KAC, Black Wings Linz

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Im ersten Spiel nach der neuntägigen Länderspielpause empfängt der EC-KAC am Dienstag den EHC Linz in der Stadthalle Klagenfurt.

DIE ECKDATEN: Am 18. Spieltag der Erste Bank Eishockey Liga empfängt der EC-KAC am Dienstagabend (Spielbeginn: 19.15 Uhr) den EHC Linz in der Stadthalle Klagenfurt. Tickets für diese Begegnung sind noch in allen Kategorien im Online-Ticketshop des EC-KAC (kac.at/tickets), an den bekannten Vorverkaufsstellen oder am Spieltag an der Abendkassa erhältlich. Diese Begegnung wird nicht im TV übertragen, live berichten das Kärntner Eishockeymagazin von Radio Kärnten sowie der Live-Ticker auf kac.at.

DIE AUSGANGSSITUATION: Der EC-KAC musste, nachdem er zuvor in sieben Partien in Serie einen Punktegewinn verbuchen konnte, im letzten Spiel vor dem International Break eine bittere Auswärtsniederlage bei den Graz 99ers einstecken: Am vergangenen Sonntag unterlagen die Rotjacken in der Steiermark trotz einer 3:0-Führung nach dem ersten Abschnitt mit 3:6. Damit liegen die Klagenfurter aktuell auf Platz fünf der EBEL-Tabelle, sie empfangen am Dienstag ihren Nachbarn im Ranking, den EHC Linz, den man im ersten Saisonduell auswärts mit 3:1 bezwingen konnte.

Die Oberösterreicher starteten recht schwerfällig ins neue Spieljahr, sie verloren acht ihrer ersten zwölf Saisonspiele. Seither ging es für die Black Wings aber bergauf, vier der jüngsten fünf Partien wurden gewonnen, lediglich beim Titelverteidiger in Bolzano unterlag man knapp mit 1:2. Damit hat sich das Team von Head Coach Troy Ward wieder in die obere Hälfte des EBEL-Tableaus geschoben und liegt so auf Kurs zur Verlängerung einer beeindruckenden Linzer Serie: Als einziger Klub in der Liga hat sich der EHC nämlich in jeder Saison seit der Einführung der Zwischenrunde für deren obere Gruppe qualifiziert.

DIE ZAHLEN ZUM SPIEL: 6 – Der EC-KAC hat in jedem seiner bisher sechs vor eigenem Publikum ausgetragenen Saisonspiele gepunktet, insgesamt wurden in der Stadthalle 13 von 18 möglichen Zählern eingefahren. Einen besseren Start vor heimischer Kulisse legten die Rotjacken zuletzt im Spieljahr 2011/12 hin, als sie in der achten Heimpartie erstmals in regulärer Spielzeit bezwungen wurden.

7,93 – Neuzugang Adam Comrie ist der bisher offensiv auffälligste Verteidiger der Rotjacken in dieser Saison: Pro 60:00 Minuten Time-on-Ice gelangen ihm 7,93 Zone Entries, also Vorstöße über die blaue Linie zur Angriffszone mit Scheibenkontrolle. Sein diesbezüglicher Wert liegt um 60,8 Prozent über dem Schnitt aller anderen Abwehrspieler im Kader.

13 – Mit seinem kuriosen Tor im jüngsten Auswärtsspiel in Graz, seinem fünften Saisontreffer, schraubte KAC-Topscorer Nick Petersen sein persönliches Saisonkonto auf 18 Zähler nach oben. Der Kanadier hat nun bei 13 seiner 16 Saisoneinsätze gepunktet.

21:21 – Im letzten Spiel vor dem International Break unterlagen die Rotjacken beim neuen Tabellenführer aus Graz mit 3:6. In dieser Begegnung verfügte der EC-KAC nur in 21:21 Spielminuten über Scheibenbesitz, was dem zweitniedrigsten Wert der bisherigen Saison entsprach. Nur gut ein Drittel dieser Zeit (33,5 Prozent) war Rot-Weiß im Offensivdrittel im Puckbesitz – niedrigster Anteil 2018/19 (Saisonschnitt zuvor: 45,7 Prozent).

