Volleyball, AVL

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Die 9. Runde des AVL Women-Grunddurchgangs startet mit einem Derby-Kracher. Bereits am Freitag um 18.30 Uhr bittet die SG Prinz Brunnenbau Volleys Perg Tabellenführer ASKÖ Linz-Steg zum Duell um Platz eins und die Vormachtstellung in Oberösterreich in ihre Donauwell-Arena. Beide Teams halten bei 7:1-Siegen und 21 Punkten, sind außerdem fürs ÖVV-Cup-Final4 qualifiziert!

Noch nie standen die Mühlviertlerinnen in der Austrian Volley League-Tabelle ganz oben. Bezwingen sie aber die Linzerinnen, so beenden sie die Hinrunde an der Spitze. „Das wird eine tolle Show. Die Fans können sich auf Top-Volleyball einstimmen. Wir erhoffen uns eine fantastische Stimmung“, fiebert Pergs Jordan Tucker dem Gipfeltreffen entgegen. Auf die US-amerikanische Mittelblockerin wartet ihr drittes OÖ-Derby nach den beiden AVL-Viertelfinalspielen 2018. „Ich bin mir sicher, es wird ein gutes, emotionales Duell. Wir werden um jeden Punkt und Ball kämpfen“, verspricht Perg-Kapitänin Diana Mitrengova.

Für sie und ihr Team ist der AVL-Schlager auch Generalprobe für die CEV Challenge-Cup-Premiere gegen Saugella Monza (ITA) am kommenden Mittwoch. Prinz Brunnenbau Volleys-Sportdirektor Josef Trauner: „Das sind zwei absolute Volleyball-Highlights. Im Derby treffen die zwei stärksten Teams Österreichs aufeinander. Bei unserem Europacup-Debüt wartet mit Monza eine absolute Weltklasse-Mannschaft. Da kommen Welt- und Europameisterinnen nach Perg!“

Linz-Steg-Coach Roland Schwab erläutert, dass ein Großteil seiner Stammkräfte noch kein Derby gespielt hat. „Sie sehen es daher nüchtern als das Duell Erster gegen Zweiter. Ziel ist es natürlich, die Tabellenführung mit einem Sieg auszubauen.“ Ein Nachteil für sein Team sei, dass der Gegner „viel Spielerfahrung mitbringt. Die Routine spricht für Perg. Sie leisten sich praktisch keine leichtfertigen Fehler und wissen genau, wo der Gegner verwundbar ist.“

Erster Verfolger des Spitzenduos ist die SG VB NÖ Sokol/Post. Der Rekordmeister musste am vergangenen Wochenende zwei Dämpfer hinnehmen. Zunächst zog man bei der PSV Volleyballgemeinschaft Salzburg in fünf Sätzen den Kürzeren, Sonntag folgte gegen Linz-Steg – ebenfalls im Tie-Break – das Cup-Aus. Am Samstag (18.30 Uhr) soll im Heimspiel gegen den VC Tirol die Rückkehr in die Erfolgsspur gelingen. Die Innsbruckerinnen starteten mit fünf Siegen, verloren allerdings dann dreimal in Folge und rutschten auf Platz sechs ab.

Vizemeister ATSC Klagenfurt musste sieben Runden auf den ersten AVL-Sieg warten, erst gegen Aufsteiger SG Union Bisamberg/Hollabrunn gelang der Befreiungsschlag, auf den die Wildcats dank eines souveränen Erfolgs über Zweitligist TI-Tantum-Volley den Einzug ins Cup-Final4 folgen ließen. Klagenfurt empfängt Samstag (19 Uhr) den TSV Sparkasse Hartberg. Die Steirerinnen halten ebenfalls bei einem Sieg, haben aber zwei Punkte weniger auf dem Konto.

Einiges steht am Sonntag für den UVC Holding Graz auf dem Spiel. Das Meisterteam ist in den vergangenen Wochen richtig in Schwung gekommen, feierte fünf AVL-Siege in Folge. Der Lauf soll gegen Tabellennachbarn Salzburg (16 Uhr) seine Fortsetzung finden. UVC-Kapitänin Eva Dumphart und Co. haben die Chance, auf Platz vier zu klettern. Die PSVBG-Damen kommen allerdings mit viel Selbstvertrauen – gewonnen beim Erfolg über Sokol/Post – im Gepäck in den neuen Raiffeisen Sportpark. Graz ist übrigens wie Perg am kommenden Mittwoch im Europapokal-Einsatz. Im Hinspiel des CEV Cup-Sechzehntelfinales gastieren die Murstädterinnen in Tschechien bei TJ Ostrava.

„Wir wollen den nächsten Sieg, wissen allerdings um die Stärken der Salzburgerinnen. In der Saisonvorbereitung verloren wir gegen sie, seidem konnten wir uns aber steigern und werden alles geben, als Sieger vom Feld zu gehen“, gibt sich Graz-Libera Anna Oberhauser kämpferisch. Salzburg-Trainer Ulrich Sernow sieht eine schwierige Aufgabe auf sein Team zukommen: „In ihrer neuen Heimhalle sind die Grazerinnen eine Macht und ungeschlagen. Wir werden uns jeden Punkt und Satz hart erkämpfen müssen!“

Abgeschlossen wird die Hinrunde des AVL-Grunddurchgangs mit der Begegnung zwischen der SG VBV Trofaiach/WSV Eisenerz und der SG Union Bisamberg/Hollabrunn (17 Uhr). Die Niederösterreicherinnen warten noch auf ihren ersten Erfolg in der höchsten Spielklasse, stehen am Tabellenende. Trofaiach/Eisenerz war schon gegen Hartberg und Klagenfurt erfolgreich, ist daher auch in der Favoritenrolle.

AVL Women, 9. Runde
23.11., 18:30: SG Prinz Brunnenbau Volleys – ASKÖ Linz/Steg
24.11., 18:30: SG VB NÖ Sokol/Post – VC Tirol
24.11., 19:00: ATSC Wildcats Klagenfurt – TSV Sparkasse Hartberg
25.11., 16:00: UVC Holding Graz – PSV Volleyballgemeinschaft Salzburg
25.11., 17:00: SG VBV Trofaiach/WSV Eisenerz – SG Union Bisamberg/Hollabrunn

14. Runde
25.11., 14:00: TSV Sparkasse Hartberg – VC Tirol

Presseinfo ÖVV

22.11.2018