Volleyball

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Der Volleyball-Sonntag stand ganz im Zeichen der ÖVV-Viertelfinali Damen und Herren. Sechs Partien standen auf dem Programm.

Denn die beiden UVC Holding Graz-Teams hatten sich bereits zuvor fürs Final-4, das am 22. und 23. Februar im Raiffeisen Sportpark Graz in Szene geht, qualifizieren können. Bei den Männern lösten nach Graz, Titelverteidiger SG VCA Amstetten NÖ, der VBC TLC Weiz und Zweitligist Sportunion St. Pölten das Ticket für den großen Showdown. Es spielen also zwei steirische und zwei niederösterreichische Mannschaften um den heißbegehrten Titel. Bei den Damen folgten der ATSC Klagenfurt sowie die beiden oberösterreichischen Teams SG Prinz Brunnenbau Volleys und ASKÖ Linz-Steg Titelverteidiger Graz ins Halbfinale nach.

Die Amstettner sind die erfolgreichsten Cup-Fighter der vergangenen Jahre. Seit dem verlorenen Finale 2015 ist man ungeschlagen und ließ auch Sonntag im Duell mit dem VBK Klagenfurt nichts anbrennen, feierte einen 3:0 (25:22, 25:21, 25:21)-Heimsieg. „Das war eine unglaubliche Leistung. Die Jungs (Altersschnitt 19,5 Jahre, Anm.) sind über sich hinausgewachsen. Vom ersten Ballwechsel an habe ich gespürt, dass sie es unbedingt wollen“, erklärte VCA-Sportdirektor Michael Henschke, der im Cup höchstpersönlich das Traineramt der jungen Mannschaft übernahm: „Ich kenne meine Spieler schon sehr lange, kann sie in gewissen Situationen perfekt aufstellen. Das war sicherlich unser Trumpf in diesem Spiel.“

Die Niederösterreicher gingen zwar als dreifache Cupsieger in die Partie, aber nicht als Favorit. Im Sommer fand ein großer Umbruch statt. Mit Max Landfahrer und Thomas Tröthann verließen zwei Topscorer den Verein. „Wir haben die Spieler mit Legionären ersetzt, die aber nicht im Cup einsatzberechtigt sind. Viele haben uns im Pokal abgeschrieben, aber jetzt stehen wir als einzige Mannschaft mit einem großen Legionärsanteil trotzdem wieder im Final Four“, freute sich Henschke.

Tapfer schlug sich Landesligist WAT Tigers Sport gegen den VBC TLC Weiz. Die Wiener trotzen dem DenizBank AG VL-Team in der Sporthalle Brigittenau einen Satz ab, verloren 1:3 (15:25, 18:25, 25:20, 19:25). Beim Spiel TSV Volksbank Hartberg gegen Sportunion St. Pölten handelte es sich um ein Zweitligaduell, das die Niederösterreicher mit 3:1 (19:25. 25:19, 25:20, 25:19) für sich entscheiden konnten. Man darf gespannt sein, was die St. Pöltner beim Final-4 ausrichten können.
Linz-Steg dreht Schlager bei Sokol/Post
Bei den Damen lautete das Topspiel Rekord-Cupsieger VB NÖ Sokol/Post gegen AVL-Tabellenführer ASKÖ Linz/Steg. Zunächst sah es in der Wiener Posthalle nach einem Heimsieg aus, doch den Stahlstädterinnen gelang es, einen Zweisatzrückstand noch zu drehen und mit 3:2 (23:25, 15:25, 25:15, 25:15, 15:9) ins Halbfinale einzuziehen.

Das Überraschungsteam dieser AVL-Saison, die SG Prinz Brunnenbau Volleys aus Perg, hatte mit der SG Union Bisamberg/Hollabrunn nur wenig Mühe, fuhr einen souveränen 3:0 (25:21, 25:15, 25:14)-Heimsieg ein. „Die Mädels haben sich wirklich einen Traum erfüllt. Wir spielen normalerweise nie in dieser Formation, maximal im Training“, berichtete die Perger Trainerin Zuzana Pecha-Tlstovicova. Doch der Mix aus jungen Spielerinnen rund um Aufspielerin Anna Trauner sowie den Routiniers wie Sophie Haselsteiner oder Katharina Jusufi führte in die nächste Runde. „Das war die Harmonie aus der Kraft der Jugend und der Erfahrung“, strahlte Pecha-Tlstovicova.

