Mario Seidl auf Platz 8 beim Massenstart in Lillehammer - Max Hauke gelingt weiteres Top Ergebnis für ÖSV

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Beim heutigen Massenstartbewerb, der seit 2009 erstmalig wieder im Weltcupkalender zu finden ist, landeten drei Österreicher in den Top 15. Bester ÖSV-Athlet war dabei Mario Seidl als Achter. Seine Teamkollegen Franz-Josef Rehrl und Martin Fritz belegten die Plätze 11 und 15.

Der Sieg ging heute erneut an Jarl Magnus Riiber (NOR) vor den beiden Deutschen Eric Frenzel und Fabian Riessle.

Das Langlaufrennen verlief aus Sicht der Österreicher efreulich. Lange Zeit liefen die ÖSV-Athleten gemeinsam in einer Gruppe und spulten so Kilometer um Kilometer ab, um den Rückstand zur Spitze so gering wie möglich zu halten. Das Rennen konnte der Norweger Magnus Krog für sich entscheiden, in Lauerstellung dahinter die beiden Deutschen Fabian Riessle und Eric Frenzel. Mit einem starken Finish zum Schluss sicherten sich die besten Österreicher nach dem Langlaufen, Lukas Klapfer und Mario Seidl die Plätze 13 und 14. Der Rückstand der beiden von jeweils einer Minute wurde für den Sprungdurchgang dann in einen Punkterückstand umgerechnet, 4 Sekunden sind ein Punkt. Somit resultierte für die beiden ein Rückstand von 15 Punkten fürs Springen.

Dahinter platzierte sich Bernhard Gruber, für den es das erste Rennen der Saison nach überstandener Krankheit war, auf Platz 16. Ebenso Überflieger Franz-Josef Rehrl verschaffte sich mit einer soliden Laufleistung eine gute Ausgangsposition. Mit 1min 13sek Rückstand galt es für den Steirer, 18,3 Punkte Rückstand auf den Halbzeitführenden Magnus Krug auf der Schanze gut zumachen.

Im anschließenden Sprungdurchgang taten sich die ÖSV-Sportler dann etwas schwerer. Bei ungünstigen Windverhältnissen, mit denen nahezu alle Österreicher zu kämpfen hatten, verbesserte sich Mario Seidl noch auf den achten Gesamtrang. Für Franz-Josef Rehrl ging es von Platz 20 noch auf den elften Gesamtrang nach vorne. Martin Fritz wurde 15. Pech hatte Bernhard Gruber, der wegen eines zu großen Anzugs im Springen disqualifiziert wurde.

Die weiteren Platzierungen der Österreicher:
24. Lukas Greiderer
25. Lukas Klapfer

DSQ: Bernhard Gruber (zu großer Anzug)
Als 56. im Langlauf nicht für den Sprungdurchgang qualifiziert: Dominik Terzer

Stimmen:
Audiointerview Mario Seidl: (8.)

Mario Seidl: „Die Situation war nicht einfach, nach dem Rennen waren meine Beine wie Kaugummi. Aber da ist es eh jedem gleich gegangen. Mit dem Laufen war ich richtig zufrieden, im Springen hat mir die nötige Höhe gefehlt, dass unten noch mehr Meter drin gewesen wären. Nichts desto trotz bin ich mit dem achten Platz zufrieden. Und vielleicht gibt es ja irgendwann einmal auch einen Massenstart auf der Großschanze. Das würde mir richtig taugen!“

Audiointerview Franz-Josef Rehrl: (11.)

Franz-Josef Rehrl: „Ich habe heute ein gutes Langlaufrennen gezeigt, die Ausgangsposition fürs laufen war nicht schlecht. Der Sprung war dann nicht ganz das, was ich mir erwartet habe. Auf die Bedingungen möchte ich mich nicht rausreden, man kann auch bei schwierigen Verhältnissen gute Sprünge zeigen. Mit dem elften Platz bin ich nicht unzufrieden, aber auch nicht hundertprozentig zufrieden.“

Audiointerview Martin Fritz: (15.)

