Basketball

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Die Mattersburg Rocks (#1), die Jennersdorf Blackbirds (#2) und die Raiders Villach (#3) liegen auch nach der 9. Runde punktegleich an der Spitze in der ZWEITEN Basketball Bundesliga.

Während die Rocks dank starkem Inside-Spiel und guter Defensive in der zweiten Halbzeit die Basket Flames (#8), die ohne ihren Top-Scorer Fabricio Vay antreten mussten, mit 79:68 besiegten, deklassierten die Blackbirds Tabellenschlusslicht Union Deutsch Wagram Alligators (#12) mit 92:40.

Den Raiders verhalf ein 15:0-Run im dritten Viertel zu einem 73:60-Auswärtssieg bei den Mistelbach Mustangs (#7). Der UBC St. Pölten (#4) musste das Spitzen-Trio wieder ziehen lassen. KOŠ Celovec (#9) beendete den “winning-streak” der Niederösterreicher und siegte 83:69. Die Dornbirn Lions (#6) besiegten den BBC Nord Dragonz nach starker zweiter Halbzeit klar mit 89:56, die Wörthersee Piraten (#5) feierten mit einem 94:88 ihren ersten Sieg gegen die BBU Salzburg (#10) nach fast fünf Jahren.

ZWEITE Basketball Bundesliga, 9. Runde:
BBC Nord Dragonz – Dornbirn Lions 58:89
Mistelbach Mustangs – Raiders Villach 60:73
Jennersdorf Blackbirds – Union Deutsch Wagram Alligators 92:40
BBU Salzburg – Wörthersee Piraten 88:94
KOŠ Celovec – UBC St. Pölten 83:69
Mattersburg Rocks – Basket Flames 79:68

BBC Nord Dragonz – Dornbirn Lions 58:89 (18:15, 37:31, 45:57)
Scorer BBC: Hegedüs 15, Markus 11, Knor, Drljaca je 8
Scorer Lions: Medori 30, Kevric 24, Gmeiner 10

Die Dornbirn Lions (#6) haben in der 9. Runde der ZWEITEN Basketball Bundesliga bei Aufsteiger BBC Nord Dragonz (#11) einen klaren Sieg gefeiert. Die Vorarlberger – sie setzten Neuzugang Timur Bas noch nicht ein – siegten im Burgenland dank einer starken zweiten Halbzeit mit 89:58. Die Lions gewannen, nachdem sie zur Pause mit 31:37 zurückgelegen waren, die zweite Halbzeit mit 58:21. Somit machte die Mannschaft rund um Top-Scorer Javier Medori, dem mit 30 Punkten und 14 Rebounds das sechste „double-double“ der Saison gelang, allein in der zweiten Hälfte exakt gleichviele Punkte wie die Dragonz im gesamten Spiel. Der BBC konnte seine anfangs starke Defensivleistung nicht konstant auf das Parkett bringen. Die „Löwen“ waren zudem am Rebound überlegen (45:33) und hatten auch ihre bislang beste Trefferquote dieser Saison aus der Distanz zur Hand (52% | 13/25).

Stimmen zum Spiel:

Dusan Kozlica, Headcoach vom BBC: „Es war ein guter Fight meiner Mannschaft. Wieder einmal haben wir gezeigt, dass wir als Aufsteiger nicht nur mithalten, sondern auch gegen deutlich stärkere Gegner lange führen können. Uns haben im dritten Viertel nicht nur die Kräfte, sondern auch die Treffsicherheit verlassen.“

Attila Hegedüs, Spieler vom BBC: „In der ersten Halbzeit haben wir exzellent verteidigt und das Spiel kontrolliert. Durch die Defense konnten wir auch offensiv einen guten Rhythmus erlangen. Wir haben das Spiel in der zweiten Halbzeit verloren. Die gute erste Halbzeit hat uns zu viel Kraft gekostet und wir konnten diese Intensität nicht mehr aufrechterhalten. Gratulation an Dornbirn! Wir müssen weiterarbeiten wie bisher, ich glaube weiterhin an mein Team!“

Borja San Miguel, Headcoach der Lions: „Wir hatten in der ersten Halbzeit einige Schwierigkeiten. Später haben wir dann unser Spiel wiedergefunden und auch die Würfe getroffen. Es war ein taktisch interessantes Spiel, beide Coaches haben sich auf die Partie vorbereitet. Ich freue mich über diesen verdienten Sieg.”

