteil verschafften.

Stimmen zum Spiel:

Felix Jambor, Assistent-Coach vom UBC: „Wir hatten einen sehr guten Start in das heutige Spiel und konnten uns gleich eine hohe Führung erspielen. In der zweiten Halbzeit ließen wir zwar ein bisschen nach, jedoch war das Spiel trotzdem ein hochverdienter Sieg für uns.“

Lukas Böck, Spieler vom UBC: „Wir sind im Gegensatz zu den letzten Spielen dieses Mal sehr gut weggestartet. Wir hatten leider einen kurzen Einbruch im dritten Viertel, der sofort von den Wörthersee Piraten bestraft wurde. Jedoch haben wir uns wieder gefangen und in der Schlussphase das Tempo hochhalten können.“

Andreas Kuttnig, sportlicher Leiter der Piraten: „Wir sind heute leider zu spät aufgewacht und konnten unsere schlechte Leistung in der ersten Halbzeit leider nicht mehr kompensieren.“

Lukas Simoner, Kapitän der Piraten: „Leider war es heute so wie gestern: An sich war es ein gutes Spiel jedoch haben wir das Spiel selbst wieder aus der Hand gegeben, vor allem mit unserem Start den wir hingelegt haben. 0:10 gleich mal hinten.Das Positive war dann die zweite Halbzeit in der wir uns zurückkämpfen konnten. Wir waren teilweise echt knapp dran, nur das Problem liegt darin, dass wir die Matches wie gesagt selbst aus der Hand geben. Nun heißt es in der nächsten Begegnung so zu spielen, wie wir es eigentlich können.“

Mattersburg Rocks – Mistelbach Mustangs 99:79 (31:16, 53:40, 90:55)
Scorer Rocks: Ware 23, Nicoli 19, Hallett 12
Scorer Mustangs: Semerad 22, Isbetcherian 20, Morwitzer 10

Die Mattersburg Rocks (#1) haben mit ihrem vierten Saisonsieg die Tabellenführung in der ZWEITEN Basketball Bundesliga übernommen. Die Burgenländer besiegten die Mistelbach Mustangs (#8) klar mit 99:79. Mattersburg gewann damit nach drei Niederlagen wieder ein Spiel gegen die Niederösterreicher, die damit ihre dritte Niederlage am Stück einstecken mussten. Mit einem fulminanten Start (15:0) klärten die Rocks früh die Verhältnisse in diesem Spiel und waren fortan tonangebend. Dank unglaublicher Präsenz in der Zone (58:22 „points in the paint“ und 46:28 Rebounds) baute die Mannschaft um Top-Scorer Gary Ware (23 PTS) den Vorteil auf bis zu 35 Punkte (90:55 / 30. Min) aus und ging schlussendlich als verdienter Sieger vom Feld. Bei den Mustangs, die etwa ohne Ivo Prachar, Ronald Sprung und Michal Jedovnicky auskommen mussten, war Michal Semerad mit 22 Punkten Top-Scorer.

KOŠ Celovec – Basket Flames 75:96 (13:21, 34:44, 62:67)
Scorer KOŠ: Fizuleto 17, Razdevsek 16, Smrtnik 14
Scorer Flames: Vay 33, Memcic 18, Najdanovic 15

Die Basket Flames (#9) haben ihren zweiten Saisonsieg gefeiert. Sie gewannen bei KOŠ Celovec (#10) dank eines starken Schlussviertels am Ende mit 96:75. Insgesamt war es bereits der 10. Sieg der Wiener gegen KOŠ. Ein 10:2-Run gegen Ende des ersten Viertels (19:11 / 10. Min) brachte den Flames ein frühe Führung, die sie lange behaupteten. KOŠ gelang es dann gegen Ende des dritten Abschnitts mehrmals auf -1 zu verkürzen und hielt die Partie offen. Ein 13:0-Finish in den letzten 2,5 Minuten sicherten den Flames schlussendlich einen klaren Sieg. Trotz 18 Turnover – zwei mehr als die Kärntner – hatten die Wiener ihre Vorteile unter dem Korb (37:30 Rebounds) und eine starke Trefferquote aus der Distanz (54%) zur Hand. Fabricio Vay verpasste nur knapp ein „triple-double“ (33 PTS, 10 RB, 7 AS). Lovro Fizuleto war mit 17 Punkten bester Werfer der Kärntner.