Martin Fritz: „Der Massenstart war eine tolle Erfahrung, etwas komplett anderes als sonst. Auf der Loipe bin ich das Rennen etwas zu schnell angegangen und dann zum Schluss raus richtig blau gewesen. Auf der Schanze habe ich auch noch Potential nach oben, wobei das nur Kleinigkeiten sind.“

Morgen Sonntag findet mit einem Gundersen-Wettkampf der letzte Bewerb der Lillehammer-Tour statt. Die Athleten wechseln dafür erstmalig dieses Wochenende auf die Großschanze.

Zeitplan:
Sonntag, 2.12.2018

8.20 Uhr: Offizielles Training HS 140
9.30 Uhr: Qualifikation HS 140
10.45 Uhr: Sprungdurchgang HS 140
14.05 Uhr: Langlauf 10km

Max Hauke gelingt weiteres Top Ergebnis für ÖSV
Max Hauke steigt in sein erstes Distanzrennen der Saison mit einem 20. Platz in Lillehammer über 15 Kilometer Skating ins Weltcupgeschehen ein. Der Steirer lässt mit seinem starken Finish Top-Athleten wie Iivo Niskanen und Johannes Klaebo hinter sich.

Der Sieg ging an Norweger Rothe Sjur mit einem Vorsprung von 6 Sekunden auf seinen Landsmann Didrik Tonseth. Der russische Youngstar Denis Spitsov belegte mit 28,6 Sekunden Rückstand Platz 3. Der Schweizer Langlauf-Star Dario Cologna muss sich mit einem 4. Platz (+38,4 Sek.) zufriedengeben. Insgesamt haben die Norweger das Feld dominiert mit nicht weniger als 6 Platzierungen in den ersten 10.

Für Dominik Baldauf (37.) und Bernhard Tritscher (84.) reicht es heute nicht für die Top 30. Morgen stehen die Herren um 11:45h bei der klassischen Verfolgung am Start.

Max Hauke:
„Das war heute ein perfekter Start in die Saison. Mein Ski war perfekt und so ist auch alles perfekt gelaufen. Mein Ziel war es, jetzt im Dezember schon in Form zu sein und das ist mir auch gelungen.

Ich bin im Skaten wieder da wo ich letztes Jahr war, wenn nicht sogar besser. In so einem starken Feld wie hier in Lillehammer kann man mit dem Ergebnis echt zufrieden sein.“

Erstes Top 10 Ergebnis der Saison für Stadlober
Teresa Stadlober läuft am 2.Tag der Lillehammer Mini-Tour auf den 7.Platz über 10 Kilometer Skating. Die 25-jährige Salzburgerin kämpfte sich von einem 16. Platz nach 2,2 Kilometer auf den 7.Platz im Gesamtklassement.

In der ersten Runde verliert Stadlober 38 Sekunden auf die Führende Therese Johaug. Die zweite Runde absolviert die österreichische Elite-Langläuferin wesentlich schneller. Sie verliert nur 23 Sekunden auf die Norwegerin und kann sich somit mit einem Gesamtrückstand von 1:01,9 auf in den Top 10 etablieren.

Beim Weltcupauftakt in Ruka vergangenes Wochenende landete die Radstädterin auf dem 12. Rang mit über eineinhalb Minuten Rückstand auf die Siegerin Therese Johaug. Somit konnte sich Stadlober im Vergleich zu letztem Wochenende deutlich steigern.

Nur die Schwedinnen Ebba Andersson und Charlotte Kalla konnten mit der Tagesbestzeit von Therese Johaug konkurrieren. Die 21-jährige Ebba Andersson lief mit 8,4 Sekunden Rückstand auf Platz 2. Mit 15,7 Sekunden Rückstand gelang der drittplatzierten Charlotte Kalla ebenfalls ein starkes Finish.

Morgen greift Teresa bei der Verfolgung über 10 Kilometer Klassik erneut an. Die Damen starten um 10:15, die Herren um 11:45.

Teresa Stadlober:
„Die erste Runde war heute zach. Ich habe das Rennen von gestern noch gespürt. In der zweiten Runde hatte ich dann das Glück, dass Ragnhild Haga nur kurz nachdem ich im Durchlauf war gestartet ist. Da bin ich dann drangeblieben. In der zweiten Runde war das Gefühl ganz gut. Für einen 10er Skating Einzelstart bin ich zufrieden. Ich bin optimistisch für morgen und freue mich auf die Verfolgung.“

Presseinfo Österreichischer Skiverband

01.12.2018