Mistelbach Mustangs – Raiders Villach 60:73 (14:19, 31:37, 42:55)
Scorer Mustangs: Sismilich 19, Jedovnicky 13, Prachar, Isbetcherian je 7
Scorer Raiders: Perkovic 19, Boban 18, Erculj 13

Die Raiders Villach (#3) liegen auch nach der 9. Runde in der ZWEITEN Basketball Bundesliga punktegleich an der Tabellenspitze. Die Kärntner feierten bei den Mistelbach Mustangs (#7) ihren dritten Sieg in Serie und liegen am 3. Platz. Die Niederösterreicher kassierten indes ihre bereits fünfte Saisonniederlage. In einer von guter Defensivaktionen geprägten Partie hatte Mistelbach den besseren Start, lag nach nicht ganz fünf Spielminuten mit 9:2 voraus. Villach drehte den Spielstand – auch dank der besseren Trefferquote von außen (38% bzw. 18%) – prompt und führte in der 16. Minute mit 34:21. Wiederum konterten die Mustangs, verkürzten auf 38:40 (25. Min). Ein 15:0-Run innerhalb von vier Minuten brachte die Raiders schlussendlich auf Kurs zum zweiten Sieg über die Mustangs in Folge. Jasmin Perkovic (19 PTS | 16 RB) und Antonio Boban (18 PTS | 12 RB) waren erneut die Top-Scorer der Villacher. Neuzugang Martin Bajc kam auf 9 Punkte und 5 Assists.

Stimmen zum Spiel:

Ralph Wimmer, Assistent-Coach der Mustangs: „Im Gegensatz zu uns, hat Villach seine freien Würfe getroffen. Das Positive war: sie haben 73 Punkte gemacht, deutlich unter dem Saisonschnitt. Unsere Defensive heute gegen diese Mannschaft war mehr als gut. Dafür waren wir in der Offensive äußerst ineffizient.”

Paul Isbetcherian, Spieler der Mustangs: „Wir sind gut in das Spiel gestartet und hatten die offensivstarken Villacher gut unter Kontrolle. Ende des ersten Viertels, Anfang des zweiten Viertels ist uns ein bisschen der Faden gerissen und die pick and roll-Defense hat nicht mehr nach Wunsch funktioniert. In der zweiten Halbzeit haben wir den Gameplan wieder gut umgesetzt, versucht schneller zu spielen und das pick and roll der villacher stärker einzuschränken. Alles in allem hat es leider nicht zu einem Sieg gereicht, obwohl wir auf unsere Leistung aufbauen können. Mit einer Trefferquote von 18% vom Dreier und vielen verfehlten, offenen Würfen ist es schwer zu gewinnen.“

Rok Zupan, Trainer der Raiders: „Ich bin sehr zufrieden, dass wir unser Defense-Spiel verbessert haben. Unsere Defensive heute war wirklich gut. Es war ein exzellentes Match heute, Mistelbach war ein wirklich starker Gegner. Ich hoffe, dass Mistelbach sein Problem mit den Verletzungen endlich in den Griff bekommt.“

Sebastian Huber, Spieler der Raiders: „Defensiv haben wir wieder die Resultate der letzten Spiele bestätigt. Darauf wollten wir unser Augenmerk legen. Offensiv haben wir noch nicht wirklich den Rhythmus gefunden, wir müssen unsere neuen Spieler noch integrieren und unser Center war angeschlagen. Ein großes Lob an das Mistelbacher Publikum, es war wieder eine tolle Stimmung.“

Jennersdorf Blackbirds – Union Deutsch Wagram Alligators 92:40 (19:12, 35:21, 68:36)
Scorer Blackbirds: Astl Ch. 16, Hajszan, Ulreich, Klepeisz je 10
Scorer Alligators: Reichle 17, Hofer 9, Goranovic 6

Die Jennersdorf Blackbirds (#2) haben ihren vierten Heimsieg in Serie gefeiert. Der Vizemeister deklassierte Liga-Rückkehrer Union Deutsch Wagram Alligators (#12) mit 92:40. Die Niederösterreicher bleiben damit auch in ihrem 9. Spiel sieglos und mussten ihre bislang höchste Niederlage hinnehmen. Die Blackbirds zeigten ihre bislang beste Defensivleitung und ließen nur 40 Punkte zu. Von Beginn an war Jennersdorf, dank hoher Intensität in der Defensive, Deutsch Wagram überlegen. Beim Sieger konnte jeder der zwölf Kaderspieler zumindest einen Punkt verzeichnen. Elf Akteure standen für zumindest elf Minuten am Parkett. Bei den Alligators, die mit der druckvollen Defensive der Hausherren ihre Probleme hatten (32 Turnover), stach Lukas Reichle hervor: der 18-jährige Guard stellte mit 17 Punkten ein neues „career-high“ auf und hatte dabei keinen einzigen Fehlwurf aus dem Feld.