Stimmen zum Spiel:

Stefan Hribar, sportlicher Leiter von KOŠ: „Wir haben heute gezeigt, dass wir eine gute Mannschaft haben. Leider halten wir es kräftemäßig bis zum Schluss noch nicht aus. Christian Erschen hat uns heute sehr gefehlt, Smrtnik und Fižuleto sind auch noch nicht 100% fit.“

Dragan Sliskovic, Headcoach von KOŠ: „Wir haben ein Reboundproblem, da uns unterm Korb die Höhe fehlt. Außerdem mussten drei Spieler vorzeitig das Spielfeld verlassen und in den letzten Minuten haben wir dann auch noch keine Defense gespielt. Aber mit dem Einsatz bin ich zufrieden.“

Fuad Memcic, Spieler der Flames: „Ich würde sagen, dass wir die bessere Mannschaft haben. Ein Lob gilt aber auch KOŠ, sie haben heute sehr gekämpft.“

Franz Zderadicka, Headcoach der Flames: „Ein anstrengendes Spiel mit vielen Fehlern. KOŠ hat heute auch besser gespielt, wie in den letzten Spielen. Es lag aber an unseren Fehlern, dass wir nicht früher die Entscheidung herbeiführen konnten.“

Jennersdorf Blackbirds – Raiders Villach 96:86 (25:19, 48:42, 73:63)
Scorer Blackbirds: Klepeisz 18, Moric 16, Astl Ch. 15
Scorer Raiders: Perkovic 35, Erculj 29, Trpin 10

Die Jennersdorf Blackbirds (#2) haben den Raiders Villach (#3) ihre erste Saisonniederlage zugefügt. Die Burgenländer gewannen 96:86 und feierten ihren nun vierten Sieg in Serie. Es war der erste Sieg über Villach in der jungen Vereinsgeschichte der Blackbirds. Die Blackbirds kontrollierten von Beginn an das Geschehen und konnten sich bis zur 16 Minute einen 13-Punkte-Vorsprung sichern (41:28). Dank eines 10:0-Runs glichen die Raiders in der 36. Minute wieder aus (80:80), ehe die Blackbirds mit einem guten Schlussakkord endgültig den Deckel draufpackten. Dank starker Teamleistung – gleich sechs Spieler scorten zweistellig – sicherten sich die Blackbirds einen verdienten Sieg, weil es ihnen defensiv gelang, die Villacher-Gefährlichkeit aus der Distanz zu limitieren (26%). Selbst trafen sie 45% von jenseits der Dreipunktelinie. Eine starke Leistung brachte Bernhard Koch mit 12 Punkten bei nur einem Fehlwurf. Bei den Raiders verbuchte Jasmin Perkovic (35 PTS, 15 RB) ein weiteres „double-double“.

Stimmen zum Spiel:

Daniel Müllner, Headcoach der Blackbirds: „Es war das erwartet schwierige Spiel – Villach hat jeden Run von uns gekontert. Am Ende haben wir jedoch die Big Points gemacht und so den Sieg eingefahren. Danke an die Fans für die Unterstützung bei diesem Spitzenspiel!“

Philipp Horvath, Spieler der Blackbirds: „Wir haben heute gegen eine starke Mannschaft gespielt – das Match war sehr intensiv. Am Ende konnten wir uns aber als Team verdient durchsetzen, auch weil die Fans uns heute wieder extrem stark unterstützt haben!“

Nino Gross, Kapitän der Raiders: „Jennersdorf hat heute aufgrund der kämpferischen Leistung verdient gewonnen. Für uns kommt die Niederlage zur rechten Zeit – wir müssen uns am Rebound verbessern und den Dreier besser treffen. Gratulation an die Blackbirds!“

Presseinfo 2BL/ABL

04.11.2018