Aus dem Trio wurde ein Solo bei der Rallye W4

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Dramatische Wende im Kampf um den Sieg bei der ersten Rallye W4 – Spitzenreiter Jaroslav Orsak und Lokalmatador Christian Schuberth-Mrlik sind ausgeschieden – Hermann Neubauer klar in Führung.

Der Nachmittag der Rallye W4 begann eigentlich wie gehabt. Jaroslav Orsak, der dominierende Mann, holte sich auf SP 6 (Rundkurs Altenburg – Fuglau) seine insgesamt vierte Bestzeit und hielt seine österreichischen Verfolger Hermann Neubauer und Christian Schuberth-Mrlik dadurch in Schach. Doch unmittelbar danach erlebte das Spitzentrio, die Tausenden Fans und letztendlich auch die Rallye selber den großen Umsturz.

Erst kam der tschechische Spitzenreiter auf SP 7 gar nicht vom Start weg und musste mit defektem Ford Fiesta R5 aufgeben, kurz danach ereilte auch Lokalmatador Christian Schuberth-Mrlik das Schicksal des vorzeitigen Outs. Auf der zweiten Runde des Rundkurses Manhartsberg lief er auf den Citroen R5 von Kurt Göttlicher auf, und ehe Mrlik den ehemaligen Staatsmeister überholen konnte, durchschlug ein aufgewirbelter Stein den Kühler seines Skoda Fabia R5.

Nutznießer des Dramas war Hermann Neubauer, der problemlos durch die Prüfungen kam und somit drei Wertungsabschnitte vor Schluss relativ klar in Führung liegt.

Rallye W4, Zwischenstand nach SP 7:
1. Hermann Neubauer/Bernhard Ettel A/A Ford Fiesta R5 50:47,8 Min
2. David Botka/Mark Mesterhazi H/H Skoda Fabia R5 +1:24,3 Min
3. Tomas Kurka/Katerina Janovska CZ/CZ Ford Fiesta R5 +2:41,9 Min
4. Andreas Aigner/Jürgen Rausch A/A Subaru WRX STi +4:02,8 Min
5. Mariusz Zapala/Lukasz Wloch PL/PL Ford Fiesta R5 +5:56,0 Min
6. Hannes Hofstetter/Natalie Mayrhofer A/A Subaru Impreza +6:00,9 Min
7. Jan Cerny/Ivo Vybiral CZ/CZ Peugeot 208 R2 +6:09,0 Min
8. Walter Mayer/Jürgen Heigl A/A Peugeot 208 R5 +6:21,4 Min
9. Kurt Göttlicher/Stefan Lischka A/A Citroen DS3 R5 +6:54,2 Min
10. Roland Stegg/Alessandra Baumann A/D Opel Adam R2 +7:04,2 Min

R5 Premiere von Christoph Zellhofer bei Rallye W4 vorzeitig beendet
Junioren Staatsmeister scheitert an einem Wasserpumpenschaden – Bis zur SP 3 lagen der Rookie u. Co. Christina Ettel an 7. Stelle Gesamt.

Junioren Staatsmeister Christoph Zellhofer erhielt als Belohnung für seinen ÖM-Titel von seinem ZM-Racing Team die Gelegenheit, bei der nicht zur Meisterschaft zählenden Rallye W4 im Raum Horn erstmals mit ein Ford Fiesta R5 Boliden Rallyeluft zu schnuppern.

Nach einer kurzen Testphase startete man in der MJP-Arena in Fuglau am Freitag in die erste Sonderprüfung. wo man den sechsten Platz Gesamt erreichte. Auf den folgenden beiden Prüfungen am nächsten Tag war man mit Gesamtrang Sieben gut unterwegs und hoffte sich im weiteren Verlauf der Rallye noch um ein paar Plätze zu verbessern.

Auf der Verbindungsetappe zwischen Prüfung 3 und 4 in der Nähe von St. Leonhard am Hornerwald streikte dann laut Christoph Zellhofer plötzlich der Ford Fiesta R5:“Der Antrieb der Wasserpumpe hatte den Geist aufgegeben. Damit musste ich schweren Herzens den Wagen abstellen, ein Weiterfahren hätte einen größeren Folgeschaden mit sich gebracht. Das wollte ich einfach nicht riskieren.“

Das erste Mal einen R5 Boliden zu bewegen war natürlich für Christoph ein Super-Erlebnis:“ Beim Fahren ist natürlich zwischen 2WD und 4WD ein gewaltiger Unterschied, so etwa wie zwischen Tag und Nacht. Es war schon ein sehr gutes Gefühl, an welches man sich sehr schnell gewöhnen könnte. Daher hoffe ich, dass ich im nächsten Jahr noch bei einer anderen Rallye einen R5 fahren darf, um weitere Eindrücke zu sammeln. Mit meiner Leistung hier in Horn bin ich durchaus zufrieden, ein Abstand auf die Spitze von einer Sekunde pro Kilometer ist mit diesem für mich wirklich neuen Auto sehr akzeptabel.“

Pech hatte leider auch der für ZM-Racing startende Schwede Daniel Ernstedt auf einem Suzuki Swift S1600. Der Nordländer kam auf der Sonderprüfung 2 von der Strasse ab, dabei verlor er ein Rad, das war das Ende bei dieser Rallye für den Schweden.“

Ein Trio matcht sich im Sekundentakt
Hochspannung bei der Rallye-W4-Premiere im Raum Horn / Der Tscheche Jaroslav Orsak führt unter heftiger Gegenwehr von Christian Schubert-Mrlik und Hermann Neubauer das Feld an / Fünf Prüfungen stehen noch aus

Die Hälfte der ersten Rallye W4 haben die Teilnehmer hinter sich gebracht. Fünf der insgesamt zehn Sonderprüfungen im Raum Horn sind absolviert und in Führung liegt momentan der Jaroslav Orsak aus Tschechien.