Seiner Favoritenrolle gerecht wurde auch der ATSC Klagenfurt, gewann beim Zweitligisten TI-TANTUM-volley 3:0 (25:13, 25:19, 25:14). Auch wenn die Innsbruckerinnen sehr bemüht auftraten, mussten sie die Überlegenheit der Wildcats anerkennen. Der Vizemeister der vergangenen Saison präsentierte sich im Angriff solide und beging auch weniger Eigenfehler.

ÖVV-Cup
Herren-Viertelfinale

04.11.: UVC Holding Graz – UVC Ried/Innkreis 3:1 (25:17, 25:20, 18:25, 27:25)
18.11.: WAT Tigers Sport – VBC TLC Weiz 1:3 (15:25, 18:25, 25:20, 19:25)
18.11.: SG VCA Amstetten NÖ – VBK Wörther-See-Löwen Klagenfurt 3:0 (25:22, 25:21, 25:21)
18.11.: TSV Volksbank Hartberg – Sportunion St. Pölten 1:3 (25:19, 19:25, 20:25, 19:25)

Damen-Viertelfinale
14.11.: UVC Holding Graz – SG VBV Trofaiach/WSV Eisenerz 3:0 (25:15, 25:21, 25:19)
18.11.: TI-TANTUM-volley – ATSC Wildcats Klagenfurt 0:3 (13:25, 19:25, 14:25)
18.11.: SG Prinz Brunnenbau Volleys – SG Union Bisamberg/Hollabrunn 3:0 (25:21, 25:15, 25:14)
18.11.: SG VB NÖ Sokol/Post – ASKÖ Linz/Steg 2:3 (25:23, 25:15, 15:25, 15:25, 9:15)

Final4 Damen und Herren
Raiffeisen Sportpark Graz

22.02.: Halbfinalspiele (Reihenfolge und Uhrzeit stehen noch nicht fest)
23.02., 17.45: Finale Damen
23.02., 20.15: Finale Herren

Viertelfinalerfolg für Perger Prinzessinnen gegen Bisamberg/Hollabrunn
Zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte gelang der SG Prinz Brunnenbau Volleys aus Perg der Einzug in das Endturnier des Austrian Volley Cup Women. Die Mannschaft von Trainerin Zuzana Pecha-Tlstovicova gewann ihr Viertelfinalduell gegen SG Union Bisamberg/Hollabrunn mit 3-0 und den klaren Satzergebnissen von 25-21, 25-15 und 25-14.

„Die Mädels haben sich da jetzt wirklich einen Traum erfüllt. Wir spielen normalerweise nie in dieser Formation, maximal im Training“, berichtete die Perger Trainerin. Im Gegensatz zu den Gegnerinnen, die nun in der Liga die letzten acht Spiele mit der gleichen Mannschaft am Feld standen. Doch der Mix aus jungen Spielerinnen rund um Aufspielerin Anna Trauner sowie den Routiniers wie Sophie Haselsteiner oder Katharina Jusufi führte in die nächste Runde. „Das war die Harmonie aus der Kraft der Jugend und der Erfahrung“, strahlte Pecha-Tlstovicova.

Die Volleyballerinnen aus dem Machland hatten zwar schwer zu kämpfen mit den wie eine Gummiwand agierenden Niederösterreicherinnen, aber setzten sich nach 62 Minuten klar durch. „Die Mädels sind auch Teil der Bundesligamannschaft. Sie sind motiviert und geben alles füreinander. Das macht uns zurzeit einfach so stark“, resümierte die Trainerin.

Genau wie im letzten Jahr stehen die Mühlviertlerinnen im Finalturnier, welches von 22. – 23. Februar 2019 in Graz ausgetragen wird. Für die Pergerinnen war es bereits der neunte Sieg in Folge in dieser Saison. Am Freitag wartet in der Liga nun das Oberösterreich-Derby, wo die Prinzessinnen am Freitagabend um 18:30 Uhr ASKÖ Linz/Steg in der Donauwell-Arena empfangen.

