SK Rapid Trainer Dietmar Kühbauer: „Es liegt schon an uns, obwohl der Elfmeter ein wunderbares Geschenk war“

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In der 14. Runde der Tipico Bundesliga trafen in der Lavanttal-Arena die Mannschaften des Wolfsberger AC und von SK Rapid Wien aufeinander.

Die Hausherren aus Kärnten behielten die Oberhand und konnten sich am Ende mit 3:1 durchsetzen. Wir haben die Stimmen zum Spiel …

WAC – SK Rapid Wien, 3:1 (0:1)
Schiedsrichter: Christian-Petru Ciochirca

Dietmar Kühbauer (Trainer SK Rapid):

… nach dem Spiel: „Wenn man über zwei Monate hinweg viele Spiele hat, ist man hinten raus wahrscheinlich oftmals den Schritt kürzer. Ich will meine Mannschaft nicht verteidigen, keineswegs, das war von der ersten bis zur letzten Minute nicht das Spiel, das wir spielen wollten. Das 1:0 war wichtig und dann schenken wir ihnen nach der Pause gleich das Tor. Dann haben wir uns quasi fast ergeben. Müdigkeit glaube ich wohl, aber die Pässe sind nicht angekommen und wir waren in allen Belangen unterlegen, nicht weil der Gegner so super war, sondern weil der Gegner frischer und agiler war und den Sieg mehr wollte. Wir haben versucht das Resultat drüber zu bringen und sind dann bestraft worden. Ich bin nicht da um den Schiedsrichter zu kritisieren, aber darüber müssen wir nicht mehr viel diskutieren. Eine völlig verdiente Niederlage, aber durch so einen Elfmeter ist es umso schlimmer. Kurz davor war eine Elfmeterwürdige Situation mit Schmerböck und vielleicht hat er sich von dem beeindrucken lassen. Nichtsdestotrotz, es liegt schon an uns, obwohl der Elfmeter ein wunderbares Geschenk war. Ich weiß, dass er nicht der Stefan Schwab ist, der er sein kann. Es ist einfach so, da will ich die Mannschaft gar nicht in Schutz nehmen, diese Belastung der letzten Monate, wenn wir nicht klar vorne sind, bekommen wir hinten raus Probleme. Ich möchte die Jungs heute nicht einmal annähernd verteidigen, das war zu wenig hier. Wenn wir jammern, wird es nicht besser werden. Ich fordere von den Buschen, dass wir aufstehen und Farbe bekennen müssen. Ich will den WAC nicht schlecht reden oder gut reden, sie waren die bessere Mannschaft, aber es war nicht so, dass sie gezaubert haben. In Wolfsberg musst du physisch dabei sein.“

Christian Ilzer (Trainer WAC):

… nach dem Spiel: „Vor allem die Schlussphase war hoch emotional. Wir waren über das ganze Spiel die klar bessere Mannschaft und haben einen hochverdienten Sieg an Land gezogen.“

Michael Liendl (WAC):

… nach dem Spiel: „Wir haben uns in das Spiel reingekämpft, Rapid hat auch die eine oder andere Chance gehabt, aber am Ende hat der Wille gesiegt, verdient. Ich habe schon souveränere Elfer geschossen, aber drinnen ist drinnen. Es ist auch unsere Qualität mit dem Ball zum Tragen gekommen, unglaublich schön. Wir haben einen direkten Konkurrenten noch mehr auf Abstand gehalten.“

Fredy Bickel (Geschäftsführer Sport SK Rapid):

… nach dem Spiel: „Ein schwerer Nackenschlag. Der geht unglaublich hinein. Diese Niederlage müssen wir uns selber zuschreiben, ich muss die Mannschaft in die Kritik nehmen – man kann sich die Müdigkeit auch einreden. Es geht nicht, dass man so wenig dazu beiträgt, um hier Punkte zu holen. Es ist insbesondere eine Kopfsache, wo wir uns schon auch alle in Frage stellen. Das musst du rausbringen aus den Spielern, es gelingt uns immer wieder nur ansatzweise.“

Alfred Tatar (Sky Experte):

… nach dem Spiel: „Von der Leistung war der WAC Sieg verdient, entschieden wurde es aber von einem fragwürdigen Elfmeter. Es war eine Fehlentscheidung. Über das ganze Spiel gesehen war der WAC die klar bessere Mannschaft. Wie der Sieg zustande gekommen ist, ist eine andere Frage, in der 90. Minute so einen Elfmeter zu bekommen. Das Ziel (für den WAC) kann nur mehr lauten, dass sie dabei sein wollen in den Top-6. Rapid ist Rapid und hat immer den Anspruch, dass man unter den ersten Drei in Österreich ist.“

Toni Pfeffer (Sky Experte):

… nach dem Spiel: „In der 2. Halbzeit hat Rapid nicht mehr dagegen gehalten, deshalb muss man die Physis ansprechen. Die Elfmetersituation war spielentscheidend und aufgrund der ersten Halbzeit und zum Schluss war der WAC überlegen, hatte mehr Chancen und damit ist der Sieg verdient. Es hängt für mich bei Rapid mit der Doppelbelastung zusammen. Das merkt man im körperlichen Bereich, auch wenn es der Didi nicht zugibt. Es wird noch dauern, bis der Didi sein System umsetzen kann.“

Presseinfo Sky Austria/red.

11.11.2018