Schon heute Früh präsentierte sich Jaroslav Orsak putzmunter. Der Tscheche im Ford Fiesta R5, der schon am Freitag die Auftaktprüfujg in der MJP Arena in Fuglau am schnellsten meisterte, war auch auf der 16,2 Kilometer langen Herausforderung GH Staar – Brenntenberg am schnellsten, nahm dabei seinen schärfsten Verfolgern Christian Schuberth-Mrlik (Skoda Fabia R5) sieben bzw. Hermann Neubauer (Ford Fiesta R5) zehn Sekunden ab.

Während Schuberth-Mrlik dann auf SP3 Kronsegg – Gföhl (7,5 km) die Nase vorn hatte, jedoch nur drei Sekunden auf Orsak gutmachen konnte, schlug der Tscheche auf der dann neuerlich zu befahrenden Staar-Brenntenberg-Prüfung eindrucksvoll zurück. Obwohl hier Hermann Neubauer seine Zeit vom ersten Umlauf um 20 Sekunden verbessern konnte, legte Orsak noch was drauf und holte sich die Bestzeit um fast fünf Sekunden vor dem Salzburger.

Neubauer wiederum gewann die fünfte Prüfung Kronsegg – Gföhl II und liegt in der Gesamtwertung nur noch zwei Zehntelsekunden hinter Schuberth-Mrlik auf Platz 3.

Die Stimmen der ersten Drei:
Jaroslav Orsak: „Ich bin sehr glücklich mit der Führung. Leider habe ich auf der Prüfung Kronsegg – Gföhl keinen richtigen Rhythmus gefunden, sonst könnte sie vielleicht noch etwas deutlicher sein. Aber ich bin zufrieden, so wie es ist.“

Christian Schuberth-Mrlik: „Dafür dass ich schon länger nicht im Auto gesessen bin, kann ich absolut zufrieden sein und bin es auch. Ich habe Kontakt zur Spitze und kann den vielen Zuschauern eine sehr gute Show bieten, das freut mich. Ich hoffe, dass es so weitergeht.“

Hermann Neubauer: „Auf der SP 4 ist bei unserem Auto der vierte Gang gebrochen, deshalb überrascht mich die Bestzeit auf SP 5 umso mehr. In der Mittagspause wird jetzt das Getriebe getauscht. Dann werde ich am Nachmittag noch einmal voll angreifen.“

Pech hatte das Zellhofer Racing Team. Neben Christoph Zellhofer, der seinen Ford Fiesta R5 nach SP3 wegen eines Schadens am Antrieb der Wasserpumpe abstellen musste, ist auch der Schwede Daniel Ernstedt nicht mehr dabei. Er hat sich am Suzuki S1600 ein Rad ausgerissen. Nicht mehr im Rennen ist auch Willi Stengg. Der steirische Ex-Staatsmeister musste seinen Opel Corsa OPC R3 schon in der zweiten Sonderprüfung mit einem eher seltenen technischen Defekt aus der Wertung nehmen. Stengg nahm’s locker: „Am Gaspedal ist eine Rückzugfeder gebrochen, und das Auto ist nur noch auf Vollgas gelaufen. Das hab‘ ich mir dann doch nicht zugetraut. Schade, weil die Rallye hier echt geil ist und ich eine Menge Spaß gehabt habe.“

Rallye W4, Zwischenstand nach SP 5:
1. Jaroslav Orsak/Jindriska Zakova CZ/CZ Ford Fiesta R5 30:19,4 Min
2. Christian Schuberth-Mrlik/Thomas Zeltner A/A Skoda Fabia R5 +11,3 Sek
3. Hermann Neubauer/Bernhard Ettel A/A Ford Fiesta R5 +11,5 Sek
4. David Botka/Mark Mesterhazi H/H Skoda Fabia R5 +1:03,0 Min
5. Attila Rongits/Laszlo Hannus H/H Mitsubishi Evo IX +1:23,7 Min
6. Tomas Kurka/Katerina Janovska CZ/CZ Ford Fiesta R5 +1:35,4 Min
7. Andreas Aigner/Jürgen Rausch A/A Subaru WRX STi +2:37,3 Min
8. Jan Cerny/Ivo Vybiral CZ/CZ Peugeot 208 R2 +3:43,8 Min
9. Mariusz Zapala/Lukasz Wloch PL/PL Ford Fiesta R5 +3:52,7 Min
10. Hermann Haslauer/Peter Treybal A/A Subaru WRX Sti +4:00,7 Min

Presseinfo Sportpressedienst Hollenia

17.11.2018