Viertelfinale Austrian Volley Cup
SG Prinz Brunnenbau Volleys – SG Union Bisamberg/Hollabrunn 3 – 0
25-21 (24 min), 25-15 (19 min), 25-14 (19 min)
Topscorerinnen: Katharina Jusufi (15), Martina König (14), Katharina Kern (12) bzw. Diana Wolflehner (9), Christina Schneider, Amna Hodzic (je 7)

Nächstes Spiel:
9. Spieltag Austrian Volley League
SG Prinz Brunnenbau Volleys – ASKÖ Linz/Steg
23/11/2018 18:30 Uhr
Donauwell-Arena, Perg

Titelverteidiger erneut unter den besten vier Österreichs
Seit dem verlorenen Finale 2015 in Graz ist die SG VCA Amstetten NÖ die dominierende Mannschaft im Österreichischen Cup. Nach einem klaren 3-0 Erfolg gegen die VBK Wörther-See-Löwen aus Klagenfurt stehen sie nun zum fünften Mal in Folge im Final Four Turnier. Viermal haben die Niederösterreicher die Trophäe schon nach Amstetten geholt, zuletzt 2016, 2017 und 2018.

„Das war eine wirklich unglaubliche Leistung. Die Jungs sind heute über sich hinausgewachsen. Vom ersten Ballwechsel an habe ich gespürt, dass sie es unbedingt wollen“, erklärte VCA-Sportdirektor Michael Henschke, der im Cup höchstpersönlich das Traineramt der jungen Mannschaft übernahm: „Ich kenne meine Spieler von Jung auf, kann sie in gewissen Situationen dann einfach perfekt aufstellen und das war sicherlich unser Trumpf in diesem Spiel“. Denn die Niederösterreicher gingen zwar als dreifache Cupsieger in die Partie, sicherlich nicht aber als der große Favorit.

Denn über dem Sommer fand ein großer Umbruch in der Mannschaft des VCA statt. Mit Max Landfahrer und Thomas Tröthann verließen zwei der Topscorer den Verein in Richtung Aich/Dob. „Wir haben die Spieler mit Legionären ersetzt, die aber nicht im Cup einsatzberechtigt sind. Viele haben uns im Pokal abgeschrieben, aber jetzt stehen wir als einzige Mannschaft mit einem großen Legionärsanteil trotzdem wieder im Final Four“, freute sich Henschke.

Während die Gäste aus Klagenfurt im Viertelfinale vor allem auf die Angriffspunkte von Markus Schloffer bauten, so konnten die Amstettner einen gefährlichen Dreizack entgegenhalten. Mit Niklas Etlinger, Michael Ladner und Stephan Langwieser sorgten drei Juniorennationalteamspieler für gleich 44 Zähler. Überragend agierte vor allem Langwieser, der auf der für ihn, als Libero der Bundesligamannschaft ungewohnten Position des Außenangreifers spielte. Der 19-Jährige löste die Aufgabe aber souverän, hatte 14 Punkte erzielt und eine Erfolgsquote von 78% bei seinen Angriffen.

Damit haben sich die Amstettner zum fünften Mal in Folge für das Halbfinale im Austrian Volley Cup qualifiziert. Das Finale steigt wie 2018 in Graz und wird vom 22. – 23. Februar ausgetragen. Neben den Mostviertlern qualifizierten sich auch die Bundesligisten aus Graz und Weiz sowie die Zweitligisten aus St. Pölten für das Endturnier.

Viertelfinale Austrian Volley Cup
SG VCA Amstetten NÖ – VBK Wörther-See-Löwen Klagenfurt 3-0
25-22 (25 min), 25-21 (25 min), 25-21 (25 min)

Topscorer: Niklas Etlinger (18), Stephan Langwieser (14), Michael Ladner (12) bzw. Markus Schloffer (17), Simon Baldauf, Simon Frühbauer (je 6)

Presseinfo ÖVV/Agentur SPORT PR/VCA Amstetten NÖ/SG Prinz Brunnenbau Volleys

18.11.2018