Stimmen zum Spiel:

Daniel Müllner, Headcoach der Blackbirds: „In der ersten Halbzeit haben wir es nicht geschafft unsere gute Defense-Arbeit mit Fastbreak-Punkten zu belohnen. In der zweiten Hälfte haben wir dann aber unseren offensiven Rhythmus gefunden und schlussendlich diesen Pflichtsieg eingefahren.“

Philipp Horvath, Spieler der Blackbirds: „Wir haben von Beginn an das Spiel durch unsere starke Defense dominiert und auch in der Offensive fanden wir dann immer besser in die Partie. Auch konnten wir durch unsere jungen Spieler viel rotieren und so auch die Intensität immer hochhalten. Ein verdienter Sieg für uns! Chapeau aber auch an die Alligators, die bis zum Schluss immer weiter gekämpft haben.“

Stefan Grassegger, Headcoach der Alligators: „Jennersdorf hat klar aufgezeigt, was der Unterschied zwischen einem Titelkandidaten und einem jungen Team wie uns ist. Wir haben zum Schluss einige Sachen probiert, die nicht geklappt haben und das spiegelt sich im Score wieder. Gratulation an die Blackbirds zum verdienten Sieg!“

BBU Salzburg – Wörthersee Piraten 88:94 (25:24, 50:47, 71:73)
Scorer BBU: Mouratoglou 35, Perak 16, Sanchez 9
Scorer Piraten: Sirnik 32, Keric 24, Kunovjanek 13

Die Wörthersee Piraten (#5) haben nach fast fünf Jahren wieder einen Sieg gegen die BBU Salzburg (#10) gefeiert. Die Kärntner siegten in Salzburg mit 94:88 und feierten damit den ersten Erfolg gegen die BBU seit dem 18. Jänner 2014. Die Piraten, die damit ihren fünften Saisonsieg holten und nach vier Auswärtsniederlagen in Folge wieder in der Fremde anschreiben konnten, überzeugten mit einer starken Offensivleistung: 94 Punkte bedeuten neues „season-high“ für die Mannschaft von Goran Jovanovic. Die BBU – sie bekam in den ersten drei Heimspielen durchschnittlich nur knapp unter 70 Punkte – schaffte es nicht ihre starke Defensive anzuwenden. Die Piraten, die nur mit acht Spielern angetreten waren, zeigten vor allem aus der Distanz eine starke Performance (48%). Matic Sirnik stellte mit 32 Punkten ein neues „career-high“ auf. Das gelang auch Dimitris Mouratoglou (35 PTS) trotz Niederlage.

Stimmen zum Spiel:

Aaron Mitchell, Headcoach der BBU: „
Das ist die bitterste Niederlage der Saison. Wir haben egoistisch gespielt und sie haben den Sieg verdient.“

Lukas Simoner, Kapitän der Piraten: „Es ist ein sehr wichtiger Sieg für uns. Es war ein hartes Spiel und wir sind sehr zufrieden mit der kämpferischen Leistung.“

KOŠ Celovec – UBC St. Pölten 83:69 (22:18, 44:36, 62:50)
Scorer KOŠ: Stemberger 26, Kralj 17, Razdevsek 15
Scorer UBC: Kaltenbrunner N. 23, Pöcksteiner 20, Koroschitz 16

KOŠ Celovec hat dem „winning-streak” vom UBC St. Pölten ein Ende gesetzt. Die Kärntner fügten den Niederösterreichern eine deutliche 69:83-Niederlage zu. KOŠ konnte sich mit seine vierten Saisonsieg auf den neunten Platz verbessern. Für den UBC, der zusätzlich zu seinen Langzeitverletzten auch auf Christoph Böck und Martin Speiser verzichten musste, war es die erste Niederlage nach zuletzt vier Siegen in Folge. Dadurch fielen die Niederösterreicher aus der Spitzengruppe der ZWEITEN Basketball Bundesliga und haben vorübergehend wieder zwei Punkte Rückstand auf das Führungs-Trio. Das Heimteam lag über 40 Minuten in Führung – vor allem weil es enorm Ballsicher agierte. Zum ersten Mal in dieser Saison blieben die Kärntner deutlich unter ihrem Turnover-Schnitt (18,3 vor diesem Spiel). Zwölf Ballverluste bedeuteten Bestwert für die Sliskovic-Truppe. Der UBC (11,5 im Schnitt vor diesem Spiel) produzierte 17 Turnover. Jaka Stemberger war ein weiteres Mal Top-Scorer seiner Mannschaft. Der slowenische Center machte 26 Punkte und holte 9 Rebounds. Beim UBC machte Paul Koroschitz mit 16 Punkten und 11 Rebounds ein „double-double“.

