Goran Djuricin

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Bei seinem ersten Fernsehauftritt nach der Trennung von Rapid spricht Goran Djuricin über den Druck durch Medien und Fans. Anna Veith fühlt sich nach ihrer weitgehend schmerzfreien Vorbereitung für die Skisaison gerüstet. Und im Fußball-Talk über den Aufstand der Underdogs erklären Markus Schopp und Oliver Glasner ihre Erfolgsläufe mit Hartberg bzw. dem LASK. Das waren die Highlights von „Sport und Talk aus dem Hangar-7“ am 5. November 2018.

Moderation: Florian Rudig

Die Themen: Ski alpin, Fußball

Die Gäste: Anna Veith, Franz Müllner, Muhamed Kahrimanović, Oliver Glasner, Walter Schachner, Goran Djuricin, Markus Schopp
Goran Djuricin: „Ich hätte mir einen Hoeneß oder Rummenigge gewünscht.“ – Zitate-Service „Sport und Talk aus dem Hangar-7“ am 5. November 2018

FUSSBALL – GORAN DJURICIN

„Es war eine riesen Erleichterung, aber ein komisches Gefühl. Wenn man scheitert, ist es nie angenehm, da geht einem viel durch den Kopf.“
Goran Djuricin kann Rapids Entscheidung zur Trennung verstehen.

„Viele Spieler haben nicht mehr frei aufspielen können.“
Goran Djuricin über den Druck von der Tribüne.

„Vieles war unter der Gürtellinie. Ich hätte mir einen Hoeneß oder Rummenigge gewünscht, die für mich gesprochen hätten.“
Goran Djuricin fehlte teilweise der Rückhalt von der Vereinsführung.

„Ich frage mich heute, fünf Wochen danach, wie ich das ausgehalten habe. Meine Frau war die glücklichste Frau der Welt, als sie erfahren hat, dass ich nicht mehr bei Rapid bin.“
Goran Djuricins reflektiert über die letzten Monate in Hütteldorf.

„Der Frust ist bei Rapid sehr groß, weil zehn Jahre lang kein Titel gewonnen wurde. Es ging da nicht um mich, sondern um die Person des Rapid-Trainers. Jeder, der da gestanden wäre, hätte diese Probleme gehabt.“
Goran Djuricin glaubt, dass die Rapid-Fans nicht gegen ihn persönlich protestiert haben.

„Egal wie hoch der Druck ist, muss man die Füße hochhalten und sachlich bleiben.“
Goran Djuricin gesteht, nicht immer richtig auf Kritik reagiert zu haben.

„Wir haben uns nie über Siege gefreut, sondern waren immer nur erleichtert.“
Auch die Spieler stehen laut Goran Djuricin bei Rapid permanent unter Druck.

SKI ALPIN – ANNA VEITH

„Ich fühle mich imstande, die Trainings zu absolvieren, die zu machen sind.“
Anna Veith konnte nach langer Zeit wieder eine schmerzfreie Vorbereitung absolvieren.

„Ich habe mich gefühlt, als ob ich 50 oder älter wäre.“
Anna Veith über die Leiden während ihrer Verletzung.

„Es gibt Tage, an denen die Knie noch ein bissl reagieren, aber das gehört dazu.“
Komplett hergestellt ist Anna Veith offenbar noch nicht.

„In der Vorbereitungen habe ich Erfahrungen gemacht, bei denen ich gemerkt habe, dass ich das Skifahren, das ich umsetzen will, auch drauf habe.“
Anna Veith über das Versetzen in den Rennmodus.

„Ich habe in der ersten Zeit nach der Verletzung gespürt: Das ist so etwas Geiles.“
Ihre Leidenschaft für den Skisport hat Anna Veith nicht aufgeben lassen.

„Ich brauche diese Abwechslung und mag sie auch.“
Anna Veith will weiterhin mehrgleisig fahren.

FUSSBALL – AUFSTAND DER UNDERDOGS

„Mit einem guten Kollektiv, bei dem der eine für den anderen da ist, kannst du auch gegen Mannschaften bestehen, die individuell besser sind.“
Nur an der Spitze sieht Oliver Glasner in der Endabrechnung die üblichen Verdächtigen.

„So etwas hat es schon gegeben, zum Beispiel in Gödig unter Hütter oder in Altach unter Canadi. Die Aufsteiger haben null Druck, null Erwartungshaltung. Da ist es ein bisschen einfacher.“
Goran Djuricin über Erfolgsläufe kleiner Klubs.

„Wir haben auch zu Beginn versucht, die Ergebnisse richtig einzuordnen, als wir sechs Runden keinen Sieg eingefahren haben. Wir wissen, wo wir hingehören und was wir zu leisten imstande sind. “
Markus Schopp über die Kaderzusammenstellung in Hartberg.

„Viele Entscheidungsträger lassen sich von den Ergebnissen leiten. Es ist statistisch bewiesen, dass es den Trainereffekt nicht gibt.“
Für Oliver Glasner sind Resultate nicht der wichtigste Parameter für geleistete Arbeit.

Medieninfo Servus TV

06.11.2018