125 – Der EC-KAC und der EHC Linz standen sich in Österreichs höchster Spielklasse bislang 125 Mal gegenüber, wobei neben 56 Klagenfurter Erfolgen gleich 69 der Oberösterreicher zu verzeichnen waren. Seit der Liga-Neugründung im Jahr 2000 haben die Rotjacken relativ betrachtet gegen kein anderes Team seltener gewonnen als gegen die Black Wings (Winning Percentage: 44,8 Prozent).

DER GEGNER: Mit Beginn der Ära von Head Coach Rob Daum im Sommer 2011 etablierte sich der EHC Linz im Spitzenfeld der Erste Bank Eishockey Liga. Zwar blieben – vom in überzeugender Manier geholten Meistertitel im ersten Jahr dieser Periode abgesehen – die ganz großen Erfolge aus, die Oberösterreicher feierten jedoch in jeder der vergangenen sieben Spielzeiten zumindest 34 Saisonsiege. In fünf dieser sieben Jahre gingen die Black Wings mit Heimvorteil ins Play-Off-Viertelfinale, beendeten den Grunddurchgang also im obersten Drittel der Tabelle.

In der vergangenen Spielzeit, der ersten unter Troy Ward, war für den EHC Linz (zum bereits achten Mal im Verlauf der vergangenen zwölf Saisonen) im Halbfinale Schluss, als man gegen den EC Salzburg mit zwei zu vier Siegen den Kürzeren zog. Dieses Scheitern führte zu weitreichenden personellen Veränderungen im Sommer, nicht weniger als zwölf Neuzugänge kamen an die Donaulände, darunter auch Verteidiger Kevin Kapstad, der vom EC-KAC zu den Stahlstädtern wechselte. Parallel dazu wurden Schlüsselspieler wie Corey Locke, zuletzt in zwei Saisonen hintereinander bester Vorlagengeber der EBEL, und Torjäger Brian Lebler, dem seit seiner Rückkehr in die Liga in 139 Partien ganze 84 Treffer gelangen, beim Verein gehalten. Schmerzhaft für die Mannschaftsstruktur der Black Wings war hingegen das Karriereende des Brüderpaares Philipp und Robert Lukas, mit dem der Verlust der Erfahrungen aus insgesamt 2.086 Einsätzen in Österreichs höchster Spielklasse einherging.

Auf den EC-KAC traf der EHC Linz seit seinem Ligaeinstieg im Jahr 2000 bislang 125 Mal. Auch wenn die historische Bilanz mit 69 zu 56 Siegen recht klar für die Oberösterreicher spricht, so hatten die Rotjacken sowohl beim letzten in Klagenfurt ausgetragenen Spiel (3:2) als auch beim jüngsten Duell auf Linzer Eis (3:1) das bessere Ende für sich. Insgesamt hat in der Stadthalle seit der Neugründung der Liga allerdings mit dem EC VSV (31 Mal) nur eine Gastmannschaft häufiger gewonnen als die Black Wings (30).

DIE PERSONALIEN: Beim EC-KAC stehen in diesem Heimspiel gegen Linz mit Ausnahme des langzeitverletzten Kapitäns Manuel Geier alle Kaderspieler zur Verfügung. Der rekonvaleszente Verteidiger Christoph Duller ist ins Training zurückgekehrt, kommt in den kommenden Wochen aber im Farmteam in der Alps Hockey League zum Einsatz. Das Tor der Rotjacken wird gegen die Oberösterreicher der wiedergenesene Lars Haugen hüten, der die letzte Partie vor der Länderspielpause krankheitsbedingt verpasst hatte.

DER KOMMENTAR: „Ich denke, dass wir insgesamt ganz gut unterwegs sind und die Grundausrichtung unseres Systems sehr erfolgsversprechend ist. Jetzt nach dem Break wartet eine intensive Phase mit zehn Partien in vier Wochen auf uns, wir begreifen das als Chance, innerhalb kurzer Zeit in der Tabelle noch weiter nach oben kommen zu können. Partien zwischen Klagenfurt und Linz kenne ich von beiden Seiten, es waren fast immer hart umkämpfte Begegnungen, in denen Kleinigkeiten den Ausschlag gaben. Ein solches Duell erwartet uns auch am Dienstag in einer hoffentlich gut gefüllten Stadthalle.“ (Andrew Kozek, Stürmer EC-KAC)

Medieninfo EC KAC

12.11.2018