Stimmen zum Spiel:

Dragan Sliskovic, Headcoach von KOŠ: „Wir haben heute endlich einmal eine gute Defense gespielt und wir freuen uns über den Sieg. Wir haben aber noch einige `Baustellen´.“

Lovro Fizoleto, Spieler von KOŠ: „Wir haben heute das Spiel so angefangen, wie es sich gehört. Im dritten Viertel fiel unsere Konzentration, wir haben es zum Schluss aber doch noch geschafft und sind sehr froh über diesen Sieg.“

Florian Pöcksteiner, Spieler vom UBC: „Wir haben heute den Anfang verschlafen und defensiv nicht ins Spiel gefunden. Das ist uns in der zweiten Halbzeit besser gelungen. Abhaken und Gratulation an KOŠ, sie haben brav gespielt.“

Paul Koroschitz, Spieler vom UBC: „Das war heute sicher nicht unser bestes Spiel. Trotz der Abwesenheit einiger Spieler dürfen wir uns nicht so präsentieren. Wir spielten ein schlechte Defense.“

Mattersburg Rocks – Basket Flames 79:68 (18:23, 38:39, 59:55)
Scorer Rocks: Ware, Nicoli, Hübner je 14, Hallett 11
Scorer Flames: Stadelmann 13, Memcic 12, Wonisch, Najdanovic je 11

Die Mattersburg Rocks (#1) haben auch in der 9. Runde der ZWEITEN Basketball Bundesliga ihre Tabellenführung behauptet. Die Burgenländer schlugen vor heimischem Publikum die Basket Flames (#8) mit 79:68. Die Rocks gewannen damit das dritte Heimspiel in Folge, die Flames mussten sich zum zweiten Mal en suite auswärts geschlagen geben. Die Wiener hatten – auch ohne den am Knöchel verletzten Top-Scorer Fabricio Vay – eine starke erste Halbzeit gezeigt, ehe die Burgenländer zunehmend das Kommando übernahmen. Die Rocks gingen in der 20. Minute erstmals in Führung. Für die Vorentscheidung sorgten sie per viertelübergreifenden 9:0-Run (65:55 | 32. Min). Fortan waren die Rocks, die vor allem Inside ihre Vorteile hatten (36:10 „points in the paint“) und wieder 15 Offensivrebounds holten, speziell wegen einer starken Defensive nicht mehr zu beeindrucken.

Stimmen zum Spiel:

James Williams, Headcaoch der Rocks: „In der zweiten Halbzeit haben wir einfach viel besser verteidigt, das war der Schlüssel zum Sieg heute. In der Offensive können wir uns auf jeden Fall noch steigern.“

Maximilian Hübner, Spieler der Rocks: „Es fühlt sich gut an, gegen den Ex-Verein zu gewinnen. Es war heute für einige auf beiden Seiten ein besonderes Spiel mit extra Motivation. Wir haben den Start verschlafen, aber nach der Halbzeit haben wir dann sicherlich die bessere Defense gespielt. In der Offensive müssen wir noch zu einander finden, aber das wird schon noch.“

Franz Zderadicka, Headcoach der Flames: „In der ersten Halbzeit haben wir unseren Plan – Gary Ware und Corey Hallett inside zu stoppen – gut umgesetzt. In der zweiten Hälfte sind wir dann aber offensiv zu ungeduldig geworden und haben oft zu früh den Wurf gesucht.“

Tobias Stadelmann, Spieler der Flames:
„Mattersburg war in der zweiten Halbzeit defensiv um einiges stärker und das hat zu einigen Turnovers von uns geführt. Wir müssen uns noch mehr an das physische Niveau von solchen Teams wie den Rocks gewöhnen, wenn wir vorne mitspielen wollen.“

Presseinfo ABL/2BL/red.

02.12.2018